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TEST Internetdiäten: World Wide Nepp


ÖKO-TEST Kompakt Ernährung und Genuss - epaper ⋅ Ausgabe 7/2008 vom 15.03.2008
Artikelbild für den Artikel "TEST Internetdiäten: World Wide Nepp" aus der Ausgabe 7/2008 von ÖKO-TEST Kompakt Ernährung und Genuss. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Kompakt Ernährung und Genuss, Ausgabe 7/2008

Dr. Christiana Gerbracht , Leiterin des Ernährungsberatungszentrums im Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam- Rebrücke (DIfE), sieht Gewichtsreduktionsprogramme im Internet durchaus als sinnvolle Alternative zu Einzelberatung, Gruppenprogramm oder Fachbuch. „Das ist eine Typfrage“, erklärt die Wissenschaftlerin. „Nicht jeder ist fähig, sich in der Gruppe oder in der Einzelberatung zu öffnen.“ „Eine extrem hohe Motivation ist aber bei jeder Art Gewichtsabnahme notwendig“, so die Expertin.

Im Programm von nutzen vor allem Frauen (85 bis 95 Prozent) zwischen 30 und 49 Jahren die Onlinediät. ...

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Im Programm von nutzen vor allem Frauen (85 bis 95 Prozent) zwischen 30 und 49 Jahren die Onlinediät. 41 Prozent wollen zwischen sechs und zehn Kilo abnehmen, immerhin 25 Prozent 16 bis 20 Kilo. 34 Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer haben eigentlich ein normales Gewicht, wollen aber das eine oder andere Kilo loswerden, um schlanker und schöner zu sein. BeiLeanand- Healthy sind die Frauen im Durchschnitt 41, Männer 46 Jahre alt. Letztere machen einen Anteil von zirka 15 Prozent aus. Ihnen liegt es ganz besonders, aus der Deckung heraus anonym zu stöbern.


Viele Deutsche sind zu dick und zugleich eifrige Internetnutzer. Kein Wunder also, dass spezielle Portale zum Abnehmen wie Pilze im World Wide Web sprießen. Nach unserem Test können wir sagen: Die meisten Programme beachten wichtige, zum Abspecken nötige Eckpunkte, bei der Umsetzung hapert es allerdings.


Weitere Gründe für Internetdiäten sind zeitliche und räumliche Flexibilität. Die Diätsurfer wollen selbstbestimmt handeln und doch nicht allein sein. In der Regel halten sie auch nichts von Gruppentreffen. So wie Dörte Fritsch (Name von der Redaktion geändert), die ganz klar sagt, dass ihr Körper und die Diät nur sie selbst etwas angehen. 30 Kilogramm hat sie mit dem Onlineprogramm vonWeightWatchers abgenommen. Dann stagnierte das Gewicht monatelang. Sie war ehrgeizig, wollte weiter runter, sparte und sparte Points, bis der Frust kam und das ständige Hungergefühl zu stark wurde. Der Wunsch nach Essen wuchs und wuchs. Nach und nach nahm sie wieder zu.

Langsam zwar, aber beständig. Wie Dörte Fritsch geht es vielen stark Übergewichtigen. Hoch motiviert specken sie ab, werden rückfällig und sind irgendwann wieder da, wo sie einst angefangen haben oder sogar noch dicker. Bedauerlicherweise sind die Erfolgsquoten für eine dauerhafte Ernährungsumstellung und Gewichtsreduktion langfristig betrachtet recht niedrig. Von langfristig sprechen die Experten ab einem Zeitraum von einem Jahr und mehr.

Das Besondere im Internet

● Aufgrund des persönlichen Profils wird ein individuelles Diät-, Bewegungs- und Verhaltensprogramm entwickelt.

● Täglich oder wöchentlich erhalten die Teilnehmer Rezeptpläne entsprechend der gewünschten Kalorienzahl oder stellen sich ihre Ernährung selbst anhand von Empfehlungen zusammen.

● Durch E-Mails oder Magazinbeiträge auf den Seiten erhalten die Teilnehmer Informationen zu Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung.

● Es erfolgt ein Feedback über die Gewichtsentwicklung, zum Beispiel mit der Empfehlung, nicht so schnell abzunehmen, oder Fragen und möglichen Ursachen, warum das Gewicht gerade stagniert.

● Teilnehmer können sich per E-Mail mit Fragen an Experten wenden, im Forum mit anderen Mitgliedern austauschen oder auch nur deren Beiträge lesen.

Auf 15 bis 25 Prozent schätzt Professor Hans Hauner, Experte für Übergewicht und ernährungsmitbedingte Krankheiten am Zentrum für Ernährungsmedizin der Technischen Universität München, die langfristigen Erfolgsquoten ein. Zudem gelten diese Zahlen nur für Diäten mit ganzheitlichem Konzept und guter Betreuung. Crashdiäten, da sind sich alle Experten einig, schaden mehr als dass sie nützen, weil sie zum Jo-Jo-Effekt führen: Man nimmt schnell ab, nach Diätende aber umso schneller wieder zu.

Egal ob man an Fett oder an Kohlenhydraten spart, Kohlenhydrate und Eiweiß trennt oder nach glykämischem Index auswählt: Letztendlich gibt es zwar immer neue Trends, doch auf eine Wunderdiät warten alle Betroffenen weiter vergeblich.

