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TEST Lippenpflegestifte mit UV-Schutz: Lasst euch anstiften


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 7/2011 vom 27.06.2011

Soll man auch die Lippen vor Sonnenstrahlen schützen? Fachleute raten bei längerem Aufenthalt im Freien dazu. Deshalb haben wir spezielle Lippenstifte mit UV-Filtern gründlich untersuchen lassen. Unser Fazit: Im Lippenschutz stecken häufig die gleichen problematischen Filtersubstanzen, die wir auch in Sonnenschutzcremes kritisieren.


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Foto: Dmytro Konstantynov/Fotolia.com

Lippen sind ebenso sinnlich wie sensibel. Die Hornschicht ist so dunn, dass die darunter liegenden gut durchbluteten Hautpartien durchscheinen und die Lippen rot erscheinen lassen. Talgund Schwei.drusen fehlen ebenso wie Melanozyten. ...

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Lippen sind ebenso sinnlich wie sensibel. Die Hornschicht ist so dunn, dass die darunter liegenden gut durchbluteten Hautpartien durchscheinen und die Lippen rot erscheinen lassen. Talgund Schwei.drusen fehlen ebenso wie Melanozyten. Diese speziellen Zellen produzieren den Farbstoff Melanin, der die Braune der Haut verursacht.

Mit dieser, von vielen blassen Mitteleuropaern gewunschten Braune versucht sich die Haut vor schadlichen UV-Strahlen zu schutzen. Doch die Lippen, die wie Stirn, Nase und Ohren zu den Sonnenterrassen zahlen, verfugen nicht uber diese Moglichkeit. Auch der zweite Schutzmechanismus entfallt: Auf den Lippen bilden sich praktisch keine schutzenden Lichtschwielen, das hei.t, die au.erste Hautschicht verdickt sich nicht unter dem einfallenden Sonnenlicht.


Die Lippen entwickeln keinen Schutz vor der Sonne


Langfristig drohen den Lippen also Schaden durch zu viel Sonne. Im englischen Sprachraum haben sich dafur die Begriffe farmer’s lips und sailor’s lips eingeburgert. Durch eine dauerhafte intensive UV-Strahlung vermehren sich Hautzellen vom Typ der Keratinozyten, und es kommt zu einer verstarkten Verhornung. Das kann punktuell geschehen, die betroffenen Hautpartien sind dann rau, schuppig und erhaben. Der Laie nennt es Sonnenwarzen, der Mediziner spricht von einer aktinischen oder solaren Keratose. Die Lippen sind insgesamt sehr trocken und rei.en leicht ein.

Das Problem: Die Keratosen entstehen nicht von heute auf morgen, sondern entwickeln sich langsam uber Jahre. Sie stellen aber eine Vorstufe des Hautkrebses dar. Tatsachlich entarten sechs bis zehn Prozent dieser Keratosen zu einem Stachelzellkrebs, auch Spinaliom genannt. Spatestens wenn sich die Lippe immer wieder schalt, ist es hochste Zeit, einen Hautarzt aufzusuchen.

„Unterlippenkarzinome treten haufiger bei Mannern auf, was auf die hohere Exposition bei Outdooraktivitaten vor allem im Beruf zuruckgefuhrt wird“, erklart Professor Eckhard Breitbart vom Dermatologischen Zentrum Buxtehude. Ob Frauen deshalb seltener betroffen sind, weil eine Verbindung zur Nutzung von Lippenstiften vorliegt, sei nicht bekannt. Eine starke Korrelation besteht aber auch zum Rauchen.

Um es erst gar nicht zu einer Schadigung der Lippen kommen zu lassen, sollten sie vor schadlicher UV-Strahlung geschutzt werden. Dafur sind eine ganze Reihe von Lippenstiften mit UV-Schutz im Angebot. Von April 2010 bis Marz 2011 griffen rund 7,7 Prozent aller Erwachsenen mindestens einmal zu einem solchen Produkt und gaben dafur 14,75 Millionen Euro aus. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Ruckgang um 9,2 Prozent, wie aus dem GfK Consumer Scan Panel hervorgeht. Damit liegt diese Produktgruppe im allgemeinen Trend, denn fur Lippenpflege gaben die Verbraucher insgesamt weniger Geld aus.

