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TEST SAUGROBOTER: ALLEIN AUF WEITEM FLUR


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 29.03.2018

Unser Test zeigt: Saugroboter können die Hausarbeit erleichtern, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen stimmen. Neben der Beschaffenheit des Bodens spielt die Saugleistung eine entscheidende Rolle. Hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.


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Foto: diego_cervo/getty images

ÖKO-TEST RÄT

► Saugroboter kommen gut in Räumen mit harten Böden zurecht. Teppiche, auch kurzflorige, saugen die Geräte nicht sauber. Einen herkömmlichen Bodenstaubsauger können die Roboter nicht komplett ersetzen.
► Langflorige Teppiche, Kabel, wertvolle Möbel oder Va sen besser vor dem Saugen entfernen.
► Vor dem Kauf ...

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► Saugroboter kommen gut in Räumen mit harten Böden zurecht. Teppiche, auch kurzflorige, saugen die Geräte nicht sauber. Einen herkömmlichen Bodenstaubsauger können die Roboter nicht komplett ersetzen.
► Langflorige Teppiche, Kabel, wertvolle Möbel oder Va sen besser vor dem Saugen entfernen.
► Vor dem Kauf die eigenen Ansprüche an die Ausstattung checken: Wie wichtig sind mir Fernbedienung, Raumabgrenzer oder App-Bedienung?

Frei möchte er sein, raus aus dem verlogenen Beziehungsalltag, raus aus der Hausarbeit: „I want to break free“, singt Queen-Sänger Freddie Mercury im Musikvideo des gleichnamigen Pophits und pflügt mit dem Staubsauger in der Hand durchs spießige Reihenhaus. Nun rangiert das Saugen des Bodens, was die Beliebtheit von Hausarbeiten betrifft, zwar im soliden Mittelfeld. Das hat zumindest eine repräsentative Umfrage eines Immobilienportals 2016 ergeben. Am beliebtesten ist demnach Kochen, am unbeliebtesten Bügeln. Und manch hochtechnologisierter Markenstaubsauger taugt heute wohl weniger als Symbol häuslicher Knechtschaft, denn als kultiges Prestigeobjekt.


Der Preisunterschied ist enorm und reicht von Saugrobotern für weniger als 100 Euro bis hin zu mehr als 1.000 Euro.


Dennoch muss man kein Hausstauballergiker sein, um sich nachhaltig befreien zu wollen vom lauten, zeitraubenden, leider aber notwendigen Saugen.

Da kommen Saugroboter doch wie gerufen! Diskret sollen sie die eigenen vier Wände säubern, während man selbst sich Wichtigerem oder Angenehmerem widmen kann. Die Wunschvorstellung: Man kommt nach Hause und der Boden ist sauber.

Doch funktioniert das wirklich? Und wo liegen wichtige Unterschiede zwischen den Modellen? Gewaltig sind zumindest die Preisunterschiede. Von günstigen No-Name-Geräten für weniger als 100 Euro bis hin zu Markensaugern für mehr als 1.000 Euro erstreckt sich das Angebot. So groß wie das Preisspektrum, so breit denn auch die Ausstattungspalette: Es gibt Modelle mit bloßen Basisfunktionen, die man direkt am Gerät einstellt, andere weisen mehrere Reinigungsmodi auf, die sich bequem via Fernbedienung oder App ansteuern lassen. Auch in der Navigation zeigen sich Unterschiede: Manche Saugroboter beackern den Raum systematisch, scannen ihn auf Hindernisse und weichen diesen aus. Andere spulen stets nur ihr Automatikprogramm ab, navigieren unsystematisch und rumpeln dabei auch noch gegen Stuhl- und Tischbeine.

Auch von einem hochwertigen Gerät können Verbraucher allerdings nicht erwarten, dass es sie vollends von händischer Saugarbeit befreit. Häufig weisen Anbieter selbst darauf hin, dass ihr Modell etwa für kuschelige Teppiche oder Felle nicht geeignet ist. Und in besonderen Raumsituationen wie schmalen Zwischenräumen sind konventionelle Sauger schon konstruktionsbedingt im Vorteil.

Was der ganz großen Freiheit der Benutzer außerdem im Wege steht: Auch ein Saugroboter will gewartet sein. Der Staubbehälter leert sich nicht von selbst und an Rollen und Bürsten gilt es regelmäßig Haare, Staubflusen und Schmutz zu beseitigen.


Manche Sauger erkennen Möbel als Hindernis, andere stoßen dagegen.


