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TEST IMRÄGNIERMITTEL : NICHT GANZ DICHT


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2017 vom 28.09.2017

Imprägniermittel sollen Leder und Textilien gegen Nässe schützen, aber auch schmutzabweisend wirken. Die meisten der zehn Produkte schwächeln im Praxistest. Viele enthalten zudem immer noch problematische organische Fluorverbindungen.


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Foto: gpointstudio/Shutterstock

Der Herbst ist da. Wetterbeständige Kleidung und wasserfestes Schuhwerk sind wieder gefragt, und somit haben auch Imprägniermittel Saison. Die Produkte bilden auf Materialoberflächen feine, netzartige Schichten, die bestenfalls so dicht sind, dass Wasser sie nicht durchdringen kann und in Tropfen abperlt. Es gibt sie meist als Sprays mit ...

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... Treibgas, Pumpsprays oder als Schaum zum Aufsprühen. Was die Inhaltsstoffe der Mittel angeht, tappen Käufer aber oft im Dunkeln: Es besteht keine Kennzeichnungspflicht, weder für die Wirkstoffe von Imprägniermitteln noch für die übrigen Bestandteile. Zwar sind einige Produkte mittlerweile als „fluorfrei“ ausgelobt und setzten stattdessen etwa auf Polyurethan-Dispersionen oder Siloxane. Das trifft aber längst nicht auf alle zu. Erst kürzlich hat eine Untersuchung der Verbraucherzentrale NRW ergeben, dass viele Imprägniersprays weiter Fluorcarbone enthalten und Hersteller auf den Etiketten nicht darauf hinweisen.

Fluorcarbone gehören zur Gruppe der per- und polyfluorierten Chemikalien, kurz PFC. Diese Stoffgruppe umfasst mehr als 3.000 Substanzen. PFC sind wasser- und fettabweisend, resistent gegen Hitze und UV-Strahlung – und ex trem langlebig. Aus Imprägniermitteln können sie in die Gewässer gelangen oder in flüchtiger Form in die Atmosphäre. Sie reichern sich in der Umwelt an, Menschen nehmen sie über Nahrung, Luft und verunreinigtes Trinkwasser auf.

ÖKO-TEST

„Wenig Wirkung und immer noch viel Fluorchemie – die Imprägniermittel überzeugen nicht. Im Alltag geht es meist auch ohne Sprays und Co.“

Christian Ippach, ÖKO-TEST-Redakteur und nicht aus Zucker.


Foto: Anja Wägele

Nicht alle PFC sind auf ihre gesundheitliche Wirkung hin untersucht. Aber insbesondere für einige langkettige PFC mit acht oder mehr Kohlenstoffatomen ist bekannt, dass sie giftig sind. Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) beispielsweise gilt als wahrscheinlich reproduktionstoxisch für den Menschen, seit 2010 steht sie auch auf der sogenannten POP-Liste. POP bedeutet „Persistent Organic Pollutants“ – auf deutsch: langlebige organische Schadstoffe. In dieser Liste sind gemäß der Stockholm-Konvention, einem internationalen Übereinkommen zur Reduzierung solcher Substanzen, gefährliche Umweltgifte aufgeführt. Die gelisteten Stoffe sind weltweit in Verbraucherprodukten verboten oder äußerst stark beschränkt. Auch Perfluoroctansäure (PFOA) könnte bald auf dieser Liste stehen: 2019 steht die Entscheidung über eine Aufnahme an. In Tierversuchen hat sie sich unter anderem als leberschädigend und schädlich für die Fortpflanzung erwiesen, ähnliche Wirkungen sind beim Menschen zu vermuten.

Für PFOA gilt von 2020 an ein europaweites Herstellungs-, Verwendungs- und Inverkehrbringungsverbot. Produkte dürfen dann höchstens 25 Mikrogramm pro Liter enthalten. Bis dato ist die Verbindung gemäß der Europäischen Chemikalienverordnung (REACH) als besonders besorgniserregender Stoff eingestuft – so wie sieben weitere langkettige PFC.


Auch kurzkettige PFC, wie sie die Industrie in den letzten Jahren verstärkt einsetzt, bauen sich in der Umwelt kaum ab.


