Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

TEST KINDERFAHRRADANHÄNGER: DAS GEHT SICHER NOCH BESSER


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 70/2019 vom 27.06.2019

Ökologisch, praktisch – gut? Fahrradanhänger erobern die Straßen. Doch unser harter Sicherheitstest zeigt: Sie könnten Kinder noch besser schützen. Wir erklären, wie Sie die Risiken minimieren.


Manchen Produkten gehört die Zukunft, und der Kinderfahrradanhänger ist ein heißer Kandidat. Denn unser Verkehr wird immer ökologischer. Jede neue Radspur ist ein weiteres Argument für das Rad – und damit auch für Fahrradanhänger. Das gilt besonders für Strecken mittlerer Länge: um die Kinder in die Kita zu bringen oder größere Einkäufe zu erledigen.

In der Gegenwart müssen die Erwachsenen aber genau hinsehen, das ...

Weiterlesen
Artikel 1,50€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 70/2019 von VERBRAUCHERFRAGEN: GEFRAGT, GESAGT, GETAN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
VERBRAUCHERFRAGEN: GEFRAGT, GESAGT, GETAN
Titelbild der Ausgabe 70/2019 von NACHWIRKUNGEN // WAS UNSERE TESTS BEWIRKT HABEN: NACHWIRKUNGEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NACHWIRKUNGEN // WAS UNSERE TESTS BEWIRKT HABEN: NACHWIRKUNGEN
Titelbild der Ausgabe 70/2019 von TRINKWASSER: LEIPZIGER REINHEITSGEBOT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TRINKWASSER: LEIPZIGER REINHEITSGEBOT
Titelbild der Ausgabe 70/2019 von TEST MINERALWASSER: KLAR WIE QUELLWASSER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST MINERALWASSER: KLAR WIE QUELLWASSER
Titelbild der Ausgabe 70/2019 von IST DAS WIRKLICH GUT?: ESOWASSER. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
IST DAS WIRKLICH GUT?: ESOWASSER
Titelbild der Ausgabe 70/2019 von EIS BABY, ES GIBT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
EIS BABY, ES GIBT
Vorheriger Artikel
LEIHFAHRRÄDER: DIE E-SCOOTER KOMMEN
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel KURZ UND GUT: ZAHL DES MONATS Rund 41 Millionen Tonnen
aus dieser Ausgabe

... zeigt unser Test. Von acht Zweisitzermodellen schneidet keines besser als mit „befriedigend“ ab – vor allem, weil keines so sicher ist, wie es sein sollte.

Wir haben aber auch eine gute Nachricht: Mama, Papa, Oma und Opa können die Risiken eingrenzen, wenn sie umsichtig fahren und den Anhänger regelmäßig checken. Tipps dazu finden Sie auf Seite 96. Das entlässt allerdings nicht die Hersteller aus ihrer Verantwortung. Sie sollten die Mängel schnellstmöglich beheben – und ihre Produkte fit für die Zukunft machen. Was aber lief schief?

RISSE UND ANDERE RISIKEN

Das von uns beauftragte Prüfinstitut hat alle acht Hänger gründlich getestet: mit dem Schwerpunkt auf Sicherheit und gemäß der Norm für Fahrradanhänger. Ergebnis: Das Prophete-Modell zeigte Risse am Rahmen (siehe Einzelporträt, Seite 97) und der Croozer Kid Plus for 2 2019, ocean blue / night blue einen Riss an der Deichsel nach der Belastungsprüfung.

Auch wenn die Hänger nicht auseinanderbrachen, lässt das auf schlecht verarbeitetes Material schließen. Tim Salatzki vom Deutschen Institut für Normung (DIN) warnt: „Ein Riss führt früher oder später immer zu einem Bruch.“ Salatzki hat für den DIN-Verbraucherrat an der Fahrradanhänger-Norm mitgearbeitet und dort die Interessen der Endverbraucher vertreten.

GESALZENE PREISE, DENNOCH MÄNGEL

Fünf Hänger bieten außerdem bei einem Unfall zu wenig Platz für den Kopf des Kindes: Burley, Cool Mobility, Croozer, Hamax und Thule. Diese Anforderung der Fahrradanhänger-Norm testeten die Experten mit bis zu 1,17 Meter großen Prüfpuppen. Sie schnallten sie an und stellten die Hänger auf den Kopf. Laut Norm müssen die Puppenköpfe mindestens fünf Zentimeter Abstand zum Boden haben, um das Risiko schwerer Kopfverletzungen zu verringern.

