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TEST: SOUNDBARS MIT 3D-SOUND: ERST KINO DANN BAR?


video - epaper ⋅ Ausgabe 7/2018 vom 01.06.2018

Auf dem Papier hat Dolby Atmos inzwischen den Sprung vom Kinosaal in die kompakte Soundbar, ja genau genommen sogar ins Smartphone geschafft. Doch wie immersiv ist das Erlebnis tatsächlich? Wir haben alle derzeit verfügbaren Soundbars mit 3DK-lang getestet und verglichen.


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Bildquelle: video, Ausgabe 7/2018

Meine Meinung

ANTONIA LAIER ,
REDAKTEURIN

Alle Soundbars im Test ersetzen nicht das immersive Klangerlebnis, wie wir es aus dem Kinosaal oder aus so manch aufwendiger Heiminstallation kennen. Doch dieser Vergleich wäre auch nicht angebracht. Wer vielmehr mit wenig Aufwand und Platzbedarf den Mehrwert von 3D-Sound erfahren möchte, kann ...

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... getrost zu der einen oder anderen hier getesteten Soundbar greifen. Coole neue Features wie Sprachsteuerung oder Multiroom gibt es außerdem on top.

Die Überschrift klingt nach einem perfekten Freitagabend-Programm. Erst gemütlich den neuesten Blockbuster im Kino genießen und im Anschluss noch einen kleinen Absacker in der Kneipe nebenan einnehmen. Okay, der erste Teil passt auch zu unserem Test-Szenario. Da geht es nämlich um das immersive Tonerlebnis mit Dolby Atmos, dts:X oder auch Auro 3D, für welches man bis vor wenigen Jahren noch einen Kinosaal aufsuchen musste. Nach und nach war auch der Genuss in den eigenen vier Wänden möglich, vorausgesetzt, man verfügte über das nötige Kleingeld, nette Nachbarn, einen geräumigen Keller oder ein freistehendes Haus mit ausreichend Zimmern. Denn die Installation entsprechender Deckenlautsprecher lässt sich nicht bei jedem von heute auf morgen umsetzen. Also war die Freude groß, als sogenannte Upfiring-Systeme den Weg ins Heimkino fanden.

Das erleichtert zwar die Einrichtung in Mietwohnungen, aber so richtig „kompakt“ ist das Setup nach wie vor nicht. 2015 auf der IFA in Berlin fiel dann der Startschuss für das erste Soundbar-System mit Dolby Atmos. Yamaha überraschte mit dem YSP- 5600 als klanglich überzeugendes einteiliges 3D-System. Wir sind also beim zweiten Teil der Artikel-Headline angekommen, der Bar.

Samsung, LG, Sony, Onkyo und Philips zogen nach. Inzwischen steht sogar schon die zweite Generation in den Startlöchern. Den Test des ersten virutellen Systems, der HT-ZF9 aus dem Hause Sony, haben wir zum Anlass genommen, nochmals alle derzeit verfügbaren Modelle gegeneinander antreten zu lassen. Jeder Hersteller setzt dabei auf sein ganz eigenes Konzept. Ob ein-, drei-, vier- oder eben klassisch zweiteilig, ob mit oder ohne dts:X oder sogar ganz ohne entsprechende Codierung (Samsung HW-MS750), jedes Setup hat seine Vor- und Nachteile. Wir haben versucht, diese so gut wie möglich für Sie herauszuarbeiten. Denn was könnte schlimmer sein als die Entscheidung für die falsche Bar?

Sony HT-ZF9 // 800 Euro

Neu ist die Vertical Surround Engine-Taste, die prominent in der Mitte platziert ist. „Home“ führt ins anschauliche On-Screen-Menü.


Eine Investion von 1500 Euro für ein Soundbar-Subsystem will gut überlegt sein. Praktischerweise setzt Sony nun neben seinem Flaggschiff-Modell auf eine etwas abgespecktere und somit fast um die Hälfte günstigere Version einer Soundbar mit 3D-Klang. Die HT-ZF9 kommt nämlich ganz ohne die typischen Upfiring-Lautsprecher aus, die traditionell am rechten und linken Ende der Soundbar eingelassen sind.

