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TEST Margarine: Palmöl zum Frühstück


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2021 vom 28.10.2021

TEST Margarine

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RATGEBER

1

Die Margarinen mit Bio-Siegel bieten in unserem Test wenig Vorteile. Die „guten“ Streichfette stammen von konventionellen Herstellern.

2

Beim Einkauf palmölhaltiger Margarine auf das RSPO-Label mit dem Zusatz „zertifiziert“ achten: Es darf nur auf der Packung stehen, wenn im Produkt ausschließlich zertifiziertes Palmöl steckt.

3

Margarine ist nicht immer vegan. Als „pflanzlich“ ausgelobte Margarine darf bis zu zwei Prozent tierische Fette enthalten. In acht Streichfetten im Tests sind Milchbestandteile wie Molke enthalten.

Mal als gesunde Alternative zu Butter gehypt, dann als minderwertiges Industrieprodukt verteufelt: Das Image der Margarine hat in den vergangen Jahrzehnten einiges mitgemacht. Derzeit bekommen die Streichfette neuen Auftrieb: In der komplett pflanzlichen Variante sind sie nicht nur für Veganer ein interessanter Ersatz zur Butter. Auch ihre Klimabilanz ist laut ...

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... Ifeu-Institut Heidelberg um etwa das Dreifache besser. Als gute Alternative können wir Margarine jedoch nur empfehlen, wenn ihre tropischen Fette aus nachhaltigem Anbau stammen und sie gleichzeitig keine Schadstoffe enthält. Das ist bei den wenigsten Produkten der Fall. Alle sind mit Mineralölkohlenwasserstoffen verunreinigt. Von 20 getesteten Margarinen schneiden nur zwei mit „gut“ ab. Zwölf Streichfette bewegen sich im Mittelfeld, sechs fallen mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ glatt durch.

Palmöl in vielen Produkten

Margarine ist ein Gemisch aus Fetten, Ölen, Wasser und einigen Zusatzstoffen. Eine zentrale Rolle in den Rezepturen spielen Palmöl und in kleinerem Umfang andere tropische Fette wie Kokosöl oder Sheabutter. Sie sind bei Zimmertemperatur hart und sorgen deshalb für die Streichfestigkeit der Margarine. Doch die Palmölgewinnung ist mit Problemen verbunden: Für den Anbau der Ölpalmen werden im großen Stil tropische Wälder abgeholzt oder durch Brandrodung zerstört. Das vernichtet wertvolle Lebensräume und setzt sehr viel klimaschädliches Kohlendioxid frei.

Andererseits lässt sich auf vergleichsweise kleiner Anbaufläche viel Palmöl gewinnen. Palmöl komplett zu ersetzen ist deshalb keine Lösung. Ein guter Weg ist es in unseren Augen, wenn Lebensmittelhersteller Palmöl aus Lieferketten beziehen, in denen sie Probleme wie Entwaldung oder Menschenrechtsverletzungen ausschließen können.

In diesem Test wollten wir deshalb herausfinden, ob die Anbieter Verantwortung für die sozialen und ökologischen Aspekte ihrer Lieferkette übernehmen. Dafür schickten wir ihnen umfangreiche Fragebögen und baten sie zusätzlich, uns ihre Lieferkette vom getesteten Päckchen Margarine bis zur Plantage nachzuweisen. Das Ergebnis ist enttäuschend: Vollständige Lieferbelege erhielten wir lediglich für die fünf Bio-Produkte und für die Kaufland-Eigenmarke. Etliche Unternehmen verweigerten Einblicke in ihre Lieferkette komplett.

RSPO-Standard: ausbaufähig

Für uns ist eine lückenlose Rückverfolgbarkeit des Produkts jedoch Voraussetzung, damit wir die Zertifizierung des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) anerkennen können. Dieser ursprünglich auf Initiative des WWF angestoßene Standard hat mit seiner Überarbeitung von 2018 einige Schwächen behoben. Er ist zwar ein Mindeststandard, aber aus unserer Sicht dennoch der derzeit beste verfügbare Ansatz, verantwortungsvoll hergestelltes Palmöl weiter voranzutreiben. Der RSPO verbietet dabei nicht nur das Roden weiterer intakter Wälder und schützenswerter Gebiete. Auch die Einhaltung grundlegender Menschenrechte, die Unterstützung von Kleinbauern und eine schrittweise Annäherung an eine faire Bezahlung sind Teil des Standards.