Ein weiteres Risiko: Geraten Hindernisse zwischen Rad und Rahmen, können sie den Hänger abrupt abbremsen. Vor den Rädern befinden sich deshalb seitliche Schutzvorrichtungen, die teils an Stoßstangen erinnern, teils an Fischflossen. Sie lenken den Hänger im Ernstfall ab. Beim Leggero Vento R Family 2018, surf bringt die Stange aber wenig. Ein Hindernis könnte sich verfangen; das darf laut Norm nicht sein. Bei anderen Hängern ist die Vorrichtung gemäß Norm zwar in Ordnung, könnte aber besser funktionieren.

Foto: Razvan Chisu/getty images

ÖKO-TEST RÄT

• Die „befriedigenden“ und „ausreichenden“ Anhänger lassen sich mit Umsicht nutzen.

• Kontrollieren Sie den Hänger regelmäßig auf lockere Bauteile oder Beschädigungen.

• Kinder sollten stets angeschnallt sein, Helm tragen und erst mitfahren, wenn sie selbstständig sitzen können.

Die Mängelliste lässt sich fortsetzen, etwa mit scharfen Kanten im Innenraum oder wenig robusten Bauteilen. Kinder büßen dadurch an Sicherheit ein. Und das, obwohl Eltern beim Kauf tief in die Tasche greifen: Knapp 1.000 Euro kosten die beiden teuersten Modelle im Test. Für den Preis dürfte es etwas mehr Qualität sein. „Als Verbraucher gehe ich davon aus, dass derart teure Produkte die Norm bestehen oder sogar übertreffen. Sie ist schließlich nur eine Mindestvoraussetzung“, sagt Verbraucherschützer Salatzki. Auch pikant: Das schlechteste Modell im Test von Prophete trägt das Siegel für Geprüfte Sicherheit (GS) – eigentlich gedacht als Zeichen für Qualität.

KREBSVERDACHT FÄHRT MIT

Auch die Schadstoffbelastung ist enorm. In den Schiebegriffen aller Anhänger kritisieren wir Naphthalin – einen krebsverdächtigen Stoff aus der Gruppe der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK). Im Modell von Qeridoo steckt zudem TDCP – eine phosphororganische Verbindung. Sie steht ebenfalls unter Krebsverdacht.

SO REAGIERTEN DIE HERSTELLER

Mehrere Anbieter erklärten, in eigenen oder bei unabhängigen Instituten beauftragten Tests zu besseren Ergebnissen gekommen zu sein. Das von ÖKO-TEST beauftragte Prüfinstitut hält jeweils an seinen Prüfergebnissen fest.

AnbieterBrüggli schrieb uns, die von uns bemängelte Öffnung im Kinderbereich und die Ablenkungsvorrichtung seien im Rahmen einer GS-Prüfung gemäß Norm zertifiziert worden.Burley übersandte uns einen Prüfbericht, laut dem der Hänger die Prüfung der Kopffreiheit bei Unfällen bestanden hat. Bei Tests von Dritten oder im Gebrauch durch Nutzer sei die Sitzfläche nicht gebrochen.Croozer ließ uns wissen, der Riss in dem Verbindungsstück müsse bereits vor der Prüfung da gewesen sein. An unserem Rückstellmuster findet sich allerdings kein solcher Riss. Bei einem internen Überschlagstest hätten zudem die Prüfpuppen nicht den Boden berührt, so Croozer.

Safety first: Kinder immer anschnallen und Helm tragen lassen. Je höher die Geschwindigkeit, desto wichtiger ist das.


Foto: burley

Fahrradanhänger können ein wichtiger Teil unserer Öko-Mobilität sein. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie möglichst sicher sind.

Jörg Döbereiner, Redakteur


Foto: Anja Waegele

Schön flexibel: Alle Anhänger im Test lassen sich zum Buggy oder Jogger umbauen. Das Joggerrad kann aber extra kosten.


Foto: croozer/ pd-f

Hamax schickte uns mehrere Fotos, auf denen sich die Seitenverkleidung nicht an das Rad drücken ließ und die Puppen den Boden beim Überschlagstest nicht berührten. VonQeridoo bekamen wir die Rückmeldung, man habe den Kontakt der Seitenverkleidung mit den Rädern auch bei mehrmaligen internen Tests mit unterschiedlichen Modellen nicht replizieren können. Der Gurt stelle keine Gefahr dar, wenn man ihn gemäß den Angaben in der Bedienungsanleitung nutzt.Thule schrieb uns, dass die Überschlagsprüfung bei internen Tests und solchen von Dritten bestanden worden sei.

Einige Anbieter erklärten zu den von uns kritisierten Schadstoffen, dass ihre Materialien den gesetzlichen Vorgaben entsprächen. Dem widersprechen wir nicht. ÖKO-TEST bewertet aus vorbeugendem Verbraucherschutz aber oftmals strenger als der Gesetzgeber.

