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TEST: Katzenstreu: Für die Katz!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2010 vom 05.01.2010

Bei Stuben- oder Wohnungstigern ist eine gute Katzenstreu wichtig. ÖKO-TEST hat 20 Marken unter die Lupe genommen. Viele Produkte waren in Ordnung, allerdings gibt es erhebliche Unterschiede bei der Saugfähigkeit .


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Sie ist hier die oberste Katzenmutter: Simone Faust. Die groß gewachsene Frau mit den schulterlangen Haaren leitet im größten Tierheim Frankfurts die Katzenabteilung. Teilt die Arbeitspläne für das Katzenteam ein und erledigt den Einkauf von Futter, Streu und sonstigem Zubehör. Und sie packt gerne mit an. Etwa 100 Katzen leben derzeit hier und wer davon eine haben will, der muss ...

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Sie ist hier die oberste Katzenmutter: Simone Faust. Die groß gewachsene Frau mit den schulterlangen Haaren leitet im größten Tierheim Frankfurts die Katzenabteilung. Teilt die Arbeitspläne für das Katzenteam ein und erledigt den Einkauf von Futter, Streu und sonstigem Zubehör. Und sie packt gerne mit an. Etwa 100 Katzen leben derzeit hier und wer davon eine haben will, der muss sich ins Industriegebiet nach Frankfurt-Fechenheim begeben; vorbei an einem bekannten Techno-Club und am Deutschlandsitz einer großen europäischen Fleischfabrik, deren Eingang mit glücklich wirkenden Schweine- und Kuhattrappen dekoriert ist.

An der Wand Fotos von Neptun, Lisa und Joki – die - se Katzen suchen einen „Menschen zum Liebhaben“, also ein neues Zuhause. „Gesunde Wohnungskatzen sind in Frankfurt gefragt. Unsere Sorgenkinder sind schwierige Tiere und solche mit Gesundheitsproblemen. Für diese Katzen suchen wir über unsere Website ein neues Zuhause“, erklärt Faust. Heute ist Besuchstag in der Vermittlungsstation – wohin die Tiere nach der Aufnahme und Quarantäne gelangen, bevor sie das Tierheim wieder verlassen und in ein neues Heim einziehen.

Bereits heute leben in jedem sechsten Haushalt Katzen. Insgesamt sind es 8,2 Millionen, die in Deutschland als Heimtiere gehalten werden. Damit sich Mensch und Mieze wohlfühlen, gaben die Katzenhalter im Jahre 2008 rund 218 Millionen Euro für Katzenstreu aus, die den größten Posten im 906 Millionen Euro schweren Markt für Heimtierzubehör außer Fertignahrung ausmacht. Im Frankfurter Tierheim werden jeden Tag die Katzenklos gereinigt und nachgefüllt. Alles ist hier blitzeblank. Nicht ein Krümelchen liegt auf dem Boden zwischen den vielen Katzenbäumen, treppenförmigen Absätzen mit kuscheligen Decken und den Katzenklos. Die Katzenstation im Frankfurter Tierheim bevorzugt Bentonitstreu, ein graubraunes Tongranulat, erklärt Tierpflegerin Faust.

Unsere Empfehlungen

Ein gutes Katzenstreu sollte saugstark sein, den Geruch gut binden und wenig stauben. Das Katzenklo an einem Ort aufstellen, zu dem die Katze immer Zugang hat, aber nicht in der Nähe der Futterschälchen.

Täglich ein- bis zweimal die Klumpen oder benutzten Stellen sowie feste Ausscheidungen entfernen und den Rand der Katzentoilette feucht abwischen. Mindestens einmal im Monat das gesamte Katzenklo mit heißem Wasser reinigen.

Klumpen und feste Ausscheidungen gehören in den Restmüll. Bei einem Wechsel der kompletten Streu kann diese, je nachdem was die kommunale Entsorgung vorschreibt, in die Bio-Tonne, auf den Kompost oder in den Restmüll entsorgt werden.

Doch nicht nur Bentonit wird zu Katzenstreu verarbeitet. Wir haben für unseren Test auch Produkte aus Calciumsilikathydrat, Holzfasern und Recyclingzellstoff eingekauft. Alle 20 Marken haben wir nicht nur auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch einer Praxisprüfung unterzogen.

Das Testergebnis

■ Mehr als jede zweite Katzenstreu geht mit „sehr guten“ und „guten“ Noten aus unserem Test. Die schlechtesten Produkte erhalten nur ein „ausreichend“ und „mangelhaft“, weil sie in der Praxisprüfung versagen.


