Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 12 Min.

TEST Mähroboter: Mmäääähh!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2013 vom 28.03.2013

Ein schöner Garten ohne Mähen: Das geht. Roboterrasenmäher machen’s möglich. Doch nicht alle grasen den Rasen richtig sauber ab. Und nur bei wenigen Modellen sind die Finger einigermaßen sicher.


Artikelbild für den Artikel "TEST Mähroboter: Mmäääähh!" aus der Ausgabe 4/2013 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 4/2013

Roboter sind keine Zukunftsmusik mehr. Wenn es um Aufgaben in Haus und Garten geht, bei denen es zur Not auch ohne Köpfchen geht, gibt es inzwischen kleine Geräte, die diese Jobs zuverlässig erledigen. Staubsaugerroboter etwa, die zu Hause durch die Wohnung brummen, während man in der Küche steht und das Abendessen kocht. Sie ähneln einer dicken Frisbeescheibe und tasten sich mit Infrarotund Ultraschallwellen ...

Weiterlesen
Artikel 1,00€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2013 von Richtig Gut Leben: Sport ist Mord. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Richtig Gut Leben: Sport ist Mord
Titelbild der Ausgabe 4/2013 von Leserbriefe: Schreiben Sie uns. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leserbriefe: Schreiben Sie uns
Titelbild der Ausgabe 4/2013 von Nachwirkungen: REAKTIONEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nachwirkungen: REAKTIONEN
Titelbild der Ausgabe 4/2013 von Neue Produkte: Tops&Flops. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neue Produkte: Tops&Flops
Titelbild der Ausgabe 4/2013 von Meldungen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Meldungen
Titelbild der Ausgabe 4/2013 von TEST Milchprodukte: Die Legende vom Glück ohne Ende. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Milchprodukte: Die Legende vom Glück ohne Ende
Vorheriger Artikel
Meldungen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Gesunder Schlaf für Allergiker: Endlich durchatmen
aus dieser Ausgabe

... durch die Wohnung, über Parkett, Teppiche und Fliesen. Für den Swimmingpoolboden wurden Poolreiniger entwickelt. Sie schrubben Beläge weg und filtern das Wasser.

Roboter, die das Rasenmähen übernehmen, gibt’s inzwischen sogar schon im Baumarkt. Manche sind so schlau, dass sie Rasen von Blumenbeeten oder Gemüse unterscheiden können. In der Regel tasten sich die Mäher aber an einem Begrenzungsdraht entlang. Durch den Draht fließt schwach Strom, das so entstehende Magnetfeld signalisiert dem Roboter, wo Schluss ist – er dreht dann in eine andere Richtung ab. Wohin, ist bei den meisten Modellen Zufall. Sie rollen nach Lust und Laune über den Rasen. Dem Schnittbild sieht man die etwas unsystematische Mähtechnik kaum an, da immer nur wenige Mil-limeter abgeschnitten werden. Die Abschnitte sind so fein, dass sie auf dem Rasen liegenbleiben können.

Einen kleinen Rasenrand lassen alle Roboter stehen

Neigt sich der Akku dem Ende zu, steuern die Mähroboter zielgerichtet die Ladestation an, docken an und warten, bis es wieder frisch aufgeladen losgehen kann. Ob montags, mittwochs und freitags, die ganze Woche durch oder sonntags erst ab elf Uhr – all das kann man einprogrammieren. Manche Mäher trollen sich, wenn es regnet, in ihre Ladestation und starten später einen neuen Versuch.

Auf dem Markt gibt es inzwischen eine recht breite Auswahl an Mährobotern. Zum Teil handelt es sich dabei um Lizenznachbauten. So steckt im Gardena R40Li ein Husqvarna Automower 305 und im Viking iMow MI 322 C ein Robomow City 110. Aber sind die Geräte komplett identisch? Wir haben’s testen lassen. Jeder Roboter musste sechs Tage lang ein Rasenstück mit Hindernissen, Ausbuchtungen und angrenzendem Gehweg abgrasen. Wert legten wir auch auf das Thema Sicherheit. Denn so harmlos, wie die Brummer aussehen, sind sie leider nicht unbedingt. Ihre Messer sind scharf – und sie sind in der Regel ohne Aufsicht im Garten unterwegs. Was passiert, wenn man die Mäher falsch anpackt?

