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TEST Köhler Sunvan S10: Bike Shuttle DELUXE


Camper Vans - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 21.06.2019

Bei einer Gesamtlänge von nur sechs Metern bequem schlafen, wohnen, duschen, kochen und sogar noch die Bikes sicher verstauen. Geht nicht, gibt‘s nicht!


Artikelbild für den Artikel "TEST Köhler Sunvan S10: Bike Shuttle DELUXE" aus der Ausgabe 4/2019 von Camper Vans. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Camper Vans, Ausgabe 4/2019

An der Sitzgruppe mit gedrehten Fahrersitzen, schwenkbarem Einzelsitz und Einbeintisch ist Platz für drei Personen. Das Mondraker Level-R 29 und das Kona Remote 27,5+ passen, wenn das Bett oben ist und nur dieLenker eingedreht werden, in die Garage. Weitere Infos zu den Bikes unter www.radsport-mayer.de

Seit über 30 Jahren bauen Peter Köhler und sein Team hauptsächlich VW-Busse aus. Auch wenn ein Kunde mal mit einem anderen Fahrzeug kommt, muss Peter ...

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... meist nicht lange überlegen, die Basis sind aber T4, T5 und T6. Ebenfalls schon länger im Programm sind Mercedes Benz Vito und V-Klasse im klassischen Grundriss der T-Modelle. Mit schwäbischer Gründlichkeit und dem Anspruch, alles perfekt zu machen, hat er sich letztes Jahr größeren Aufgaben zugewandt: Einem Mercedes Sprinter, natürlich in seiner neuesten Ausführung, allerdings mit altbewehrtem Heckantrieb – niemand lässt sich gerne die Option Allradantrieb nehmen. Sein Anspruch war, auf sechs Metern Länge Längsbetten, Küche, Bad und eine Sitzgelegenheit unterzubringen – und, weil er den Sprinter vorerst für weitere Detailverbesserungen selbst fährt und nutzt, sollte seine Honda Dax in den Stauraum unter dem Bett passen. Im Grunde kein schlechter Gedanke – wenn auch die Nutzung von Bikes als sicheres Transportmittel um einiges näher liegt.

Da die Seilwinde und die Auffahrschienen, die beim ersten Messeauftritt noch vorhanden waren, entfallen sind, fiel es uns leicht, den Sunvan für unsere Zwecke umzurüsten. Auf der Rückfahrt von Illingen haben wir bei Radsport Mayer in Feuerbach vorbeigeschaut und dank reichlicher Auswahl an Bikes den Laderaum des Köhlers mit unterschiedlichen Rahmen- und Reifengrößen bestückt: Voilà! Das Ergebnis hat überrascht.

Mit hochgeklapptem Bett – dank einer faltbaren Matratze überhaupt kein Thema – passen leicht zwei fette 29er Fullys in den Sprinter. Falls die Bikes doch zu lang sind, lässt sich die Schottwand einfach herausnehmen und man hat dann noch mehr Platz. Ganze 3,50 Meter könnte man zur Not durchladen, falls die 1,85 Meter mit Abtrennung, auf der Breite von 86 Zentimeter so schräg wie möglich gestellt, nicht ausreichen.

Vom Bett aus gemütlich fernsehen ist kein Problem, nur Sitzen und an die Wand lehnen ist zwecks dem Fenster und der Strebe unterm Dach nicht so praktisch. Der Einzelsitz kann auch in eine zweite, am Boden verbaute Schiene gesetzt werden.


Bei gebautem Bett ist der Laderaum 103 Zentimeter hoch und unsere Bikes haben darin Platz gefunden. Der Gaskasten fasst 2 x 5 Kilogramm, der Schrank gegenüber Tisch und Stühle.


Will man im Fahrzeug schlafen, was eher der Regelfall sein dürfte, während die teure Fracht sicher unter einem schlummert, müssen die Vorderräder der Bikes raus. Der Laderaum hat eine Höhe von 89 Zentimetern. Da ist es wirklich überhaupt kein Problem, die Fahrräder unterzubringen und alle Probleme sind gelöst.

Zur Not und mit einigen Verrenkungen kommt man sogar noch an die Staufächer im Laderaum, da diese praktischerweise alle mit Rollladen verschlossen sind, und somit keine Tür in den Raum geöffnet werden muss. Aber eigentlich gibt es im Fahrzeug genügend Stauraum, um so packen zu können, dass man nicht ständig in die Garage muss. Besonders praktisch für die sperrigen Campingmöbel ist der große Heckschrank, in dem im Prinzip alles Platz findet, was man bei der Ankunft auf dem Campingplatz benötigt: Tisch, Stühle, Kabeltrommel, Auffahrkeile, Wäscheleine und Material zum Abspannen der Markise. Auch sehr bequem und einfach nach dem Öffnen der Hecktüren zu erreichen sind der Einfüllstutzen für den 50 Liter-Wassertank sowie die Bordelektronik, die praktischerweise mit Philippi-Sicherungsautomaten abgesichert ist. Die findet man sonst eigentlich nur im Yachtbau.