Drei Marken enthalten lungengängige Fasern – sie sind aber weit weniger gefährlich als Asbest


■ In drei Katzenstreus hat das beauftragte Labor ver einzelt lungengängige Fasern festgestellt. Solche Fasern stehen zwar im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich aber um Katzenstreu aus dem Tonmineral Bentonit. Im feuchten Milieu, also wenn es in den Atemtrakt gelangt, quillt es auf und verliert dann seine gefährliche Faserform. Im Vergleich zu Asbest, das im Körper extrem beständig ist und eine hohe sogenannte Bio-Persistenz besitzt, ist Bentonit weniger biopersistent. Daher vergeben wir nur einen Minuspunkt.
■ In drei Marken aus Bentonit analysierte das beauftragte Labor erhöhte Gehalte der bedenklichen Schwermetalle Nickel, Thallium und/oder Kobalt. Da diese in den Körper gelangen können, wenn der Staub eingeatmet wird, quittieren wir das mit Notenabzug.


Die Katzenstreus aus Recyclingzellulose und Pflanzenfasern nehmen die Feuchtigkeit am besten auf


■ Katzenstreu muss saugstark sein: Durchschnittlich nahmen die Produkte 180 Gewichtsprozent an Wasser auf. Besonders saugfähig waren dieBio-Catolet Sanftes Hygienestreu , dieCat’s Best Öko Plus Katzenstreu Klumpend und dieDehner Zoo Öko Katzenstreu . Besonders schlecht präsentierten sich dagegen dieCatsan Hygiene Plus , dieTrixie Fresh’n’Easy Die Monatsstreu und dieJa! Katzenstreu . Diese Streus lagen mit einer Feuchtigkeitsaufnahme von weniger als 100 Gewichtsprozent weit unter dem Durchschnitt der Marken im Test. Bei den Klumpstreuprodukten haben wir zusätzlich noch die Ergiebigkeit untersucht und überprüft, wie viel Streumaterial verbraucht wird, um eine bestimmte Menge Wasser zu binden. Denn je größer die Klumpen sind, desto mehr muss nach Entfernen der Klumpen nachgefüllt werden, um die vom Hersteller empfohlene Schütthöhe der Streu im Katzenklo einzuhalten. Auch hier gab es erhebliche Unterschiede: Von derPremiere Excellent Premium Klumpstreu wird nur 125 Millimeter Material für 250 Millimeter Wasser verbraucht. Bei derDein Bestes Klumpstreu und derGimpet Biokat’s Classic Naturklumpstreu sind es dagegen mehr als 450 Millimeter Material.


Fünf Streumarken aus Calciumsilikathydrat und Bentonit binden den Geruch schlecht


■ Alle Hersteller empfehlen, täglich das Katzenklo zu reinigen. Dennoch ist es wichtig, dass die Streu den Geruch gut bindet, denn wenn der Katzenurin erst mal von Bakterien zersetzt wird, kann es wirklich unangenehm riechen. Wir ließen den Geruch von vier Personen subjektiv erschnuppern und haben auch die Ammoniakent stehung gemessen. Besonders stark müffelten dieAttica Hygiene Katzenstreu , dieDein Bestes Klumpstreu , dieJa! Katzenstreu , dieNatusan Premium Klumpstreu und dieNuma Katzenstreu . Bei diesen Produkten waren in der Regel auch die gemessenen Ammoniakgehalte entsprechend hoch. Sechs Marken binden den Geruch so gut, dass unsere Schnupperkandidaten die Intensität als schwach einstuften und den Geruch als neutral, holzig und mild charakterisierten. Auch ein schwach fauliger und modriger Geruch wurde noch akzeptiert.
■ Wir testeten auch, ob und wie stark die Katzenstreus beim Einfüllen in die Katzentoilette stauben: acht Streus staubten stark. Eine Staubbelastung beim Umgang mit Streu, besonders bei den quarzhaltigen Calciumsilikathydrat- und Bentonitprodukten, sollte man möglichst vermeiden, rät Dr. Markus Mattenklott vom Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung: „Aus Erfahrung wissen wir, dass eine regelmäßige berufliche Staubexposition zu teilweise schwerwiegenden Lungenerkrankungen führen kann. Eingeatmeter Quarzfeinstaub kann Silikose verursachen, eine krankhafte Bindegewebsveränderung der Lunge.“
■ Ein weiteres Ergebnis unseres Praxistests: Bei fünf nicht klumpenden Produkten kann am Boden des Katzenklos ein Schmierfilm aus Staub und Urin entstehen.