Die Industrie indes ist in den vergangenen Jahren verstärkt auf kurzkettige PFC umgestiegen. Diese sind nach Expertenmeinung aber ebenso langlebig wie die langkettigen PFC und zudem hochmobil. Allein deshalb seien sie keine geeignete Alternative, urteilt etwa die Molekularbiologin Dr. Éva Fetter vom Umweltbundesamt (UBA). Die Behörden haben die Stoffe bereits in Boden und Grundwasser nachgewiesen. Unter anderem im baden-württembergischen Rastatt mussten deshalb Trinkwasserbrunnen geschlossen werden. Derzeit bewertet das UBA mehrere kurzkettige PFC. Bislang ist wenig über deren mögliche Langzeitwirkungen bekannt.

Abperleffekt: Gute Imprägnierungen bilden auf dem Leder oder Textil eine feine Schicht mit geringer Oberflächenspannung. Bestenfalls kann Wasser nicht ins Material eindringen und perlt komplett ab.


Foto: chaphot/Shutterstock

ÖKO-TEST hat zehn Imprägniersprays in die Labore geschickt. Wir haben die Mittel auf PFC und andere bedenkliche oder umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Zudem wollten wir wissen, wie gut sie Nässe und Schmutz abhalten.

DAS TESTERGEBNIS

Bescheiden. Die wenigsten Imprägniermittel können überzeugen. Nur drei kommen ohne Fluorchemie aus und nur zwei wirken zufriedenstellend. Unterm Strich vergeben wir einmal die Note „gut“.
Perfluorierte Chemikalien. Das Solitaire 3Fach Imprägnier Spray enthält zwei besonders problematische PFC. Dabei handelt es sich um 8:2 FTOH und 10:2 FTOH. Das sind sogenannte Vorläuferverbindungen, die sich im Laufe der Zeit zu Perfluoroctansäure (PFOA) beziehungsweise zu Perfluordekansäure (PFDA) abbauen können. Sowohl PFOA als auch PFDA gelten unter anderem wegen ihrer reproduktionstoxischen Eigenschaften als besonders besorgniserregende Stoffe. Im Centralin All Spray Imprägnierer, farblos, Deichmann Nässeblocker und Imprägnol Universal Imprägnierspray fand das Labor weitere kurzkettige PFC-Verbindungen.
Noch mehr Fluorverbindungen. Auch in den Imprägniersprays von Rossmann und Görtz sowie im Erdal-Rex hat das von uns beauftragte Labor organische Fluorverbindungen nachgewiesen. Allerdings konnte es die Verbindungen nicht genauer identifizieren. Wir können also nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich dabei um PFC handelt, auch wenn es nahe liegt. Aber: Die nachgewiesenen organischen Fluorverbindungen können zumindest teilweise ausgasen und in die Atmosphäre gelangen. Deshalb werten wir auch hier um eine Note ab.
Weitere Makel. Glykole und Glykolether fungieren mitunter als Lösemittel. In der Impregno Imprägnierung Leder stecken erhöhte Gehalte dieser teils problematischen Verbindungen. Das von uns beanstandete Ethylenglykol kann die Augen reizen. Das Erdal Protect Xtreme Imprägnier-Schaumspray enthält Dichloroctylisothiazolinon, das wir wegen seiner starken allergenen Wirkung beanstanden. Isothiazolinone kommen als Konservierungsmittel zum Einsatz. Auch Benzisothiazolinon (BIT) und Methylisothiazolinon (MIT) haben ein hohes Allergiepotenzial. Spuren, die wir nicht abwerten, stecken im Produkt von Impregno. Positiv: Alle fluorfrei ausgelobten Produkte sind es auch.
Durchwachsen. Die Imprägnierleistung der Sprays lässt zu wünschen übrig. Im Labor haben wir prüfen lassen, wie gut die Sprays Leder schützen. Lediglich das Erdal Protect Xtreme Imprägnier-Schaumspray und mit Abstrichen das Imprägnol Universal Imprägnierspray bewirken deutliche Verbesserungen des Nässeschutzes im Vergleich zum unbehandelten Prüfleder. Die Impregno Imprägnierung fällt durch: Der „Regentropfentest“, bei dem nacheinander verschiedene Flüssigkeiten auf das Material gegeben werden, führt vor und nach der Anwendung mit dem Produkt zum gleichen schwachen Ergebnis.