Wir haben jetzt 17 Internetprogramme von der Diätexpertin und Ernährungsmedizinerin Dr. Dagmar Hauner und zwei weiteren fachlich versierten Testpersonen unter die Lupe nehmen und auf einen umfangreichen Krite rienkatalog hin prüfen lassen. Alle sind von Fachleuten konzipiert bzw. betreut und werben damit, die Empfeh lungen anerkannter Fachgesellschaften wie beispielsweise der Deutschen Adipositas-Gesellschaft zu berücksichtigen.

Das Testergebnis

● Die Programme arbeiten nach unterschiedlichen Kon zepten.Lean-and-healthy undSlimnet verwenden zum Beispiel ein Punktesystem für empfehlenswerte und nicht empfehlenswerte Lebensmittel, um ein Gefühl für Portionsgrößen zu vermitteln. Die Lebensmittelpyramide dient zur Verdeutlichung der Punktevergabe. AuchWeightWatchers undNutropoly haben ein eigenes Punktesystem.

Kalorien werden weiterhin beixx-well-com ,Brigitte-Diät- Coach ,Aiqum ,E-balance und anderen gezählt. Durch das Nachkochen der angebotenen Tagespläne gewöhnt man sich bei dieser Methode an die Portionsgrößen.

Programme wieMyDiet undNovafeel und andere wollen ganz bewusst keine Kalorien zählen, sondern fordern den Nutzer auf, sich selbst eine individuelle, gesunde Ernährung zusammenzustellen. Über das Feedback der geführten Ernährungsprotokolle soll sich die Kost verbessern.

Checkliste Internetdiät

● Seriöse Anbieter fragen schon bei der Anmeldung bestimmte Kriterien wie Alter, Körpergröße, Gewicht und Krankheiten ab, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.

● Empfehlenswert ist es, nicht mehr als ein halbes bis ein Kilogramm pro Woche abzunehmen. Je mehr Kilos runter müssen, desto mehr Geduld ist gefragt. Oft kommt es zu Phasen, in denen die Gewichtsabnahme stagniert. In einem Jahr sind fünf bis zehn Kilo Gewichtsverlust realistisch. Bei überzogenen Abnahmewünschen sollte der Diätcoach sein Veto einlegen.

● Neben der Ernährungsumstellung sollten immer auch Bewegung und eine Verhaltensänderung thematisiert sein.

● Fachleute wie Ernährungs- und Sportwissenschaftler, Mediziner und/oder Diätassistenten haben das Programm entwickelt, begleiten es und beantworten gegebenenfalls Fragen.

● Das Programm ist langfristig angelegt und bezieht individuelle Vorlieben des Teilnehmers mit ein. Wenn es nicht schmeckt, sind die guten Vorsätze schnell wieder über Bord geworfen. Ziel muss es sein, eine für den jeweiligen Teilnehmer leckere und bedarfsgerechte Ernährung einzuüben.

● Werbung für Produkte hat in einem bezahlten Programm nichts zu suchen.

● Gefährliche oder gesundheitsschädliche Empfehlungen haben die Testpersonen nicht gelesen, die meisten Programme waren ganzheitlich angelegt und behandelten die drei wichtigen Säulen Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung.

● Allerdings existieren bei der Informationsvermittlung sowie -aufbereitung immense Unterschiede zwischen den verschiedenen Anbietern. Die beste oder die schlechteste Diät gibt es aber dennoch nicht. Schon deshalb, weil „jeder Jeck anders ist“, wie man in Köln so schön sagt. Womit der eine problemlos zurechtkommt, das liegt dem anderen überhaupt nicht.

● Deshalb geben wir einen Überblick über die Prinzipien der verschiedenen Anbieter und teilen Ihnen positive und negative Eindrücke und Einschätzungen der fachlich versierten Testpersonen mit. Ein Gesamturteil wurde dieses Mal nicht vergeben.

Methode : Jedes Programm wurde von drei Testpersonen unabhängig und selbstständig nach einem Kriterienkatalog geprüft. Die Testpersonen schrieben sich in jedes Programm ein und gaben stets das gleiche (erhöhte) Körpergewicht an. Die inhaltliche Bewertung der Programme orientierte sich an der derzeit gültigen evidenzbasierten Leitlinie zur Prävention und Behandlung von Adipositas, die gemeinsam von vier Fachgesellschaften (Deutsche Adipositas-Gesellschaft, Deutsche Diabetes-Gesellschaft, Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin) herausgegeben wird. Die Endbeurteilung erfolgte jeweils im Konsens der drei Personen.

Kosten: 29 Euro für 1 Monat (bis 4 kg Abnahmewunsch empfohlen); 59 Euro für 3 Monate (bis 10 kg); 99 Euro für 6 Monate (bis 20 kg); 159 Euro für 12 Monate (über 20 kg)

Prinzip: In dem von einer Ärztin entwickelten Programm gibt es keine Tages- oder Wochenpläne für Rezepte, sondern ein tägliches Ernährungs- und Bewegungsprotokoll mit Feedback. So sollen die Teilnehmer zu Kaloriendetektiven werden und selbst entscheiden, wie sie ihre Ernährung und den Lebensstil ändern wollen.

