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TEST Montagekleber: Klebtomanie


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 9/2015 vom 28.08.2015

Montagekleber gelten bei vielen Heimwerkern als Allrounder. Ob Sockelleisten, Schränkchen oder Spiegel – es wird fleißig geklebt. In unserem Test waren drei Marken ohne Fehl und Tadel. Vier Produkte sind allerdings „ungenügend”. Sorge bereiten vor allem die Konservierungsmittel.


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Foto: Philip Bird LRPS CPAGB/Shutterstock

Hält bombenfest, ich bin begeistert”, bejubeln einige Heimwerker ihre Kleberfolge auf einschlägigen Inter netplattformen. Andere beschweren sich über den „Mist”, der nicht hält, was der Hersteller verspricht. Höchstwahrscheinlich haben Letztere den Montagekleber falsch angewandt. Denn ...

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... richtig gut kleben kann man nur, wenn man die Zusammenhänge und Wirkweisen versteht. „Klebtechnik ist die Verbindungstechnik des 21. Jahrhunderts”, davon ist Professor Andreas Groß vom Fraun hofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung (IFAM) überzeugt – nach dem Nieten im 19. und dem Schweißen im 20. Jahrhundert. Damit bezieht er sich jedoch auf den professionellen Bereich. „Denn Kleben ist im Vergleich zu anderen Verbindungstechniken sehr komplex”, ergänzt der Fachmann. Und die meisten Heimwerker wissen nicht, was beim Kleben passiert und wie die Untergründe vorbereitet und die Teile gefügt werden müssen. Sie erwarten einen Alleskleber: Den aber gibt es definitiv nicht.

Wo früher noch gedübelt und geschraubt wurde, greifen Handwerker und Doityourselfer heute gern zum Montageklebstoff in der Kartusche: Sockelleisten, ein Wandbord oder gar kleine Regale oder Schränkchen, Spiegel, Wandverkleidungen, Blenden und Dekorationselemente werden gern mal so einfach an Wand oder Decke gepappt. Doch wie schon gesagt, ganz so einfach ist das Kleben nicht, weil je nach Unter grund, Material und Randbedingungen manche Kleber besser und andere weni ger oder gar nicht geeignet sind. Und weil es vor allem auf die richtige Vorbereitung und Handhabung ankommt.

Und weil eine Klebfläche möglicherweise so extrem beansprucht wird, zum Beispiel durch Scherkräfte, dass es ohne technisches Knowhow schwierig – wenn nicht gar unmöglich – ist, einen Gegenstand fest und dauerhaft zu kleben. Deshalb empfiehlt Andreas Groß auch, im Haushalt nur dort zu kleben, wo keine oder keine allzu großen Kräfte übertragen werden.

Sonst ist das Risiko zu groß, dass es zu einem irgendwie gearteten Absturz kommt. Ein weiterer Nachteil: Die Klebeverbindung ist unlösbar. Sollte die Fuge doch versagen, so bleiben zudem Rückstände oder gar Beschädigungen an Wand, Decke oder Boden. ÖKOTEST hat in Baumärkten 14 Montagekleber eingekauft, von denen die Hersteller versprechen, dass sie für viele Materialien und Unter gründe geeignet seien. Im Test sind sowohl dispersionsbasierte Kleber als auch sogenannte HybridPoly mere auf Basis von Silizium. Wir wollten wissen, ob sie wirklich lösemittelfrei sind, keine problematischen Stoffe ausgasen und ob sie den Heimwerker oder die Wohnung durch weitere bedenkliche Inhaltsstoffe belasten.