Das Testergebnis

■ Endlich mehr Zeit für die Hängematte! Roboter, die das Mähen zuverlässig übernehmen, gibt es schon ab knapp 1.000 Euro. Je nachdem wie anspruchsvoll man ist, muss man noch an den Rändern nacharbeiten. Konstruktionsbedingt lassen die Mäher an Mauern oder Hindernissen einen Grasrand stehen. Roboter ohne separates Suchkabel fahren immer wieder am Begrenzungsdraht entlang zurück zur Ladestation – das kann zu Trampelpfaden führen. Das große Manko: Viele Geräte erfüllen die Sicherheitsvorgaben der neuen Mähroboternorm nicht.
■ Deutliche Unterschiede im Mähergebnis. Auf den R40Li von Gardena, den Husqvarna Automower 305 und den günstigen Worx Landroid kann man sich verlassen. Die drei pflegen den Rasen tipptopp. Einen Schwachpunkt haben fast alle: Man braucht ein bisschen Geduld, bis der Roboter die gesamte Fläche bearbeitet hat. Nur der Landroid kappte in den 40 Stunden Testzeit auch den letzten Halm. Die Geräte von Robomow und Viking hingegen hinterlassen nicht ganz so gute Arbeit – der Gesamteindruck ist mittelmäßig, bei genauem Hinsehen sehen die Grashalme auch ziemlich fransig aus. Der Rasen wirkt so schnell bräunlich statt grün.
■ Keine Angst vor der Installation! Die Geräte sind allesamt recht anwenderfreundlich konstruiert. Weder beim Einrichten der Basisstation, beim Verlegen des Begrenzungsdrahts noch beim ersten Programmieren tauchten große Probleme auf. Negativ fiel hier nur der Zucchetti Ambrogio Robot LR Deluxe L75 auf. Die Hälfte der 150 mitgelieferten Nägel zum Befestigen des Begrenzungdrahts brachen ab, die Menüführung ist verhältnismäßig aufwendig.

■ Gardena, Husqvarna und Worx sind wunderbar pflegeleicht. Kein Schnittgut, das den Messertopf verstopft, keine Spachtel nötig, um die Grashalme aus den Rädern zu fischen. Bei den anderen Geräten im Test müssen die Besitzer sich darauf einstellen, dass sie öfter mal ein bisschen Pflege betreiben müssen – doch dann hat man lange Freude an allen Geräten, denn auch die Akku-Tests passierten alle ohne Probleme.
■ Sicherheitsmängel: Viele Geräte halten die Normvorgaben nicht ein. Mähroboter sollen so sauber wie möglich am Begrenzungsdraht oder Mauern entlangmähen. Je nachdem wie weit das Schneidemesser zurückliegt, bleiben immer ein paar Zentimeter Gras stehen. Doch mit diesem Sicherheitsabstand alleine ist noch lange keine Sicherheit garantiert. Die Messer müssen stillstehen, wenn jemand das Gerät hochhebt, und auch Finger, Kinderarme und Füße müssen vor den scharfen Messern der Roboter sicher sein. Als einigermaßen sicher stellen sich im Test nur zwei Geräte heraus: der AlKo Robolinho 3000 und der Husqvarna Automower 305. Alles andere als harmlos sind hingegen die Geräte von Robomow, Viking und Zucchetti. Den Zucchetti Ambrogio Robot LR Deluxe konnten die Tester sogar über Kopf hochhalten, ohne dass er aufhörte zu mähen. Ein Sensorkabel hatte sich gelöst.
■ Nicht jeder Roboter ist für jedes Grundstück gemacht. Abgesehen von der Rasenfläche zählt auch, wie verwinkelt das Gelände ist. Muss der Roboter beispielsweise auf dem Weg zur Basisstation am Haus entlang zur Garage rollen, so muss man beim Worx Landroid, dem Robomow City 110 und dem Viking iMow einen mindestens ein Meter breiten Weg zur Verfügung stellen können. Der Gardena R40Li und der verwandte Husqvarna Automower benötigen drei Meter Freiraum vor der Ladestation. Das hat nicht jeder. Leider muss man dafür erst einmal die Bedienungsanleitung durcharbeiten. Sinnvoll wäre eine Art Steckbrief auf dem Karton. In der Tabelle haben wir die wichtigsten Infos deshalb noch einmal zusammengefasst.