Beurteilung: Die Motivation wird bereits bei der unübersichtlichen Anmeldeprozedur gebremst, die nur zwei von drei Testern gelang. Ihnen wurde bei fettarmer Mischkost eine sehr starke Kalorienreduktion empfohlen. Laut Anbieter wurden die Tagessollwerte mit der Schweizer Gesellschaft für Ernährung entwickelt. Die Idee, sich eine individuelle Ernährung zusammenzustellen, ist sehr gut, die Anleitung kommt aber zu kurz. Die Auswertung der Ernährungsprotokolle gab nur groben Anhalt über die Zusammensetzung und Qualität der gewählten Lebensmittel. Lust auf Bewegung bekamen unsere Tester angesichts des kargen Bewegungsteils nicht. Dafür war der Vor schlag für Menschen, die zehn Kilo und mehr abnehmen möchten, mit drei Stunden pro Woche anspruchsvoll. Tipps für mehr Alltagbewegung gibt es, Infos zu Sport und Bewegungsabläufen aber wenig. Auch der Verhaltensteil ist knapp. Positiv: das ausführliche Protokoll zur Istanalyse. Das Versprechen, dass 80 Prozent der Teilnehmer abnehmen und langfristig ihr Gewicht halten, stützt eine nur kleine Zahl ausgewerteter Diätprotokolle.

Fazit: Von der Idee her gut, die Durchführung lässt aber zu wünschen übrig.

Kosten: 39 Euro für 3; 60 Euro für 6; 84 Euro für 12 Monate

Prinzip: Das Programm wurde von Ärzten erarbeitet. Die Teilnehmer werden zunächst in persönliche Energiestufen eingeteilt. Sie erhalten dann entsprechende Menüpläne, die auch individuell verändert werden können. Bei der Überprüfung der Fortschritte hilft ein interaktives Tagebuch. Wer nach der Diät weitermachen möchte, kann dieses mit dem „Ziel-Null“-Programm tun.

Beurteilung: Die Umstellung der Ernährung wurde unseren Testpersonen in einem klaren Konzept vermittelt. Anhand des Tagebucheintrags konnten sie täglich die Kalorienmenge und die Nährstoffzusammensetzung überprüfen. Darüber hinaus erhielten sie viele Informationen zur Ernährung. Auch das Bewegungsprogramm beurteilten sie als umfangreich, inklusive Bewegung im Alltag und vielen allgemeinen Tipps. Das Essverhalten wurde ebenfalls regelmäßig angesprochen. Die Informationen waren dosiert, etliche praktische Tipps fielen im Verhaltensteil positiv auf. Allerdings vermisst man ein Essprotokoll zu Beginn. Negativ aufgefallen ist unseren Testern, dass gelegentlich – subtil eingeflochten in die Information – Produktwerbung betrieben wird.

Fazit: Ein ganzheitliches, stimmiges, sehr klares und flexibles Programm mit meist schrittweise vermittelter Information.

Kosten: 50 Euro für 12 Monate

Prinzip: Ein von Psychologen, Ernährungswissenschaftlern und Sportmedizinern entwickeltes Programm, das nur für ein Jahr buchbar ist und somit den Teilnehmer für mindestens zwölf Monate bei der Stange hält. Es zielt auf dauerhafte Verhaltens- und Einstellungsänderung ab, wobei eine vernünftige und gesunde Gewichtsabnahme in der ersten Phase im Vordergrund steht, gefolgt von einer Stabilisierung des Abnahmeerfolgs in der zweiten Phase. Statt genau ausgearbeiteter Menüpläne arbeitet das System mit einer Lebensmittelpyramide und einem Punktesystem für empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Lebensmittel. Untersuchungen zeigen, dass von 7.000 Teilnehmern etwa 20 Prozent nach einem Jahr einen deutlichen Gewichtsverlust von sechs bis acht Kilo zu verzeichnen hatten.

Beurteilung: Die Ernährung basiert auf einer fettreduzierten, ballaststoffreichen Mischkost, die dazu vermittelten Informationen sind leicht verständlich und auch alltagstauglich. Die Bewegung wird nach Meinung der Tester in der zehnten Woche etwas spät thematisiert, ist dann aber fester Bestandteil des Programms und motiviert auch Sportmuffel.

Die Verhaltensänderung, die für jede Diät wichtig ist, wird sehr detailliert behandelt. Am Anfang stehen ausführliche Protokolle zum Essen und Wahrnehmen von Gefühlen, Stimmungen, Einstellungen, die in weiteren Programmschritten durch neue Aspekte ergänzt werden. Sofortige Auswertungen geben dem Teilnehmer ein aussagefähiges Feedback. Außerdem bekommt man viele praktische Tipps.

Fazit: Ein ganzheitliches, sehr klares und besonders flexibles Programm, das in kurzer Zeit Wesentliches vermittelt.

Kosten: 44,90 Euro für 1 Monat; 59,95 Euro für 3 Monate; jeweils 14,95 Euro für jeden weiteren Monat

Prinzip: Das von Ärzten und Oecotrophologen entwickelte Programm behandelt die Aspekte Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung. Es wird nicht mit Kalorien gerechnet, sondern mit Points, die allen Lebensmitteln zugeordnet sind. Auch Bewegung wird in Points angegeben. Die Teilnehmer erhalten zu Beginn für ihre Ernährung eine persönlich festgelegte Pointszahl, die auf der Basis der Angaben zu Alter, Größe und Gewicht ermittelt wird und im Wochendurchschnitt als Richtwert

eingehalten werden soll.