Das Testergebnis

■ Sehr durchwachsen. Mit den Inhaltsstoffen sind wir meist nicht einverstanden. Vier Produkte erreichen unterm Strich ein „ungenügend”, drei weitere sind kaum besser. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Die Marken Knauf, Primaster und QuickMix schneiden mit „sehr gut” ab, bei einem weiteren Produkt verhindern Deklarationsmängel das Spitzenergebnis.
■ Bedenklich weich. In drei elastischen HybridPolymerKlebern setzen die Hersteller Diisononylphthalat (DINP) ein, eine Phthalatverbindung, die zumindest in Spielzeug und Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können, verboten ist. Die Verbindung steht in begründetem Verdacht, wie ein Hormon zu wirken; zudem gibt es Hinweise auf weitere gesundheitliche Beeinträchtigungen. Ebenfalls in drei derartigen Rezepturen hat das Labor deutliche Mengen an zinnorganischen Verbindungen nachgewiesen, besonders viel in den Marken Den Braven und Pattex. Wahrscheinlich dienen sie bei der Herstellung als Kata lysator. Sie können allergische Reaktionen oder Reizungen verursachen und in das Immunund Hormonsystem des Menschen eingreifen, weshalb sie sogar als fortpflanzungsgefährdend und fruchtschädigend eingestuft sind. In zahlreichen Anwendungen sind sie deshalb in hohen Konzentrationen, die über den hier nachgewiesenen Mengen liegen, verboten.
■ Es gast wenig aus. Die positive Nachricht ist, dass alle Montagekleber nahezu lösemittelfrei sind und nichts oder fast nichts ausgast. Nur in drei Eigenmarken der Baumärkte – Akkit (Hornbach), Obi, Toom – fanden sich problematische Ethylenglykole, die möglicherweise die Raumluft belasten und Schleimhäute reizen können.
■ Mal wieder problematische Konservierungsmittel. In den drei bereits erwähnten Eigenmarken von Hornbach, Obi und Toom wurden neben Isothiazolinonen Formaldehyd/abspalter nachgewiesen. Mehrfach handelt es sich bei den eingesetzten Konservierern um eine Mischung aus mehreren Isothiazolinonen, darunter die halogenorganische Verbindung Chloriso thiazolinon (CIT). Alle wirken sensibilisierend, ein besonders hohes Potenzial hat jedoch CIT, das bestätigen die Daten des Informationsverbunds Dermatologischer Kliniken. Eine solche Substanz sollte deshalb nicht mehr verwendet werden. Die HybridPolymere müssen aufgrund ihrer Rezeptur in der Regel nicht konserviert werden. Unter den wasserbasierten Dispersionsklebstoffen enthalten lediglich der Primaster Montagekleber und der QuickMix Montage& Baukleber keine Konservierungsstoffe. Das schaffen die Hersteller durch ausge wählte Roh stoffe und ein spezielles VakuumVerarbeitungsverfahren.
■ Maue Deklaration. Was Inhaltsund Konservierungsstoffe im Produkt angeht, halten sich die Hersteller bedeckt. Vor allem Allergiker haben kaum eine Chance, etwas über allergisierende Inhalts stoffe zu erfahren. Auch eine Allergikerhotline wird nicht angeboten. Nicht sehr verbraucherfreundlich!