So reagierten die Hersteller

■ Der deutsche Anbieter von Zucchetti, die Firma GaFoTec, zeigte sich erschüttert über die Ergebnisse der Sicherheitstests. Gründe für den Totalausfall gab’s in mehreren Varianten. Variante 1: ÖKOTEST hat Hehlerware gekauft. Variante 2: Es habe eine Rückrufaktion für das Gerät gegeben, an die sich der Händler, bei dem wir den Ambrogio gekauft haben, nicht gehalten hätte. Variante 3: Der Händler hätte ein Software-Update aufspielen müssen, doch das tat er nicht. Klar ist bisher nur eins: Wir haben keine Hehlerware gekauft. Und der Händler, der uns den Ambrogio verkauft hat, weiß nichts von einer Software, die er hätte aufspielen müssen.
■ Viking, Hersteller des Viking iMow, erklärte uns, die Norm, nach der wir die Sicherheitstests durchgeführt hätten, sei noch nicht in Kraft getreten. Das Einhalten sei derzeit nicht verpflichtend. Richtig ist, dass die Norm weltweit außer Europa schon in Kraft ist. Verpflichtend ist die Norm grundsätzlich nicht. Aber es ist vernünftig, sich an sie zu halten. Viking hat es für die Zukunft vor: „Viking wird, wenn diese Norm in Kraft tritt, mit einer neuen Generation von Robotermähern am Markt sein, die selbstverständlich dieser Norm entsprechen wird.“

ÖKO-TEST rät

■ Gerade Familien mit Kindern sollten Wert auf einen Mähroboter legen, der so sicher wie möglich konstruiert ist – Finger, Kinderarme und Füße dürfen auch unter ungünstigen Bedingungen nicht ins Messer geraten.
■ Nicht jeder Roboter ist für jeden Garten geeignet. Achten Sie bei der Wahl des neuen Helfers nicht nur auf die Quadratmeterangabe, sondern auch auf den Platzbedarf der Basisstation oder die Mindestbreite von Wegen.
■ Roboter sind nicht so schnell wie handgeführte Mäher. Bei einem 500-m²-Garten kann man rechnen, dass der Roboter rund zwei bis drei Stunden täglich mäht, bei einem 1.500-m²-Garten braucht er rund neun bis zehn Stunden täglich, um den Rasen in Schuss zu halten.

Mehr zum Thema

Ein Mähroboter-Lexikon mit weiteren Infos zu Mähprogrammen und anderen Besonderheiten finden Abonnenten kostenlos unter http://abo.oekotest.de

Außen Gardena, innen Husqvarna

Gardena Mähroboter R40Li
Preis: 1.349 Euro
Der kompakte R40Li ist für eher kleine Gärten ausgelegt. Diese pflegt er tipptopp: Das Schnittbild lässt sich sehen, an Beeträndern lässt er nur einen kleinen Grasrand stehen. Er verschmutzt kaum und lässt sich gut reinigen. Das Installieren bis hin zum ersten Mähen funktioniert problemlos. Neben dem Begrenzungsdraht gehört auch ein Suchkabel zur Ausstattung – dieses sorgt dafür, dass er ein bisschen schneller zur Ladestation und auch zu abgelegenen Ecken findet. Der R40Li ist nahezu baugleich mit dem Husqvarna Automower 305. Durch ein etwas anders gestaltetes Gehäuse besteht der R40Li im Vergleich zum Automower den Handtest leider nicht, unter ungünstigen Umständen kann man ins Messer langen. Dafür gab’s in Sachen Sicherheit nur ein „ausreichend“.
Gesamturteil „gut“

