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TEST Läusemittel: Parasitische Aussichten


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2015 vom 24.04.2015

Hui oder pfui: Die Läusemittel in unserem Test schneiden entweder ziemlich gut oder ziemlich schlecht ab. Fünf Produkte können wir empfehlen. Sie ersticken die Läuse zuverlässig und enthalten unbedenkliche Wirkstoffe.


Artikelbild für den Artikel "TEST Läusemittel: Parasitische Aussichten" aus der Ausgabe 5/2015 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Kopflaus , Elektronenmikroskopaufnahme. Kopfläuse werden nicht größer als 3,5 Millimeter.


Foto: imago/Steffen Schellhorn

Davor haben viele Eltern Angst: Die Kopfhaut der Kleinen juckt, sie kratzen sich ständig. Und beim näheren Hinsehen erblickt man sie auf der Kopfhaut, die lästigen kleinen Blutsauger. Das Kind hat Läuse. Jetzt gilt es, rasch zu reagieren. Denn das Ungeziefer breitet sich ...

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Davor haben viele Eltern Angst: Die Kopfhaut der Kleinen juckt, sie kratzen sich ständig. Und beim näheren Hinsehen erblickt man sie auf der Kopfhaut, die lästigen kleinen Blutsauger. Das Kind hat Läuse. Jetzt gilt es, rasch zu reagieren. Denn das Ungeziefer breitet sich unheimlich schnell aus. Doch wer spricht schon gern darüber? Zunächst regiert oft die Scham – eine natürliche, wenn auch völlig unbegründete Reaktion. Denn dass Läuse mit mangelnder Hygiene zusammenhängen, ist nur eins von vielen Vorurteilen und falschen Vorstellungen über den Kopflausbefall.
Irrtum Nummer 1: Läuse lieben Mützen und Bürsten.
Läuse suchen Körperwärme. Und deswegen ist die Übertragung über Kleidungsstücke sehr selten. „Nach unseren Versuchen können Kopfläuse auf Böden, Mützen und Bettdecken bei Zimmertemperatur und normaler Luftfeuchtigkeit nur wenige Stunden überleben – die meisten waren nach drei Stunden tot“, erklärt der Parasitologe Heinz Mehlhorn, Professor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.
Irrtum Nummer 2: Läuse hüpfen.
Zum Glück nicht! Läuse können weder springen noch fliegen; die Parasiten können nur krabbeln. Und deswegen übertragen sie sich auch in erster Linie direkt von Haar zu Haar.
Irrtum Nummer 3: Läuse bekommen Kinder, die sich zu selten waschen.
Mit mangelnder Hygiene hat der Kopflausbefall nichts zu tun – so einfach ist es nicht, die Parasiten loszuwerden. Waschen macht die Läuse bloß sauberer, sie verschwinden dadurch nicht.
Irrtum Nummer 4: Wer Läuse hat, muss Sofas und gar Teppiche aufwendig reinigen.
Wenn die Parasiten nicht die Möglichkeit haben, mehrmals täglich ihre kleine Blutmahlzeit aus der Kopfhaut herauszusaugen, trocknen sie innerhalb von Stunden aus. Deswegen „verlassen Kopfläuse nicht freiwillig ihren Wirt und fallen auch nicht einfach so aus dem Haar“, erklärt Jan Krüger, Vorsitzender der Deutschen Pediculosis-Gesellschaft. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, packen sie die Bettwäsche und Klamotten drei Tage lang in eine Tüte, die Sie luftdicht verschließen. Das Desinfizieren von Polstern oder Teppichen ist aber absolut unnötig.
Irrtum Nummer 5: Tiere übertragen Läuse.
Ganz klar: nein. „Kopfläuse sind äußerst wirtspezifisch und können das Blut der Haustiere nicht verdauen. Wenn auf den Stubentigern etwas kreucht und fleucht, sind das tierspezifische Läuse oder Flöhe“, sagt Krüger. Und: „Kopfläuse auf Haustieren wären eine wissenschaftliche Sensation.“
Irrtum Nummer 6: Einmal ordentlich Chemie auf den Kopf – und dann ist Ruhe.
So einfach ist es nicht. Die chemischen Mittel wirken zwar gut gegen Larven und ausgewachsene Läuse, nicht aber gegen die Eier. Und daraus schlüpft nach acht bis zehn Tagen eine neue Generation der lästigen Krabbelviecher. Deswegen ist in diesem Zeitraum unbedingt eine Wiederholungsbehandlung nötig – auch, wenn in der Packungsbeilage etwas anderes steht.
Irrtum Nummer 7: Hausmittel reichen völlig aus.
Finger weg von Essig, Haushaltsöl und heißem Föhn: Diese Mittel wirken nicht. Auch Saunabesuche haben keinen Einfluss auf die Blutsauger.
Irrtum Nummer 8: Läuse übertragen Krankheiten.
Läuse sind lästig, verbreiten sich schnell und sind schwierig loszuwerden. Aber Krankheiten übertragen sie nicht.
Irrtum Nummer 9: Nur Kinder bekommen Läuse.
Das ist Quatsch: Kinder sind nur besonders häufig betroffen. Das liegt daran, dass sie eher als Erwachsene dazu neigen, die Köpfe – etwa beim Spielen – zusammenzustecken. Besonders oft trifft es Mädchen: „Sie haben meist längere Haare, was den Haar-zu-Haar-Kontakt von zwei Kindern deutlich erleichtert, weil dann die Läuseweibchen schnell mal hin- und herhuschen können. Zudem neigen Mädchen eher als Jungs dazu, zum Beispiel gemeinsam ein Buch zu lesen“, erklärt der Parasitologe Mehlhorn. Wenn aber die Kinder die Läuse mit nach Hause bringen und abends mit den Eltern auf der Couch kuscheln, kann es die Erwachsenen genauso treffen.

