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TEST NACKENSTÜTZKISSEN: ENTSPANNT SCHLAFEN


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 28.03.2019

Es ist nicht einfach, das richtige zu finden: ein passendes Kissen, das den Nacken optimal abstützt und die Wirbelsäule in Rücken- oder Seitenlage gerade hält. Nur ein Kissen im Test ist zugleich für breitschultrige und für zarte Menschen geeignet.


Artikelbild für den Artikel "TEST NACKENSTÜTZKISSEN: ENTSPANNT SCHLAFEN" aus der Ausgabe 4/2019 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: kaipong/getty images

Haben auch Sie Rücken- und Nackenbeschwerden? Wälzen Sie sich im Bett, um eine angenehme Lage zu finden? Wachen Sie morgens mit steifem Nacken auf? Falls das auf Sie zutrifft, haben Sie möglicherweise schon ein geformtes Spezialkissen ausprobiert, das den Nacken besser stützen soll. Dann wissen Sie, wie schwer es ist, die richtige ...

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... Wahl zu treffen. Dazu wollen wir Ihnen mit unserem Test wichtige Hinweise geben.

Der Begriff Nackenstützkissen ist nicht geschützt. Üblicherweise versteht man darunter jedoch Kissen mit einen modellierten Schaumkern. ÖKO-TEST hat zehn solcher Nackenstützkissen mit Schaumstoff- oder Latexfüllungen von Markenherstellern eingekauft. Dabei sind auch vier Kissen aus einem viskoelastischen Schaum. Wir wollten vor allem wissen, wie gut die Kissen den Kopf abstützen können und für welche Personen sie geeignet sind. Selbstverständlich standen auch Schadstoffe auf dem Prüfprogramm.

Gute Nacht. Die Kissen der Marken Allnatura und Irisette schneiden im Gesamturteil „gut“ ab. Auch für einige andere Produkte fällt die Praxisprüfung ordentlich aus. Sieben von zehn Kissen erreichen hier ein „gutes“ Ergebnis. Abzüge gibt es, weil die meisten Hersteller nicht genug Informationen liefern, wie das Kissen richtig benutzt werden soll. Auch umstrittene Inhaltsstoffe verschlechtern in einem Fall das Gesamturteil.


Wählen Sie das Kissen passend zu Ihrem Körperbau und der Härte der Matratze aus. Lassen Sie sich beim Kauf beraten.


DIE PRAXISPRÜFUNG

Gut in jeder Lage. Schmale oder breite Schultern? Weiche oder harte Matratze? Seitenschläfer oder Rückenlage? Für was ist denn so ein Nackenstützkissen gedacht? Am besten ist es, wenn es für möglichst viele Fälle passt. Denn dann besteht am ehesten die Chance, dass der Verbraucher am Ende mit dem gekauften Kissen zufrieden ist. Weil sowohl zarte Frauen als auch kräftige Männer im Laden vor denselben Kissen stehen und die meisten Hersteller keine Angaben machen, für welche Gewichtsklasse ihre Kissen denn nun geeignet sind. Lediglich die Anbieter Centa-Star und Paradies zeigen in Form eines Diagramms, für welche Zielgruppe das Kissen gedacht ist. Genau das macht aber deutlich, dass selbst für die Hersteller die Zuordnung schwierig ist. Denn in unserem Test schnitten die beiden Kissen gerade bei dem Personentyp gut ab, für den es gar nicht vorgesehen ist.
Für alle: Nur das Centa-Star Relax Gelax Nackenstützkissen stützt sowohl die Schläferin mit schmalen Schultern als auch das männliche Pendant mit breiten Schultern sowohl in der Seiten-wie auch in der Rückenlage gut ab. Das bedeutet: Hier liegt der Kopf entspannt auf einer guten Höhe und der Nacken knickt nicht ab.

Für Zarte: Für eine schmal gebaute Frau wie die Testperson sind auch die Stützkissen von Allnatura, Billerbeck, Hefel und Paradies eine gute Wahl. Vor allem wenn sie überwiegend auf der Seite schläft.
Für Breitschultrige: Der kräftige Mann mit gekrümmter Wirbelsäule hat weniger Auswahl und könnte noch das Schlaraffia Geltex Inside Kissen Support ausprobieren. Vor allem für die Seitenlage sind die meisten Kissen weniger geeignet.männliche Pendant mit breiten Schultern sowohl in der Seiten-wie auch in der Rückenlage gut ab. Das bedeutet: Hier liegt der Kopf entspannt auf einer guten Höhe und der Nacken knickt nicht ab.
Für Zarte: Für eine schmal gebaute Frau wie die Testperson sind auch die Stützkissen von Allnatura, Billerbeck, Hefel und Paradies eine gute Wahl. Vor allem wenn sie überwiegend auf der Seite schläft.
Für Breitschultrige: Der kräftige Mann mit gekrümmter Wirbelsäule hat weniger Auswahl und könnte noch das Schlaraffia Geltex Inside Kissen Support ausprobieren. Vor allem für die Seitenlage sind die meisten Kissen weniger geeignet.ren Bereich, die auch nach längerer Erholungszeit bestehen blieben.

