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TEST Investmentfonds: Nichts als schöner Schein


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2013 vom 25.10.2013

Auszeichnungen für Investmentfonds gibt es viele. Die Branche nutzt sie für die Werbung. Anleger hoffen auf Entscheidungshilfe bei der Fondsauswahl. Doch halten die Oscars, was sie versprechen? ÖKO-TEST hat die Probe aufs Exempel gemacht.


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Wer sein Geld in Investmentfonds anlegen will, steht vor einem kaum lösbaren Problem. Über 8.000 unterschiedliche Fonds werden derzeit in Deutschland angeboten. Wie soll man unter diesen tausenden Produkten die besten finden? Hier bieten Fonds-Ratingagenturen ihre Hilfe an. Sie vergeben jedes Jahr Oscars für besonders erfolgreiche ...

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... Investmentfonds. Die Preisverleihung steht dem Glamour in Hollywood mittlerweile kaum noch nach. Für die erfolgreichen Fonds und ihre Manager werden überall rote Teppiche ausgerollt. Denn mit Gewinnern können die Anbieter glänzend verdienen, wie hohe Mittelzuflüsse nach jeder Preisvergabe zeigen. Für unerfahrene Anleger sind die Einstufungen oft ein wichtiger Anhaltspunkt für die Kaufentscheidung.

Doch halten die preisgekrönten Fonds, was sie versprechen? ÖKO-TEST wollte es genauer wissen und hat die Testsieger von fünf Bewertungsagenturen aus den vergangenen vier Jahren unter die Lupe genommen. Untersucht haben wir insgesamt 137 Fonds. Die Preisträger aus den Kategorien internationale, europäische und deutsche Aktien- sowie flexible Mischfonds finden Sie hier im Heft, weitere auf www.oekotest.de

Das Testergebnis

Fehler im System : Unser Test zeigt, dass die Auszeichnungen zur Prognose der künftigen Wertentwicklung nicht taugen. Lediglich 15 der untersuchten 137 Gewinner konnten ihre exzellente Leistung dauerhaft halten. Das entspricht einer „Erfolgsquote“ von bescheidenen 10,9 Prozent. Die restlichen 89,1 Prozent rutschen mehr oder weniger stark ab. Schon nach einem Jahr zählen 81,4 Prozent der Preisträger nicht mehr zu den Performancespitzenreitern. Knapp ein Viertel der prämierten Fonds ist sogar regelrecht abgeschmiert und schreibt mittlerweile rote Zahlen, was in allen untersuchten Fällen nicht nur an der Marktentwicklung liegt. Die vom Topzum Flopperformer mutierten schneiden sogar schlechter ab als die Börsenbarometer (Indizes) der Märkte, in die sie investieren. Das nährt den Verdacht, dass die Manager bisweilen höhere Risiken eingegangen sind, um eine gute Bewertung zu erhalten. Eine solche Anlagepolitik rächt sich oft im Nachhinein: Performanceüberflieger leben in der ständigen Gefahr abzustürzen – und mit ihnen die Anleger.
Gütesiegel mit begrenzter Haltbarkeit . Dass Bewertungen nur begrenzte Haltbarkeit haben, müssen Anleger immer wieder recht schmerzhaft erfahren. Wer 2010 zum Beispiel in einen der „besten“ Mischfonds wie den seinerzeit von Euro Fund Award gekürten M&W PrivatFonds investierte, hat in den vergangenen drei Jahren nur Verluste gemacht. Mit einem Minus von 16,57 Prozent schnitt er in den vergangenen zwölf Monaten sogar besonders schlecht ab.

ÖKO-TEST rät

• Missverstehen Sie Auszeichnungen nicht als Entscheidungshilfe für die Auswahl. Sie bieten keine Gewähr für den künftigen Erfolg.

• Lassen Sie sich auch nicht von der Fülle der Preisauszeichnungen blenden. Die meisten Oscars fußen auf einem Blick in den Rückspiegel.

• Über den langfristigen Anlageerfolg entscheiden vor allem die Kosten. Bevorzugen Sie daher preisgünstige börsennotierte Indexfonds auf marktbreite, gängige Börsenindizes, wie den MSCI World, Euro-Stoxx oder DAX.