Neu ist die Weiterentwicklung des Konzepts zu den „FlexPoints mit den 18 Sattmachern“. Ziel: Die Ernährung flexibel dem Alltag anpassen und sich mit Pasta, Kartoffeln, Reis und fettarmen Fisch- und Fleischsorten satt essen.

Beurteilung: Das Ernährungskonzept beruht auf einer fettarmen, ballaststoffreichen Mischkost. Das Pointssystem ist allerdings nicht immer leicht nachzuvollziehen. Als Anleitung werden Tagespläne zur Verfügung gestellt. Man kann aber mithilfe des Point-Rechners eigene Pläne zusammenstellen. Besonders positiv fiel den Testern die Rubrik Auswärtsessen auf.

Durch das Tagebuch wird man regelmäßig an Bewegung erinnert. Darüber hinaus gibt es ausführliche Informationen zur Bewegung und praktische Tipps für Übungen. Hervorragend: die Bewegung im Alltag.

Auch zum Thema Verhalten gibt es ausführliche und umfassende Informationen: eine detaillierte Essanalyse, immer wieder Denkanstöße und viele praktische Tipps.

Fazit: Ganzheitliches, sehr klares und sehr flexibles Programm mit vielen Informationen, die meist schrittweise vermittelt werden.

Kosten: Premium: 24,95 Euro für 6 Monate; Basic: kostenlos.

Prinzip: Das Programm wurde von Ernährungswissenschaftlern und Medizinern entwickelt und soll ein alltagstaugliches aktives Gewichtsmanagement trainieren. Dazu erhält man schrittweise Infomaterial per E-Mail. Kalorien- oder Punktezählen wird bewusst vermieden, Tagespläne gibt es nicht. Denn der Teilnehmer soll seinen Ernährungsplan selbst gestalten. Das Premiumpaket umfasst die Themen Ernährung, Bewegung und Verhalten, das kostenlose Paket nur die Ernährung.

Beurteilung: Man erhält zwar Portionsgrößen und einen Beispielkostplan, ohne jedoch individuelle Unterschiede zu be rücksichtigen. Das Konzept, die Kompetenz der Teilnehmer zu fördern, anstatt ihnen maßgeschneiderte Ernährungspläne zu liefern, klingt plausibel. In der Durchführung wünscht man sich allerdings eine genauere Anleitung. Die Bewegung wurde während der Testphase nicht angesprochen, sondern ist laut Programmdefinition ab der zwölften Woche vorgesehen, was nach Meinung der Tester etwas spät ist. Es wäre wünschenswert, zumindest die Alltagsbewegung früher anzusprechen. Zum Essverhalten bekommen die Testpersonen regelmäßig Tipps.

In der kostenlosen Version ist das Ernährungsprogramm genauso gestaltet wie beim kostenpflichtigen Paket. Allerdings fallen die Informationen spärlicher aus, E-Mails fehlen ebenso wie ein Bewegungsund Verhaltensteil.

Fazit: Die Idee der Kompetenzschulung ist gut. An der Umsetzung hapert es aber. Sonst wäre es ein praktikables Programm.

Kosten: 24 Euro für 2 Monate (Lifestyleprogramm, Abnahmewunsch 5 kg); 32 Euro für 2 Monate (Figurprogramm, Abnahmewunsch 10 kg); 248 Euro pro Monat (Intensivprogramm, Abnahmewunsch über 10 kg, beinhaltet Nahrungsmittel für den gesamten Monat)

Prinzip: Das von einem Ernährungspsychologen entwickelte Programm berücksichtigt die drei Säulen Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderung, die zur Gewichtsabnahme notwendig sind. Das Wissen wird durch regelmäßige Chats mit Experten und anderen Teilnehmern vermittelt, aber auch mithilfe wöchentlicher Trainingskurse. Kernpunkt des Ernährungsteils ist der sogenannteSlimnet Balance-Trainer. Eine Ernährungspyramide mit drei verschiedenen Symbolen bzw. Punkten zeigt, was günstig und was weniger günstig für den Speiseplan ist. Zur praktischen Durchführung gibt es eine Tabelle, in denen den Lebensmitteln Punkte zugeordnet sind.

Beurteilung: Bereits die Anmeldung war für unsere Testpersonen mit Hürden wie etwa nicht funktionierenden Links verbunden. Da das Programm nur an einem Wochentag (montags) gestartet wird, vergeht mitunter viel Zeit, bevor man endlich einsteigen kann.

Slimnet betreibt eine offensive Produktwerbung: Beim Anklicken des Figurprogramms (Abnahmewunsch 10 Kilo) erscheinen als zweiter Erfolgsbaustein des Programms Diätfertigprodukte der Firma Delemi. Es wird suggeriert, dass sie zum erfolgreichen Abnehmen einfach dazugehören. Auch in der Lebensmitteltabelle zur Kostplanung werden viele Delemi-Produkte aufgelistet und auf diese Weise subtil ins Programm eingeschleust. Im Intensivprogramm für

Teilnehmer, die mehr als zehn Kilo abspecken wollen, springt die Produktwerbung sogar an die erste Stelle der Erfolgsbausteine. Das Punktesystem der empfohlenen Ernährung beurteilten unsere Testpersonen als unübersichtlich, nur mäßig erklärt, aufwendig und wenig praktikabel.