Knochenhart. Vier Kissen bestehen aus viskoelastischen Schäumen. Diese Schäume sind relativ fest. Die Körpertemperatur der Schläfer macht sie weicher und elastisch. So passen sie sich gut dem Körper an. Dieser Effekt ist bei den Kissen sehr unterschiedlich ausgeprägt. Überraschenderweise am wenigsten beim Kissen der Marke Tempur, durch die der Schaum ursprünglich bekannt wurde. Der Tempur-Schaum zeigte sich zudem stark temperaturabhängig. Im kalten Schlafzimmer bleibt er ziemlich hart.

DIE INHALTSSTOFFE

Reines Gewissen: Sieben von zehn Kissen erreichen im Testergebnis Inhaltsstoffe ein „sehr gut“. Die beauftragten Labore haben keine oder nur Spuren bedenklicher Stoffe nachgewiesen.
Überflüssige Ausrüstung: Das Schlaraffia Geltex Inside Kissen Support ist mit einer quartären Ammoniumverbindung antibakteriell ausgerüstet. Diese Chemikalie belastet die Umwelt und kann Haut und Augen reizen. Eine solche Behandlung hält ÖKO-TEST für vollkommen überflüssig, zumal der Bezug regelmäßig gewaschen werden kann.
Schädliche Rückstände: Aus zwei Kissen lösten sich in der Laborprüfung deutlich Mengen des giftigen Halbmetalls Antimon. Dabei handelt es sich um Rückstände aus der Polyesterproduktion. Durch eine Verbesserung ihrer Verfahren könnten die Hersteller die Gehalte weiter absenken.

DIE WEITEREN MÄNGEL

Umweltbelastende optische Aufheller hat das Labor in fast allen Kissen gefunden. Auch sie sind vollkommen überflüssig. Erfreulicherweise bemühen sich einige Hersteller sichtlich, auf sie zu verzichten. Nur noch Billerbeck setzt die Aufheller im Hauptmaterial des Bezugs ein. Doch bei vielen anderen reicht das Augenmerk offenbar noch nicht bis zum kleinen Innenetikett oder dem Garn einer versteckten Naht. Vorbildlich: Allnatura mit dem Kissen Sana Vario 2. Es ist komplett frei von optischen Aufhellern.
Wenig informativ sind die meisten Erläuterungen zum Produkt auf den Verpackungen. Vor allem informieren viele Hersteller nicht darüber, welche Seite der unterschiedlich hohen Nackenpolster im Regelfall vorne sein sollte. Dies erwarten wir jedoch bei deutlich asymmetrischen Kissen. Lediglich Anbieter Dormiente liefert eine Bedienungsanleitung.

Allnatura Nackenstützkissen „Sana Vario 2“, medium
+ Für schmale Schultern bestes Kissen in Seitenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage
+ Höhenverstellbar durch Einlageplatte

Irisette Nackenstützkissen Piet Midi
+ Für schmale Schultern in Seitenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage
– Keine Höhenanpassung möglich