BURLEY D’LITE 2019, BLAU

Anbieter: Burley
Preis: 829 Euro
Testergebnis Sicherheit: befriedigend
Mit 77 Zentimetern Breite der schlankeste Hänger im Test, aber mit dem geräumigsten Fahrgastraum. Kinder hätten bei einem Unfall trotzdem zu wenig Platz im Kopfbereich. Ein Teil der Sitzfläche brach im Dauertest – das gibt deutliche Abzüge in der Robustheit und verschlechtert das eigentlich noch „gute“ Testergebnis Sicherheit auf „befriedigend“. In punkto Schadstoffe als einziges Modell noch „ausreichend“. Für einen Aufpreis von etwa 140 Euro als Jogger zu verwenden. GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

HAMAX OUTBACK 2019, RED/CHARCOAL

Anbieter: Hamax
Preis: 899 Euro
Testergebnis Sicherheit: befriedigend
Das norwegische Unternehmen Hamax verlangt einen stolzen Preis für den Zweisitzer ohne Joggerrad – das kostet etwa 130 Euro extra. Unser Test ergab: Kinder hätten bei einem Unfall zu wenig Platz im Kopfbereich. Durch den Dauertest kam das Modell gut; es zeigte nur geringfügige Veränderungen an Federhärte und Feststellbremse. Hinzu kommen kleinere Handhabungsmängel wie die etwas schwer einstellbaren Gurte. An Schadstoffen kritisieren wir den krebsverdächtigen Stoff Naphthalin sowie Ersatzweichmacher und phosphororganische Verbindungen.
GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

QERIDOO KIDGOO 2 2019, AQUAMARIN

Anbieter: Qeridoo
Preis: 599 Euro
Testergebnis Sicherheit: gut
Das Modell mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis: Es kostet knapp 600 Euro inklusive Joggerset und kam als einziges „gut“ durch den Praxistest. Der Brustgurt mag zwar gut gemeint sein, doch Achtung: Ist er geschlossen, der Hauptgurt aber nicht, besteht Strangulierungsgefahr, falls das Kind nach unten rutscht. Also immer auch den Hauptgurt schließen. Eine „gute“ Note im Gesamturteil verhindern der krebsverdächtige Stoff Naphthalin im Schiebegriff und die ebenfalls krebsverdächtige phosphororganische Verbindung TDCP.

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

LEGGERO VENTO R FAMILY 2018, SURF

Anbieter: Brüggli
Preis: 699 Euro
Testergebnis Sicherheit: befriedigend
Um das Modell der Schweizer Firma Brüggli als Buggy nutzen zu können, muss man für circa 45 Euro einen Stoßbügel nachkaufen. Das Joggerset kostet zusätzlich etwa 145 Euro. In den Belastungstests zeigte sich der Anhänger mit der klobig wirkenden Wanne sehr robust. Allerdings müssen Nutzer bei Hindernissen besonders gut aufpassen, weil die Vorrichtungen an den Seiten vor den Rädern das Gefährt nicht richtig ablenken. Und im Innenraum befindet sich eine Öffnung, in der Kinder mit ihren Fingern oder Zehen stecken bleiben könnten. Unter den Inhaltsstoffen kritisieren wir vier Schadstoffgruppen.
GESAMTURTEIL AUSREICHEND

TAXXI ELITE FOR TWO 3 IN 1 2019, CYAN BLUE

Anbieter: Cool Mobility
Preis: 599 Euro
Testergebnis Sicherheit: ausreichend
Das Joggerset ist inklusive. Der Hänger schneidet im Praxistest aber nur „ausreichend“ ab, weil Kinder bei einem Unfall zu wenig Platz im Kopfbereich hätten. Außerdem lockerten sich Schrauben im Dauertest, und einer von zwei Verschlüssen der Faltvorrichtung ging auf. Während des Tests des Seitenaufprallschutzes verformte sich der Anhänger etwas mehr als erlaubt. In punkto Schadstoffe vor allem wegen der PAK-Verbindung Naphthalin im Schiebegriff nur „ungenügend“.
GESAMTURTEIL AUSREICHEND

THULE CHARIOT CROSS 2 2019, BLUE

Anbieter: Thule
Preis: 999,95 Euro
Testergebnis Sicherheit: befriedigend
Einer von zwei Tausend-Euro-Hängern im Test – und ein Joggerset kostet sportliche Eltern noch circa 125 Euro extra. Beim Überschlagstest stießen die Puppen mit dem Kopf zwar nicht an, der Abstand war aber geringer als die Norm erlaubt. Die Prüfer monieren außerdem scharfe Kanten an den Belüftungsschlitzen im Innenraum. In punkto Handhabung und Robustheit immerhin als einer von zweien im Test „sehr gut“, nur die Federung verstellte sich im Dauertest. Ein „befriedigendes“ Gesamturteil vermasselt sich das Modell durch das schlechte Schadstoffergebnis.
GESAMTURTEIL AUSREICHEND