Das Thema Bewegung wird zwar gleich in der zweiten Woche allgemein angesprochen, während der Testphase aber nicht näher ausgeführt. Leider fanden unsere Tester keinen Übersichtsplan zum weiteren Vorgehen in diesem Bereich.

Der Verhaltenspart wird eingehend behandelt. Man erhält fundierte Informationen und viele praktische Tipps und Tricks zum Essverhalten. Positiv fiel den Testern außerdem auf, dass Teilnehmer die Infomationen dosiert präsentiert bekommen. Ein ausführliches Essprotokoll haben sie jedoch vermisst.

Fazit: Das Konzept ist plausibel und stimmig, allerdings in der Umsetzung eher umständlich. Negativ ist die massive Produktwerbung zu beurteilen, die in einem bezahlten Abnehmkonzept nichts zu suchen hat.

Kosten: 14,90 Euro für 1 Monat; 34,90 Euro für 3 Monate; 59,90 Euro für 6 Monate; 99,90 Euro für 12 Monate

Prinzip: Die bekannte und bewährte Brigitte-Diät gibt es nun auch online. Wie wir es schon von der Printversion kennen: mit einem guten, ganzheitlich angelegten Konzept, das in Kooperation mit entworfen wurde und somit auch starke Ähnlichkeiten damit aufweist. Die Brigitte-Rezepte sind allerdings ganz individuell.

Beurteilung: wie

Fazit: Ein ganzheitliches und stimmiges Programm. Einfach und konsequent. Für Selbstkocher geeignet.

Kosten: 14,90 Euro für 1 Monat; 34,90 Euro für 3 Monate; 59,90 Euro für 6 Monate; 99,90 Euro für 12 Monate

Prinzip: Der erste Männerdiätcoach spricht die Sprache der zielorientierten Lösung: kurz, knapp, präzise. Der Bauchansatz muss weg, mithilfe von viel Sport. Das Angebot läuft in Kooperation mitxx-well.com . Neben Trainingsempfehlungen geht es auch um Ernährung und Verhaltensänderungen.

Beurteilung: Alles, was man gegessen hat, wird protokolliert und vom Coach in einer Auswertung kommentiert. Positiv ist – besonders für Berufstätige – die Berücksichtigung von Außer-Haus-Mahlzeiten. Allerdings fehlten unseren Testern detaillierte Empfehlungen, was bei Schlemmerorgien mit Geschäftspartnern und häufigen Restaurantbesuchen zur Schadensbegrenzung getan werden kann. Das Thema Bewegung spielt eine zentrale Rolle. Positiv empfanden unsere Tester die vielen Tipps, wie sich der Sport ins tägliche Leben integrieren lässt, Hinweise zu mehr Bewegung im Alltag haben sie allerdings vermisst. Im Verhaltensteil spielt Stressbewältigung eine große Rolle, ansonsten ist das Angebot in diesem Bereich eher gering.

Fazit: Besonders für jüngere Männer mit nur mäßigem Übergewicht geeignet; für alle anderen zu leistungsorientiert, zu wenig auf Verhaltensänderung ausgelegt.

Kosten: 26 Euro für 6; 36 Euro für 12 Monate; zusätzliches Verhaltensprogramm für 18,50 Euro sowie eine kostenlose Version

Das Prinzip des von einem Arzt entwickelten Programms ist schwer zu erkennen. Die Zusammensetzung der Ernährung kann man frei wählen, unter anderem können auch Konzepte wie Low Carb oder nicht definierte Diäten wie „antioxidantienreich“ oder „nach Wahl“ ausgesucht werden. Die fettarme, ballaststoffreiche Mischkost wird allerdings mit „empfohlen“ gekennzeichnet. Teilnehmer können aus täglich wechselnden Speiseplänen oder selbst gewählter Kost aussuchen und tragen das Essen sowie die sportlichen Aktivitäten in ein Tagebuch ein, zu dem es Rückmeldung gibt.

Beurteilung: Die vorgeschlagene Kalorienbegrenzung ist teilweise frei wählbar, das Feedback zur täglichen Kalorienbilanz aber korrekt. Um die Ernährung auch selbst sinnvoll zusammenstellen zu können, gibt es nach Ansicht der Testpersonen entschieden zu wenig Information und Anleitung. An manchen Tagen haben Links, zum Beispiel zum Tagesplan, nicht funktioniert.

Der Bewegungsteil ist – verglichen mit positiven Beispielen – eher spartanisch. Durch das Tagebuch wird man zwar jeden Tag dazu ermuntert, sich zu bewegen. Es wird aber lediglich eine große Auswahl an gymnastischen Übungen präsentiert. Ansonsten findet sich nur wenige Informationen und keinerlei Anleitung zu Häufigkeit oder Intensität der Übungen. Ein Programm zur Verhaltensänderung ist kaum existent. Einige Informationen finden sich sehr verschachtelt auf der Website. Unter dem Link Motivation und Psyche erscheinen monoton nur Hinweise auf eine Esstypanalyse und eine Selbsthypnose-CD, die extra kosten.