Kaum Schmutzschutz. Lederschuhe sind nur halb so schick, wenn Staub und Dreck daran hängen bleibt. Die meisten Imprägniermittel machen die Sache aber eher schlimmer. Fünf von zehn Sprays schneiden in dieser Disziplin „schwach“ und zwei „sehr schwach“ ab. Nach dem Auftragen des Produkts verbleibt deutlich mehr beziehungsweise sehr viel mehr Testschmutz auf dem Leder als vor der Behandlung.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar:
Erklärungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1) Laut Anbieter ist das Produkt mittlerweile auch in geänderter Rezeptur auf dem Markt erhältlich.2) Laut Anbieter wird das Produkt in den kommenden Wochen auf eine PFC-freie Rezeptur umgestellt.3) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Das Produkt enthält Benzisothiazolinon (BIT) und Methylisothiazolinon (MIT) in jeweils nicht abwertungsrelevanten Mengen. Laut Anbieter wird es künftig nicht mehr angeboten. Bis Ende des Jahres soll ein neues Produkt mit veränderter Rezeptur erhältlich sein.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) 8:2 FTOH und/oder 10:2 FTOH; b) Dichloroctylisothiazolinon; c) mehr als 1.000 mg/kg problematische Glykole (Ethylenglykole). Zur Abwertung um eine Note führen: organische Fluorverbindungen, wenn nicht bereits wegen 8:2 FTOH und/oder 10:2 FTOH um zwei Noten abgewertet wurde. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zusammen aus dem Nässeschutz (80 Prozent) und dem Schutz gegen Schmutz (20 Prozent). Nässeschutz: Der Nässeschutz wird auf Basis von elf unterschiedlichen Flüssigkeiten getestet, die in Tropfen auf ein LEFA-Lederfasermaterial (1c) aufgebracht und 15 Sekunden lang beobachtet werden. Falls in dieser Zeit die Flüssigkeit die Materialoberfläche nicht benetzt, wird mit der nächsten Flüssigkeit geprüft. Es werden zwei Prüfungen durchgeführt: 1. Lederfasermaterial im unbehandelten Zustand (schwacher Nässeschutz); 2. Lederfasermaterial nach Imprägnierung mit Sprays. Die Beurteilung erfolgt auf Basis der letzten Testflüssigkeit, die das Lederfasermaterial gemäß der Beschreibung nicht benetzt: nur zwei von elf Flüssigkeiten benetzen das Leder nicht = schwacher Nässeschutz = mangelhaft; drei oder vier Flüssigkeiten benetzen das Leder nicht = mäßiger Nässeschutz = ausreichend; fünf oder sechs Flüssigkeiten benetzen das Leder nicht = eher starker Nässeschutz = befriedigend; sieben oder acht Flüssigkeiten benetzen das Leder nicht = starker Nässeschutz = gut; neun oder mehr Flüssigkeiten benetzen das Leder nicht = sehr starker Nässeschutz = sehr gut. Schutz gegen Schmutz: Das Anschmutzverhalten wird auf Basis einer visuellen Begutachtung eines gedeckten hellen Ledermaterials (1d) beurteilt, nachdem dieses mit Testschmutz dicht bestreut und abgeklopft wurde. Es werden zwei Prüfungen durchgeführt: 1. Leder in unbehandeltem Zustand (wenig Haftung); 2. Leder nach Imprägnierung mit Sprays. Schmutz haftet stark (deutliche Verschlechterung des Anschmutzverhaltens gegenüber dem unbehandelten Leder) = sehr schwacher Schutz gegen Schmutz = ungenügend; Schmutz haftet deutlich (Verschlechterung des Anschmutzverhaltens gegenüber dem unbehandelten Leder) = schwacher Schutz gegen Schmutz = mangelhaft; Schmutz haftet wenig (gleichbleibendes Anschmutzverhalten gegenüber dem unbehandelten Leder) = neutraler Schutz gegen Schmutz = befriedigend; Schmutz haftet kaum (Verbesserung des Anschmutzverhaltens gegenüber dem unbehandelten Leder) = starker Schutz gegen Schmutz = sehr gut.
Das Gesamturteil ergibt sich aus dem Testergebnis Praxisprüfung (70 Prozent) und dem Testergebnis Inhaltsstoffe (30 Prozent). Es wir kaufmännisch gerundet. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unteroekotest.de → Suchen → „M1710“ eingeben.Einkauf der Testprodukte: Juli 2017.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung der Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikro filme oder Einspielungen in elektronischen Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST RÄT