Klein, sicher, zuverlässig

Husqvarna Automower 305
Preis: 1.499 Euro
Der kleine, leichte Automower ist ein Gartenhelfer, auf den man sich verlassen kann: Er mäht sauber, lässt auch an den Beeträndern kaum was stehen und lieferte so gemeinsam mit dem nahezu baugleichen Gardena R40Li und dem Worx Landroid die besten Mähergebnisse. Bei den Sicherheitstests zeigte er nur einen kleinen Mangel: Der Hebesensor ist nicht so sensibel, wie er sein sollte. Bei der Verlegung des Suchkabels, das dafür sorgt, dass der Automower gut zu Nebenflächen und zur Ladestation findet, muss man wissen, dass er hier keine Fehler toleriert. Ansonsten ist das Installieren aber kein Problem, und auch das Reinigen ist nicht allzu aufwendig, so gab’s für die Handhabung die besten Noten im Test.
Gesamturteil „gut“

Batmobil aus dem Baumarkt

Worx Landroid WG795E
Preis: 999 Euro
Mit knapp 1.000 Euro ist der Landroid konkurrenzlos günstig und dennoch hat er’s raus. Er lässt sich leicht installieren, pflegt das Grün zuverlässig, auch abgelegene Flächen lässt er nicht links liegen. Nur an den Rändern des Begrenzungsdrahts lässt er ein bisschen zu großzügig Gras stehen. Die Hebesensoren sind nicht so auf Zack, wie die Norm verlangt – und die Sicherheitseinstellung, die für ein verlässliches Ausschalten beim Messerwechsel nötig ist, lässt sich außer Kraft setzen, auch das ist nicht gut.
Gesamturteil „gut“

Flitzer mit Sicherheitsbonus

Al-Ko Robolinho 3000
Preis: 1.899 Euro
Der kleine, kompakte Robolinho ist für große Flächen von bis zu 1.200 Quadratmeter ausgelegt. Er brummt recht schnell über den Rasen, dabei kann es passieren, dass er einige Areale zunächst übersieht. Früher oder später hat er aber alles auf gleiche Höhe gebracht, und das ordentlich. Auf der Suche nach der Ladestation hinterlässt der Robolinho deutliche Spuren am Begrenzungsdraht, bei verwinkelten Arealen verläuft er sich manchmal – trotz einprogrammierter Einstiegspunkte. Beim Programmieren muss man ein bisschen Zeit einrechnen, ansonsten funktioniert es gut. Einen Pluspunkt gibt’s bei der Sicherheit: beim Robolinho kann einem kaum was passieren. Nur wenn man ihn ungünstig von unten anhebt, hält er nicht so schnell an, wie’s sein sollte.
Gesamturteil „befriedigend“

Da biste platt

Sabo MOWiT 500 F
Preis: 2.349 Euro
Der MOWiT ist für Flächen von bis zu 1.800 Quadratmeter ausgelegt. Auf kleineren Flächen machen ihm sein Gewicht und seine Größe ein bisschen zu schaffen. Er neigt dazu, Rasenteile niederzudrücken, die so selten bis gar nicht bearbeitet werden. Auf der Suche nach der Ladestation hinterlässt er deutliche Spuren, denn beim Einparken zerpfurchen die Räder das Gras. Seine Mäherqualitäten sind eher mittelmäßig. Üblicherweise wird er vom Servicemitarbeiter installiert, da-rauf sollte man nicht verzichten. Tipp für ein gutes Zusammenleben: seine Sensoren sind nicht besonders sensibel, kleinere Gegenstände schiebt er einfach weg. Auch den Kinderarmtest (hier wird geprüft, ob die Finger eines Kindes, das unter den Mäher fasst, ins Messer kommen können) hat er nicht bestanden.
Gesamturteil „befriedigend“

Finger weg!

Robomow City 110
Preis: 1.149 Euro
Sein asymmetrischer Aufbau bringt mit sich, dass der Robomow City 110 sich bei eckigen Hindernissen etwas schwer tut. Das Mähergebnis ist nicht optimal, die einzelnen Halme schneidet er nur fransig ab. Bei Einsätzen auf feuchtem Rasen setzt sich die Mähschüssel schnell zu. Ein Totalausfall ist er in Sachen Sicherheit: Das Mähwerk sitzt an der Seite, Finger und Hände, die das Gehäuse hier anpacken, geraten schnell ins Messer. Die Sensoren des Robomow reagieren nicht vernünftig auf Objekte in der Umlaufbahn, auch einen gut sichtbaren Aus-Knopf vermissen wir.
Gesamturteil „mangelhaft“