Vielmehr überlässt der Hersteller die Verarbeitung des 3D-Sounds dem internen Signal-Decoding, das sonst ja auch für den virtuellen Surround-Sound auf horizontaler Ebene zuständig ist. Eben dieser DSP nennt sich Vertical Surround Engine und sagt eigentlich schon alles aus, was man wissen muss. Jegliches Material, sei es auch zweikanaligen Ursprungs, wird mittels Upscaling auf 7.1.2 hochgerechnet. Das Mittendrin-Erlebnis soll sich also auf die horizontale und vertikale Ebene ausbreiten. Wie gut das in der Praxis funktioniert, dazu später mehr.

Schlank und rank

Mit einer Länge von einem Meter, einer Höhe von 6,4 Zentimetern, einer Tiefe von 10 Zentimetern und einem Gesamtgewicht von 3 Kilogramm fällt die Soundbar um einiges kleiner und kompakter aus als so manch anderes Modell auf den folgenden Seiten. Allerdings sind dafür auch nur drei Breitband-Speaker verbaut. Trotz Kunststoff macht das Gerät aber dank seinem gebürsteten Design und schicken Bedienelementen an der Oberfläche mehr her, als man annehmen dürfte. Dazu gesellt sich ein Frontfire-Sub, der mit seinen Maßen von 19 x 38 x 39 Zentimetern weder sonderlich groß noch auffällig klein ausfällt. Das Display gibt die wichtigsten Informationen preis und ist auch bei angebrachter, magnetischer Grill-Abdeckung zum Schutz der Treiber gut ablesbar.

Hilfe beim Einrichten

Ein Einrichtungsassistent erleichtert die ersten Schritte wie Netzwerkeinbindung, Quellenanschluss oder Pegel-Justage. Das kennen wir schon vom Top-Model HT-ST5000. Überhaupt heimst die Sony Soundbar hier einige Pluspunkte für das anschauliche OnScreen-Menü ein, wie es in dieser ansprechenden Form sonst kein Modell im Testfeld bietet.

Insgesamt drei HDMI-Buchsen finden wir an der Rückseite (siehe Kasten rechts). Das sollte für den Normalgebrauch völlig ausreichen. Wir schließen also Zuspieler und Fernseher an und legen los.

Gelungene Täuschung?

Zunächst testen wir mit Klassikernwie Mad Max. Bereits im Kino-Modus stellt sich ein räumliches Erlebnis ein und die Stimmen sind aus verschiedenen Richtungen wahrnehmbar. Der Subwoofer spielt ausreichend tief und druckvoll. Aktivieren wir schließlich besagten DSP, bleibt das erhoffte Aha-Erlebnis allerdings aus. Nur minimal weitet sich die Klangbühne. Bei traditionellem 5.1-Content kommt der 3D-Effekt schon etwas mehr zum Tragen. Das Durchspielen der 5.1.2-Testtöne auf der Atmos-Demo-Disc lässt uns beim Anspiel der Höhenkanäle nur eine minimale Änderung zwischen aktivierter und deaktivierter Vertical Surround Engine feststellen: Wir nehmen das Signal bei aktiviertem Modus etwas weiter außen wahr. Beide Male schafft es der Klang aber nicht bis an die Decke, sondern „nur“ ein gutes Stück über die obere TV-Kante. Doch das beherrschen auch die meisten Modelle hier im Test nicht besser.

Gewusst wie: Ein Klick auf die Display-Taste gibt genaue Infos über das eingehende Tonformat sowie den aktivierten DSP-Mode, wie hier die Vertical Surround Engine.


Technik-Enthusiasten nehmen die Abdeckung ab. Dann kommen die drei Chassis sowie das schicke Display gut zur Geltung.


Wechselt man viel zwischen TV-Sendungen, Filmen und Musik, macht die Auto Sound-Funktion einen guten Job. Sie passt den DSP für die jeweiligen Inhalte an. Für Musik-Content sollte man in jedem Fall auf den zugehörigen Sound-Modus umstellen und die Vertical Surround Engine deaktivieren. Dann ergibt sich ein in sich stimmiges Gesamtbild. Die Instrumente werden mit viel Detailreichtum wiedergegeben und bilden einen schönen Rahmen, in deren Mittelpunkt der Gesang steht. Die Stimme wird hier (bei nicht aktiviertem Centerkanal) dennoch akkurat mittig platziert und löst sich von den Abmessungen der Soundbar.