Fazit: Dem Ernährungskonzept fehlt es an Struktur; die Bewegung und der Verhaltensteil sind eher dürftig. Die kostenlose Version bietet sogar noch weniger Infos.

Kosten: 24,90 Euro für 13 Wochen

Prinzip: Das von Ernährungswissenschaftlern und Ernährungsmedizinern entwickelte Programm berücksichtigt die drei Säulen Ernährung, Bewegung und Verhalten. Es will mit Glyx-Prinzip, Slow Carb und einem hohen Anteil an Ballaststoffen zu einer langsamen, dauerhaften Gewichtsabnahme führen. Slow Carb bedeutet, dass langsam resorbierbare Kohlenhydrate bevorzugt empfohlen werden. Ein niedriger glykämischer Index von kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln verlangsamt die Ausschüttung von Insulin und reduziert somit Heißhunger. Alle zwei Tage bekommen die Teilnehmer Coachingbriefe mit Feedback und Informationen.

Beurteilung: Unsere Tester bekamen von dem Programm reichlich Ernährungsinformationen, die als feste Links und in gut zu bewältigenden Häppchen präsentiert wurden. Täglich gab es neue Ernährungspläne, die allerdings nicht individuell mitgestaltet werden konnten. Die vorgeschlagenen Nahrungsmengen waren zudem sehr hoch bemessen. Negativ fiel auf, dass täglich große Mengen an süßstoffgesüßten Colagetränken und Limonaden empfohlen wurden. Im Bewegungsteil werden Fitnesspläne in Form von gymnastischen Übungen präsentiert, die gute Anleitungen enthalten. Der zeitliche Rahmen ist allerdings sehr hoch angesetzt, die Übungen umfassen bereits in den ersten beiden Wochen täglich 40 bis 60 Minuten. In der dritten Woche wird das Pensum auf 60 bis 90 Minuten erhöht. Ausdauersport und Bewegung im Alltag werden leider nicht angesprochen. Das Einüben neuer Verhaltensweisen wird behandelt, inklusive einiger praktischer Tipps.

Fazit: Leicht zu handhabendes Programm, das wenig Flexibilität bietet. Süßstoffgesüßte Getränke sind als Durstlöscher und Magenfüller nicht empfehlenswert

Kosten: PremiumPlus-Version: 9,95 Euro für 1 Monat; Premium-Version: kostenlos.

Prinzip: Von einem Betroffenen entwickelt; von Ernährungswissenschaftlern und Diätassistenten betreut. Man beantwortet zu Beginn einen Fragebogen zu Ernährung und Lebensführung. Darauf aufbauend gibt es jede Woche abgestimmte Speisepläne und eine Einkaufsliste. Betreuung durch das Expertenteam, ein Fitnessprogramm und eine Reportfunktion über den Kalorienverbrauch bietet nur die kostenpflichtige Version.

Beurteilung: Die PremiumPlus- Version umfasst Ernährung und Bewegung, das kostenlose Paket Ernährung und einen allgemein gehaltenen Bewegungsteil. An Anleitungen zur Verhaltensänderung fehlt es beiden Programmen. Laut Anbieter finden sich die im Magazinteil. Gegen die Speisepläne mit Kalorienangabe hatten die Tester nichts einzuwenden. Ein aussagefähiges Feedback zu Kalorienzahl und Nährstoffzusammensetzung erlaubt nur das ko stenpflichtige Programm. In der kostenpflichtigen Version wird man an festen Tagen an Aktivität erinnert. Neben Ausdauersport finden sich hier viele Gymnastikübungen mit Anleitung. Positiv: die Aufforderung zu mehr Bewegung im Alltag.

Fazit: Einfaches, aber wenig flexibles Konzept. Selbst im PremiumPlus-Paket wären mehr Infos zur Ernährung wünschenswert. Auch der Verhaltensteil kommt zu kurz.

Kosten: 12,90 Euro für 1 Monat; 29,90 Euro für 3; 52,90 Euro für 6; 89,90 Euro für 12 Monate

Prinzip: In diesem von Ernährungswissenschaftlern, Ärzten und Psychologen entwickelten Programm werden alle für die Diät wichtigen Bereiche behandelt. Wechselnde Ernährungs- und Fitnesspläne, die nach eigenen Vorlieben mitgestaltet werden können, sind Dreh- und Angelpunkt. Empfehlungen zu Verhaltensänderung und praktische Tipps erhalten die Teilnehmer außerdem im Magazinteil.

Beurteilung: Das Ernährungsprogramm wurde unseren Testern klar vermittelt. Jeden Tag wird ein neuer Plan mit Rezeptvorschlägen präsentiert beziehungsweise selbst gestaltet. Den Bewegungsteil beurteilten die Testpersonen als konsequent, aber etwas schlicht. Der wöchentliche Bewegungsplan mit Trainingssteigerung motivierte sie durchaus, doch etwas mehr Tipps zum Thema Bewegung im Alltag hätten sie sich gewünscht. Das Essverhalten ist regelmäßig Thema. Die Infos kommen dosiert, was den Lerneffekt erhöht. Zu Beginn vermisst man allerdings ein richtiges Essprotokoll.