Wenn Saugroboter uns die Arbeit schon nicht komplett abnehmen, können sie uns dabei wenigstens gut unterstützen? Wie ordentlich hinterlassen sie harten Boden? Reicht die Saugleistung auch für kurzflorigen Teppich? Und sind die teuren Produkte wirklich ihren saftigen Preis wert? ÖKO-TEST hat acht Saugroboter unterschiedlicher Preisklassen einem umfangreichen Praxistest unterzogen.

DAS TESTERGEBNIS

Läuft nicht ganz rund: Die meisten Saugroboter überzeugen auf hartem Boden, aber auf Kurzflorteppich schwächeln alle. Wie viel Arbeit die Geräte Ihnen ersparen, hängt auch von der Einrichtung Ihrer Wohnung ab. Die besten Saugleistungen zeigen der Kobold VR200 und der Samsung Powerbot VR1DM7020UH, Honesty Blue. Am schlechtesten schneidet der Dirt Devil Spider 2.0 ab.
Harte Kerle: Die Saugroboter im Test sind Spezialisten für oberflächliche Verunreinigungen auf Hartböden, etwa durch Krümel oder Staub. Sechs von ihnen saugten im Labor auf Laminatboden mindestens 98 Prozent des mehligen Prüfstaubes auf, das ist beachtlich. Auch Brösel, Hundehaare, Pflanzengranulat und als Testverunreinigung eingesetzte kleine Hundepellets von der Größe von 1,5 x 1,0 x 0,8 Zentimeter schaffen die meisten Geräte. Schluss ist häufig bei Pellets, die etwa 2,4 x 2,0 x 0,8 Zentimeter messen. Weiteres Manko: Einige Geräte gelangen nicht an Verunreinigungen in Ecken. Das Reinigen entlang von Kanten klappt dagegen gut.


Saugroboter sind Spezialisten für oberflächliche Verunreinigungen auf harten Böden. Auf Kurzflorteppich versagten alle Kandidaten.


Auf dem Teppich machen die Saugroboter keine gute Figur. Der Philips Smartpro Easy FC8792 und der Dirt Devil Spider 2.0 haben bereits Probleme damit, auf eine Teppichkante von 1,5 Zentimeter hinaufzufahren. Auf einem Schurwollteppich mit 0,85 Zentimeter Florhöhe waren die Sauger, vor allem die Modelle von Anker, Samsung und Vorwerk, grundsätzlich fähig, Krümel und Haare zu beseitigen. Allerdings nahm auf einem handelsüblichen Kurzflorteppich mit 0,35 Zentimeter Florhöhe während einer Saugzeit von 15 Minuten keiner der Roboter auch nur ein Viertel des Prüfstaubs auf. Zum Vergleich: Die Laborexperten saugten auch mit einem konventionellen beutellosen 650-Watt-Staubsauger für etwa 80 Euro. Dieser nahm gut zwei Drittel des Staubs aus dem Teppich auf. Auch wenn wir an Saugroboter geringere Ansprüche richten als an herkömmliche Bodenstaubsauger: Diese Leistung ist allenfalls „mangelhaft“.
Rüpelhaftes Benehmen legte die Hälfte der Sauger in den Wohnungen der Prüfexperten an den Tag. Die Geräte erkannten Hindernisse nicht oder nicht zuverlässig und stießen dagegen. Wertvolle Möbel, Vasen und andere Kostbarkeiten sollte man also besser in Sicherheit bringen. Die Sauger verwickeln sich in Kabeln und bisweilen auch in Vorhängen, die einige Zentimeter auf dem Boden aufliegen. Immerhin verfügen die Geräte über einen gewissen Selbstschutz: Sie erkennen Treppen und stürzen nicht hinunter.
Einfach in Betrieb zu nehmen sind erfreulicherweise alle Roboter. Häufig muss man lediglich die Seitenbürsten anmontieren. Laufen die kleinen Helferlein dann, ermöglichen es die meisten, den Reinigungsmodus selbst zu wählen. Der Dirt Devil Spider 2.0 und der Philips Smartpro Easy FC8792 fahren nur in einem Automatikmodus. Der funktioniert beim Sauger von Philips wenigstens gut. Der Dirt Devil allerdings verteilt den Staub sogar an zuvor saubere Stellen.
Laut und schmutzig: Fast alle Produkte weisen in puncto Umwelteigenschaften Mängel auf. Manche Sauger sind auffallend laut, andere zeigen in der Prüfbox eine erhöhte Feinstaubemission oder brauchen deutlich mehr Energie als andere. Nur am Philips Smartpro Easy FC8792 gibt es bezüglich der Umwelteigenschaften nichts zu beanstanden.
Ladestationen funktionieren: Die Roboter fahren automatisch zur Station und docken zum Aufladen ihrer Akkus – die meisten sind mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet – an. Sie verlassen die „Tankstelle“ auch zur eingestellten Zeit.
Oft nicht verbraucherfreundlich ist das Leeren der Staubbox. Häufig müssen Nutzer hierfür den Filter abnehmen oder das Ganze gelingt nur mit Kraftaufwand. Manche Modelle wie der Kobold VR200 erlauben es neben dem händischen Entleeren, den Staub aus der Staubbox mit einem konventionellen Sauger abzusaugen. Das ist hygienischer, als die Box über dem Mülleimer zu entleeren – aber auch aufwendiger.
Virtuelle Raumbegrenzungen haben der Kobold VR200, der iRobot Roomba 896 und der Medion MD 16192 im Gepäck. Mit solchen Lichtschranken oder Magnetbändern lassen sich Räume abgrenzen, die der Roboter nicht befahren soll. Eine praktische Sache, etwa um Fressnäpfe zu schützen oder ganze Zimmer auszusparen.