Die Höhen lassen sich im Gegensatz zum Subwoofer-Pegel (Ideal-Einstellung 6 oder 7) zum aktuellen Zeitpunkt nicht manuell justieren. Schade, da sie für unseren Geschmack bei einigen Standard-Testtiteln wie beispielsweise Adeles Hello etwas zu aggressiv im Vordergrund stehen, sodass wir die Lautstärke reduzieren müssen, um Verzerrungen vorzubeugen.

Netzwerkerin

Unsere Testfiles (FLAC, ALAC, etc.) spielt die HT-ZF9 ohne Probleme ab. Für Dateien im mp3 Format oder dergleichen steht der Sony-eigene Upscaler DSEE-HX bereit, den wir schon von früheren Soundbars sowie AV-Receivern kennen und schätzen gelernt haben. Denn ein Mehrwert an Auflösung und Brillanz ist tatsächlich zu vernehmen, ohne dabei unnatürlich oder künstlich zu klingen.

Apropos Musikzuspiel: Mittels der jüngst überarbeiteten SongPal App, die jetzt passenderweise in MusicCenter umgetauft wurde, haben User Zugriff auf zahlreiche Streaming-Services sowie die Hits am Handy oder auch die im Heimnetz gespeicherten Dateien. Als äußerst praktisch erweist sich dabei auch die eigens dafür angebrachte Music Service Taste an der Fernbedienung.

Google Chromecast ermöglicht die Interaktion mit dem Google Assistant. Hat man einen Google Home oder vielleicht sogar Sony LF S50G zu Hause stehen, spielt die HT-ZF9 per Sprachbefehl Lieder ab und reagiert auf Lautstärke-Änderungen. Cool! Andere Geräte lassen sich auch via Multiroom koppeln. Wer möchte, kann das 3.1-System dann mittels zweier Rear-Speaker einfach und ohne lästige Kabelstrippen zum „echten“ 5.1-Setup erweitern.

Fazit

Sony spricht mit der HT-ZF9 eine neue Zielgruppe an. Jene, wie man so schön sagt, „Early Adapter“, die sich für neue Trends wie 3D-Sound begeistern können, aber vielleicht nicht das nötige Kleingeld oder ausreichend Stauraum mitbringen. Bild- und tontechnisch ist sie mit 4K/HDR/Dolby Vision/HLG, Hi-Resolution Audio und zahlreichen Streaming-Features bestmöglich ausgestattet. Und gut klingen tut sie obendrein!

Anschluss-Vielfalt

An der Rückseite verbergen sich so einige Buchsen, allen voran zwei HDMI-Eingänge sowie der HDMI Ausgang mit Audio-Rückkanal (ARC) zum Anschluss an den Fernseher. Achtung: Sperrigere Kabel bereiten größere Schwierigkeiten beim Anschließen, weshalb man je nach Verfügbarkeit zu Hause in ein neues investieren muss. Dem Lieferumfang liegt nämlich ein Toslink-Kabel zur digital-optischen Verbindung bei. Die Weiterleitung von UHD-Signalen inklusive HDR10- Metadaten funktioniert dank HDCP 2.2 Kompatibilität tadellos. Unsere Tests bringen außerdem zum Vorschein, dass sich die ZF9 auch auf Dolby VIsion versteht. Cool! UHD-Player oder Gaming-Konsolen können wir also ohne Bedenken direkt an der Bar anschließen.

Via USB oder Aux-In können wir Musik-sowie Bildinhalte zuspielen. Die LAN-Buchse ermöglicht die Integration ins Heimnetzwerk, alternativ steht auch die Wireless-Variante über WLAN zur Verfügung.

Klein, aber fein: Der passende Geber mutet schön an und bietet die wichtigsten Funktionen.