Kleine Materialkunde

Bentonit wird häufig als Naturton bezeichnet. Neben Katzenstreu, wo es als Granulat zum Einsatz kommt, hat Bentonit noch andere Talente. Als Pulver kann es das Speichervermögen für Wasser und Pflanzennährstoffe von Böden verbessern. Auch wird es als Mineralfutter eingesetzt und von der Lebensmittelindustrie zur Klärung von Getränken wie Bier.
AusCalciumsilikathydrat sind vier Marken hergestellt. Dazu gehört etwaCatsan , bei der allerdings Quarz und Kalk als Material auf der Verpackung angegeben sind. Andere Hersteller sagen, dass ihre Streus „aus natürlichen Mineralien“ gemacht sind. Richtig ist: Ein Gemisch, das hauptsächlich aus Quarzsand, Kalk und Wasser besteht, wird mithilfe von Aluminiumpulver aufgeschäumt und unter Druck und Hitze in einer Art riesigen Schnellkochtopf gehärtet. Aus Calciumsilikathydrat wird übrigens auch Porenbeton wie Ytong hergestellt.
Zwei Produkte im Test bestehen ausPflanzenfasern. Beide Marken stellt die Firma JRS – Rettenmaier & Söhne her, die uns mitteilte, dass das Holz von heimischen Tannen und Fichten aus Wäldern in Süddeutschland stammt, die mit dem PEFC-Siegel zertifiziert sind. Das steht für eine kontrollierte Waldbewirtschaftung und -nutzung. Streus aus Pflanzenfasern sind etwas leichter als die schweren Bentonitstreus. Das ist dann vom Vorteil, wenn das Katzenstreu in den Restmüll entsorgt wird und die Gebühren nach dem Gewicht erhoben werden.
AusRecycling-Zellulose und -Zellstoff ist ein Produkt im Test. Nach Angabe der Firma Catolet handelt es sich um Industrieabfälle aus der Herstellung von Wellkartons und von Vliesprodukten wie Babywindeln.

So haben wir getestet

Der Einkauf
Der Einkauf fiel unseren Profi- Shoppern nicht leicht. Das lag aber nicht an der Auswahl in den Super- und Fachmärkten, bei den Discountern und in den Drogerien, sondern daran, dass viele Katzenstreus richtig schwer wiegen. Dieser Umstand kann Katzenhaltern beim Einkauf und nicht zuletzt beim Handling zu Hause die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Einige Produkte sind aber leichter als die anderen, beispielsweise Streus aus Pflanzenfasern, aus Recyclingzellstoff oder Calciumsilikathydrat. Da Klumpstreus mittlerweile am verbreitetsten sind, haben wir überwiegend solche Katzenstreu, die häufig aus Bentonit hergestellt ist, eingekauft.

Problematische Stoffe
In der Vergangenheit haben wir lungengängige Mineralfasern in Katzenstreu gefunden. Auch dieses Mal ließen wir die Materialien darauf untersuchen: Diese kritischen Partikel haben ein Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1, sind mindestens fünf Mikrometer lang und dabei weniger als drei Mikrometer dick. Zudem haben wir Schwermetalle analysieren lassen, denn auch diese können mit dem Staub, wenn er eingeatmet wird, in den Atemtrakt gelangen.

Die Bewertung
Eine Katzenstreu sollte weder Inhaltsstoffe aufweisen, die problematisch für die Gesundheit sind, noch sollte sie in der Praxis untauglich sein. Daher kann das Gesamturteil nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe und das Testergebnis Praxisprüfung. Bei den meisten Streus gab jedoch die Leistung im Praxistest den Ausschlag für das Gesamturteil – hier unterschieden sich die einzelnen Produkte erheblich. Minuspunkte verteilten wir etwa für eine unterdurchschnittliche Feuchtigkeitsaufnahme sowie dann, wenn die Geruchsbindung schlecht war und die Streu zu stark staubte.

Die Praxisprüfung

Unangenehm für Mensch und Katze ist es, wenn die Streu Staub aufwirbelt, sei es beim Einfüllen und Entleeren oder beim Scharren mit den Pfötchen. Den Staubeffekt haben vier Personen beurteilt, indem sie die Katzenstreu aus 50 Zentimeter Höhe in einen Behälter schütteten. Wir haben aus den vier Urteilen eine Durchschnittsnote gebildet.

Wie viel Klumpstreu wird verbraucht, wenn die Katze auf die Toilette geht?

Haben die Klumpen bei allen Streumarken die gleiche Größe? Um das herauszufinden, wurde Katzenstreu acht Zentimeter hoch in einen Behälter gefüllt. An fünf Stellen wurde ein schwacher Strahl von 50 Milliliter Wasser aufgetragen, dann entnahmen die Tester mit einer Siebschaufel die Klumpen und wogen sie.