Durch nichts zu stoppen

Zucchetti Ambrogio Robot LR Deluxe L75
Preis: 1.499 Euro
Die Hälfte der Nägel zur Befestigung des Drahts brach ab. Durch die recht aufwendige Menüführung dauert es, bis man ihn los schicken kann, das Ergebnis lässt sich aber sehen. Im Vergleich zu den anderen Mähern beißt er sich recht laut durchs Gras. Große Augen gab’s bei den Sicherheitstests: Seine Messer stoppten selbst dann nicht, als die Tester ihn hochhoben und auf den Kopf stellten. Ursache: Ein gelöstes Sensorkabel. Davor hätte der Roboter mit einem Wartungshinweis warnen müssen. Tat er aber nicht. Will man ihn reinigen, so kann man ihn noch nicht einmal verlässlich ausschalten. Übel, übel.
Gesamturteil „mangelhaft“

Nur Fransenschnitt im Programm

Viking iMow MI 322 C
Preis: 1.699 Euro
Trotz seiner stattlichen 18 Kilo ist der iMow nur für eher kleine Gärten von 500 Quadratmetern gedacht. Rasenflächen pflegt er eher ungleichmäßig, das Schnittbild ist nicht optimal – und fransig statt sauber. Abgelegenere Flächen vergisst er gerne mal. Wer nicht aufpasst, hat schnell eine verstopfte Mähschüssel, unschöne Folge: Das Messer blockiert dann. Ein Totalausfall ist der iMow bei der Sicherheit. Das Mähwerk sitzt an der Seite, man kann leicht beim Anheben mit Fingern und Händen hineingeraten. Seine Sensoren erfüllen ihre Aufgabe nicht, ein gut sichtbarer Aus-Knopf fehlt ganz.
Gesamturteil „mangelhaft“

Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 156.
Anmerkungen: 1) Die Modelle Gardena Mähroboter R40Li und Husqvarna Automower 305 sind technisch identisch. Das Design variiert leicht. 2) Die Modelle Robomow City 110 und Viking iMow MI 322 sind baugleich. 3) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Kabel und/oder Stecker. 4) Laut Anbieter ist der Worx Landroid WG795E nicht mehr erhältlich. Es gibt zwei Nachfolgermodelle: der WG794E, der für bis zu 1.000 m² Rasen geeignet ist (999 Euro) sowie der WG794E, der für Flächen von bis zu 1.500 m² geeignet ist (1.499 Euro). 5) Laut Anbietergutachten entspricht der Sabo MOWiT 500 F den Anforderungen der IEC 60335-2-107:2012. Die Seriennummern der vom Hersteller und von ÖKO-TEST geprüften Geräte sind nicht identisch. 6) Das Teilergebnis Mähen ist 2,47 und deshalb „gut“. 7) Gerät verfügt über einen Regensensor. 8) Gerät verfügt über ein Suchkabel. 9) Gerät ist nur über Fachhändler mit entsprechender Installation und Einweisung durch geschultes Personal zu beziehen.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich aus den Teilergebnissen Technik und Sicherheit (10 Prozent), Handhabung (40 Prozent) und Mähen (50 Prozent) zusammen. Teilergebnis Technik und Sicherheit: Die Bewertung der Sicherheit setzt sich wie folgt zusammen: „gut“ (2,0) = eingeschränkte Funktion des Hebesensors; „ausreichend“ (4,0) = a) eingeschränkte Funktion des Hebesensors oder mehrerer Sensoren und unbeabsichtigter Zugang zu den Schneidwerkzeugen möglich; b) eingeschränkte Funktion des Hebesensors und keine sichere Einrichtung für die Deaktivierung vorhanden; „mangelhaft“ (5,0) = a) eingeschränkte Funktion der Sensoren, unbeabsichtigter Zugang zu den Schneidwerkzeugen möglich sowie keine einfach erkennbare manuelle Anhaltevorrichtung vorhanden; b) eingeschränkte Funktion der Sensoren und keine sichere Einrichtung für die Deaktivierung vorhanden, Messer rotieren weiter, wenn man das Gerät auf den Kopf dreht. Zur Abwertung um eine Note führt: eine Lautstärke von mehr als 70 dB(A) („weniger leise“).