CROOZER KID PLUS FOR 2 2019, OCEAN BLUE / NIGHT BLUE

Anbieter: Croozer
Preis: 999 Euro
Testergebnis Sicherheit: mangelhaft
Der mit 90 Zentimetern breiteste Hänger im Test kostet knapp 1.000 Euro inklusive Joggerrad – schneidet aber in der Sicherheitsprüfung nur „mangelhaft“ ab. Das liegt maßgeblich an einem Riss am Verbindungsstück der Deichsel, der nach der Belastungsprüfung auffiel. Auch hätten Kinder bei einem Unfall zu wenig Platz für den Kopf. Da hilft es wenig, dass das Modell sich sehr gut handhaben lässt. In punkto Inhaltsstoffe nur „ungenügend“.
GESAMTURTEIL MANGELHAFT

SO KOMMEN SIE SICHER ANS ZIEL

Wer sich einen Fahrradanhänger zulegt, fährt am besten zunächst beladen, aber ohne Kinder an Bord, um ein Gefühl dafür zu entwickeln. Die Kleinen sollten im Hänger angeschnallt sein und Helm tragen. Auf manche der im Test entlarvten Mängel können Sie außerdem gezielt reagieren – und Ihre Kinder möglichst sicher durch den Verkehr bringen:

• Mängel: Veränderungen an Federhärte, Feststellbremse, Faltvorrichtung oder Schrauben nach Dauertest
Risiko: beeinflusst Fahrdynamik oder Stabilität
Was tun? Regelmäßig prüfen, ob Schrauben und andere Befestigungen fixiert sind

• Mängel: Risse im Rahmen oder an der Deichsel nach Dauertest
Risiko: Materialbruch
Was tun? Auf einwandfreie Verarbeitung achten, besonders bei gebraucht gekauften Hängern; im Betrieb regelmäßig prüfen und gegebenenfalls beim Fachhändler reklamieren

Fotos: Labor (2)

• Mangel: Hänger wird nicht gut genug von Hindernissen abgelenkt
Risiko: abruptes Abbremsen
Was tun? An Hindernissen extra großen Sicherheitsabstand einkalkulieren, besonders beim Abbiegen

• Mangel: Zu wenig Platz im Kopfbereich
Risiko: Kind verletzt sich Kopf bei Unfall
Was tun? Kind nur mit Helm fahren lassen

• Mangel: Scharfe Kanten im Kindbereich
Risiko: Kind schneidet sich
Was tun? Vor der ersten Fahrt Innenraum prüfen und gegebenenfalls mit Sandpapier abschleifen oder abdecken

PROPHETE KINDER-TRANSPORTANHÄNGER 2018, BLAU

Anbieter: Prophete
Preis: 229 Euro
Testergebnis Sicherheit: ungenügend
Das mit Abstand günstigste Modell im Test ist auch das schwächste. Es zeigte schon im Anlieferungszustand Risse an den Schweißnähten im Rahmen. Wir kauften daraufhin ein zweites Modell ein. Doch das hatte noch mehr Risse, sodass wir schließlich das erste in die Belastungsprüfungen schickten. Ergebnis: Das Modell hielt zwar stand, manche der Risse vergrößerten sich aber geringfügig. Aus unserer Sicht sollte ein solches Produkt nicht das GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit tragen. Laut Prophete wird es in der Saison 2019/2020 ein Nachfolgermodell geben. Hoffentlich ohne Risse.
GESAMTURTEIL UNGENÜGEND

SO TESTET ÖKO-TEST

Dauertest: Auf dem Rollenprüfstand mussten alle Anhänger über 10.000 Hindernisse pro Rad holpern – ohne bleibende Schäden wie Risse oder Brüche.


Foto: Labor

Wir haben acht aktuelle Zweisitzermodelle beliebter Anbieter eingekauft: das günstigste Modell für knapp 230 Euro, die teuersten für knapp 1.000 Euro. Ein Praxislabor hat alle gründlich auf Sicherheit geprüft, nach Fahrradanhänger-Norm DIN EN 15918. Die Hänger mussten unter anderem 20.000 Holperhindernisse auf dem Prüfstand wegstecken und zeigen, wie gut sie gegen Unfälle gerüstet sind. Die Experten inspizierten aber auch die Ausstattung und prüften Handhabung und Montage.

Ausgewählte Materialien wie Schiebegriffe und Gurtpolster ließen wir auf Schadstoffe untersuchen. Auf dem Prüfprogramm unter anderem: hormonell wirksame Weichmacher, krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und krebserregende Farbbestandteile. Sicherheit geht vor, deshalb beruht das Gesamturteil wesentlich darauf. Es kann sich verschlechtern, wenn Anhänger nicht gut zu handhaben sind oder die Ausstattung zu wünschen übrig lässt. Schadstoffmängel machen 20 Prozent der Gesamtnote aus.