► Kein Imprägniermittel schneidet im Praxistest „gut“ ab. Wer sich nur im Großstadtdschungel bewegt, kommt vielleicht auch ohne zusätzliche Imprägnierung aus.
► Sprays nur im Freien verwenden, nicht einatmen! Die Wirkstoffe können die Lunge schädigen.
► Hersteller müssen Verbraucher auf Verlangen innerhalb von 45 Tagen darüber informieren, wenn Produkte besonders besorgniserregende Stoffe in relevanten Mengen enthalten. Das gilt auch für bestimmte PFC.

TIPPS FÜR DIE PRAXIS

Nässeschutz testen: Sind Schuhe und Kleidung noch dicht? Der Wassertropfentest zeigt es bereits zu Hause, nicht erst unterwegs im Regen. Einfach etwas Wasser auf das Material geben. Perlen die Tropfen nicht ab und sinken sie in das Material ein, ist der Nässeschutz nicht mehr optimal.
Verfärbungen vorbeugen : Vor allem Lackleder kann empfindlich auf Imprägniermittel mit Isopropanol oder kohlenwasserstoffbasierten Alkoholen reagieren. Fehlen entsprechende Informationen auf den Etiketten, lohnt es sich unter Umständen, beim Hersteller anzufragen oder auf ein spezielles Produkt für Lackleder auszuweichen.
Anweisungen befolgen. Vor dem Imprägnieren empflehlt es sich, das Material zu säubern. Schuhe können etwa mit einer Bürste oder einem Tuch gereinigt werden und Textilien sollten je nach Herstelleranweisung zunächst in der Waschmaschine gesäubert werden.

Foto: Ullrich Böhnke/ÖKO-TEST

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
In Fachgeschäften, Drogerien und online haben wir zehn Imprägniermittel eingekauft: acht Treibgassprays, ein Schaumspray und ein Pumpspray. Alle sollten sich für Leder eignen.

Die Inhaltsstoffe
Ein von ÖKO-TEST beauftragtes Labor hat die Imprägniermittel auf organische Fluorverbindungen untersucht. Bei positiven Ergebnissen nahm es die Produkte genauer unter die Lupe, um poly- und perfluorierte Substanzen (PFC) zu bestimmen. Außerdem wollten wir wissen, ob weitere bedenkliche Stoffe wie allergieauslösende Isothiazolinone enthalten sind.

Die Praxisprüfung
Imprägnierungen dienen häufig dem Behandeln von Schuhen. Deshalb haben wir ihre wasser- und schmutzabweisende Wirkung an Leder testen lassen: Das imprägnierte Material musste sich im „Regentropfentest“ nacheinander gegen verschiedene Gemische aus Wasser und Isopropanol behaupten. Zweitgenanntes senkt die Oberflächenspannung und erleichtert es der Flüssigkeit, ins Material einzudringen. Mit ansteigender Reihenfolge verwendete das Labor deshalb Flüssigkeiten mit jeweils höheren Isopropanol-Gehalten. Außerdem untersuchte es, in welchem Umfang aufgestreuter Testschmutz an den imprägnierten Produkten hängen bleibt.

Weitere Mängel
Zusätzliche Umweltbelastungen müssen nicht sein. Aus diesem Grund haben wir die Produktverpackungen auf PVC/ PVDC/chlorierte Verbindungen prüfen lassen.

Die Bewertung
Imprägnierungen sollten vor allem eines können: Wasser abhalten. Deshalb fließt das Testergebnis Praxisprüfung deutlich stärker ins Gesamturteil ein als das Testergebnis Inhaltsstoffe.

Regentropfentest: Nach dem Auftragen sollten die Tropfen das Lederfasermaterial 15 Sekunden lang nicht benetzen.


Foto: Labor