Fazit: Ein ganzheitliches, stimmiges, sehr klares Programm. Einfach und konsequent. Für Selbstkocher geeignet.

Kosten: kostenlos

Prinzip: Nutropoly ist ein Ernährungsspiel, das von einem Arzt und Physiotherapeuten entwickelt wurde. Laut Anbieter handelt es sich gar nicht um eine Diät, sondern um einen lebenslangen Begleiter – ohne Verbote und ohne starre Regeln. Man kann alleine gegen seinen inneren Schweinehund spielen oder gegen andere eingeloggte Mitspieler, die ebenfalls abnehmen möchten. Gerechnet wird in sogenannten Nutry. Anhand seiner Eingabedaten (Alter, Geschlecht, Körpergewicht) erhält jeder Spieler ein bestimmtes Tages-Nutry-Guthaben. Die tatsächlich verzehrte Essensmenge wird in Nutry berechnet, außerdem kann man seinen Nutry- Verbrauch durch Bewegung steigern.

Beurteilung: Das Tages-Nutry-Guthaben entspricht einer je nach Abnahmewunsch angepassten Kalorienbegrenzung. Bei Unterschreiten des Guthabens – durch Aktivität oder „ausgewählte Lebensmittel“ – darf man auf dem Spielfeld vorrücken, bei Überschreiten muss man mit seiner Spielfigur zurückgehen. Je weniger man isst und je mehr man sich bewegt, desto schneller kommt man vorwärts. Dem ist keine erkennbare oder deutlich gemachte Grenze gesetzt, was auch leicht zu einer Ernährung mit zu wenigen Kalorien und zu Nährstoffmangel führen kann. Basis der empfohlenen Ernährung ist eine fettarme Mischkost. Die Informationen zur Ernährungsumstellung fielen unseren Testpersonen als etwas dürftig auf. Sie konnten sich ihre Kost anhand einer Rezeptsammlung oder frei zusammenstellen und bekamen ein Feedback zur Qualität der Nahrung. Nach Einschätzung der Tester ist es allerdings möglich, mit ungünstiger Kost weiter vorzurücken. Durch die täglichen Spielzüge wird der Teilnehmer regelmäßig über das Thema Bewegung informiert und daran erinnert. Ein durchdachtes Konzept dazu vermissten die Testpersonen allerdings. Die nötigen Tipps zur Verhaltensänderung waren zwar vorhanden, kamen aber nicht regelmäßig, sondern als Infoblock.

Fazit: Das spielerische Konzept kann zwar motivieren, aber auch dazu verführen, mit ungünstiger Ernährung zwar im Spiel, nicht aber im Leben erfolgreich zu sein.

Kosten: 25 Euro für 3 Monate; 40 Euro für 6 Monate; 70 Euro für 12 Monate

Prinzip: Ein Programm, das von Ernährungswissenschaftlern, Ärzten und Psychologen entwickelt wurde und laut Anbieter ein Wegbegleiter sein will beim „nachhaltigen“ Abnehmen, für mehr Fitness und für ein gesünderes Leben. Die Onlineprogramme analysieren die Ausgangslage und errechnen anschließend einen persönlichen Abnehmund Wohlfühlplan.

Beurteilung: Aufgrund immer wiederkehrender fehlerhafter Links konnte sich eine Testperson leider nicht für das Programm anmelden. Die übrigen Testpersonen bemängeln, dass die Kalorienbegrenzung nicht klar genug dargestellt wird, sodass die Teilnehmer möglicherweise zu hohe oder zu knappe Werte auswählen könnten. Es gibt Speisepläne, die aber auch nach individuellen Vorlieben gestaltet werden können. Zum Thema Ernährung sind zwar sehr viele Informationen im Angebot, die allerdings von den Testern als zu geballt empfunden wurden. Das Ernährungskonzept wirkt unübersichtlich und könnte dadurch teilweise zu Fehlern in der Einschätzung der Essensmenge verleiten. Das Programm erinnert die Teilnehmer täglich daran, sich zu bewegen. Die Empfehlungen zur Häufigkeit befinden sich eher im unteren Bereich. Konkrete und individuelle Information zum Sport hätten sich die Testpersonen mehr gewünscht. Positiv fiel auf, dass mit etlichen Tipps auf Bewegung im Alltag eingegangen wurde. Das Thema Verhaltensänderung wurde behandelt, allerdings über verschiedene Tools, die sich der Nutzer erst etwas mühsam zusammensuchen muss.

Fazit: Viele Informationen, die teilweise etwas unübersichtlich wirken. Ein sehr liberales Konzept, das löblicherweise die Kompetenz der Teilnehmer schulen will, aber den User leicht überfordern kann.

Kosten: 45 Euro für 3 Monate

Prinzip: Das Programm wurde von Ernährungswissenschaftlern, Sportwissenschaftlern, Krankengymnasten und Ärzten entwickelt. Es soll die Teilnehmer in drei Schritten zum gewünschten Erfolg führen: 1) Das jetzige Verhalten und die Ursachen dafür erkennen; 2) zu sinnvollen Änderungen des Alltags anregen; 3) die konkreten Ziele geplant umsetzen. Das passiert beiNovafeel drei Mal wöchentlich durch individuelle E-Mails. „Sie stellen sich selbst Ihre Ernährung zusammen. Sie werden nicht hungern müssen ... Es wird keine Vorschriften geben“, steht in der Programmbeschreibung. Von der Idee her prima.

