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TEST MULTIVITAMINPRÄPARATE: Dr. Pille


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 100/2019 vom 26.09.2019

Klingt verlockend: Eine Tablette am Tag versorgt uns mit allen wichtigen Nährstoffen. Mehr als zwanzig Vitamine und Mineralstoffe stecken in „A–Z“-Präparaten – von Vitamin A bis Zink. Doch die Mittel sind in der Regel nicht nur überflüssig, sondern oft auch überdosiert. Im Test fallen alle Produkte durch.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 100/2019

Jeder 3. Erwachsene in Deutschland greift zu Nahrungsergänzungsmitteln.
Quelle: Max-Rubner-Institut

Jeder dritte Erwachsene in Deutschland greift zu Nahrungsergänzungsmitteln. Die meisten versprechen sich davon, ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Die Auswahl ist groß – und der Mark wächst: Laut ...

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... Lebensmittelverband steigerte sich der Umsatz in Deutschland 2018 auf 1,44 Milliarden Euro (2017: 1,31 Mrd.). Besonders beliebt sind Vitamine und Mineralstoffe, sie machen zwei Drittel aller verkauften Mittel aus. Topseller sind Vitamin-C-Präparate, gefolgt von Multivitaminen. Hierzu zählen „A–Z“-Multivitaminpräparate. Das „All-in-one“-Produkt soll dem Körper angeblich alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe zuführen. Die Tabletten und Kapseln sind oft mit 13 Vitaminen und mehr als 10 Mineralstoffen angereichert.

Vitamine, möglichst viele davon – das klingt gut. Wenn alle diese gesunden Stoffe vermeintlich in einer einzigen kleinen Pille stecken, wer braucht da noch Gemüse putzen oder Obst schneiden? Ganz so einfach ist die Sache jedoch nicht. Unser Test von 17 „A–Z“-Multivitaminpräparaten zeigt: Verbraucher tun damit ihrer Gesundheit keinen Gefallen. Nicht nur, dass die Vitamine aus dem Labor kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung mit frischem Obst und Gemüse sind. Es besteht zudem die Gefahr der Überdosierung.

15 Mal „ungenügend
Unser Testergebnis fällt verheerend aus. 15 Präparate bewertet ÖKO-TEST mit „ungenügend“, zwei mit „mangelhaft“. Die Gründe dafür: Die Vitamine und Mineralstoffe in den Pillen sind oft überdosiert. Hinzu kommen fragwürdige Auslobungen. Fast alle Mittel werden mit einem vermeintlichen Depoteffekt oder einer Langzeitwirkung beworben. Der Nutzen einer solchen Wirkung ist aus unserer Sicht nicht belegt.

Sind zu viele Vitamine schädlich?
Vitamine und Mineralstoffe gehören zwar zu den essentiellen Nährstoffen. Das heißt, der Körper braucht sie, kann sie aber in der Regel nicht selbst synthetisieren. Doch wie meist gilt: Zu viel davon – und sie können schädlich sein. Zu viel Vitamin E kann das Risiko für Prostatakrebs erhöhen. Vitamin D kann zu Nierensteinen und Nierenverkalkung führen. Wegen hoher Gehalte in den Präparaten und dem weit verbreiteten Konsum mehrerer Mittel gleichzeitig sind schnell Überdosierungen erreicht. Hinzu kommt, dass sich einige Mineralstoffe und Vitamine – vor allem die fettlöslichen A, D, E und K – im Körper anreichern können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dessen Höchstmengenempfehlungen ÖKO-TEST für die Bewertung zugrunde legt, warnt: Eine Überschreitung der vorgeschlagenen Aufnahme führe zwar „nicht zwangsläufig zu unerwünschten Effekten auf die Gesundheit; sie erhöht aber das Risiko dafür“.


“Viel hilft viel? Für Vitaminpillen gilt eher: hilft wenig.”


Frank Schuster ÖKO-TEST-Redakteur


Wie sieht es im Test aus?
Besonders häufig – in 15 von 17 Testprodukten – ist Vitamin A überdosiert. Das Vitamin kann zu Kopfschmerz führen oder auch Juckreiz auslösen. Schlimmer jedoch: Zu viel davon kann das Kind im Mutterleib schädigen. Deswegen sollte auf Vitamin- A-haltigen Produkten ein Warnhinweis stehen, dass sie für Schwangere nicht geeignet sind oder nur in Rücksprache mit dem Arzt genommen werden dürfen. Dies ist bei vier Mitteln icht der Fall. Auch Niacin (Nicotinamid) aus der Vitamin-B-Gruppe sollten Schwangere nicht über die BfR-Empfehlung hinaus zu sich nehmen.