Wie gut verhindert die Streu unangenehme Gerüche durch den Katzenurin?

Ersatzurin wurde mit Katzenstreu und Bakterien in einem großen Gefäß verschlossen. Vier Personen schnupperten am zweiten Tag an den Gefäßen und verteilten Noten für die Geruchsintensität.

Wie viel Wasser kann die Streu aufnehmen?

Die Katzenstreu wurde in ein Sieb geschüttet, gewogen und das Sieb unter Wasser getaucht. Genau 20 Minuten hatte die Streu Zeit, Wasser aufzunehmen, dann wurde das Sieb aus dem Wasser gehoben. Nach einer Abtropfzeit wurde das Sieb erneut gewogen und die aufgenommene Feuchtigkeitsmenge berechnet.

Label | Blauer Engel für Drucker und Kopierer aktualisiert

DerBlaue Engel für Drucker, Kopierer und Multifunktionsgerä nach RAL-UZ 122 wurde aktua lisiert. Halogenhaltige Kunststoffe und halogenorganische Flammschutzmittel sind verboten und dürfen auch nicht in der Verpackung stecken Ausnahme: Kleine Teile in den Geräten dürfen solche Flammenhemmer enthalten, gänzlich verboten sind ab polybromierte Biphenyle (PBB), polybromierte Diphenylether (PBDE) und Chlorparaffine. Zudem sind bis 0,5 Gewichtsprozent fluorierte Kunststoffe wie PTFE oder Teflon erlaubt. Das Label erhalten nur Geräte mit Duplexfunktion, das heißt, ein beidseitiger Ausdruck muss möglich sein, und auch das Bedrucken von Druckerpapier aus 100 Prozent Altpapier. Aus den Tonerbehältern darf bei Lagerung und Transport kein Staub austreten, die Farben dürfen keine giftigen schwermetalle wie Cadmium oder i enthalten sowie keine Subtanzen, die als krebserzeugend oder fortpflanzungsschädlich eingestuft sind. Ebenso sind Azo-Farben, die verbotene aromatische Amine abspalten önnen, verboten. Für flüchtige organische Verbindungen wie Styrol und Benzol, aber auch Ozon und Staub sind estimmte Emissionsraten einzuhalten.

Bewertung: Das Label ist ein Schritt in die richtige Richtung, allerdings gibt es noch offene Fragen etwa bezüglich der Emissionen von Schadstoffen und Staub. Bei der nächsten Aktualisierung des RAL-UZ 122 sollen übrigens zinnorganische Verbindungen reglementiert werden. Zudem will man sich um die Erfassung und Charakterisierung emittierter Partikel wie Feinstaub- und Ultrafeinstaubpartikel beim Betrieb von Laserdruckern kümmern.

Buchtipp | Das Eco-Travel Handbuch

Das Buch zeigt ökologisch ausgerichtete Hotels und Unterkünfe in Städten und auf dem Land weltweit. In kurzen Porträts werden Architektur und Umweltmanagement, Vorteile für die Menschen vor Ort, die Kultur und die Umwelt sowie Aktivitäten m Hotel oder in der Nähe beschrieben.
Alastair Fuad-Luke,Das Eco-Travel Handbuch , Bruckmann Verlag, München 2009, 29,95 Euro.

CD-Tipp | Payback

Warum dieses Hörbuch über das Internet und die damit einhergehende Veränderung des Denkens, der Lesekultur und des Umgangs miteinander „Payback“ – was Rückzahlung oder -erstattung bedeutet – heißt, wissen wir nicht. Der Autor beschreibt jedoch anhand vieler wissenschaftlicher Fakten und unterhaltsamer Anekdoten die Effekte des Internets auf die Gesellschaft. Das Hörbuch ist eine gekürzte Lesung des gleichnamigen Buchs.

Frank Schirrmacher,Payback , Random House Audio, München 2009, 19,95 Euro.

Kompakt

Randvolle EU-Bibliothek Mehr als 4,5 Millionen Bilder, Texte, Tonaufnahmen und Filme lassen sich bereits über die Betaversion der Europeana unterwww.europeana.eu per Stichwort finden. Da sich die Europeana als Onlinezugang zum kulturellen Erbe Europas versteht, soll die endgültige Version 1.0, die 2010 ans Netz geht, Links zu zehn Millionen digitalen Dokumenten umfassen, die in Museen wie der Louvre in Paris sowie in Bibliotheken und Archiven aus ganz Europa existieren.