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: Chlorisothiazolinon = Chlormethylisothiazolinon (abgekürzt CIT oder MCI). MHD = Mindesthaltbarkeitsdatum.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 156. Anmerkungen: 1) Laut Hersteller/Anbieter sind ab Charge 204285162 keine Formaldehyd/-abspalter mehr enthalten. 2) Laut Anbieter wurde das Etikett mittlerweile geändert, die Konservierungsmittel sind nun angegeben. 3) Laut Anbieter wird zurzeit die komplette Warengruppe des Montageklebers hinsichtlich Füllgut, Layout und Kennzeichnung überarbeitet, die Einführung ist für November 2015 geplant. Laut Anbietergutachten soll das Produkt dann kein Chlormethylisothiazolinon, weniger Formaldehyd/-abspalter und weniger problematische Glykole enthalten. 4) Produkt enthält außerdem „erhöhte” Gehalte anderer zinnorganischer Verbindungen. 5) Produkt enthält außerdem „erhöhte” Gehalte an Dibutylzinn und anderer zinnorganischer Verbindungen. 6) Laut Anbieter dienen die nachgewiesenen Isothiazolinone nicht zur Konservierung der Rezeptur, sondern um Schimmelbildung in Feuchträumen zu verhindern.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils vier Noten: a) mehr als 10.000 mg/kg einer Phthalatverbindung (hier: DINP), die in Spielzeug und Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können, über einem Gehalt von 0,1 Prozent verboten ist; b) ein stark erhöhter Gehalt von mehr als 1.000 μg/kg Dibutylzinn (DBT) und/oder Dioktylzinn (DOT). Zur Abwertung um drei Noten führt: ein stark erhöhter Gehalt von mehr als 200 mg/kg Formaldehyd/-abspalter. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) ein erhöhter Gehalt von mehr als 20 bis 200 mg/kg Formaldehyd/-abspalter; b) ein erhöhter Gehalt von mehr als 100 bis 1.000 μg/kg Dibu-tylzinn (DBT), falls nicht bereits ein stark erhöhter Gehalt von Dioktylzinn abgewertet wurde; c) ein erhöhter Gehalt von mehr als 1.000 bis 10.000 μg/kg anderer zinnorganischer Verbindungen, falls nicht bereits Dibutylzinn und/oder Dioktylzinn abgewertet wurden. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Chlorisothiazolinon (CIT); b) mehr als 1.000 mg/kg Ersatzweichmacher (hier: DiNCH); c) mehr als 1.000 mg/kg problematische Glykole (Ethylenglykole). Steht bei konkret benannten Analyseergebnissen „nein”, bedeutet das „unterhalb der Bestimmungsgrenze” der jeweiligen Testmethode. „Spuren” von Isothiazolinonen bedeuten ein Analyseergebnis von weniger als 15 mg/kg, „ja” 15 bis 200 mg/ kg, wobei Methylisothiazolinon (MIT) bei maximal 100 mg/kg liegt.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: keine Angabe des Konservierungsmittels, falls ein solches enthalten ist. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) keine Allergikerhotline, falls Isothiazolinone enthalten sind (Ausnahme: Spuren durch Verunreinigung); b) keine Angabe eines Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD).
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend” oder „ausreichend” ist, verschlechtert das Gesamturteil umeine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „mangelhaft” ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter www.oekotest.de → Suchen → „M1509” eingeben.
Einkauf der Testprodukte: Juni 2015.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

ÖKO-TEST rät

• Mit den vier „sehr guten” Produkten im Testergebnis Inhaltsstoffe holen Sie sich keine problematischen Inhaltsstoffe ins Haus. Welcher Montagekleber für Ihren konkreten Fall geeignet ist, müssen Sie selbst prüfen. Hinweise dazu finden Sie im Kasten „Arten von Montageklebern” auf Seite 147.
• Hersteller von Klebstoffen bieten oft eine Klebeberatung in Form eines digitalen Programms an, das Sie im Baumarkt oder auf der Homepage der Hersteller finden können.
• Im Technischen Merkblatt informieren Anbieter unter anderem darüber, wie man ein optimales Klebeergebnis erzielt. Allerdings bietet nicht jeder Hersteller diese Informationen an.

So kleben Sie richtig

1


Fotos: ÖKO-TEST (3)

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Foto: Henkel Pattex

3


Foto: Henkel Pattex

Michael Pommer, Trainer der DIY Academy, empfiehlt:
1. Den richtigen Klebstoff auswählen, Anforderungen prüfen:
■ Für innen oder außen?
■ Dauerhaft der Feuchtigkeit ausgesetzt?
■ Welche Materialien sollen verbunden werden?
■ Sind die Untergründe saugend oder nicht saugend? Bei Dispersionsklebern muss eine Klebefläche saugend sein, Hybrid-Polymer-Kleber können auch zwei glatte Oberflächen kleben.
■ Gibt es spezielle Anforderungen? Welche Belastung soll die Klebefuge aushalten?

2. Den Untergrund vorbereiten Der Untergrund muss staubfrei, fettfrei und tragend sein:
■ Staubfrei: bei Bedarf absaugen / abbürsten.
■ Fettfrei: falls erforderlich mit Lösemittel (z. B. hochprozentigem Alkohol) reinigen.
■ Tragend: falls Untergrund sandet, mit Tiefengrund vorbehandeln.
■ Alte Anstriche oder Tapeten entfernen (eine Klebung versagt immer an der schwächsten Stelle).