Wie sieht es mit Mineralstoffen aus?
Mit Mineralstoffen und Spurenelementen gehen die Hersteller ebenfalls nicht zimperlich um. Zu viel Kochsalz (Natriumchlorid) ist ungesund, das wissen viele. Dass das Gleiche auch für Eisen oder Jod gilt, ist dagegen eher unbekannt.

Untersuchungen liefern Hinweise darauf, dass eine längerfristige Supplementierung mit Eisen die Risiken auf Blutgefäß- und Krebserkrankungen erhöhen kann. Eine übermäßige Jodaufnahme kann unter anderem zu einer Überfunktion oder auch Entzündung der Schilddrüse führen.

In 15 von 17 Produkten werten wir den Zusatz von Phosphor ab. Das BfR empfiehlt, dass gar kein Phosphor enthalten sein sollte: „Es sind keine Gründe erkennbar, die für eine Verwendung […] in Nahrungsergänzungsmitteln zu ernährungsphysiologischen Zwecken sprechen.“ Vielmehr kann eine kurzfristige zu hohe Dosis zu Magen-Darm-Beschwerden mit Blähungen, Erbrechen und Durchfall führen. Bei einer länger anhaltenden Erhöhung des Phosphatspiegels im Blut können die Gelenke und Schleimbeutel verkalken.

Braucht man zusätzliche Nährstoffe?
In Deutschland ist die Versorgungslage mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen relativ gut. Das hat die Nationale Verzehrstudie II gezeigt, eine bundesweite Erhebung mit 20.000 Teilnehmern. Es besteht kaum eine Gefahr der Unterversorgung. Gesunde Menschen haben in der Regel keinen Nutzen von Multivitaminpräparaten.

Lediglich bei bestimmten Erkrankungen oder in bestimmten Lebenssituationen ist es wichtig, gezielt Vitamine zu supplementieren. Schwangere zum Beispiel sollten in Absprache mit ihrem Arzt zusätzlich Folsäure (Vitamin B9) nehmen, wer vegan lebt, braucht Vitamin B12. Eine gezielte Ergänzung kann also sinnvoll sein. Die bunte Mischung, die in den A-Z-Präparaten steckt, ist hingegen für die meisten Menschen nicht zu empfehlen.