Allerdings gibt es beim RSPO verschiedene Levels, und nur die Zusätze SG oder IP garantieren, dass tatsächlich 100 Prozent des Palmöls im Produkt zertifiziert sind. In unserem Test sind das insgesamt nur 9 von 15 palmölhaltigen Margarinen – das ist ausbaufähig.

„Enttäuschend: Nur neun Marken enthalten nachweislich zertifiziertes Palmöl.“

Birgit Hinsch ÖKO-TEST-Redakteurin

Palmölfrei und trotzdem schlecht

Wir haben auch fünf Margarinen getestet, die ohne Palmöl auskommen. Die Marke Sojola, mit „ungenügend“ Schlusslicht im Test, setzt stattdessen auf Sojaöl mit Herkunft Brasilien. In Brasilien verschwinden riesige Waldflächen für den Sojaanbau – eine nachhaltige Alternative zu Palmöl ist das also keineswegs. Vier Bio-Margarinen ersetzen Palmöl durch die ebenfalls tropischen Fette Kokos oder Shea. Schon besser, denn Shea wird von wildwachsenden Bäumen geerntet; Entwaldung spielt hier keine Rolle. Die Kehrseite von Kokos und Shea: Die Fette enthalten im Vergleich zu Palmöl noch weniger von den gesunden ungesättigten Fettsäuren. Das zeigt die Laboranalyse ganz klar, sodass gerade die palmölfreien Bio-Margarinen Abzüge für eine ungünstige Fettzusammensetzung erhalten.

Keine Transfette mehr in Margarine

Margarine fiel in der Vergangenheit häufig durch ungesunde Transfettsäuren auf. Hier haben die Hersteller ihre Produkte verbessert: Transfettsäuren fand das beauftragte Labor allenfalls in Spuren. In zwei Streichfetten haben die Laborexperten allerdings möglicherweise krebserregende Fettschadstoffe in Mengen gemessen, die wir als „erhöht“ einordnen: In der Marke Sojala steckt Glycidol, in der Marke Sonja 3-MCPD.

Verunreinigungen mit Mineralöl

In allen Produkten hat das Labor gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nachgewiesen. Und das nicht zu knapp: In drei Vierteln der Fälle bewerten wir deren Gehalte als „erhöht“ oder sogar „stark erhöht“. MOSH reichern sich im menschlichen Fettgewebe und der Leber an – mit bislang unbekannten Folgen.

Wie gesund ist Margarine?

Butter durch Margarine ersetzen – ist das eigentlich gut für die Gesundheit? Kommt drauf an.

Ein großer Vorteil von Butter ist, dass man bei dem Naturfett genau weiß, was drin ist. Margarine dagegen ist ein industriell hergestelltes Kunstprodukt. Ob am Ende etwas Gesundes rauskommt, hängt von den verwendeten Zutaten ab. Vor allem das Fettprofil der eingesetzten Öle ist dabei maßgeblich: Tropische Fette wie Kokos, Shea oder Palmöl machen die Margarine streichfest, liefern aber mehr von den ungesunden gesättigten Fettsäuren. Raps- oder Sonnenblumenöl enthalten dagegen mehr ungesättigte Fettsäuren.

Diese gelten unter anderem deshalb als gesund, weil sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erwiesenermaßen senken. Während Butter zu rund 60 Prozent aus gesättigten Fettsäuren besteht, ist das Verhältnis bei den Margarinen häufig umgekehrt: Bei immerhin zwölf Streichfetten in unserem Test machen die gesättigten Fettsäuren weniger als ein Drittel aus. Enthält die Margarine viel Rapsöl, macht sich das auch im Gehalt der besonders wertvollen Omega-3-Fettsäuren bezahlt: Zehn Streichfette kommen auf über fünf Prozent Omega-3 im Fettanteil, Butter nur auf rund ein Prozent. Aus gesundheitlicher Sicht spricht also manches für Margarine. Doch die Mischung macht’s: Wer viele gesunde Öle wie Raps oder Olive isst, verträgt auch das eine oder andere Stück Butter.