SO REAGIERTEN DIE HERSTELLER

Mehrere Anbieter teilten uns mit, dass sie unter anderen Testbedingungen ein besseres Ergebnis auf Teppich erzielten. AnbieteriRobot teilte uns mit, der Roboter berühre Hindernisse bewusst, um möglichst viel Fläche zu reinigen. ÖKO-TEST bewertet das Gegenstoßen als Mangel.

ÖKO-TEST

„Für meine verwinkelte Wohnung mit Wohnzimmerteppich lohnt sich kein Saugroboter. Kollegen mit größeren Hartbodenflächen haben aber gute Erfahrungen gemacht.“

JÖRG DÖBEREINER,
ÖKO-TEST-Redakteur


Foto: Anja Wägele

KOBOLD VR200

Teuerster Sauger im Test, bester Gesamteindruck.
Ohne Mängel auf Hartboden, auch in den Ecken. Auf Teppich nur „mangelhaft“. Erkennt Hindernisse zuverlässig. Umfangreiche Ausstattung inklusive Raumbegrenzung (4-Meter-Magnetstreifen) und App-Steuerung. Mit 4,2 Kilogramm schwerster Sauger im Test. Verbraucht etwa doppelt so viel Energie pro Ladezyklus wie der Rest. Gerade noch „gut“.
Preis: 699,00 Euro

GESAMTURTEIL GUT

EUFY ROBOVAC 11

Solides Ergebnis bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Auf Hartboden überzeugend. Auf Kurzflorteppich besser als andere, dennoch „mangelhaft“. Einfach zu bedienen, sechs Reinigungsmodi. Lässt in Ecken Reste liegen und fährt gegen schmale Hindernisse. Relativ große Staubbox. Eine geringere Feinstaubemission wäre wünschenswert, ebenso eine Raumbegrenzung. Unter dem Strich „befriedigend“.
Preis: 199,99 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

IROBOT ROOMBA 896

Flinker Flitzer, eckt gerne an.
Stoppte im Saugtest auf Hartboden bereits nach sieben Minuten, hatte da aber auch schon über 99 Prozent des Staubes aufgesammelt. Zeigt Probleme in Ecken und auf Kurzflorteppich, stößt gegen Hindernisse. Ist zudem etwas laut. Hat keine Fernbedienung, lässt sich aber per App steuern und verfügt über eine virtuelle Raumabgrenzung.
Preis: 499,00 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

SAMSUNG POWERBOT VR1DM7020UH

Energiebündel mit kleineren Mängeln.
Leistungsstark: Saugt auf Hartboden systematisch, schnell und sauber, rammt jedoch teilweise Möbel. Auf Teppich „mangelhaft“. Das Leeren der Staubbox empfanden manche Prüfer als schwergängig, doch immerhin ist sie relativ groß. Lautester im Test. Die in der Bedienungsanleitung erwähnte Raumabgrenzung ist mit dem getesteten Modell nicht kompatibel.
Preis: 549,00 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

VILEDA VR 302

Passable Leistung zu mittlerem Preis.
Wie so viele andere: auf Hartboden top, auf Teppich flop. Mit Problemen in den Ecken. Staubbox umständlich zu leeren, keine Raumabgrenzung mitgeliefert. Saugvorgang etwas laut. Verbraucher können zwischen drei Reinigungsmodi wählen und das Gerät per Ladestation oder Kabel aufladen.
Preis: 229,00 Euro