3. Verarbeitung
■ Klebeflächen nicht komplett bestreichen, damit der Klebstoff genügend Luft bekommt und – je nach Funktionsweise – Feuchtigkeit aufnehmen oder abgeben kann.
■ Am besten senkrechte Klebestränge aufbringen, damit sich keine Feuchtigkeit ansammeln kann (gute Durchlüftung, Feuchtigkeit kann abfließen).
■ Beide Klebeflächen leicht auf Abstand bringen, damit eine gewisse Klebestärke erzielt wird. Tipp: Dazu zum Beispiel einen Zahnstocher einarbeiten, vorher eingeweicht bringt er zusätzlich die zum Aushärten benötigte Feuchtigkeit.
■ Korrekturen sollten innerhalb der ersten Minuten erfolgen.
■ Meist kann die Klebung nach 24 Stunden belastet werden, die Endfestigkeit wird nach einigen Tagen erreicht.

Arten von Montageklebern

Dispersionsbasierter Montageklebstoff

Der Klebstoff ist in einer Flüssigkeit dispergiert, das heißt kleinste Teilchen des Bindemittels (meist Acrylat) sind in der Flüssigkeit, in der Regel Wasser, verteilt. Der Klebstoff härtet durch Verdunstung des Wassers.

Vorteile:
■ starre Klebung
■ leicht mit Wasser zu reinigen
■ gute Lagerstabilität

Nachteile:
■ eine Klebfläche muss saugend sein und Feuchtigkeit aufnehmen können, zum Beispiel eine Putz-, Gipskarton-oder Holzoberfläche
■ frostempfindlich
■ geringe Feuchtebeständigkeit
■ Volumenschwund
■ in der Regel langsam abbindend

Hybrid-Polymer-Montageklebstoff

Dabei handelt es sich um einen Klebstoff auf Silanbasis, einem Silizium-Grundgerüst und Wasserstoff. Beim Abbinden reagieren die Moleküle unter Einwirkung von Feuchtigkeit in Gegenwart eines Katalysators miteinander.

Vorteile:
■ breites Haftungsspektrum, auch für glatte, nicht saugende Oberflächen geeignet
■ hohe Anfangshaftung
■ hohe Witterungsbeständigkeit
■ auch auf feuchten Oberflächen anwendbar
■ auch bei tiefen Temperaturen anwendbar
■ auch als Dichtmasse nutzbar
■ elastisch, ausgleichend
■ korrigierbar in den ersten Minuten
■ wenig Pressdruck notwendig

Nachteile:
■ meist geringere Endfestigkeit als bei dispersionsbasierten Klebern
■ keine flächige Verklebung von zwei dichten Oberflächen möglich (Belüftung notwendig)

Foto: Henkel Pattex

So haben wir getestet

Der Einkauf

… erfolgte in Baumärkten. Unsere Einkäufer wählten Montagekleber für eine möglichst breite Anwendung aus, also solche, die viele Materialien auf unterschiedlichen Untergründen zum Halten bringen. Fast alle sind als lösemittelfrei ausgelobt. Die Preise für eine Kartusche der Klebstoffe schwanken zwischen 5 und 13 Euro.

Die Inhaltsstoffe

Beim Verarbeiten können Lösemittel ausgasen und eingeatmet werden. Die meisten Klebstoffe sind wasserbasiert und müssen deshalb meist mit Konservierungsmitteln haltbar gemacht werden. Deshalb ließen wir die Produkte auf flüchtige organische Verbindungen (VOC) und problematische Konservierungsmittel wie Formaldehyd/-abspalter und Isothiazolinone untersuchen. Auch bedenkliche Phthalat-Weichmacher, die den Klebstoff elastisch und flexibel halten sollen, sowie zinnorganische Verbindungen, die möglicherweise als Katalysator oder Stabilisator eingesetzt werden, standen auf dem Prüfprogramm.

Die Weiteren Mängel

Wir prüften die Deklarationen, denn die Hersteller von Bauprodukten sollten den Heimwerker umfassend über das Produkt und seine Inhaltsstoffe – vor allem über die Konservierungsmittel – informieren und für Allergiker eine Hotline anbieten, sofern sensibilisierende Isothiazolinone eingesetzt werden.

Die Bewertung

Phthalate und zinnorganische Verbindungen, die in begründetem Verdacht stehen, wie ein Hormon zu wirken, werten wir besonders streng ab, aber auch Formaldehyd/-abspalter führen dazu, dass ein Produkt bestenfalls im Mittelfeld landet. Weitere bedenkliche Inhaltsstoffe und deutliche Weitere Mängel bringen zusätzliche Minuspunkte.