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Test – Smartphone Xiamoi Mi 9T: Der Fotoprofi


Tablet und Smartphone - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 06.12.2019

Während Apple und Samsung sich preislich in immer höhere Sphären begeben, bleiben die Hersteller aus der zweiten oder gar dritten Reihe auf dem Teppich. Preislich zumindest, denn bezüglich der technischen Innovationen heißt es hier klotzen statt kleckern. Hatten wir in der vorigen Ausgabe noch zwei Smartphones mit ausfahrbarer oder klappbarer Selfiekamera zum vergleichsweise moderaten Preis im Test, so bringt Xiaomi jetzt beim Mi 9T die Pop-up-Kamera fast zum Schnäppchenpreis an die erfreute Kundschaft. Zwar muss man an einigen Stellen den Rotstift ansetzen, Key-Features wie Ausdauer und Fotografie ...

Artikelbild für den Artikel "Test – Smartphone Xiamoi Mi 9T: Der Fotoprofi" aus der Ausgabe 1/2020 von Tablet und Smartphone. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Tablet und Smartphone, Ausgabe 1/2020

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Dank der ausfahrbaren Selfiekamera gibt es jetzt eine fast hundertprozentige Frontabdeckung durch das Display, ohne Notch oder andere Störfaktoren, um die Kamera unterzubringen. Da für den Fingerprintsensor nun anderweitig kein Platz mehr ist, hat man ihn kurzerhand unsichtbar ins Display verlegt, das funktioniert gut, zumal hier wie üblich die Sensorfläche eingeblendet wird, sobald sich die Hand dem Display nähert. Freilich versteht sich das Mi 9T auch auf die Entsperrung per Gesichtserkennung, da hierzu natürlich erst die Kamera hochfahren muss, dauert das allerdings etwas länger als bei Geräten mit Kamera im Display, eine gute Sekunde, um genau zu sein. Dafür arbeitet die Erkennung selbst ziemlich zuverlässig, selbst mit Brille oder der Tagesbart wurde ich zuverlässig erkannt. Dennoch ist diese sogenannte 2D-Erkennung dem Hersteller selbst zu vage, sodass immer eine zweite Hürde aktiviert sein muss. Die Pin- oder Muster-Abfrage aktiviert das Smartphone dann, wenn Zweifel an der Identität des Gesichts bestehen.

Die Selfiekamera wird bei Bedarf hochgefahren, drei Kameras auf der Rückseite für drei unterschiedliche Brennweiten sorgen auch bei wenig Licht für hervorragende Aufnahmen


Sparmaßnahmen

In dieser Hinsicht ist also für Komfort gesorgt, dasselbe gilt für den Akku mit der enormen Kapazität von 4000 mAh, der in vollgeladenem Zustand dafür sorgt, dass unser Testvideo insgesamt 20 Stunden nonstop abgespielt wird. Die Displayhelligkeit legen wir für diesen Test auf 50 Prozent fest, und das WLAN ist aktiv. Dank des mitgelieferten kräftigen Netzteiles und der QuickCharge- Fähigkeit ist der Akku in weniger als zwei Stunden wieder voll aufgeladen. Allerdings muss man bei so viel Performance auch ein paar Abstriche in Kauf nehmen, anders lässt sich selbst für Xiaomi der Preis von knapp über 300 Euro kaum realisieren. Die gravierendste Sparmaßnahme ist wohl der interne Speicher, zwar stehen nominell 64 GB zur Verfügung, aber schon im Auslieferzustand beansprucht das System locker 14 GB, sodass für den Eigenbedarf noch knapp 50 GB frei sind. Angesichts der Tatsache, dass es weder eine Variante mit mehr Speicher gibt, noch die Möglichkeit besteht, mit einer microSD-Karte aufzustocken, ist das schon sehr knapp bemessen. Zwar können Sie zwei SIM-Karten nutzen, das ist allerdings nur ein schwacher Trost, besser wäre ein Hybridschacht gewesen, der wahlweise eine Speicherkarte oder die zweite SIM aufnimmt. Der verbaute Chipsatz liegt seitens der Leistung zwar hinter dem des Bruders Mi 9, reicht aber für den alltäglichen Gebrauch vollkommen aus, wir haben zumindest keinen spürbaren Leistungseinbruch feststellen können.

Der Fotoprofi

Weniger gespart wurde in der Fotoabteilung, und das betrifft nicht nur die pfiffige Lösung mit der Selfiekamera. Die drei Hauptkameras teilen drei Brennweiten untereinander auf; Normal-, Ultra-Weitwinkel und Tele- Brennweite. Wobei die Hauptkamera (mit der Normal-Brennweite) einen digitalen 10-fachen Zoom zur Verfügung stellt. Das geht zwar zulasten der Auflösung, was angesichts der üppigen Ausstattung vom 48 Megapixeln jedoch nur selten zum Tragen kommt. Wählt man im Menü die volle Auflösung aus, wird der Zoom auch abgeschaltet. Viel interessanter als das Spiel mit den Megapixeln ist dagegen die Leistung der Kameras bei extremen Lichtverhältnissen. Bei wenig Licht, in unserem Messaufbau etwa 30 Lux, fotografiert das Mi 9T fast rauschfrei und ohne sichtbare Artefakte, die durch die Kompensation des gefürchteten Bildrauschens entstehen. Selbst die Farbsättigung bleibt weitestgehend erhalten, sodass auf den Fotos, die mit dem Mi 9T gemacht werden, eben nicht alle Katzen grau erscheinen. Auch beim anderen Extrem, bei starkem Gegenlicht, schlägt sich die Kamera wacker und vor allem besser als bei so manch teureren Boliden. Keine Frage, dass auch der beliebte Porträt- Modus sehr gut funktioniert, sowohl mit den Hauptkameras als auch beim Selfie.

Zwei SIM-Karten passen rein, eine Speichererweiterung ist nicht möglich. Neben dem Kartenschacht ist die USB-Buchse vom Typ-C, das Headset wird oben angeschlossen


Fazit

Xiaomi hat mit dem Mi 9T wieder einen rausgehauen; ein Smartphone mit den komfortablen Features und einer Fotoabteilung aus der Spitzenklasse zum Einstiegspreis. Der knappe Speicher trübt das Bild etwas, da muss man die schönen Fotos, die sich mit dem Xiaomi machen lassen, eben öfter auslagern.