Fett gedruckt sind Mängel.Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 128.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: optische Aufheller. 2) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen in der Verpackung. 3) Laut Anbieter (Diagramm auf der Verpackung) nicht für breite Schultern auf mittelharter Matratze geeignet. Das Testergebnis fiel jedoch „gut“ aus und geht deshalb in die Wertung ein. 4) Weiterer Mangel: keine Angaben zur Verwendung und Ausrichtung der Kissen bei deutlicher Asymmetrie. 5) Weiter Mangel: unzureichende Angaben zur Verwendung und Ausrichtung der Kissen bei deutlicher Asymmetrie. 6) Bezug bis 95 °C waschbar. 7) Höhenverstellung möglich. 8) Die optischen Aufheller wurden im Innenetikett nachgewiesen. Laut Anbieter enthalten die aktuell verwendeten Etiketten keine optischen Aufheller mehr, zu erkennen an der neuen Firmenanschrift „Auf dem langen Furt 14-16“ auf dem Innenetikett. 9) Laut Anbieter enthalten Reißverschluss, Label und Pflegeetikett mittlerweile keine optischen Aufheller mehr. Allerdings wurden auch im Bezug und im Steppgarn optische Aufheller nachgewiesen. 10) Laut Anbieter wird das Produkt nicht im deutschen Fachhandel vertrieben. ÖKO-TEST hat es in einem österreichischen Onlineshop eingekauft. 11) Laut Anbieter (Diagramm auf der Verpackung) nicht für schmale Schultern auf mittelharter Matratze geeignet. Das Testergebnis fiel jedoch „gut“ aus und geht deshalb in die Wertung ein. Die optischen Aufheller wurden im Garn der Einlegeplatte nachgewiesen. Laut Anbieter wurde die Produktion sofort auf eine alternative Platte ohne optische Aufheller umgestellt (inklusiv der Lagerbestände). Die Verstärkung der Niete an der Verpackung enthielt PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen. Laut Anbieter enthalte die Verpackung durch einen Lieferantenwechsel im Oktober 2018 keine chlorierten Verbindungen mehr. Die verbesserten Produkte würden durch ein * im Produktnamen gekennzeichnet: *Paratex Ergonomic*. 12) Das Testergebnis Praxisprüfung ist noch „gut“, weil der Durchschnitt bei 2,48 liegt.

Billerbeck Care Classic Latexi Nackenstützkissen
+ Für schmale Schultern in Seiten- und Rückenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage
+ Höhenverstellbar durch Einlageplatte

Centa-Star Relax Gelax Nackenstützkissen
+ Einziges universell einsetzbares Kissen im Test
+ Gut anpassbar an die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzer
+ Sehr gute Haltbarkeit

Dormiente Relaxopillo Med Formkissen
+ Für schmale Schultern in Seitenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage
– Keine Höhenanpassung

Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich bei Kissen ohne Viskoeffekt zu 80 % aus dem Abstützverhalten und zu 20 % aus der Haltbarkeit zusammen, bei Kissen mit Viskoeffekt zu 70 % aus dem Abstützverhalten, zu 15 % aus der Haltbarkeit und zu 15 % aus dem Viskoeffekt; auf eine Kommastelle gerundet. Das Teilergebnis Abstützverhalten ist der arithmetische Mittelwert aus den vier Einzelnoten. Ein Produkt mit mindestens einer Einzelnote „ausreichend“ beziehungsweise „befriedigend“ sowohl bei schmalen wie bei breiten Schultern kann im Teilergebnis Abstützverhalten nicht besser als „ausreichend“ beziehungsweise „befriedigend“ sein. Das Teilergebnis Haltbarkeit setzt sich zu gleichen Teilen zusammen aus den Bewertungen der Höhen- und Härtenänderung unter einer simulierten Dauerbelastung. Deutliche Belastungsspuren im vorderen Bereich

Hefel Mediflex Nackenstützkissen
+ Für schmale Schultern in Seiten- und Rückenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage
+ Höhenverstellbar durch dreischichtigen Aufbau

Paradies Nacken-Stütz-Kissen Paratex Ergonomic
+ Für schmale Schultern in Seiten- und Rückenlage
+ Für breite Schultern in Rückenlage sehr gut
+ Höhenverstellbar durch Einlageplatte

Schlaraffia Geltex Inside Kissen Support
+ Für breite Schultern in Seiten- und Rückenlage
+ Für schmale Schultern in Seitenlage
-Keine Höhenanpassung möglich
-Antibakterielle Ausrüstung

Tempur Original Schlafkissen M
+ Für breite Schultern in Rückenlage sehr gut
+ Für schmale Schultern in Seitenlage
– Keine Höhenanpassung

F.a.n. Nackenstützkissen Vario 2
+ Lediglich geeignet für breite Schultern in Seitenlage
+ Leichte Anpassung der Härte möglich über Nackenrolle
– Nur stark eingeschränkt nutztbar, keine Höhenanpassung

Foto: privat

„Für Menschen mit Atmungsstörungen ist die Seite meist die beste Lage. Ich empfehle solchen Patienten, ein Nackenstützkissen auszuprobieren, um besser in Seitenlage liegen zu können.“Dipl.-Psychologe Werner Cassel, Schlafmedizinisches Zentrum, Universitätsklinikum Gießen und Marburg

ÖKO-TEST RÄT

► Wer Nackenprobleme hat und deshalb schlecht schläft, dem hilft vielleicht ein Nackenstützkissen. Allerdings: Nicht alle Menschen kommen mit den geformten Schäumen zurecht.
► Wählen Sie ein Kissen entsprechend Ihrer Statur und Ihrer bevorzugten Schlafposition (siehe Tipps Seite 104). Testen Sie das Kissen im Geschäft auf einer Matratze, die ähnlich hart oder weich ist wie Ihre daheim.
► Kissen mit Höhenverstellung können Sie nachträglich anpassen.