OKO-TEST hat insgesamt 19 dieser Produkte mit einem deklarierten Lichtschutzfaktor von 15 und hoher eingekauft, im Labor auf bedenkliche und umstrittene Inhaltsstoffe untersuchen lassen und einen kritischen Blick auf die Deklaration geworfen.

ÖKO-TEST rät

• Die etwas teureren Produkte mit einem guten Testergebnis bevorzugen. Denn beim Sonnenschutz sollte man keine Kompromisse machen.

• Die Stifte im Test schützen beim Wandern, Sport oder anderen Aktivitäten im Freien vor schädlichen UV-Strahlen. Zum Schutz vor Kälte und Wind reichen herkömmliche Lippenpflegeprodukte ohne UV-Filter aus.

• Vorsicht bei Textilien: UV-Filter können unschöne, gelbe Flecken in Textilien hinterlassen. Diese lassen sich auch mit Waschen nicht immer aus der Kleidung entfernen.

Das Testergebnis

Zweifelhafter Sonnenschutz: Nur zwei Produkte landen im oberen grunen, sieben hingegen im unteren roten Bereich. Dazwischen bewegt sich eine breites, durchwachsenes Mittelfeld.

So ist es richtig: Beim Sonnenschutz die empfindlichen Lippen nicht vergessen.


Foto: AVAVA/Fotolia.com

Viele bedenkliche UV-Filter: Um vor schadlichen UV-Strahlen zu schutzen, stecken bis zu funf verschiedene UV-Filter in den Produkten. Damit wird eine Abdeckung uber den gesamten UV-Aund UVB-Bereich erreicht. Es handelt sich vor allem um chemische Filter. In gut der Halfte der Produkte steckt mit dem Pigment Titandioxid zusatzlich auch ein mineralischer Filter. Einige Anbieter setzen jedoch Substanzen mit bekannter hormoneller Wirksamkeit ein: fur Octocrylene konnte dies im Reagenzglas gezeigt werden, Ethylhexyl methoxycinnamate, 4-Methylbenzylidene Camphor und Benzophenone-3 zeigten sowohl in Zellkulturen als auch im Tierversuch hormonelle Aktivitat. Die drei letztgenannten Verbindungen wurden inzwischen auch in Muttermilch nachgewiesen. Ausschlie.en lassen sich unerwunschte hormonelle Effekte auch bei den anderen UV-Filtern nicht. Allerdings mangelt es an den entsprechenden Untersuchungen.
Problematische Paraffine, die sich in Organen anreichern: Wie die verwendeten Wachse Bienenwachs, Candelillawachs und Jojoba- ol dienen Paraffine und Erdolprodukte der Haftung des Lippenstiftes auf den Lippen. Einige Rezepturen enthalten zudem synthetische Stoffe wie Silikone. Das Problem: Der Lippenstift wird mit der Zeit weggelutscht, die Stoffe gelangen in den Korper und konnen sich dort in Organen wie Leber oder Lymphknoten anreichern. Paraffi- ne verbergen sich hinter den Begriffen Ozokerite, Petrolatum, Ceresine, Cera Microcristallina, Hydrogenated Polyisobutene und Polydecene.

Labello mangelhaft: Tatrazin ist ein gelber, Allergien auslosender Farbstoff, der fruher haufig in Gummibarchen verwendet wurde. Er findet sich im Labello Sun Protect LSF 30 und ist ein Grund fur das schlechte Abschneiden des Klassikers. Umstrittene und/oder bedenkliche Inhaltsstoffe tauchen auch in anderen Stiften auf: der allergieauslosende Duftstoff Hydroxycitronellal im Carmex Classic Lippenbalsam, LSF 15, der halogenorganische Konservierungsstoff Chlorphenesin im Lancaster Sun Care Sun Beauty Stick Eyes & Lips SPF 20, das hormonverdachtige Propylparaben im Apothekers Lippenbalsam LSF 30+, Tartrazin im Madaus Echinacin Lipstick Care + Sun, LSF 20.
Fehlende Anwendungshinweise: Nach einer EU-Empfehlung sind fur Sonnenschutzmittel bestimmte Anwendungs- und Warnhinweise vorgesehen. Inwieweit diese Empfehlung auch auf die getesteten Lippenstifte anzuwenden ist, daruber gehen die Meinungen auseinander. Wahrend der Industrieverband Korperpflege Waschmittel (IKW) UV-Schutzstifte fur die Lippen ausdrucklich davon ausnimmt, ist nach Auffassung der Kosmetik-Sachverstandigen des Chemischen und Veterinaruntersuchungsamtes Karlsruhe die Empfehlung „auch auf Lippenstifte anzuwenden, die als Sonnenschutzmittel angeboten werden. Nicht anzuwenden ist die Empfehlung auf Produkte, die nicht als Sonnenschutzmittel verkauft werden, aber als Nebeneffekt einen UV-Schutz anbieten.“ Das schafft Raum fur eine Grauzone. Aufgrund der Hautkrebsgefahr halt OKOTEST bei allen Produkten, bei denen auf der Verpackung ein Lichtschutzfaktor ins Auge springt, Hinweise zum Sonnenschutz fur angebracht und so wichtig, dass wir in diesem Fall sogar einen Umkarton in Kauf nehmen. Nur funf Produkte tragen solche Hinweise.