GESAMTURTEIL BEFRIEDIGEND

MEDION MD 16192

Schwach auf der Brust, dafür günstig.
Lässt in puncto Saugleistung zu wünschen übrig, auf Hartboden und erst recht auf Teppich. Ausstattung in Ordnung, Staubbox jedoch umständlich zu leeren und relativ klein. Etwas laut. Benötigt mindestens zwei Meter Freiraum vor der Ladestation, sonst orientierungslos beim Suchen nach derselben. Raumbegrenzung mittels Lichtschranke möglich.
Preis: 167,40 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

PHILIPS SMARTPRO EASY FC8792

Spartanisch ausgestattet, überzeugt auch beim Saugen nicht.
Smart? Na ja. Lediglich ein Automatikmodus und für den nächsten Tag jeweils nur auf die aktuell angezeigte Uhrzeit programmierbar. Relativ kleine Staubbox, keine Raumbegrenzung. Auf Laminatboden ordentlich, patzt aber, sobald es anspruchsvoller wird, etwa in Ecken oder an Hindernissen. Mit Problemen beim Auffahren auf Teppich, saugt selbigen nur „ungenügend“.
Preis: 221,49 Euro

GESAMTURTEIL AUSREICHEND

DIRT DEVIL SPIDER 2.0

Kleinster Preis, schlechtester Gesamteindruck.
Mit Abstand das schwächste Saugergebnis im Test, weder auf Hartboden noch auf Teppich zufriedenstellend. Mit Problemen in Ecken, bei Hindernissen sowie beim Auffahren auf Teppich. Wenig benutzerfreundlich, selbst eine Ladestation fehlt. Nur ein einziger Betriebsmodus, außerdem keine Fernbedienung.
Preis: 114,99 Euro

GESAMTURTEIL MANGELHAFT

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1) Das Testergebnis Praxisprüfung ist 2,48 und deshalb „gut“.2) Laut aktueller Anbieterrückmeldung handelt es sich um ein Auslaufmodell. Im Vorfeld des Tests hatte der Anbieter mitgeteilt, dass aktuell nur dieses Modell verkauft werde.3) Laut einem in Auszügen vom Anbieter übersandten internen Prüfbericht erreichte das Produkt unter anderen Testbedingungen auf Teppich nach gut acht Minuten eine Staubaufnahme von circa 36 bis 38 Prozent.4) Laut Anbieter erreichte das Produkt unter anderen Testbedingungen auf Teppich eine Staubaufnahme von circa 32 bis 36 Prozent. Zudem sei unter anderen Testbedingungen eine Schallleistung von weniger als 70 dBA gemessen worden.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Das Testergebnis Praxisprüfung setzt sich zu 80 Prozent aus dem Teilergebnis Saugen und zu 20 Prozent aus dem Teilergebnis Ausstattung, Handhabung und Umwelteigenschaften zusammen. Die Ergebnisse werden kaufmännisch gerundet. Die Bewertung des Teilergebnisses Ausstattung, Handhabung und Umwelteigenschaften erfolgt über ein System von Minuspunkten. Die Minuspunkte aller drei Bereiche werden addiert und wie folgt in Noten umgerechnet: 0–1 Minuspunkte = sehr gut, 2–3 Minuspunkte = gut, 4–5 Minuspunkte = befriedigend, 6–7 Minuspunkte = ausreichend, 8–9 Minuspunkte = mangelhaft, 10 oder mehr Minuspunkte = ungenügend.
Im Bereich Ausstattung führt zur Abwertung um sechs Minuspunkte: keine Ladestation. Zur Abwertung um zwei Minuspunkte führt: Reinigungsmodus nicht wählbar. Im Bereich Handhabung führen zur Abwertung um jeweils einen Minuspunkt: a) Staubbox umständlich zu leeren; b) als Startzeit für den folgenden Tag ist nur die aktuelle Uhrzeit programmierbar (in der Tabelle: „lediglich 24-h-Timer“); c) An- und Ausschalten umständlich. Im Bereich Umwelteigenschaften führt zur Abwertung um drei Minuspunkte: ein Mittelwert der zehn höchsten Messwerte für die Partikelgröße 2,5 μm von mehr als 100.000 in der Staubemissionsprüfung und ein Mittelwert der zehn niedrigsten Messwerte für die Partikelgröße 2,5 μm von mehr als 1.000 (in der Tabelle: „erhöhte Staubemission“). Zur Abwertung um jeweils zwei Minuspunkte führen: a) eine gemessene Schallleistung von 70 dBA oder mehr (in der Tabelle: „laut“); b) ein erhöhter Energieverbrauch pro Ladezyklus von 0,1 kWh oder mehr.
Das Teilergebnis Saugen setzt sich zu 40 Prozent aus dem Saugen auf Hartboden, zu 40 Prozent aus dem Saugen auf Kurzflorteppich und zu 20 Prozent aus sonstigen Mängeln beim Saugen zusammen. Saugen auf Hartboden: Gerät nimmt 98 Prozent des Staubs oder mehr auf = „sehr gut“; Gerät nimmt 95 Prozent des Staubs oder mehr auf, aber weniger als 98 Prozent = „gut“; Gerät nimmt 90 Prozent des Staubs oder mehr auf, aber weniger als 95 Prozent = „befriedigend“; Gerät nimmt 85 Prozent des Staubs oder mehr auf, aber weniger als 90 Prozent = „ausreichend“. Prozentangaben auf ganze Zahlen kaufmännisch gerundet. Saugen auf Kurzflorteppich: Gerät nimmt 15 Prozent des Staubs oder mehr auf, aber weniger als 25 Prozent = „mangelhaft“; Gerät nimmt weniger als 15 Prozent des Staubs auf = „ungenügend“. Prozentangaben auf ganze Zahlen kaufmännisch gerundet.
Unter den sonstigen Mängeln beim Saugen führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) Probleme beim Saugen in den Ecken; b) Probleme beim Auffahren auf kurzflorigen Teppich und/oder Badvorleger. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) lässt einige Krümel und/oder einige kleine Hundepellets liegen; b) Probleme beim Umfahren von Hindernissen.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen im Produkt und/oder in der Verpackung.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Praxisprüfung. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, hat keine Auswirkung auf das Gesamturteil.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de →Suchen → M1804 eingeben.
Einkauf der Testprodukte: November 2017.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