ÖKO-TEST rät

• Die fünf „guten“ und „sehr guten“ Produkte in unserem Test wirken auf der Grundlage von unproblematischen Silikonölen – und sie sind sicher.

• Vorsicht bei Sprays, die Alkohol, Treibgase, Dimeticon oder Cyclomethicon enthalten. Sie sind leicht brennbar. Generell besteht bei Sprays die Gefahr, dass die Wirkstoffe eingeatmet werden und, wenn sie bedenklich sind, zu allergischen Reaktionen oder Schleimhautreizungen führen.

• Wenn Sie das Läusemittel von einem Kinderarzt verschreiben lassen, sind neben den drei Arzneimitteln im Test auch die „sehr guten“ oder „guten“ Medizinprodukte Jacutin Pedicul Fluid, Nyda, Pumpspray, Dimet 20 und Eto Pril Lösung gegen Läuse erstattungsfähig – zumindest für Kinder unter zwölf Jahren.

Kompakt

Entlaust in fünf Schritten

1. Wenn ein Kind Läuse hat, muss die Kita, der Kindergarten oder die Schule umgehend informiert werden. Nur so können andere Eltern rechtzeitig und richtig reagieren. Längere Fehlzeiten sind aber nicht nötig, nach der Behandlung muss das Kind nicht zu Hause bleiben.
2. Gehen Sie bei der Anwendung genau nach Anweisung vor. Zu kurze Einwirkzeiten etwa oder eine ungleichmäßige Verteilung des Mittels können den Erfolg der Behandlung gefährden.
3. Zusätzlich zur Behandlung mit dem Läusemittel das Haar am ersten, fünften, neunten und 13. Tag nass auskämmen, um nachgeschlüpfte Larven zu entfernen. Tragen Sie dazu eine ganz normale Haarspülung auf die Haare Ihres Kindes auf und verwenden Sie einen Nissenkamm, den Sie nach jedem sorgfältigen Durchkämmen auf einem Stück Küchenpapier ausstreichen.
4. Kontrollieren Sie bei allen Familienangehörigen – auch bei sich selbst – genau die Kopfhaut. Auch wenn Sie nur ganz wenige Läuse oder Nissen finden, behandeln Sie den Betroffenen genauso.
5. Ganz wichtig ist die Wiederholungsbehandlung mit dem Läusemittel zwischen dem achten und zehnten Tag nach der ersten Behandlung. Nur so werden nachgeschlüpfte Larven sicher entfernt, bevor sie neue Eier legen.

Foto: imago/Niehoff

Experte

„Mechanisch wirkende Produkte sind sicherer“

Professor Heinz Mehlhorn , Institut für Parasitologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf


Foto: privat

„Die Resistenzen zum Beispiel bei den Wirkstoffen Permethrin, Allethrin und Pyrethrum sind eindeutig belegt. Daher sind mechanisch wirkende Produkte sicherer, zudem können echte Insektizide bei falscher Anwendung unerwünschte Nebenwirkungen haben.“

Um die Parasiten loszuwerden, brauchte man bis vor einigen Jahren noch entweder ganz viel Chemie oder noch viel mehr Geduld. Doch das ist zum Glück vorbei: Es gibt endlich wirksame Produkte ohne Insektizide. 16 Produkte haben wir ins Labor geschickt. Und außerdem hat ein Gutachter untersucht, ob ihre Wirksamkeit durch belastbare wissenschaftliche Studien belegt ist.