So reagierten die Hersteller

Stada: Die Firma schrieb uns, der Ladival UV-Schutzstift, LSF 25 enthalte kein freies Silikonol. Das verwendete Dimethicone beziehe sich auf das Ummanteln des UV-Filterpigments Titandioxid, es sei fest an die Pigmentpartikel gebunden. Das andert aber nichts daran, dass Dimethicone damit auf die Haut aufgebracht wird. Zudem kommen andere Produkte mit Titandioxid ohne Silikone aus.

Mehr zum Thema

■ Einfache Lippenpflegemittel ohne Lichtzschutzfilter, die es auch als Naturkosmetik gibt, haben wir imÖKO-TEST-Magazin 11/2010 für Sie untersucht.
■ Natürlich wollen nicht nur die Lippen vor Sonne geschützt sein. Im ÖKOTEST Jahrbuch Kosmetik für 2011 finden Sie viele „sehr gute“ und „gute“ Sonnenschutzmittel, darunter auch zertifizierte Natur kosmetik.

So haben wir getestet

Der Einkauf

Lippenpflegestifte, die ein mittleres Schutzniveau bieten, also einen Lichtschutzfaktor von 15 oder höher haben wir vor allem in Drogerien und Apotheken eingekauft. Zertifizierte Naturkosmetik gibt es nur mit geringeren Lichtschutzfaktoren.

Die Inhaltsstoffe

Auf dem Prüfstand: Chemische UV-Filter, die in Untersuchungen hormonelle Wirkungen gezeigt haben, bedenkliche, teils Allergien auslösende Konservierungsmittel, Duft- und Farbstoffe sowie Paraffine und Erdölprodukte.

Die Praxisprüfung

Auf eine Praxisprüfung verzichteten wir bewusst. Denn um den Lichtschutzfaktor zu überprüfen, wird durch künstliche UV-Strahlung am Menschen ein Sonnenbrand hervorgerufen. Das halten wir für unverantwortlich, da Sonnenbrand ein entscheidender Auslöser für Hautkrebs ist.

Die Deklaration

Hinsichtlich der Anwendung gilt für Lippenpflegestifte mit UV-Schutz das Gleiche wie für herkömmliche Sonnenschutzmittel: frühzeitig, reichlich und mehrfach auftragen. Wir haben geschaut, ob auf den Verpackungen entsprechende Hinweise aufgedruckt sind.

Die Bewertung

Als eine der Sonnenterrassen brauchen die Lippen einen guten Schutz vor schädlicher UV-Strahlung. Dazu bedarf es keiner bedenklichen Inhaltsstoffe, wie der Test zeigt. Je mehr ein Stift davon enthält, desto schlechter ist sein Testergebnis.