Kompakt

Die Ratingmethoden

Was der TÜV fürs Auto ist, wollen Fonds-Ratingagenturen für Investmentfonds sein: Prüfinstanzen, die die Leistungsfähigkeit testen und dem Anleger dadurch Hilfestellung bei der Auswahl geben. Doch die Gütesiegel basieren auf unterschiedlichen Methoden. Darüber hinaus fasst jede Agentur unterschiedliche Fonds zu einer Kategorie zusammen. Auch die Bewertungszeiträume unterscheiden sich oft. Allein das ist ein Grund, warum jede Agentur für ähnliche Bewertungszeiträume und Gruppen immer wieder andere Testsieger kürt.

Feri Euro Rating Awards

Das von der Bad Homburger Vermögensverwaltung Feri Trust GmbH 1999 entwickelte Ratingsystem will aufzeigen, ob das Management in der Lage ist, über einen mittel- bis langfristigen Zeitraum eine stabile, überdurchschnittliche Performance bei gleichzeitiger Minimierung des Risikos zu erzielen. Als Kaufempfehlung sei das Rating aber nicht zu verstehen, betont Feri selbst. Um die Tops von den Flops zu trennen, wird bei Feri Trust die Wertentwicklung ebenso wie das jeweilige Verlustrisiko systematisch geprüft. Die Ergebnisse gehen zu 70 Prozent (Performance rating) und 30 Prozent (Risikorating) in die quantitative Bewertung ein. Abgerundet wird das Urteil durch einen qualitativen Test des Managements. Er soll helfen, die Glücksritter unter den Fonds-Lenkern von den zuverlässig und systematisch arbeitenden zu unterscheiden. Dazu wird das gesamte Managementteam zum Produktverständnis, den Entscheidungsabläufen, der Research-Unterstützung sowie den internen Kontrollen befragt und bewertet. Dennoch ist das Management immer nur das Zünglein an der Waage. Es kann die Gesamtbewertung maximal um eine Note nach oben oder unten beeinflussen und wird nur bei den fünf am besten bewerteten Fonds der jeweiligen Gruppe berücksichtigt.

Die Ratingmethoden

Lipper Fund Awards
Das weltweit tätige Analysehaus Lipper, eine Tochter des Thomson Reuters Konzerns mit Hauptsitz in New York, will primär die Leistung des Management bewerten und zeichnet daher ausschließlich aktiv gemanagte Fonds nach rein quantitativen Kriterien wie Wertentwicklung und Risikostreuung aus. Prämiert werden Fonds, die jeweils in den vergangenen drei, fünf oder zehn Jahre eine konstant gute, risikoadjustierte Performance erwirtschaftet haben und dabei besser als die Mitkonkurrenten in der Gruppe abschneiden. Dabei wird auch untersucht, wie sich der Fonds bei Gut- und Schlechtwetterperioden an der Börse geschlagen hat. Das soll zeigen, ob er Kapitalerhalt gewährleisten kann. Auch die Kosten werden analysiert. Ausgezeichnet werden nur Fonds, die auch in den Einzelmonaten der Testperiode dauerhaft gut abschneiden, also einen „konsistenten Ertrag“ liefern, wie Lipper das nennt.

Morningstar Fund Awards

Das weltweit tätige Analysehaus Morningstar mit Hauptsitz in den USA legt bei der Vergabe seiner Fund Awards ebenfalls großen Wert darauf, dass die prämierten Fonds die beste Wertentwicklung in ihrer jeweiligen Gruppe bieten, ohne ein zu hohes Verlustrisiko einzugehen. Deshalb werden die Wertentwicklung und das Anlagerisiko in den vergangenen fünf Jahren sowie die Kosten untersucht. Daraus wird ein Score für jede Gruppe gebildet, in den die Wertentwicklung zu 80 und das Risiko zu 20 Prozent eingehen. Das höchste Gewicht im Score haben allerdings die Ergebnisse des letzten Anlagejahres, die in früheren Jahren erzielten Leistungen gehen jeweils mit sinkendem Gewicht in den Score ein. Die zehn besten Fonds jeder Gruppe werden zusätzlich noch nach qualitativen Kriterien geprüft.