SO TESTET ÖKO-TEST

Eine spezielle Messvorrichtung kann in der Rückenlage die Neigung des Kopfes genau anzeigen. Die leichte Neigung ist optimal.


Fotos: Labor (4)

Breite Schultern und eine mittelstark gekrümmte Wirbelsäule – damit legte sich die männliche Versuchsperson auf die Kissen.


Mit skalierten Fotos bestimmten die Tester in Seiten- und Rückenlage die Abstützhöhe sowie den Kopf-Rumpf-Winkel.


Wir habenzehn Nackenstützkissen von Markenherstellern mit geformten Füllungen ausgewählt. Darunter finden sich drei Latex- und vier viskoelastische Schäume. Bei fünf Kissen ist es möglich, die Höhe anzupassen. Die Preise reichen von rund 34 bis 129 Euro. Uns ging es vor allem um die Frage, wie entspannt Verbraucher auf den Nackenstützkissen liegen können. Dazu müssen die geometrischen Eigenschaften wieAbstützhöhe und Winkel des Kopfes stimmen. Die Halswirbelsäule soll optimalerweise nur leicht schräg liegen, nicht abgeknickt und schon gar nicht überstreckt werden. Das Labor untersuchte das mittels zweier Versuchspersonen in Rücken- und Seitenlage: eine Frau mit schmalen Schultern und relativ gerader Wirbelsäule, ein Mann mit breiten Schultern, höherem Körpergewicht und mit mittelstark gekrümmter Wirbelsäule. Im Test kamen die Kissen auf eine Matratze mittlerer Härte. In eine weiche Unterlage können die Schultern einsinken, in eine harte nicht.
Außerdem auf dem Prüfstand: Wie haltbar sind die Schäume und wie elastisch sind die viskoelastischen Materialien, vor allem bei kühleren Temperaturen? Und geben die Hersteller Informationen, wie die Kissen verwendet werden sollen?
In chemischen Laboren analysierten die Prüfer, inwieweit sich der Verbraucher mit den Kissen Schadstoffe ins Haus holt. Mit dem Schweiß können sich beispielsweise Antimon-Rückstände aus den Polyesterhüllen lösen. Und Latexfüllungen können krebsverdächtige Nitrosamine an die Raumluft abgeben.
Die Ergebnisse aus der Praxisprüfung bilden den Kern unsererBewertung. Ein Kissen, das für keinen der beiden Probanden überzeugend passt, erhält im Abstützverhalten nur die Teilnote „befriedigend“ beziehungsweise „ausreichend“. Schadstoffe durch eine unnötige antibakterielle Ausrüstung verschlechtern das Gesamturteil, ebenso wie unzureichende Informationen zur Handhabung.

SO LIEGEN SIE RICHTIG

► Seitenlage: Der Verlauf der Wirbelsäule vom Becken bis zum Hals sollte eine gerade Linie ergeben. Das heißt, dass der Kopf in der Regel leicht geneigt liegt. Die Höhe wird durch die Schulter- und Beckenbreite bestimmt.
► Rückenlage: Der Kopf liegt am besten fast gerade und nur minimal geneigt auf dem Kissen. Die Höhe hängt davon ab, ob die Wirbelsäule gekrümmt oder relativ gerade ist. In der Regel ist das Kissen in dieser Lage relativ flach.
►Wichtig: In beiden Lagen spielt das Körpergewicht und die Härte der Matratze eine wichtige Rolle dabei, wie tief Sie einsinken.

Foto: [M] ÖKO TEST / Valadzionak Volha/Shutterstock

BITTE BEACHTEN

► FürRückenschläfer kommt in der Regel der niedrigere Wulst des Kissens in den Nacken. Falls die Wirbelsäule gekrümmt ist (Kyphose), muss das Kissen entsprechend höher sein.
Seitenschläfer benötigen ein auf die Schulterbreite abgestimmtes Kissen. In der Regel liegt hier der höhere Wulst des Kissens im Nacken.
► Auf einer harten Matratze muss das Kissen höher sein als auf einer weichen Unterlage. In Letzere sinkt die Schulterpartie stärker ein, so dass sowohl in Seiten-wie in Rückenlage eine geringere Höhe erforderlich ist.
Ein „normales“ Kopfkissen im Format 40 mal 80 Zentimeter reicht oft aus. Der Orthopäde Dr. Henning Leunert, Vizepräsident des Bundesverbands für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU), rät, ein relativ weiches Kissen der Länge nach zu falten, um einen guten Stützeffekt zu erreichen.