Das Teilergebnis Handhabung setzt sich aus folgenden Ergebnissen zusammen: Ergonomie (30 %), Mittelwert aus Installation Basisstation, Verlegen des Begrenzungsdrahts und Programmierung des Geräts zum ersten Mähen (40 %), Reinigung und Pflege (20 %), Gebrauchsanleitung (10 %).
Das Teilergebnis Mähen setzt sich aus folgenden Ergebnissen zusammen: Mähergebnis Gesamtfläche (70 %), Schnittqualität am Begrenzungsdraht (10 %), Flächenabdeckung (10 %), Verhalten an Hindernissen, Durchgängen und verwinkelten Ecken (10 %). Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen im Kabel und/oder Stecker.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das befriedigend oder ausreichend ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Bei einer „mangelhaften“ Beurteilung der Sicherheit können Testergebnis Praxisprüfung und Gesamturteil nicht besser als „mangelhaft“ sein. Die Noten wurden kaufmännisch gerundet.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1304“ eingeben.
Einkauf der Testprodukte: Juli 2012.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

So haben wir

Der Einkauf
Mähroboter werden in der Regel über den Fachhandel vertrieben. Nur den Worx Landroid und den Gardena R40Li konnten wir im Baumarkt kaufen. Nicht jeder Hersteller bietet Roboter für eher kleine Gärten von rund 400 bis 600 Quadratmeter an. Deshalb sind manche Modelle im Test auch für größere Gärten ausgelegt.

Der Praxistest
Technik und Sicherheit: Für unseren Praxistest beauftragten wir das renommierte VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut aus Offenbach. Die Sicherheit überprüften sie nach der internationalen Norm für Roboter-Rasenmäher. Die Norm sieht verschiedene Tests vor: Die Sensoren müssen auf Widerstände oder Anheben reagieren, es braucht Sicherheitseinrichtungen, die dafür sorgen, dass der Mäher beispielsweise beim Reinigen nicht unbeabsichtigt anspringt. Mithilfe von metallenen Nachbildungen von Füßen, Händen, Kinderarmen und Fingern wird geprüft, ob diese in die Messer geraten können. Die Tester haben auch gemessen, wie laut die Mäher sind. Und sie ließen die Akkus künstlich altern um zu klären, wie schnell sie schlapp machen.
Handhabung: Die Tester bewerteten die Rasenmäher vom ersten Schritt an: Wie leicht lässt sich die Basisstation installieren? Wie aufwendig ist das Verlegen des Begrenzungsdrahts? Wie einfach fällt das Programmieren? Verstopfen die Mäher schnell mit Gras? Enthält die Gebrauchsanleitung alle wichtigen Infos?
Mähen: Im Garten des Testlabors wurden mehrere Testgelände abgesteckt, alle nach gleichem Plan: Eine Hauptfläche, die an einen gepflasterten Weg stößt, eine Nebenfläche mit Zugangsweg für den Roboter, ein „Baumstamm“ und ein viereckiges Hindernis. Auf den rund 200 Quadratmetern waren die Roboter sechs Tage unterwegs, jeder 40 Stunden. Um zu prüfen, ob wirklich alle Ecken erwischt wurden, sprühten die Tester den Rasen farbig an. Auch die Schnittkanten der einzelnen Halme wurden begutachtet.

Sicherheitstest: Beim Viking iMow greift der Metallfinger ins Messer.


Foto: Labor

Die Weiteren Mängel
Geprüft wurde, ob am Gerät umweltschädliches PVC oder andere chlorierte Verbindungen verarbeitet worden sind.

Die Bewertung
Rasenmäher sollen für einen gepflegten Rasen sorgen – und das möglichst unkompliziert. Uns ist aber auch die Sicherheit wichtig. Wir orientieren uns an den Anforderungen der neuen Mähroboter-Norm, gehen aber auch darüber hinaus: Abgewertet wird, wenn der Roboter beim Anheben zu spät reagiert. Zu spät heißt bei uns: Ab 25 Grad, denn bei einem steileren Winkel sind die Füße nicht mehr sicher. Die Norm toleriert einen 60-Grad-Winkel. Ein Roboter, dessen Sicherheit „mangelhaft“ ist, kann im Gesamturteil nicht besser als „mangelhaft“ sein.