Beurteilung: In der Praxis hinterließ das Programm einige Fragezeichen. Eine Kalorienbegrenzung konnten sie in den ersten drei Wochen nicht erkennen. Kein Wunder, denn „erst im zweiten Monat wird intensiver auf Portionsgrößen, Mengenbegrenzungen und Einsparungen in der Kalorienmenge eingegangen“, teilte uns der Anbieter mit: etwas spät bei nur drei Monaten Laufzeit. LautNovafeel „ist es für den Anfang völlig ausreichend, gewisse grundlegende Verhaltensveränderungen anzustreben“. Das dafür nötige Wissen wird durch E-Mails vermittelt. Bewegung und Verhaltensänderung werden regelmäßig und schrittweise angesprochen.

Fazit: Der Grundgedanke, sanft zum Ziel zu kommen, ist gut. Allerdings wird das Gesamtkonzept zu spät deutlich und das Programm läuft stellenweise Gefahr, sich in Einzelinformationen zu verlieren.

Kosten: Goldmember-Programm: 29,95 Euro für 3 Monate und 39,95 Euro für 6 Monate

Prinzip:Lowfett 30 heißt das durch viele Kochbücher bekannte Programm, entwickelt von einer Ernährungswissenschaftlerin und einer Betroffenen. Es basiert auf einer fettreduzierten Mischkost und umfasst auch die Themen Bewegung und Verhalten. Goldmember dokumentieren täglich ihr Ess- und Bewegungsverhalten und bekommen Rückmeldung darüber. Ein Schweinehundprogramm soll Tricks vermitteln, die beim Abnehmen unterstützen.

Beurteilung: Der Einstieg ins Programm gestaltete sich für unsere Testpersonen recht mühsam, weil die Website umständlich zu handhaben ist. Nach der Anmeldung bleiben die Informationen weiterhin spärlich. Erst nach telefonischer Rücksprache erhielten die Tester die Hauptinformationsquelle für den Ernährungsteil: ein Buch, das man sich als Goldmember herunterladen kann. Ansonsten werden wenig zusätzliche Informationen geliefert. Dafür enthält das Buch viel Produktwerbung, was negativ auffiel. Der tägliche Speiseplan soll anhand eines Punktesystems in ein Ernährungstagebuch eingetragen werden. Die dazugehörige Lebensmittelliste konnten unsere Testpersonen jedoch nicht finden. Über eine Auswertung des Speiseplans erhält man ein Feedback, wer eine bestimmte Punktzahl erreicht, darf sich eine Belohnung zukommen lassen. Das Bewegungsprogramm ist vorhanden, den Testern aber nicht individuell genug. Der Verhaltensteil ist auf wenige Regeln und Tipps reduziert und erscheint kaum flexibel.

Fazit: Prinzipiell erfülltLowfett 30 wesentliche Anforderungen an Gewichtsreduktionsprogramme. Die Umsetzung klappt aber noch nicht. Der Anbieter teilte uns mit, dass die Tester nicht versiert genug seien. Mit anderen Programmen kamen sie allerdings sehr gut zurecht.

Kosten: Aiqum Silber: 12,90 Euro für 1 Monat, 59,90 Euro für 6 Monate; Aiqum Gold (mit individueller Trainingsplanung): 17,90 Euro für 1 Monat, 79,90 Euro für 6 Monate

Prinzip: Der Mensch und ein ganzheitliches Konzept stehen im Mittelpunkt in diesem von Oecotrophologen und Fitnesstrainern entwickelten Programm. Verbote sind hier verboten, Fehler erlaubt. Die Energiebilanz wird langfristig angeschaut und nicht auf den Tag genau ausgerechnet, weil kleine Rückschläge einkalkuliert werden müssen. Fitness und Verhalten sind feste Bestandteile des Programms.

Beurteilung: Es geht nicht gut los: Die Anmeldung beim Portal ist unübersichtlich gestaltet. Bei einer Testperson verging mehr als eine Woche bis zur Registrierung, eine andere Testperson wählte zusätzlich das individuelle Trainingsprogramm – in der Überzeugung, sonst keinen Sportpart vorzufinden. Aber dann geht es gut weiter. Die Ernährungspläne basieren auf einer fettarmen Mischkost. Mithilfe von Rezepten können sich die Teilnehmer ihre Ernährung selbst zusammenstellen. Es gibt schrittweise Informationen. Bewegung wird auch in der Silberversion regelmäßig und ausführlich angesprochen. Der Bewegungsvorschlag ist mit vier Mal 45 Minuten pro Woche für Einsteiger recht ambitioniert. Positiv: zahlreiche Vorschläge für gymnastische Übungen sowie allgemein zu Sport und Bewegungsabläufen. Das Verhalten wird eingehend thematisiert. Ein Verhaltensseminar inklusive Essprotokoll spricht wesentliche Aspekte an, liefert viele Infos und gibt auch praktische Tipps.

Fazit: ein ganzheitliches, stimmiges, sehr klares Programm. Die Vorgabe für körperliche Bewegung ist für Einsteiger etwas hoch, deshalb eher für jüngere Teilnehmer mit mäßigem Übergewicht geeignet.