So haben wir getestet

Wir haben 17 Multivitaminpräparate in Supermärkten, Drogerien und Apotheken eingekauft. Es handelt sich um Nahrungsergänzungsmittel in Form von Tabletten oder Kapseln, die als „A–Z“-Produkte ausgelobt sind. Sie sollen dem Körper von Vitamin A bis Zink alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zuführen: bis zu 13 Vitamine und mehr als 10 Mineralstoffe.
Wir haben die deklarierten Nährstoffgehalte erfasst. In der EU und in Deutschland gibt es immer noch keine verbindlichen Regelungen für die Dosierung mit einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen. Deshalb legten wir für die Bewertung die Höchstmengenempfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zugrunde. Wir prüften auch, ob Warnhinweise auf den Packungen oder Beipackzetteln abgedruckt sind. Denn je nach Rezeptur sind die Mittel für Kinder, Jugendliche, Schwangere oder Anwender von blutgerinnungshemmenden Mitteln nicht geeignet. Zudem nahmen wir die Auslobungen und Gesundheitsversprechen unter die Lupe, ob sie der Health-Claims-Verordnung der EU entsprechen. Ein Labor analysierte überdies für uns, ob in den Packungen umweltschädliche chlorierte Verbindungen stecken.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erlauterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 182.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 2) Fragwurdige Auslobung: Depoteffekt und/oder Langzeitwirkung. 3) Fehlende Warnhinweise: Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen Kupfer fur Kinder und Jugendliche nicht geeignet; wegen Magnesium fur Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet; wegen Zink fur Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 4) Fehlender Warnhinweis: Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen. 5) Fehlende Warnhinweise: Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; wegen mehr als 16 mg Niacin (Nicotinamid) pro empfohlener Tagesdosis fur Schwangere nicht geeignet; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 6) Fehlende Warnhinweise: Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; wegen mehr als 16 mg Niacin (Nicotinamid) pro empfohlener Tagesdosis fur Schwangere nicht geeignet; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen Kupfer fur Kinder und Jugendliche nicht geeignet; wegen Magnesium fur Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet; wegen Zink fur Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 7) Fehlende Warnhinweise: wegen mehr als 16 mg Niacin (Nicotinamid) pro empfohlener Tagesdosis fur Schwangere nicht geeignet; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 8) Fehlende Warnhinweise: Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen Kupfer fur Kinder und Jugendliche nicht geeignet; wegen Magnesium fur Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet; wegen Zink fur Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 9) Fragwurdige Auslobung: „Antioxidantien haben als sogenannte Radikalfanger eine bedeutende physiologische Rolle“. 10) Fehlende Warnhinweise: Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; wegen mehr als 16 mg Niacin (Nicotinamid) pro empfohlener Tagesdosis fur Schwangere nicht geeignet; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden. 11) Fehlende Warnhinweise: Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; wegen Kupfer fur Kinder und Jugendliche nicht geeignet; wegen Magnesium fur Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet. 12) Laut Anbieter ist das Produkt seit Ende Juni 2019 mit uberarbeiteter Schachtel und Packungsbeilage im Handel. Die Rezeptur ist unverandert. 13) Laut Hersteller ist der Artikel inzwischen aus dem Sortiment genommen und bis zum ersten Halbjahr 2020 keine Wiedereinlistung geplant. 14) Laut Hersteller wurde im Juni 2019 die Rezeptur geandert. Der Vitami n-A-Gehalt wurde von 400 μg auf 200 μg pro empfohlener Tagesdosis (eine Tablette) reduziert.
Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Ma.gebliche Inhaltsstoffe fuhren zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) fehlender Nutzen des Produktes fur gesunde Anwender; b) bis zu 2 mg isoliertes Betacarotin pro empfohlener Tagesdosis; c) Fluorid; d) mehr als 6 mg Eisen pro empfohlener Tagesdosis; e) mehr als 45 μg Selen pro empfohlener Tagesdosis; f) mehr als 0,2 mg Vitamin A pro empfohlener Tagesdosis; g) fragwurdige Auslobung: „Antioxidantien haben als sogenannte Radikalfanger eine bedeutende physiologische Rolle“. Zur Abwertung um jeweils eine Note fuhren: a) mehr als 3,5 mg Vitamin B6 pro empfohlener Tagesdosis; b) mehr als 200 μg Folsaure pro empfohlener Tagesdosis; c) mehr als 100 μg Jod pro empfohlener Tagesdosis; d) mehr als 0,5 mg Mangan pro empfohlener Tagesdosis; e) Phosphor; f) fragwurdige Auslobung: Depoteffekt und/oder Langzeitwirkung; g) fehlender Warnhinweis: Vitamin A in der Schwangerschaft nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; h) fehlender Warnhinweis: Personen, die gerinnungshemmende Mittel (Cumarin-Typ) einnehmen, sollten Vitamin-K-haltige Mittel nur nach Rucksprache mit dem Arzt einnehmen; i) fehlender Warnhinweis: wegen mehr als 16 mg Niacin (Nicotinamid)/Tag fur Schwangere nicht geeignet; j) fehlender Warnhinweis: wegen Kupfer fur Kinder und Jugendliche nicht geeignet; k) fehlender Warnhinweis: wegen Zink fur Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren nicht geeignet; l) fehlender Warnhinweis: wegen mehr als 3,5 mg Zink pro empfohlener Tagesdosis sollte auf die Einnahme von weiteren zinkhaltigen Mitteln verzichtet werden; m) fehlender Warnhinweis: Manner, postmenopausale und schwangere Frauen sollten Eisen nur nach Rucksprache mit ihrem Arzt einnehmen; n) fehlender Warnhinweis: wegen Magnesium fur Kinder unter 4 Jahren nicht geeignet; o) mehr als 17 mg Niacin pro empfohlener Tagesdosis; p) mehr als 6,5 Zink pro empfohlener Tagesdosis. Unter dem Testergebnis Weitere Mangel fuhrt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung. Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Ma.gebliche Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mangel, das „sehr gut“ oder „gut“ ist, hat keinen Einfluss auf das Gesamturteil.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de g Hefte g OKO-TEST Magazin. Wahlen Sie die Ausgabe und scrollen Sie ans Seitenende.
Einkauf der Testprodukte: Juli 2019.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlages dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

RATGEBER

1 Das Geld können Sie sich sparen: Alle A–Z-Präparate rasseln durch. Meist reicht eine ausgewogene Ernährung für eine gute Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen.

2 In Obst und Gemüse sind Vitamine für den Körper besser verwertbar. Es besteht auch keine Gefahr der Überdosierung.

3 Ist Ihr Bedarf an bestimmten Nährstoffen erhöht, etwa aufgrund einer Erkrankung oder Schwangerschaft, klären Sie ihn mit dem Arzt ab und nehmen entsprechend dosierte Mittel.


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