Foto: Knut W./Fotolia.com

Fett gedruckt sind Mangel.
Abkürzungen: n. u. = nicht untersucht, weil sich dieser Parameter durch die Zusammensetzung des Produktes erubrigt.Glossar: siehe Seite 140.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Kunststoff e in der Verpackung. 2) Weiterer Mangel: Umkarton ohne weitere Informationen zum Sonnenschutz. 3) Der deklarationspflichtige Duftstoff Citral ist nicht deklariert, er wurde aber analysiert. 4) Die deklarationspflichtigen Duftstoff e Hydroxycitronellal und Citronellol sind nicht deklariert, sie wurden aber analysiert. 5) Laut Anbieter wurde das Produkt inzwischen uberarbeitet. Neue Produkte ab Charge 09/2013P, erkennbar an dem Aufdruck „NEU! Hydrokomplex“ sollen unter anderem die bedenklichen UV-Filter Octocrylene und Ethylhexyl Methoxycinnamate nicht mehr enthalten. 6) Laut Anbieter wird das Produkt abverkauft und in der Form nicht mehr hergestellt. 7) Enthalt Ethylhexyl Methoxycinnamate. 8) Enthalt Benzophenone- 3. 9) Enthalt 4-Methylbenzylidene Camphor. 10) Enthalt Octocrylene.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe fuhren zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) die bedenklichen UV-Filter Ethylhexyl Methoxycinnamate, Benzophenon-3 (Oxybenzon) und/oder 4-Methylbenzylidene Camphor; b) Paraffine/Erdolprodukte; c) halogenorganische Verbindungen (hier: Chlorphenesin). Zur Abwertung um jeweils eine Note fuhren: a) der bedenkliche UV-Filter Octocrylene, falls nicht schon wegen anderer bedenklicher UV-Filter um zwei Noten abgewertet wurde; b) Duftstoffe, die Allergien auslosen konnen (hier: Hydroxycitronellal); c) Silikone, falls nicht schon wegen Paraffine/ Erdolprodukte um zwei Noten abgewertet wurde; d) die Farbstoffe Tartrazin (CI 19140) und/oder Gelborange S (CI 15985); d) Propylparaben. Unter Weitere Mangel fuhren zur Abwertung um jeweils eine Note: a) Fehlende Hinweise auf weitere Ma.nahmen zum Sonnenschutz; b) Umkarton ohne weitere Informationen zum Sonnenschutz; c) PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Aus rechtlichen Grunden weisen wir darauf hin, dass wir die (vom Hersteller versprochenen) Wirkungen der Produkte nicht uberpruft haben. Ein Testergebnis Weitere Mangel, das „befriedigend“ oder schlechter ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note.
Testmethoden: Diethylphthalat/Duftstoffe, die Allergien auslosen konnen/ weitere Duftstoffe/Majantol/Nitromoschus-Verbindungen/polyzyklische Moschus-Verbindungen (falls Parfum oder Aroma deklariert): Extraktion mit TBME, GC-MS. Halogenorganische Verbindungen (falls nicht deklariert): a) Wasserdampfdestillation, Binden der organischen Halogene an Aktivkohle, Verbrennung der Aktivkohle im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts. b) Reinigung der Proben mit Kieselgel, Extraktion mit Essigester, Verbrennung des Extrakts im Sauerstoffstrom, microcoulometrische Bestimmung des Halogengehalts. PVC/PVDC/chlorierte Kunststoffe: Rontgenfluoreszenzanalyse. Steht bei Analysenergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Nachweisgrenze“ der jeweiligen Testmethode.
Einkauf der Testprodukte: Marz 2011.
Anbieterverzeichnis: siehe www.oekotest.de
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Kompakt

Hautkrebsscreening

Ab einem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte alle zwei Jahre Anspruch auf eine standardisierte Ganzkörperuntersuchung auf Hautkrebs. Dabei können bösartige Hautveränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden. Unter www.hautkrebs-screening.de sind die Adressen von rund 3.000 Dermatologen und 35.000 Hausärzten zu finden, die sich nach einer speziellen Qualifikation für die Durchführung des Screenings qualifiziert haben.

Foto: Laurent Hamels/Fotolia.com

Farbige Lippenstifte

Die Pigmente in farbigen Lippenstiften reflektieren zwar eine Menge sichtbares Licht, das schützt jedoch nicht automatisch auch vor gefährlichen UV-Strahlen. Schöne und zugleich geschützte Lippen erreicht man, wenn erst der Lippenpflegestift mit UV-Schutz aufgetragen und darauf die Farbe gesetzt wird.

Herpes durch Sonne

Wenn im Sommer plötzlich Bläschen auf der Lippe sprießen, können Herpesviren wieder aktiv geworden sein. Solange das Immunsystem die Erreger in Schach hält, ist alles in Ordnung. Treffen Sonnenstrahlen auf die ungeschützte Lippe, unterdrücken sie jedoch die Immunantwort – und die Viren nutzen die Gelegenheit, sich in den unschönen und schmerzhaften Bläschen zu vermehren. Die Gefahr besteht natürlich nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter, beispielsweise beim Skifahren.