Das Testergebnis

Grün oder Rot : „So mittel“ gibt es nicht. Fünf Produkte schneiden mit „sehr gut“ oder „gut“ ab, alle anderen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“. Das hat zwei Gründe: Entweder die Wirksamkeit eines Produkts ist nicht oder nicht ausreichend nachgewiesen, oder das Mittel basiert auf aggressiven Chemikalien, etwa Insektiziden, die die Gesundheit gefährden können. Beides können und wollen wir nicht empfehlen.
Nervengift kontra Erstickungstod: Bis vor einigen Jahren argumentierten die Hersteller, es gebe kein „harmloses“, wirksames Mittel gegen Kopfläuse. Die einzigen Produkte, deren Wirksamkeit nachgewiesen war, basierten auf aggressiven Insektiziden wie Permethrin – unerwünschte Nebenwirkungen inklusive. Diese Zeiten sind aber vorbei. Produkte auf der Basis von Silikonen ersticken die Läuse, indem sie in deren Atemöffnungen eindringen. Die Wirksamkeit einiger dieser Mittel ist erwiesen – zwei haben auch den Sprung in die offizielle Entwesungsmittelliste des Umweltbundesamtes geschafft. Ihre Wirksamkeit erachten wir damit als belegt. Denn außer klinischen Studien oder Anwendungsbeobachtungen werden Läusemittel vom Umweltbundesamt auch in Laborexperimenten geprüft. Seitdem sind Insektizide überflüssig. Und sie haben unserer Meinung nach auf der Kopfhaut von Kindern nichts zu suchen. Permethrin wirkte im Tierversuch giftig auf das Zentralnervensystem und die Leber. Brennen und Juckreiz sind als Nebenwirkungen nicht ungewöhnlich. Andere Produkte enthalten das Insektizid Pyrethrum, noch dazu in Kombination mit dem problematischen Wirkstoffverstärker Piperonylbutoxid. Auch hier sind erhebliche Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen.
Bedenkliche Helfer : Problematische Hilfs- und Inhaltsstoffe nutzen nur wenige Hersteller, die meisten Produkte sind in dieser Hinsicht nicht oder nur wenig belastet. Eine unrühmliche Ausnahme: die Goldgeist Forte Lösung. Die Liste der darin enthaltenen Schadstoffe ist lang: Die halogenorganische Verbindung Chlorkresol, der bedenkliche Wirkstoffverstärker Piperonylbutoxid, PEG/PEG-Derivate, Diethylenglykol – selbst Nitromoschus-Verbindungen stecken in der Lösung. Dabei handelt es sich um langlebige, künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe und in der Muttermilch anreichern.

So reagierten die Hersteller

Hennig Arzneimittel , der Anbieter des Licener Shampoo gegen Kopfläuse, teilt mit, dass der Hinweis auf eine Wiederholungsanwendung nicht notwendig sei: Das Mittel „tötet mit einer einzigen Anwendung und mit einer Einwirkzeit von nur zehn Minuten alle Kopfläuse und Nissen schnell und zuverlässig ab“ – wissenschaftliche Studien würden dies klinisch belegen. Klingt gut. Nur: Die uns vorgelegte Studie überzeugte unseren wissenschaftlichen Berater nicht. Denn die Fallzahl ist zu gering, ein Vergleich zu einer etablierten Methode nicht gegeben. Zwar weist die Studie durchaus auf eine mög liche klinisch relevante Wirksamkeit hin – „möglich“ reicht uns aber nicht.

Mehr zum Thema

Mehr Informationen zum Thema Flöhe, Zecken und andere Parasiten gibt’s in unserem Spezial Kinderkrankheiten 11/2014, das Sie unter www.oekotest.de als Printausgabe oder ePaper kaufen können.

So haben wir getestet

Strähne für Strähne müssen die Läuse sehr sorgfältig mit einem sogenannten Nissenkamm ausgekämmt werden.


Foto: StockPhotosArt/Shutterstock

Der Einkauf

In unserem Einkaufskorb lagen 16 Läusemittel: Drei davon sind als Arzneimittel zugelassen und basieren auf Insektiziden wie Permethrin, die nervengiftig auf die Läuse wirken und sie so töten sollen. Bei den anderen handelt es sich um Medizinprodukte. Sie basieren auf Silikonen oder Ölen, die in die Atemöffnungen der Läuse eindringen und sie ersticken sollen.

