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Test: MakeProAudio DinoPark


Beat - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 04.03.2020

Kann die Neuauflage von Creamwares Analog-Emulationen Minimax & Co. heutzutage noch gegen die virtuell- analoge und auch rein analoge Konkurrenz bestehen?


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Bildquelle: Beat, Ausgabe 4/2020

Jede der Analog-Emulationen verfügt auch über verschiedene Effekte, die sich per Editor einstellen lassen.


Ältere Leser erinnern sich vielleicht noch an die virtuell-analogen Instrumente von Creamware wie Minimax und Prodyssey, die als Standalone-Hardwareboxen und für die Scope-Plattform verfügbar waren und vor gut 20 Jahren die wohl realistischsten Emulationen analoger Synthesizer-Klassiker lieferten. Der kreative Kopf hinter den Produkten, Frank Hund, ...

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... präsentiert jetzt eine Neuauflage mit dem treffenden Namen DinoPark.

DIY-Klangbox

Vor dem Klangtest steht der Zusammenbau, denn DinoPark wird in umweltfreundlich verpackten Einzelteilen geliefert. Sie müssen aber nur zusammenstecken und schrauben. Auch handwerklich weniger Begabte sollten keine Schwierigkeiten bekommen. Wir finden dieses Konzept recht gelungen, da es wahrscheinlich einen günstigeren Verkaufspreis ermöglicht und es in gewisser Weise auch die Bindung zu dem Synthesizer verstärkt, wenn man ihn selbst zusammengebaut hat.

Modulares Konzept

Das von uns getestete Grundmodell verfügt nur über zwei Drehregler und ein kleines Display zur Auswahl von Synthesizermodell und Sound. Es lassen sich aber 8 Encoder zur direkten Bedienung der Klangparameter nachrüsten. Zudem können die DinoPark-Synthesizer über kostenlose Plug-ins vollumfänglich bedient werden, was im Test problemlos funktionierte. Das Grundmodell verfügt auf der Rückseite über einen Stereoausgang in Form zweier Klinkenbuchsen, einen USB-Anschluss zur Verbindung mit dem Computer sowie eine Host-Buchse zum direkten Anschluss eines USB-Keyboards/ Controllers. Die Stromversorgung erfolgt per Netzteil. Das EX-Kit besitzt zusätzlich MIDI-IN/OUT/THRU (Miniklinke), S/ PDIF IN/OUT für verlustfreie digitale Audioverbindung sowie einen Stereoeingang zum Einschleifen externer Audiosignale. Für eigene Zusammenstellungen, z. B. den Einbau in ein selbst gestaltetes Gehäuse, gibt es Komponenten wie Board und Display auch einzeln zu erwerben.

Legendäre Analogsynths

Nach dem Aufbau haben wir zunächst einmal Audio verkabelt, ein class-compliant USB-Masterkeyboard direkt an DinoPark angeschlossen und ein paar Sounds durchprobiert. Und wir waren erstaunt, wie gut die im Kern doch recht betagten Emulationen klanglich mit den aktuell besten Plug-in-Emulationen wie Synapse Audio Legend und U-he RePro mithalten können. Zwar sind aktuelle Software-Emulationen klanglich dichter am Original, DinoPark hat dafür einen eigenständigen und durchsetzungsfähigen VA-Sound. DinoPark lässt sich nahezu latenzfrei spielen und zwar im Gegensatz zu den Originalen Minimoog, Odyssey und Pro1 mit bis zu 12 Stimmen. Wenn man sich einmal anschaut, was die genannten Plug-ins bei mehrstimmigen Spiel und niedriger Latenz an CPU-Leistung brauchen, ist die Performance des kleinen Kastens durchaus beeindruckend.

Plug-in-Editor

Die passenden Plug-ins für die verschiedenen Synthesizermodelle lassen sich direkt in Ihre DAW laden, die Kommunikation erfolgt per USB/MIDI-Verbindung. Die Oberflächen der Plug-ins sind den Original-Synthesizern nachempfunden, Und auch wenn bei den Presets einige richtig gute Sounds dabei sind: So richtig Spaß macht der DinoPark erst, wenn man selbst an der Klangerzeugung schraubt. Tatsächlich vermitteln alle drei Modelle sofort den Charme der Originale und müssen sich auch im Direktvergleich mit den analogen Nachbauten von Behringer nicht verstecken.Den Nachteil des fehlenden Direktzugriffs macht der DinoPark durch Speichermöglichkeit und Automation von Klangparametern in der DAW wett, zudem können Sie Hardware-Controller schnell und unkompliziert passend belegen. Der riesige Vorteil gegenüber der analogen Hardware ist aber die Polyphonie, mit bis zu 12 Stimmen. Schwebende Pads oder fette Akkorde mit einem Minimoog oder Pro1 klingen einfach klasse. Noch weitere Module lassen sich nachrüsten, z. B. eine Hammond B3 Orgel, ein FM-Synthesizer oder ein Wavetable-Synthesizer mit jeder Menge 80s-Charme.

Fazit

Basierend auf den Creamware-Produkten Minimax & Co. bietet der DinoPark virtuell- analoge Emulationen von Minimoog, Odyssey und Pro1 in überzeugender Klangqualität und mit bis zu 12-stimmiger Polyphonie, bei latenzfreiem Spiel. Dabei überzeugt die unkomplizierte Einbindung in die Studioumgebung per Plug-in ebenso, wie der direkte Anschluss von USB-Keyboards und Controller für ein kompaktes Live-Setup. Das modulare Konzept und das Nachrüsten weiterer Synthesemodelle ermöglichen eine individuelle Zusammenstellung.

Soundbeispiele


Features

DSP-Plattform
Sharc-Prozessor
Creamware-Emulationen
Minimax, Prodyssey, Pro12
2x16Zeichen Display
2 Endlosregler
USB-Host-Funktion
Abmessungen: 165mm x 110mm x 55mm

Fakten

Alternativen

U-he Diva 179 Euro www.u-he.com

Behringer Model D/Pro1/ Odyssey ab 299 Euro www.behringer.com

Novation MiniNova 329 Euro www.novationmusic.com