LG SJ9 // 1000 Euro

Erst im vergangenen Jahr stellte LG mit der SJ9 seine erste Dolby Atmos Soundbar vor. Für Sommer 2018 ist nun ein weiterer 3D-Sound-Vertreter angekündigt, die SK10Y, die in Zusammenarbeit mit Meridian Audio gefertigt wurde. Doch bereits 2017 konnte schon die SJ9 beim ersten Auspacken mit ihrem schlanken und futuristischem Design punkten. Die abgerundeten Ecken und eingelassenen Chassis für den Upfiring-Effekt muten edel an, an der Rückseite stehen zwei HDMI-Buchsen (1x IN, 1x ARC) mit HDCP2.2 Kompatibilität zur Verfügung. Unterstützt wird die nur 5,8 Zentimeter hohe Bar mit insgesamt sieben Speaker-Einheiten von einem quadratischen Subwoofer, der ebenfalls eine gute Figur macht. Die Grundeinstellung (also 0) passt, bei Bedarf empfiehlt sich eine Abschwächung um -1.

Deckenklang

Ihr ganzes Können spielt die SJ9 aus, wenn es um die einzelnen Höhen-Effekte geht. Auf der Dolby Atmos Demo-Scheibe klicken wir verschiedenste Titel wie den Hubschrauber-Flug oder das Unwetter durch und kommen jedes Mal zum selben, erstaunlichen Ergebnis: Wir nehmen einzelne Schallquellen tatsächlich von oben wahr. Spätestens beim Anspiel der einzelnen Höhenkanäle haben wir Gewissheit über die detailgenaue Platzierung. Ebenfalls beeindruckend: Wir nehmen das Rennauto in „Tage des Donners“ für einen (zugegeben sehr kurzen) Augenblick aus dem hinteren Raumbereich wahr.

Bei aller Detail-Euphorie müssen wir aber Abstriche hinsichtlich des generellen Mittendrin-Erlebnisses machen. Denn die Klangbühne der SJ9 ist leider etwas begrenzt. Noch dazu ist bei 88 dB Maximalpegel Schluss. Für richtige Krachmacher wie die Expendables ist das etwas schade. Wer trotzdem aufdreht, wird mit unangenehmen Verzerrungen Vorlieb nehmen müssen. Das macht sich dann auch beim Musikzuspiel bemerkbar. Bei moderater Lautstärke finden wir aber Gefallen an der präzisen und neutralen Wiedergabe. Hi-Res Audio ist für LGs SJ9 übrigens keine Schwierigkeit, wie unsere Testfiles bestätigen. Ein (effektiver) Hochrechen-Algorithmus ist ebenfalls an Bord.

We are family

Für ein besseres Mittendrin-Feeling lassen sich weitere Komponenten der LG-Multiroom-Familie mit der SJ9 koppeln und beispielsweise als Surround-Speaker nutzen. Das klappt selbstverständlich ohne lästige Kabel. Praktisch ist außerdem die Google Chromecast Integration, die es uns ermöglicht, Youtube-Clips oder die Lieblingshits einfach und sogar via Sprachbefehl (über einen Google Home Speaker oder entsprechende Pendants) an die Bar weiterzugeben. Selbstverständlich werden dann auch Befehle wie lauter/leiser per Zuruf gemanagt.

Über die zugehörige MusicFLow App hat man Zugriff auf sämtliche Streaming-Services. Zugleich fungiert sie als optionale Fernbedienung, falls der traditionelle Geber mal nicht zur Hand ist.

Fazit

Was einzelne Effekte von der Decke angeht, so hat LGs SJ9 im Testfeld die Nase vorne. Als einzige Kandidatin schafft es bei ihr der Hubschrauber auch tatsächlich an die Raumdecke, während bei den Mitstreiterinnen irgendwo zwischen oberer TV-Kante und Decke Schluss ist. Das ist für eine Soundbar wirklich große Klasse! Aufgrund der schmalen Klangbühne und ihrer begrenzten Maximallautstärke fehlt es uns etwas an Mittendrin-Feeling.