Blick in die Vergangenheit

Grundsätzlich haben alle Ratings ein Problem: Sie basieren alleine auf einer Analyse von Vergangenheitsdaten. Eine daraus abgeleitete Zukunftsprognose ist daher mit Vorsicht zu genießen. Denn ob ein Fonds auch in Zukunft gute Erträge erwirtschaftet, hängt stark vom jeweiligen Marktumfeld sowie bei aktiv gemanagten Fonds von der Qualität des Managers ab. Wenn der wechselt oder seine Anlagestrategie ändert, hat auch das beste Rating keinen Bestand. Christian Meinhardt von der Humboldt Universität fand in einer Studie heraus, dass ohnehin nur sehr wenige Ratingmethoden zur Zukunftsprognose halbwegs taugen.

Fund-Awards als Warnsignal? Die Wandlung vom Top zum Flop muss aber nicht einmal daran liegen, dass die falschen Fonds gekürt wurden oder die Manager versagen. Ein Grund dafür kann sogar die Verleihung des Preises sein. Weil sich Anleger um Produkte mit Top-Bewertung geradezu reißen, fließen ihnen oft überdurchschnittlich hohe Anlagesummen zu. Dafür gibt es aber nur selten genug lukrative Investitionsmöglichkeiten. Bittere Folge: Die Rendite des Fonds sinkt. Bestes Beispiel dafür ist der Carmignac Patrimoine vom französischen Fondsverwalter Carmingnac Gestion, der über Jahre hinweg hoch dekoriert wurde. In der Folge ist das Volumen des Fonds von 9,36 Milliarden in 2009 auf sagenhafte 23,783 Mrd. Euro geradezu explodiert. Das mag die Anlagegesellschaft freuen, weil sie daran verdienen kann. Die Anleger müssen aber die bittere Pille schlucken, dass ein so großer Fonds schon fast manövrierunfähig ist und bestenfalls noch durchschnittliche Anlageergebnisse erzielen kann. Einige Gesellschaften versuchen den Absturz ins Mittelmaß daher zu vermeiden, indem sie ihre Fonds bei starken Mittelzuflüssen vorübergehend für neue Anleger schließen. Dieser Trend zum Soft Closing, wie man das im Fachjargon nennt, ist neu und wird bislang nur von wenigen Anbietern im Test praktiziert.
Verwirrende Vielfalt . Darüber hinaus kürt jede Ratingagentur andere Fonds zum Testsieger. Diese bunte Vielfalt bei den Preisen lässt Anleger aber erst recht verwirrt zurück. Denn ohne weitere Zusatzinformationen können sie nicht erkennen, ob und welcher der vielen verschiedenen Sieger ein wirklicher Gewinner ist. Da hilft es auch nicht, die Preise zu zählen, die ein Fonds insgesamt erhalten hat. Zwar sammeln einzelne schon mal bei mehreren Agenturen Oscars ein, bisweilen sogar im selben Jahr. Auch das muss aber noch kein Indikator für eine überdurchschnittliche Performance in der Zukunft sein, wie ein Blick auf unsere Tabellen zeigt. ÖKO-TEST fand unter den 138 Gewinnern lediglich zwei Aktienfonds, den DWS-Deutschland und den Aberdeen Global Emerging Market, die von allen fünf Testern prämiert wurden und weiterhin Spitze sind.
Auszeichnungen sind wie ein Blick in den Rückspiegel . Schuld an der bunten Vielfalt unter den jährlichen Preisträgern sind die höchst unterschiedlichen Testmethoden der Agenturen. Zwar nehmen alle die Fonds über einen mehrjährigen Zeitraum hinweg auf Risiko und Ertrag unter die Lupe. Doch die Gewichtung der Performanceund Risikokennziffern variiert ebenso wie die Zeiträume, in denen die Fonds auf Herz und Nieren getestet werden (Einzelheiten siehe Kompakt „Ratingmethoden“ auf den Seiten 57 – 59). Darüber hinaus basiert eine solche quantitative Bewertung ausschließlich auf einer Analyse der Vergangenheitswerte – und ähnelt damit einem Blick in den Autorückspiegel. Die vor dem Fahrzeug liegende Strecke beleuchtet sie nicht. Kein Wunder daher, dass rein quantitative Urteile keine Aussagekraft für die künftige Wertentwicklung haben und Anlegern keine Entscheidungshilfe für den Kauf bieten können.