Im Test: 20 Pflanzenmargarinen mit mindestens 60 Prozent Fett. Im Labor ließen wir sie auf die wichtigsten Problemstoffe analysieren: Mineralölbestandteile, Fettschadstoffe, Weichmacher, Pestizide und polyzyklische Kohlenwasserstoffe. Ein weiterer Schwerpunkt: die Fettzusammensetzung. Sie gibt unter anderem Aufschluss über den Gehalt an schädlichen Transfettsäuren.

Alle Margarinen enthalten festes Palm-, Kokos- und/oder Sheafett, in einer steckt Sojaöl. Weil der Anbau dieser Fette Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zur Folge haben kann, baten wir die Hersteller um Auskunft zu Lieferketten und Zertifizierungen. Bei Palmöl gewährleistet der RSPO-Standard ein Mindestmaß an ökologischer und sozialer Verantwortung – aber nur, wenn Hersteller zertifiziertes Palmöl auch einsetzen. Der Zertifikatehandel (RSPO Credits) etwa kann illegalen Anbau nicht komplett ausschließen. Mehr Sicherheit bietet nur Palmöl von zertifizierten Ölmühlen (SG) oder direkt von zertifizierten Kooperativen (IP). Die verschiedenen Lieferkettenmodelle lassen sich anhand von Transportbelegen und Verarbeitungsprotokollen der Margarinehersteller nachvollziehen. Mit der Control Union Certifications Germany haben wir dazu einen umfangreichen Fragebogen entwickelt und ausgewertet.

*) Anerkannte Zertifizierungen: Von den Herstellern angegebene Zertifizierungen haben wir nur anerkannt, wenn sie auf dem Produkt gelabelt sind oder ganz oder überwiegend durch Lieferkettenbelege der getesteten Charge zuzuordnen waren. War die Lieferkette nur teilweise belegt, führte dies zum Punktabzug bei Kriterien, die durch die Zertifizierung belegt werden konnten.

Fett gedruckt sind Mängel.

Abkürzungen: RSPO = Roundtable on Sustainable Palm Oil (SG = Segregated; IP = Identity Preserved); UEBT = Union for Ethical Biotrade; SMETA = Sedex Members Ethical Trade Audit; RTRS = Roundtable on Responsible Soy.

Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 190.

Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Kokosöl ist als Zutat deklariert, obwohl die aktuelle Rezeptur laut Anbieterbelegen kein Kokosöl enthält. Das Produkt Sonja enthält laut Anbieterbelegen kein Kokosöl und kein Sojaöl, obwohl die beiden Zutaten deklariert sind. 2) Laut Anbieter wurde die Verpackungsdeklaration angepasst. 3) Laut Anbieter wurden Verpackungsangaben leicht angepasst. 4) Laut Anbieter wird die Deklaration der Verpackung umgestellt und an die aktuelle Rezeptur ohne Kokosfett angepasst. 5) Laut Anbieter ist das Produkt ab sofort in geänderter Rezeptur erhältlich. 6) Laut Anbietergutachten wurden in einer Probe mit gleichem MHD, aber abweichender Codierung keine Mineralölbestandteile nachgewiesen. 7) Laut Packungsangabe besteht der Becher zu 40 Prozent aus recyceltem Verpackungsmaterial. 8) Laut Anbietergutachten wurden in Proben mit gleichem MHD, aber abweichenden Uhrzeiten geringere MOSH-Gehalte gefunden. Diese hätten wir als „erhöht“ bewertet. 9) Laut Anbietergutachten wurde in einer Probe mit gleichem MHD, aber abweichender Codierung ein geringerer MOSH-Gehalt gefunden. Diesen hätten wir als „leicht erhöht“ bewertet. 10) Produkt ist mit dem RSPO-Label „Zertifiziertes Palmöl“ gekennzeichnet. 11) Laut Anbieter wird die Rezeptur voraussichtlich ab Anfang 2022 auf eine vegane Variante mit entsprechender Auslobung umgestellt.

Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Soweit nicht abweichend angegeben, handelt es sich bei den hier genannten Abwertungsgrenzen nicht um gesetzliche Grenzwerte, sondern um solche, die von ÖKO-TEST festgesetzt wurden. Die Abwertungsgrenzen wurden von ÖKO-TEST eingedenk der sich aus spezifischen Untersuchungen ergebenden Messunsicherheiten und methodenimmanenter Varianzen festgelegt. Unter dem Teilergebnis Bedenkliche/umstrittene Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: ein Untersuchungsergebnis an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und Analogen (MOSH und MOSH-Analoge) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 4 mg/kg (in Tabelle: „stark erhöht“). Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein Untersuchungsergebnis an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und Analogen (MOSH und MOSH-Analoge) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 2 bis 4 mg/kg (in Tabelle: „erhöht“); b) der Nachweis von aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffen (MOAH), wenn nicht schon für MOSH/MOSH-Analoge um vier Noten abgewertet wurde; c) ein Untersuchungsergebnis an 3-MCPD-Fettsäureestern, ausgedrückt als 3-MCPD, der mehr als 50 Prozent des gesetzlichen Höchstgehalts von 2.500 µg/kg ausschöpft (in der Tabelle: „3-MCPD erhöht“). Dieser Höchstgehalt bezieht sich auf Mischungen aus Ölen und Fetten unbekannter quantitativer Zusammensetzung; d) ein Untersuchungsergebnis an Glycidyl fettsäureestern, ausgedrückt als Glycidol, der mehr als 50 Prozent des gesetzlichen Höchstgehalts von 1.000 µg/kg ausschöpft (in der Tabelle „Glycidol erhöht“). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Untersuchungsergebnis an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen und Analogen (MOSH und MOSH-Analoge) der Kettenlängen C17 bis C35 von mehr als 1 bis 2 mg/kg (in Tabelle: „leicht erhöht“); b) der Zusatz von Vitamin E; c) Aromenzusatz.

Unter dem Teilergebnis Fettzusammensetzung führt zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein Verhältnis von gesättigten zu ungesättigten Fettsäuren, das schlechter ist als das von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene wünschenswerte Verhältnis von ≤ 1 : 2 (in der Tabelle „ungünstig“); b) Omega-3 -Fettsäuren nicht nachweisbar oder mit einem Untersuchungsergebnis von weniger als 1 g/100 g Fett (in der Tabelle „nicht nachweisbar“ oder „sehr gering“). Als „mittel“ haben wir Omega-3-Fettsäuren-Messwerte von mehr als 1 bis 3,35 g/100 g Fett eingestuft, und als „hoch“ Omega-3-Fettsäuren-Messwerte von mehr als 3,35 bis 5,7 g/100 g Fett (entspricht dem höchsten Messwert im Test). Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen „nein“, bedeutet das „unterhalb der Bestimmungsgrenze“ der jeweiligen Testmethode.

Das Testergebnis Tropische Fette und Transparenz beruht auf einer maximalen Punktzahl von 34 Punkten für: Lieferkette für getestete Charge belegt, unternehmerische Sorgfaltspflicht, für Beschwerdemechanismen für Farmen und Betriebe, existenzsichernde Löhne, Ausschluss Entwaldung und Umwandlung wertvoller Flächen sowie Verbot hochgefährlicher Pestizide. Bei 34 bis 29 Punkten lautet das Testergebnis „sehr gut“; bei 28 bis 23 Punkten „gut“, bei 22 bis 17 Punkten „befriedigend“; bei 16 bis 11 Punkten „ausreichend“; bei 10 bis 5 Punkten „mangelhaft; bei weniger als 5 Punkten „ungenügend“. War mehr als ein „tropisches Fett“ im Produkt, wurde ein Durchschnittswert ermittelt. Es wurde kaufmännisch gerundet.