SO FUNKTIONIERT EIN SAUGROBOTER

Quelle: Anker Technology

Die Ansicht von unten macht es deutlich: Auf zweiRädern mit Antrieb (seitlich) und einemschwenkbaren Rad (vorne) rollt der Saugroboter durch den Raum. (Fahrtrichtung in unserem Bild: nach oben.) DieSeitenbürsten drehen sich und leiten Staub, Flusen oder Krümel in RichtungRollbürste, die sie in dieStaubbox transportiert. Diese Box lässt sich je nach Modell seitlich oder von oben zum Entleeren entnehmen. DerBürstenschutz sollte leicht abnehmbar sein, schließlich muss man die Bürste regelmäßig von Haaren befreien.Fallsensoren erkennen Stufen oder Abgründe und bewahren das Gerät vor dem Absturz. Ist die Arbeit des Roboters beendet oder geht sein Akku zur Neige, fährt er in die Ladestation und wird über dieLadestifte aufgeladen.

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Wir haben acht aktuelle Saugrobotermodelle ohne Wischfunktion eingekauft, darunter mehrere bekannte Staubsauger-Marken. Bewusst haben wir uns für verschiedene Preisklassen entschieden: Für das teuerste Gerät haben wir rund 700 Euro bezahlt, für das günstigste nur knapp 115 Euro.

Die Praxisprüfung
Ein auf Haushaltsgeräte spezialisiertes Prüfinstitut hat die Roboter gründlich gecheckt. Auf Laminat und Kurzflorteppich mussten sie genormten Staub und andere Verunreinigungen aufsaugen – stets in maximaler Leistungseinstellung. Die Experten prüften auch Umwelteigenschaften wie Lautstärke, Feinstaubemission und Energieverbrauch. Sie beurteilten Handhabung und Ausstattung, etwa wie die Geräte navigieren, ob die Steuerung via Fernbedienung oder App möglich ist und wie leicht sich die Staubbox leeren lässt. Darüber hinaus nahmen Mitarbeiter des Instituts alle Saugroboter mit nach Hause und testeten ihre Alltagstauglichkeit.

Gesaugt, getan! In einem Laminat-Testfeld mit Prüfstaub mussten die Roboter 15 Minuten lang ihr Können beweisen.


Foto: Jörg Döbereiner/ÖKO-TEST

Die Weiteren Mängel
Von einem Schadstofflabor ließen wir alle Geräte auf chlorierte Verbindungen prüfen. Diese Stoffe belasten die Umwelt in Produktion und Entsorgung.

Die Bewertung
Saugroboter müssen vor allem eins können: gut saugen. Deshalb haben wir das Teilergebnis Saugen mit 80 Prozent gewichtet. Daneben sollen sie aber auch benutzerfreundlich ausgestattet, einfach zu handhaben und in puncto Umwelteigenschaften akzeptabel sein.