Auch Auszeichnungen bieten keine Gewähr dafür, dass die Fonds auf dem glatten Börsenparket weiterhin brillieren.


Foto: amana images/©Thinkstock

Rating statt Ranking . Tester wie Euro Fund Award oder der Deutsche Fondspreis versuchen daher, die quantitative Analyse mit einem Blick auf den Fondslenker zu kombinieren, indem sie dessen Investmentansatz, bildlich gesprochen den Fahrstil, die Kontinuität des Managements und dergleichen analysieren. Das soll verlässlichere Testurteile ermöglichen. Wirklich konstant sind aber auch sie nur selten.
Die Spitzenreiter wechseln ständig . Unter den 2013 ausgezeichneten internationalen Aktienfonds ist zum Beispiel kein einziger, der schon 2010 einen Oscar erhielt. Auch in den anderen Gruppen scheint es eher Zufall als System zu sein, dass ein Fonds in ein oder zwei Jahren nacheinander dekoriert wird. Allerdings variiert die Bewertungskonstanz je nach Testverfahren. So wechseln die Gewinner bei Feri Trust und Morningstar besonders häufig. Beim Euro-Fund-Award und bei Lipper kommt es dagegen schon mal öfter vor, dass einer über mehrere Jahre hintereinander Preise einheimst. Auch das muss aber noch kein Indikator für die Güte sein. So wurde der internationale Aktienfonds M&G Global Basics Fund EUR-Klasse A bei Euro Fund Award sowohl in 2013 als auch in 2010 mit einem Oscar für die beste Leistung über zehn Jahre ausgezeichnet. Im aktuellen Vergleich von ÖKO-TEST schneidet er dennoch mangelhaft ab. Der Grund ist simpel: Die Wertentwicklung blieb vor allem in den vergangenen zwei Jahren weit hinter der Benchmark und den Mitkonkurrenten seiner Gruppe zurück.
Kein gemeinsamer Nenner . Wer nicht beim falschen Fonds landen will, muss aber nicht nur die Testmethode, den Analysezeitraum und die Gewichtung der Anlageergebnisse kritisch hinterfragen. Auch die Einteilung der Fondsgruppen durch die jeweilige Ratingagentur spielt eine Rolle. Denn jeder Tester legt sie anders fest. Ein besonders anschauliches Beispiel dafür sind die Nachhaltigkeitsfonds, unter denen alle mit Ausnahme von Lipper Funds und Morningstar einen Testsieger küren. Ob der Fonds wirklich tiefgrüne Ziele berücksichtigt oder eher eine hellgrüne Mogelpackung ist, spielt dabei keine Rolle. Deshalb sind unter den Preisträgern grün angehauchte Best-in-class-Fonds wie der RobecoSAM Sustainable Healthy Living Fund B ebenso zu finden wie tiefgrüne Nachhaltigkeitsfonds wie der Erste Responsible Stock Global T der österreichischen Erste Sparinvest.
Die Kosten bleiben außen vor. Angeblich nehmen die Ratingagenturen auch die Kosten kritisch unter die Lupe. Einfluss auf die Preisauszeichnung hat das aber offenbar nicht. Denn ÖKOTEST fand unter den Gewinnern sündhaft teure wie den Mischfonds Quadrat Arts Total Return Global von Ampega Gerling, der immerhin eine Gesamtkostenquote von 3,19 Prozent aufweist. Gut ein Drittel der Preisträger knöpft seinen Anlegern obendrein eine erfolgsabhängige Vergütung ab. Das wäre vielleicht sogar akzeptabel, wenn die Sieger dauerhaft überdurchschnittliche Ergebnisse liefern würden. Doch unser Test bestätigt, was wissenschaftliche Untersuchungen zeigen: Der zukünftige Erfolg hängt in hohem Maße von der Kostenbelastung ab. Die hat im Zweifel mehr Prognosekraft als die schönen Auszeichnungen.
Ausreißer verraten die Probleme . Wie gefährlich es ist, Fonds-Oscars als Entscheidungshilfe zu nutzen, verrät bisweilen allein der Blick auf einzelne Preisträger. So war ÖKO-TEST völlig verblüfft, den db-xtrackers Shortdax ETF auf dem Siegertreppchen im Einjahresbereich beim Euro Fund Award 2012 zu finden. Doch der Shortdax-ETF bildet nicht einfach die Wertentwicklung deutscher Aktien ab, sondern er spekuliert auf fallende Kurse bei Dax-Werten. Er gehört daher weder aufs Siegertreppchen, noch passt er in die Gruppe „Aktien Deutschland“ hinein. ÖKO-TEST hat auf die Bewertung daher verzichtet.

