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TEST Rasiermittel für Frauen: Glatt gelaufen


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2022 vom 19.05.2022

RATGEBER

1 Rasiergel, -schaum oder -creme: Das hängt von Ihrer Vorliebe ab. Für jede Kategorie finden Sie in diesem Test „gute“ und „sehr gute“ Produkte.

2 Neun Rasiermittel im Test gibt es in Gelform: Auf die feuchte Haut auftragen und leicht einreiben – meist entsteht dann von selbst ein Schaum.

3 Viele Produkte im Test sind für sensible Haut ausgelobt, enthalten aber dennoch Parfüm. Wer Duftstoffe schlecht verträgt, wählt eines der beiden ohne Parfüm.

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Der Sommer steht vor der Tür und damit die Saison für Freibad, Sommerkleid und Spaghettiträger. So viel Haut zeigen die meisten Frauen in Deutschland am liebsten ohne Haar, das ermittelte gerade wieder der Kosmetikverband IKW: Laut einer Umfrage von 2021 enthaaren 81 Prozent der Frauen hierzulande ihre Achseln, 73 Prozent ihre Beine und immerhin 66 Prozent die Bikinizone – und zwar bevorzugt per Nassrasur.Damit dabei alles glattläuft, bietet die ...

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... Industrie Rasiergele, -schäume oder -cremes speziell für die weibliche Klientel an.

Nur zwei sind „mangelhaft“

Wir haben 16 solcher Produkte getestet und insgesamt wenig zu meckern: Nur zwei fallen mit „mangelhaft“ durch, drei Viertel dagegen können wir empfehlen. Unter den fünf Rasiermitteln mit Bestnote „sehr gut“ sind nicht nur solche mit Naturkosmetiksiegel, sondern auch zwei konventionelle Rezepturen vom Discounter: Das Bevola Rasiergel Peach gibt es bei Kaufland, den Pure & Basic Lady’s Rasierschaum Sensitiv bei Netto Marken-Discount. Sie gehören zu den preisgünstigsten Rasierhilfen im Test.

„Die Preisunterschiede der Rasiermittel im Test sind immens. Dabei gibt es empfehlenswerte Produkte auch für wenig Geld.“

Heike Baier ÖKO-TEST-Redakteurin

TIPPS

So vermeiden Sie Pickel und Pannen

Reinigen und Zeit nehmen Rasierpickel und andere Entzündungen entstehen bei häufigem Rasieren gern in den Achseln oder der Bikinizone, denn dort ist das Klima für Bakterien besonders günstig. Vor der Rasur die betreffenden Hautareale mit einem milden Duschgel reinigen, dann erst das Rasiermittel auftragen. Sich etwas Zeit nehmen, damit Wasser und Rasiermittel die Poren öffnen und die Haare einweichen können.

Mit dem Strich rasieren Lieber mit dem Strich rasieren, auch wenn es sich zunächst nicht so gründlich anfühlt. Das stresst die Haut weniger und vermeidet damit Reizungen. Zu häufiges Rasieren fördert Irritationen – aber auch zu seltenes, weil langes Haar mehr Korrekturzüge erfodert: Ideal wäre ein Abstand von drei bis vier Tagen.

Kühl nachspülen Nach dem Rasieren mit kaltem Wasser nachspülen, so schließen sich die Poren schneller. Bei kleineren Hautirritationen und -verletzungen wirkt ein Aloe-vera-Gel entzündungshemmend. Empfehlenswerte Gele finden Sie auf oekotest.de/11431. Die Klingen nach der Rasur gründlich säubern und regelmäßig wechseln.

Nach der Rasur ist vor der Rasur. Erst recht im Sommer, wenn gar nicht erst der Hauch eines Haaransatzes auf blitzen soll, kann das ständige Nachrasieren ganz schön stressig für die Haut sein. Die Aufgabe der Rasiermittel dabei ist einfach: Egal ob Schaum, Gel oder Creme – sie sollen primär einen schützenden Film auf der Haut bilden und dafür sorgen, dass die Klinge besser gleitet. So sinkt die Gefahr für Verletzungen oder Rasierpickel. Viele Produkte enthalten zusätzlich noch pflegende und beruhigende Zusätze wie Aloe vera, Kamille oder Pfingtsrosenextrakt, die meisten sind ohnehin als „sensitiv“ ausgelobt.