Die Wirksamkeitsbelege

Unser wissenschaftlicher Berater, Professor Manfred Schubert-Zsilavecz vom Institut für Pharmazeutische Chemie der Universität Frankfurt, hat die Produkte für uns begutachtet: Gibt es ausreichende Studien zur Wirksamkeit der Präparate? Wie sieht es mit unerwünschten Nebenwirkungen aus?

Die Hilfsstoffe

Neben den teils aggressiven Wirkstoffen stecken in den Produkten auch jede Menge Hilfsstoffe, die wir teils kritisch bewerten. Wir ließen die Läusemittel unter anderem auf allergene Duftstoffe, Moschusverbindungen und bedenkliche Konservierungsstoffe untersuchen. Auch umstrittene halogenorganische Verbindungen und bedenkliches Formaldehyd standen auf dem Prüfzettel.

Die Bewertung

Wer Läuse hat, für den zählt vor allem: die Wirksamkeit des Mittels. Denn die lästigen Blutsauger sollen verschwinden, und zwar am besten sofort. Dennoch: Allergische Reaktionen wie Hautausschläge will danach auch keiner haben. Deswegen ist uns auch wichtig, dass die Verbraucher nicht mit problematischen Stoffen belastet werden. Klar ist aber: Ein Mittel, das nicht wirkt oder dessen Wirksamkeit nicht ausreichend nachgewiesen ist, kann nicht besser als mit „mangelhaft“ abschneiden.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 174.
Anmerkungen: 1) Enthält Parfüm. 2) Enthält die in Kosmetika deklarationspflichtigen allergenen Duftstoffe Citronellol, Eugenol und Geraniol. 3) Der Hinweis auf eine Wiederholungsbehandlung wird mit Formulierungen wie „wenn noch Läuse oder lebende Nissen gefunden werden“, „bei Bedarf“ oder „in der Regel ist eine einmalige Anwendung ausreichend“ eingeschränkt. 4) Laut Packungsbeilage „für alle Altersgruppen geeignet“. 5) Der Anbieter teilt mit, das eingesetzte Parfüm bestehe aus natürlichen ätherischen Ölen, die als zusätzliche antiparasitäre Wirkstoffe fungieren würden. Die in Kosmetika deklarationspflichtigen Duftstoffe seien Bestandteil dieser natürlichen ätherischen Öle. 6) Enthält Treibgase. 7) Dem Produkt ist ein Nissenkamm beigelegt. 8) Der Anbieter hat angekündigt, das Produkt aus dem Handel nehmen zu wollen. 9) Laut Packungsbeilage für „Kinder und Erwachsene“ geeignet. 10) Laut Packungsbeilage kann das Produkt bei Kindern und drei Jahren unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden. 11) Laut Packungsbeilage kann das Produkt bei Babys unter sechs Monaten unter ärztlicher Beobachtung angewendet werden.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Unter dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) eine durch Studien nicht ausreichend belegte Wirksamkeit eines Produkts; b) die Kombination aus Pyrethrumextrakt oder Allethrin mit Piperonylbutoxid (auch wenn es sich laut Gebrauchsinformation um einen weiteren Inhaltsstoff und nicht um einen Wirkstoff handelt). Zur Abwertung um drei Noten führt: Permethrin. Zur Abwertung um zwei Noten führt: der fehlende Hinweis auf die notwendige Wiederholungsbehandlung. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine durch Studien „gut“ belegte Wirksamkeit eines Produkts, das aber nicht in der Entwesungsmittelliste des Umweltbundesamtes geführt wird; b) ein eingeschränkter Hinweis („bei Bedarf“, „wenn noch lebende Läuse und Nissen gefunden werden“ oder Vergleichbares) auf die notwendige Wiederholungsbehandlung; c) Mineralöl.
Unter dem Testergebnis Hilfs- und weitere Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Chlorkresol; b) Diethylenglykol. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PEG/ PEG-Derivate, wenn es sich dabei nicht um den Wirkstoff handelt; b) bedenkliche Parabene (hier: Propylparaben); c) mehr als 2 bis 10 mg/kg Nitromoschus-Verbindungen. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Wirksamkeitsbelege und Beipackzettel sowie dem Testergebnis Hilfs- und weitere Inhaltsstoffe. Es kann nicht besser sein als das schlechteste Einzelergebnis.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1505“ eingeben.
Einkauf der Testprodukte: Januar 2015.

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