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Die Ergebnisse der ausgezeichneten Fonds für Euro- und internationale Rentenpapiere, für nachhaltige, Asian-Pacific- und Emerging Markets-Aktien finden Sie zum Preis von 2 Euro auf www.oekotest.de Abonnenten bekommen die Ergebnisse kostenlos unter http://abo.oekotest.de

Kompakt

Die Ratingmethoden

Euro Fund Award
Mit dem Euro Fund Award zeichnet der Finanzen Verlag zusammen mit der FondsConsult Research AG aus München Fonds aus, die die beste Performance in den vergangenen ein, drei, fünf und zehn Jahren in ihrer jeweiligen Gruppe erzielt haben und voraussichtlich auch für die Zukunft versprechen. Die Bewertung fußt auf einem Mix aus quantitativem und qualitativem Rating. Bei der quantitativen Analyse wird das Abschneiden gegenüber der Benchmark sowie gegenüber den anderen Fonds der Gruppe ebenso untersucht wie das Risiko (Volatilität). Daraus wird eine quantitative Teilnote gebildet. Bei Fonds, die dabei auf eine Benotung von 1 bis 3 kommen, wird zusätzlich die Kontinuität des Managements, die Konstanz des Investmentansatzes sowie Produktwahrheit und -klarheit untersucht. Die Gesamtnote setzt sich zu 70 Prozent aus der quantitativen und zu 30 Prozent aus der qualitativen Note zusammen.

Deutscher Fondspreis
Der Deutsche Fondspreis wird von der Zeitschrift Fondsprofessionell zusammen mit dem Institut für Vermögensaufbau (IVA) in München vergeben. In den Anfangsjahren basierte er auf einer Zusammenarbeit mit Morningstar. Die aktuelle Methodik stützt sich auf eine eigens entwickelte Portfolio- und Risikoanalyse und bewertet vor allem die aktive Managementleistung. Analysiert werden im ersten Schritt die risikoadjustierte Performance und die Kosten in den vergangenen drei und/oder fünf Jahren (quantitative Analyse). Im zweiten Schritt wird bei den besten anhand der Anlagerichtlinien zusätzlich geprüft, ob die gute Wertentwicklung der Managerleistung zu verdanken ist oder einfach nur der Marktentwicklung (qualitative Analyse).