Im Einzelnen wurden folgende Punkte vergeben: Lieferkette für getestete Charge: belegt („ja“) = 3 Punkte; überwiegend belegt („überwiegend“) = 2 Punkte; teilweise belegt („teilweise“) = 1 Punkt; keinen Bezug zur Charge hergestellt und belegt („nein“) = 0 Punkte.

Unternehmerische Sorgfaltspflicht: belegt („ja“) = 12 Punkte; „überwiegend“ belegt = 11 bis 7 Punkte; „teilweise“ belegt = 6 bis 1 Punkt. Darin enthalten: a) Unternehmensrichtlinie (Grundsatzerklärung) des Inverkehrbringers ausreichend vorhanden: nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; b) Verhaltenskodex für Zulieferer ausreichend vorhanden: nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; c) Kommunikation und Überwachung des Verhaltenskodex: externe Überwachung = 3 Punkte; interne Überwachung = 2 Punkte; Unterschrift des Zulieferers erforderlich = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte; d) Risikoanalyse bezüglich Menschenrechtsverletzungen entlang der Lieferkette in ausreichender Qualität vorhanden (notwendige Bestandteile sind: Beschreiben der wichtigsten sozialen Risiken, bezogen auf das Produkt und das Ursprungsland, Anzahl der Risiken unter Hinzunahme von externen Daten und Quellen, Priorisierung der Risiken): nachgewiesen = 3 Punkte; teilweise nachgewiesen = 2 Punkte ; im Fragebogen mit „ja“ angegeben, aber nicht nachgewiesen = 1 Punkt; nein/keine Angabe = 0 Punkte.

Geschützte und unabhängige Beschwerdemechanismen für Farmen und nachfolgende Betriebe vorhanden: belegt („ja“) = 6 Punkte; „teilweise“ belegt = 5 bis 1 Punkt; nein/keine Angabe („nein“) = 0 Punkte.

Existenzsichernde Löhne: bereits erreicht = 4 Punkte; in der Umsetzung („in Umsetzung“) = 2 Punkte; in der Planung („in Planung“) = 1 Punkt; keine Schritte erkennbar oder keine Angabe („nein“) = 0 Punkte.

Ausschluss von Entwaldung und Umwandlung wertvoller Flächen: ja = 6 Punkte (betrifft ausschließlich Sheafett aus biologischer Wildsammlung); „weitgehend“ = 4 Punkte (akzeptiert für RSPO-zertifiziertes Palmöl); „teilweise“ = 2 Punkte (akzeptiert für Kokosöl aus biologischen Agroforstsystemen, kombiniert mit regelmäßigen Vor-Ort-Inspektionen ohne weitere Belege); „nein“ = 0 Punkte.

Verbot hochgefährlicher Pestizide: „ja“ = 3 Punkte (alle biozertifizierten Produkte); („teilweise“) = 1 Punkt (akzeptiert für RSPO-zertifiziertes Palmöl, wonach Pestizide gelistet nach WHO 1A und 1B sowie Stockholm und Rotterdam Conventions und Paraquat verboten sind. Basis unserer Einordnung von hochgefährlichen Pestiziden ist die Verbotsliste von PAN Germany.

Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: Kokosöl und/oder Sojaöl als Zutat deklariert, obwohl die aktuelle Rezeptur laut Anbieterbelegen kein Kokosöl enthält. Das Gesamturteil beruht zu je 50 Prozent auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe und dem Testergebnis Tropische Fette und Transparenz. Das Testergebnis Inhaltsstoffe setzt sich zu 70 Prozent aus dem Teilergebnis Bedenkliche/umstrittene Inhaltsstoffe und zu 30 Prozent aus dem Teilergebnis Fettzusammensetzung zusammen. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ausfällt, wirkt sich nicht aus. Sind Teilergebnisse Bedenkliche/umstrittene Inhaltsstoffe oder Testergebnisse Tropische Fette und Transparenz „mangelhaft“ oder „ungenügend“, kann das Gesamturteil höchstens eine Note besser sein. Sind beide „ungenügend“, ist auch das Gesamturteil „ungenügend“.

Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de/M2111

Einkauf der Testprodukte: Juli 2021.

Dieser Test löst den Test Margarine aus dem ÖKO-TEST Magazin 10/2017 ab.

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