Neue Schlichtungsstelle
Die Schichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr, kurz SÖP, ist seit Anfang Dezember aktiv. Für Verbraucher ist der Service kostenlos, denn finanziert wird die SÖP von einem Trägerverein, in dem bislang Bahnunternehmen wie die Deutsche Bahn Mitglieder sind. Verbraucher können sich allerdings auch bei Streitigkeiten mit Flug-, Bus- und Schiffsunternehmen wegen Verspätungen oder mangelhaften Service an die SÖP richten und erhalten dann Hinweise, ob die SÖP zuständig ist.www.soep-online.de

Fluorierte Klimagase steigen
Nach einer Prognose des Umweltbundesamtes wird der Ausstoß fluorierter Gase, die für das Klima schädlicher sind als CO2, bis 2050 weiter zunehmen. 75 Prozent werden dann durch ihren Einsatz in Kühlgeräten, wie sie etwa in Supermärkten stehen, sowie in Klimaanlagen von Gebäuden und Fahrzeugen emittiert. Trifft die Prognose zu, werden die Gase im Jahr 2050, umgerechnet in CO2-Equivalente, acht Prozent der globalen CO2- Emissionen ausmachen. Im Jahr 2004 waren es nur 1,3 Prozent.

Automatische Untertitel
Das Videoportal Youtube hat eine automatische Untertitelung von Filmen eingeführt. Die neue Funktion ist über den Button aktivierbar, der sich rechts von dem Vollbildbutton befindet. Vorerst sind damit aber erst einige Bildungskanäle amerikanischer Universitäten wie Berkeley und Stanford ausgestattet. Mehr unterwww.youtube.de → Stichwort „Automatic Caption“.

Surftipp | Warm Duschen

DieWarm Showers List bietet Übernachtungsmöglichkeiten von Radfahrern für Radfahrer weltweit. Menschen, die bereit sind, Radler und Radwanderer aufzunehmen, registrieren sich und stellen ihre Kontaktinformationen zur Verfügung. Das Profil lässt sich jederzeit ändern, man kann sich auf derzeit nicht verfügbar setzen - mit dem Ergebnis, dass man nicht auf der Karte mit den Gastgebern auftaucht. Die Liste wurde Anfang der 1990er- Jahre ins Leben gerufen und ist mittlerweile als Datenbank im Internetwww.warmshowers.org auf Englisch, Spanisch und Französisch verfügbar.
Mehr als 150 Gastgeber gibt es deutschlandweit.

Onlineshopping | Jede zweite Bestellung im Ausland geht schief

Computer, CDs oder Bücher billiger im Ausland über das Internet einkaufen? Das hört sich einfach an, klappt jedoch in 60 Prozent aller Fälle nicht, wie die EU bei einer groß angelegten Testaktion nun herausfand. In mehr als 10.000 Testkäufen wurden von EU-Verbrauchern 100 gängige Produkte von Digitalkameras bis hin zu Kleidung bestellt. Die Onlinekäufe kamen oft nicht zustande, weil die Händler nicht ins Ausland lieferten oder keine Möglichkeit für die grenzüberschreitende Zahlung anboten. Die Studie zeigt, dass die Verbraucher in der EU bislang nicht vom europäischen Binnenmarkt profitieren. Nachteile für den Verbraucher sind etwa Einsparungen, die ihnen entgehen, denn in 13 von 27 Ländern waren die Produkte häufig etwas billiger.

Foto: Ingram

Fernsehtipp | Frischer Wind aus Nordwest

Die Windindustrie gehört zu den wenigen Branchen, die trotz Wirtschaftskrise weiterhin kräftig boomen. Vor allem im Nordwesten Deutschlands schafft die saubere Energiegewinnung neue Arbeitsplätze: In der Stahlindustrie, die mächtige Trägertürme herstellt, in Werften, die jetzt statt Schiffsrümpfen Rotorblätter aus Kunststoff bauen, und in den Montagefirmen der Windkraftanlagen.
ZDF.umwelt zeigt am 10. Januar um 13.00 Uhr in einer monothematischen Sendung die Entwicklung der Windkraft im Nordwesten Deutschlands, ist bei der Maßanfertigung eines gigantischen Windrades dabei, und geht auf die sozialen, Arbeitsplatz schaffenden Aspekte des Themas ein. Als Reporter vor Ort sind die beiden Moderatoren der Sendung, Volker Angres und Claudia Krüger.
Tina Falkenhage,
ZDF-Redaktion Umwelt

Foto: Nardex

Sendetermine im Januar

ZDF.umwelt. Naturnahes Fernsehen sendet immer sonntags. Im Januar am 10. um 13.00 Uhr und am 24. und 31. jeweils um 13.15 Uhr.