Abkürzungen: TER = Gesamtkostenquote (Total Expense Ration); Ertragsverwendung a = ausschüttend, t = thesaurierend.
Anmerkungen: 1) Wertentwicklung auf Euro-Basis. 2) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Maximal kann eine Rücknahmegebühr von 0,5 Prozent berechnet werden, diese wird in Deutschland aber nicht erhoben. 3) ETF, Wertentwicklung auf Euro-Basis. 4) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Lipper Awards gelten für die Sterling-Tranche, Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter auf die Anbietervorinformation nicht geantwortet hat. 5) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 10 Prozent des Nettoertrags, welcher die Wertentwicklung des GDBR10 Index um 3 Prozent übersteigt (High Watermark). 6) Wertentwicklung auf Euro-Basis anhand des Carmignac-Fact-Sheets per Ende August 2013. Performance Fee 10 Prozent der Wertentwicklung über 10 Prozent pro Jahr. 7) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 15 Prozent der Wertentwicklung (High Watermark). Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter auf die Anbietervorinformation nicht geantwortet hat. 8) Wert entwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee von 20 Prozent der Nettoperformance, sobald der Fonds neue Höchstmarken erreicht (High Watermark). 9) Performance Fee aus Wertpapierleihe. 10) Zusätzliche TER für performanceabhängige Vergütung aus Zielfonds 1,44 Prozent. Performance Fee 20 Prozent der Outperformance gegenüber dem Referenzindex (S&P Europe LageMidCap Net total return). 11) Performance Fee 10 Prozent der Wertsteigerung. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter auf die Anbietervorinformation nicht geantwortet hat. 12) Performance Fee 15 Prozent der Outperformance gegenüber dem MSCI Europe -gdr- (EUR). Wertentwicklung nach Angaben der Fondsgesellschaft. 13) Performancefee von 20 Prozent der Netto-Wertentwicklung, die über den MSCI Europe Index um 2 Prozent hinausgeht. 14) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Fondsgesellschaft auf Anbietervorinfomation nicht reagiert hat. 15) Sauren-Gold Award für Besten Fondsmanager in 2011 Performancefee 15 Prozent der Nettowertentwicklung, die über die Wertentwicklung des Stoxx Europe 600 TR hinausgeht (mit High Watermark). Kein Ausgabeaufschlag bei Kauf über Fondsgesellschaft. 16) Performancefee 20 Prozent der Outperformance gegenüber HSBC Schmaler europe (Performance Index) nur bei positiver Fondsentwicklung. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Fondsgesellschaft auf Anbietervorinfomation nicht reagiert hat. 17) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 20 Prozent der Outperformance gegenüber dem Index (MSCI EM NR (USD) seit Jahresbeginn, wenn die Wertentwicklung positiv ist. 18) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Fonds für Neuanleger vorübergehend wegen starker Mittelzuflüsse geschlossen. 19) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Fondsgesellschaft auf Anbietervorinfomation nicht reagiert hat. 20) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee aus Wertpapierleihe. 21) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Die aktuelle Strategie wurde per 16. Juli 2010 repositioniert. Alter Sub-Fondsname war UBS (Lux) Equity Fund – Malaysia. 22) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 13 Prozent der Outperformance gegenüber dem MSCI Asia Pacific exJapan Index. 23) Wertentwicklung auf USD-Basis. 24) Performance Fee 15 Prozent der Outperformance über MSCI Emerging Markets Standard Index net. Wertentwicklung auf Euro-Basis. 25) Wertentwicklung auf Euro-Basis nach Kosten. Die angegebene TER ist für das Kalenderjahr 2012. 26) Performance Fee 10 Prozent der Outperformance über MSCI Emerging Markets Small Cap Index TR net. Wertentwicklung auf Euro-Basis. 27) Wertentwicklung auf Euro-Basis von Feri Euro Rating Services. Fonds kann vorübergehend wegen zu hoher Mittelzuflüsse nicht mehr gekauft werden. 28) Performance Fee 15 Prozent der erwirtschafteten Performance, sofern die Wertentwicklung des Fonds über 4 Prozent pro Halbjahr liegt. Produkt der deutsche Asset Wealth Management, nicht von DWS gemanagt 29) Performancefee 25 Prozent der Wertentwicklung, um den der Fondsertrag die Wertentwicklung des SDAX-Performanceindex übersteigt. 30) Zusätzliche TER für performanceabhängige Vergütung aus Zielfonds 0,77 Prozent. Performance Fee 20 Prozent der Outperformance gegenüber dem Referenzindex (DAX). 