Der Wohnraum hat eine Innenhöhe von 1,90 Meter, das passt ganz zum Bettenmaß von 1,95 mal 1,36 -wer nicht mehr stehen kann, kann auch nicht schlafen. Eine gewisse Körpergröße ist aber auf jeden Fall ganz hilfreich, denn der Preis für den hohen Laderaum ist natürlich zuzüglich Federteller-Rost und zehn Zentimeter dicker Matratze eine Einstiegshöhe über einem Meter. Selbst mit dem praktischen, als Schublade getarnten Tritt mit 25 Zentimeter Höhe ist es noch Stück, bis man die Liegefläche erklommen hat – wer kleiner ist, wünscht sich einen Handgriff, um sich aufs Bett ziehen zu können. Dort „oben“ angekommen, will man gar nicht mehr runter. Bequem ist es auf jeden Fall, wenn auch der Längsbettenvorteil von großen Reisemobilen, also das einer aus dem Bett kriechen kann, ohne den anderen zu behelligen, bei einem so kompakten Fahrzeug nicht realisierbar ist.

Das Bad ist zwangsläufig sehr kompakt, aber mit 70 mal 100 Zentimeter komplett ausreichend. Gegen 950 Euro Aufpreis gibt es sogar noch eine Edelstahl-Duschwanne. Beim Duschen allerdings schränkt die sich nach oben verjüngende Karosserieform des Sprinters doch ziemlich die Bewegungsfreiheit ein. Neben guter Beleuchtung gibt es auch noch einen Handtuchhalter und einen geräumigen Spiegelschrank. Insgesamt ist das mit einem schönen Waschbecken, einem noch schöneren Mischer mit herausziehbarer Brause und einer Kassettentoilette ausgestattete Bad gut nutzbar. Mit Duschschlauch und dem kleinen Aufstellfenster kann man problemlos vor, beziehungsweise auch neben dem Fahrzeug duschen.

Der fast komplett in den Schiebetürausschnitt ragende Küchenblock hat als besonderes Highlight den neuen Dometic 70 Liter-Kompressor-Kühlschrank mit Doppelscharnier, der sowohl von außen als auch von innen zu öffnen ist. Der Rest der Küche ist überschaubar: Auf nur 84 Zentimeter Breite ist außer für die Kocher-Spülen-Kombination mit Zweiflammkocher nicht viel Platz zum Schneiden oder um etwas abstellen zu können. Die Arbeitshöhe ist mit 93 Zentimetern ganz angenehm. Natürlich passen in den hohen Schrank auch einige Schubladen für Teller, Besteck und Vorräte. In Köhlers Ausstellungs-Sunvan ist in der größten Schublade gleich eine Kapsel-Kaffeemaschine installiert, die genauso wie die Mikrowelle im Oberschrank über dem Spülbecken nur mit 230 Volt funktioniert.

Natürlich ist die Farbgestaltung des Ausbaus frei wählbar, bei dieser Kombination könnte man aber direkt zuschlagen. Platz für zwei Personen ist ausreichend vorhanden.


Alles in allem stecken im Sunvan S10 doch ganz schön viele Ideen, teils schon zu Ende gedacht, teils noch in der Versuchsphase. Das noch kein Dachfenster montiert ist, liegt derzeit daran, dass eigentlich noch ein Aufstelldach auf den Sprinter soll. Das würde mit einem Aufpreis rund 7.000 Euro den Einstiegspreis für die schon komplett ausgestattete Standard-Ausführung auf gut 87.000 Euro treiben – ausgehend vom derzeit gültigen, günstigen Hauspreis. Den Ausbau allein gibt es für knapp 38.000 Euro.

Natürlich kann man den Kaufpreis des Köhlers Sunvan S10 mit größerem Motor, Allradantrieb, Automatikgetriebe und Komfort-Luftfahrwerk locker in den sechsstelligen Bereich treiben. Viel Geld, andererseits weiß man, wofür man es ausgegeben hat und man kann bei der Gestaltung und der Bemaßung des Ausbaus noch ein bisschen mitreden. Das geht bei manchem anderen Hersteller auch gegen einen saftigen Aufpreis nicht.

TECHNISCHE DATEN

Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 316 CDI, Vierzylinder-Turbodiesel mit AdBlue und SCR-Katalysator. Hubraum 2.143 cm³, 120 kW (163 PS) bei 3.800/min, max. Drehmoment 380 Nm bei 1.400/min, 7G-Tronic-Automatikgetriebe, Heckantrieb

Maße und Massen: (L x B x H) 593 x 203 x 275 cm, Radstand: 367 cm. Masse im fahrbereiten Zustand: 2.820 kg, zulässige Gesamtmasse: 3.500 kg

Aufbau: Stahlblechkarosserie mit Hochdach, isolierte Alu-Rahmenfenster. Isolierung Dach 60 mm, Wand 20-60 mm und Boden 20 mm Polyethylen-Schaumstoff.

Bett: Heck-Längsbett 195 x 136 cm

Füllmengen: Frisch-/Abwasser: 50 l innenliegend/50 l außen isoliert, Gas: 2 x 5 kg, Diesel 93 l, AdBlue 22 l

Serienausstattung: 90-l-Kompressorkühlschrank, Kompaktbad, Zweiflammkocher, Standheizung Diesel, Warmwasserboiler 230 V, Fahrzeughimmel und -wände mit wärme- und geräuschdämmender Stoffkaschierung, Bordbatterie 92 Ah, herausnehmbarer Einzelsitz

Sonderausstattung (Auszug): Solaranlage 200 Wp (1.800 €), Mini-Safe (450 €), Schlafhubdach (7.200 €) Allradantrieb (9.373 €), Motor 190 PS (5.831 €)

--Testverbrauch: 10,1 l/100 km

Grundpreis: ab 79.990 €

Preis Testwagen: ab94.800 €

www.koehler-wohnmobile.de