Stress für Haut und Umwelt

„Bye Bye Stress“ steht auch auf der Tube der Hi Audrey Intuition Shave Cream Coconut, einer Marke des Rasierklingenspezialisten Wilkinson Sword. Das Produkt rasselt im Test mit „mangelhaft“ durch, denn ganz so stressfrei finden wir die Rezeptur nicht. Das beauftragte Labor wies darin aromatische Kohlenwasserstoffverbindungen (MOAH) nach, die in der Regel aus schlecht aufgereinigten Paraffinen in Kosmetika gelangen. Das Problem dabei: In der großen Stoffgruppe der MOAH befinden sich auch krebserregende Verbindungen, und wir können nicht ausschließen, dass sie auch hier mit von der Partie sind. Als einziges Produkt im Test enthält Hi Audrey außerdem Silikone. Diese gelangen nach der Rasur ins Abwasser und von dort in die Gewässer oder mit dem Klärschlamm auf Felder, wo sich manche Verbindungen nur langsam wieder abbauen. Das macht durchaus Stress – und zwar für die Umwelt.

Aloe vera, synthetisch beduftet

„Mangelhaft“ ist auch das Satin Care Sensitive Aloe Vera Rasiergel, das gemeinsam mit der Damenrasierermarke Gilette Venus von Proctor & Gamble vermarktet wird.Die Dose mit den saftig-grünen Aloe-vera- Scheiben macht Hoffnung auf natürliche Wirkstoffe. Das passt so gar nicht zum synthetischen Moschusduft Galaxolid, den das Labor in dem Gel aufspürte. Galaxolid gilt als persistent, breitet sich weltweit in Flüssen und Seen aus und ist für Wasserlebewesen toxisch. Die Verbindung reichert sich auch im menschlichen Fettgewebe an, wohin sie über die Nahrungskette, aber auch über die Haut aus Kosmetika gelangt. Punktabzug bei Satin Care gibt es außerdem für das Antioxidans Butylhydroxytoluol (BHT), das unter Verdacht steht, wie ein Hormon zu wirken und beispielsweise die Schilddrüsenfunktion zu beeinträchtigen. BHT werten wir auch im Nivea Sanfte Rasur Rasiergel ab, neben dem Australian Bodycare Intim Shave Gel Tea Tree Oil eines von zwei „ausreichenden“ Gelen im Test.

Ohne Umkarton wäre noch cleaner

Polyethylenglykole oder ihre Abkömmlinge können die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen – das schreiben wir in fast jedem Kosmetiktest. Und auch in diesem kommen lediglich drei konventionelle Rasiermittel ohne PEG/PEG-Derivate aus. Darunter das No Clean Shaving Gel: Es zählt sich zur Trendsparte Clean Beauty – „Kosmetik, die alles weglässt, was die Haut reizen könnte“, wie es auf der Packung heißt. Super fänden wir, wenn die Marke jetzt noch den Umkarton wegließe – der ist zur Verpackung einer Plastikflasche nämlich unnötig.

TEST Wir haben getestet

So haben wir getestet

Wir haben 16 Rasiermittel für Frauen in Supermärkten, Discountern und Drogerien eingekauft, darunter neun Rasiergele, vier Rasierschäume, zwei Rasiercremes und eine Rasierseife. Das günstigste Produkt im Test kostete ein Euro pro 200 Milliliter, für das teuerste bezahlten wir bei gleicher Menge 19,90 Euro. Die von uns beauftragten Labore untersuchten die Rasiermittel auf allergene Duftstoffe, auf Moschusverbindungen, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern, auf bedenkliche Formaldehyd/-abspalter, auf umstrittene halogenorganische Verbindungen sowie – bei paraffinhaltigen Produkten – auf eine Verunreinigung mit problematischen Mineralölbestandteilen (MOAH). Die Deklarationen nahmen wir unter anderem in Hinblick auf bedenkliche Konservierungsstoffe und PEG/PEG-Derivate unter die Lupe, die die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können, und auch auf synthetische Polymere und Silikone, die unsere Gewässer belasten. Verpackungen ließen wir auf umweltschädliche chlorierte Verbindungen analysieren. Wenn die Rasiermittel aus einer Plastikflasche kommen, baten wir die Anbieter um Belege für den Rezyklatanteil in der Flasche. Je problematischer wir eine Substanz finden, um so strenger werten wir ab. Umweltrelevante Kritikpunkte wie synthetische Polymere oder eine unnötige Umverpackung fallen unter die Weiteren Mängel.