31) Zusätzliche fondsinterne Gebühr für das SRI-Screening in Höhe von 0,1 Prozent pro Jahr. 32) Rücknahmegebühr wird nur erhoben, sofern kein Ausgabeaufschlag gezahlt wurde. 33) Performance Fee 15 Prozent der Outperformance gegenüber MSCI World, mit High Watermark. 34) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performancedaten und Risikokennziffern von Lipper. 35) Performance Fee 10 Prozent der positiven Wertentwicklung im Kalenderjahr (Verluste müssen aufgeholt sein). 36) Performance Fee 10 Prozent des Betrags, um den die Anteilwertentwicklung am Ende einer Abrechnungsperiode den Ertrag aus einer als Vergleichsmaßstab herangezogenen Geldmarktanlage (EURIBOR 1M TR (EUR)) in der Abrechnungsperiode um 5 Prozent pro Jahr als Schwellenwert übersteigt, jedoch höchstens 5 Prozent des Durchschnittswerts des Sondervermögens oder der etwaigen Anteilklasse in der Abrechnungsperiode. 37) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 15 Prozent der Outperformance ab 5 Prozent Wertzuwachs pro Jahr mit High Watermark. Derzeitige Fondstrategie Ende 2007 eingeführt. 38) Performance Fee 20 Prozent des Betrags, um den der Anteilwert am Ende einer Abrechnungsperiode den Anteilwert am Anfang der Abrechnungsperiode um 6 Prozent pro Jahr als Schwellenwert übersteigt (absolut positive Anteilwertentwicklung), jedoch höchstens 10 Prozent des Durchschnittswerts des Sondervermögens oder der etwaigen Anteilklasse in der Abrechnungsperiode. Eine solche Vergütung wird dabei nur auf den Teil des Wertzuwachses berechnet, der zugleich über den höchsten jeweils am Ende der fünf unmittelbar vorhergehenden Abrechnungsperioden erreichten Anteilwert hinausgeht (High-Water-Mark). 39) Performance Fee 15 Prozent der Outperformance über 6 Prozent pro Jahr. 40) Die erfolgsbezogene Vergütung entspricht 20 Prozent des Betrags, um den der Wertzuwachs die Entwicklung des Drei-Monats-Euribor übertrifft. Eine negative Performance muss im nachfolgenden Abrechnungszeitraum aufgeholt werden (High-Watermark-Regelung). 41) Performance Fee 10 Prozent der Wertentwicklung, die über der bisher erreichten und vergüteten Rendite der Vorjahresrendite hinausgeht. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter die Testteilnahme ablehnt. 42) Performance Fee 7 Prozent der Anteilswertentwicklung, sofern der Anteilswert zum Quartalsende höher ist als der höchste Anteilswert der vorangegangenen Quartalsenden (High Watermark). 43) Performance Fee 20 Prozent der Outperformance gegenüber dem Vergleichsindex (15 Prozent MSCI EMU, 15 Prozent S & P 500, 70 Prozent Lehman Euro Corporates EUR). 44) Performancefee 25 Prozent der Wertentwicklung, um den der Fondsertrag die Wertentwicklung der Bemessungsgrundlage (Vergleichsindex aus 35 Prozent Merrill Lynch Pan-Europe Governments 1-10 years und 65 Prozent Merrill Lynch World Sovereign Eastern European ex Slovenia ex Slovakia (80 Prozent umgerechnet in Euro / 20 Prozent hedged in EUR gegen USD) übersteigt. 45) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Anbieter Testteilnahme ablehnt. 46) Gerateter Fonds (Pioneer Euro Renten A EUR (DA) wurde 2012 mit diesem Fonds verschmolzen. Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Fondsgesellschaft auf Anbietervorinfomation nicht reagiert hat. 47) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Die Oppenheim KAG hat die Verwaltung des Fonds zum 31.5.2014 gekündigt. Zu diesem Zeitpunkt wird die Verwaltung auf die DWS Investment GmbH (bzw. zukünftig Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH), Frankfurt am Main übertragen. 48) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 20 Prozent der Outperformance gegenüber dem Barclays Global Aggregate Hedged-Index. 49) Angaben mit Unsicherheit behaftet, da Fondsgesellschaft die Testteilnahme ablehnt. Der Fonds ging am 4.2.2003 aus dem Vorgängerfonds LGT SV Obligationen Welt hervor. 50) Wertentwicklung auf Euro-Basis. Performance Fee 10 Prozent der Outperformance gegenüber seiner Benchmark (50 Prozent MSCI AC World Index [USD] und 50 Prozent Citigroup WGBI all maturities [EUR]) seit Jahresbeginn, wenn die Wertentwicklung positiv ist. 51) Wertentwicklung der Euro-Tranche lt. Fact-Sheet des Fonds.
Legende: Fonds mit dem gleichen Gesamturteil sind nach Wertentwicklung ein Jahr geordnet. Die Testmethode finden Sie auf www.oekotest.de → Suchen → „M1311“ eingebenStand: 30.8.2013.
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