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TEST Reinigungsmilch: Schonwaschgang


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 22.09.2022

RATGEBER

1Auf die Deklaration achten: Nicht jede Reinigungsmilch eignet sich auch zum Abschminken der Augen.

2Die „sehr guten“ Produkte kommen ohne Kunststoffverbindungen in der Rezeptur aus – gut für die Umwelt.

3Noch mehr Umweltschutz? Wir haben fürs Septemberheft feste Gesichtsreiniger geprüft. Damit lässt sich Müll einsparen. Die aktuellen Testergebnisse gibt es auch unter .

Artikelbild für den Artikel "TEST Reinigungsmilch: Schonwaschgang" aus der Ausgabe 10/2022 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Reinigungsmilch macht anders sauber als Wasser und Seife. Sie enthält zwar auch Wasser. Dazu kommen aber Öle und Emulgatoren. Diese Mischung befreit die Haut schonend von Schmutz, Talg und Schminke. Wichtig für die sanfte Reinigung: Die Emulsion darf ihrerseits nicht mit problematischen Inhaltsstoffen daherkommen.

Wir haben gute Nachrichten: 25 von 33 Produkten im Test schneiden mit Bestnote ab. ...

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... Die Reinigungsmilch von L’Occitane und ein Produkt von L’Oréal fallen durch.

L’Oréal: Von wegen kostbar

In derL’OréalReinigungsmilchKostbareBlütenhat das von uns beauftragte Labor unter anderem aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe, kurz MOAH, nachgewiesen. MOAH können mit Paraffinen, also erdölbasierten Zutaten, in Kosmetik gelangen. Laut Zutatenliste der Reinigungsmilch ist Paraffinum Liquidum der Hauptbestandteil nach Wasser. MOAH können über die Haut aufgenommen werden. Weil darunter krebserregende Verbindungen nicht auszuschließen sind, sehen wir MOAH in Kosmetika kritisch.

Das beauftragte Labor wies in der Milch außerdem umstrittene halogenorganische Verbindungen nach. Viele halogenorganische Verbindungen gelten als allergieauslösend. Um welche Verbindung es sich imL’Oréal-Produkthandelt, lässt sich

mit der angewandten Methode nicht genau bestimmen. Mit Gesamturteil „ungenügend“ ist dieL’OréalReinigungsmilchKostbareBlütenunser Testverlierer.

L’Occitane: Nur „mangelhaft“

Auf dem zweitletzten Platz steht dieL’OccitaneCleansingMilk.Die 19,50 Euro teure Reinigungsmilch bekommt von uns nur das Gesamturteil „mangelhaft“. Das Produkt enthält ebenfalls halogenorganische Verbindungen, die Laboranalyse hat das auch bei diesem Produkt gezeigt. Konkret auf der Verpackung deklariert ist hier das halogenorganische Konservierungsmittel Chlorphenesin, das die Haut reizen kann.

Umstrittene Emulgatoren

In den beiden Schlusslichtern sowie in derLaRoche-PosayReinigungsmilchstecken laut Zutatenliste PEG/PEG-Derivate. Solche Emulgatoren können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen.

Verbreitete Umweltsünden

Die genannten Produkte von L’Oréal, L’Occitane und La Roche-Posay sowie drei weitere konventionelle Marken kommen nicht ohne Kunststoffverbindungen in der Rezeptur aus. Letztlich spült man die Kunststoffe vom Gesicht ab und sie gelangen ins Abwasser. Selbst wenn sie in der Kläranlage aus dem Wasser entfernt werden, können die Kunststoffe über den Klärschlamm auf die Felder gelangen. Dort bauen sie sich zum Teil nur sehr langsam ab.

„Für eine Gesichtsreinigungsmilch 40 Euro ausgeben? Selbst Naturkosmetik mit Gesamturteil ,sehr gut‘ gibt es schon ab 2,75 Euro.“

TIPPS

Individuelle Gesichtsreinigung

Ist das was für mich?

Reinigungsmilch ist häufig für trockene, empfindliche oder „normale“ Haut ausgelobt und kommt ohne schaumbildende Tenside aus. Für fettigere Hauttypen und Mischhaut können sich etwa Waschgel oder -schaum besser eignen. Sie waschen Ihr Gesicht bisher mit reinem Wasser und Ihrer Haut geht es gut? Dann ändern Sie einfach nichts.

Danach Gesichtswasser?

Auf Kosmetikverpackungen stehen gerne noch eine Reihe weiterer Produktempfehlungen, etwa die Aufforderung, nach dem Waschen mit Reinigungsmilch noch das Gesichtswasser der Marke zu verwenden. Das kann man sich auch prima sparen. Insbesondere von alkoholischem Gesichtswasser raten Dermatologinnen und Dermatologen ab, weil es die Haut austrocknet und erheblich den hauteigenen Schutzmantel stören kann. Weitere Tipps zur Gesichtsreinigung für verschiedene Hauttypen geben wir ab Seite 84.

Schließlich die Plastikverpackungen: Wir erwarten, dass diese mindestens 30 Prozent Recyclingmaterialanteil enthalten. Davon ist das Gros weit entfernt. Nur für acht Produkte haben die Hersteller entsprechende Belege gesandt.

TEST Wir haben getestet

So haben wir getestet

Wir haben 33-mal Reinigungsmilch eingekauft. Sie soll das Gesicht sanft von Schmutz befreien. Mit dabei sind Eigenmarken, bekannte Markenprodukte und Produkte aus der Apotheke und dem Bio-Laden. 200 Milliliter Reinigungsmilch kosten zwischen 75 Cent und knapp 42 Euro. Im Labor ließen wir alle Produkte auf umstrittene und bedenkliche Inhaltsstoffe wie halogenorganische Verbindungen, Allergie auslösende Duftstoffe und Formaldehyd/ -abspalter untersuchen. Anhand der Deklaration prüften wir außerdem den Einsatz von PEG/PEG-Derivaten und synthetischen Polymeren. Wir wollten außerdem wissen, wie fortschrittlich die Verpackungsmaterialien sind und baten die Hersteller, uns Nachweise zum Anteil an recyceltem Kunststoff vorzulegen. Mindestens 30 Prozent müssen es für ein „sehr gutes“ Testergebnis Weitere Mängel schon sein. Noten ziehen wir auch ab, wenn die Kunststoffflasche auch noch in einem Karton verpackt ist.