Onkyo LS7200 // 1000 Euro

Onkyo hat einen kleinen Mini-AV-Receiver im Gepäck. Denn beim LS7200 System ist die Verstärker-Einheit, also sämtliche Elektronik, im Gegensatz zu allen anderen Modellen ausgelagert. Daher fällt die Bar mit gerade einmal 2,3 Kilogramm natürlich auch um einiges leichter aus als üblich. Rechts oben sehen wir auch alle Anschlüsse, die das System zu bieten hat. Da wären beispielsweise 4x HDMI In sowie 1x HDMI Out (ARC) zur Verknüpfung mit dem TV. Allesamt schicken sie 4K/HDR-Input ohne Verluste weiter. Es steht sogar eine Video-Upscaling-Funktion (1080p -> 2160p) zur Verfügung. Klasse! Alternativ können wir zur Weitergabe an den TV auch Toslink nutzen. Analoge Buchsen sowie den Antennenempfang sehen wir bei Soundbars sonst eher selten. Daumen hoch! Wie auch Yamaha nimmt Onkyo das Know-how eines AV-Receiver-Herstellers zu Hilfe und bietet eine Einmessautomatik an. Der Einrichtungsassistent leitet zu Beginn durch die ersten Schritte wie Quellenanschluss oder die Verknüpfung mit dem Heimnetz, die drahtlos oder über LAN erfolgen kann. Wie üblich sind auch hier zwei 58-mm-Koni am rechten und linken Ende der Bar für die Arbeit in den luftigen Höhen zuständig. Sechs weitere Treiber kümmern sich um den traditionellen zweidimensionalen Klang. Die Soundbar wird übrigens einfach mittels mitgeliefertem Audiokabel an die „Speakers“ Buchse des HTL05 Slimline Receivers angeschlossen und Wireless mit dem zugehörigen 16-cm-Bassreflex-Woofer verbunden, dann kann es losgehen.

Solider Sound

Onkyos System überzeugt uns im Test insbesondere mit ausgewogenen Mitten, klaren Höhen und einer präzisen Detailwiedergabe. Einzelne Objekte lassen sich auf zweidimensionaler Ebene gut orten. Bei 97 dB Maximal-Lautstärke geht es dabei auch ordentlich zur Sache, der Sub ist zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle, kommt aber mit nur 52 Hz nicht allzuweit in den Pegelkeller hinunter. Es empfiehlt sich außerdem eine minimale Zurücknahme des Sub-Pegels im Menü.

Während der Dolby Surround Enhancer für ein verbessertes Mittendrin-Feeling sorgt, gehen Höheneffekte eher unter. Auch insgesamt kann das Setup leider kein richtiges Raumerlebnis schaffen. Dafür profitieren wir von einer detailreichen und stimmigen Stereo-Wiedergabe.

Was Musik-Dienste angeht, ist das LS7200 System überhaupt bestens aufgestellt: Egal ob UKW- oder Internetradio, Airplay oder Deezer, Tidal Mitund natürlich Spotify, hier dürfte jeder User seinen Lieblings-Dienst ausfindig machen. Auch Bluetooth gehört zur Ausstattung. Auf im Netzwerk gespeicherte Dateien haben wir dank DNLA-Wiedergabe Zugriff.

Die Fernbedienung könnte auch die eines AV-Receivers aus dem Hause Onkyo sein. Man findet sich gut zurecht.


Fazit

Onkyos 3D-Sound-System kann zwar nicht unbedingt mit beeindruckender Räumlichkeit oder spektakulären Deckeneffekten überzeugen, punktet aber mit einer guten musikalischen Performance dank präziser Abbildung. Außerdem profitieren wir von coolen Features wie Video- und Audio-Upscaling sowie einem Einrichtungsassistenten inklusive Einmessautomatik. Zahlreiche Streaming-Dienste, DLNA-Zugriff, die Anschluss-Vielfalt und die Multiroom-Einbindung sowie dtsPlay-Fi mit optionaler Alexa-Sprachsteuerung machen viel Spaß.

Die Intensität des Upfiring-Effekts lässt sich variieren oder auch komplett ausschalten.


Philips Fidelio B8 // 1000 Euro

Achtzehn Lautsprecher, davon zehn Mittel- und acht Hochtöner sind im Innern der B8 aktiv. Ganz schön viele, hält man sich die kleinen Abmessungen mit lediglich 5,2 Zentimeter Höhe und knapp 106 Zentimeter Länge vor Augen. Das silberfarbene Metallgehäuse ist laut Hersteller aus einem Stück gegossen und macht nach näherer Betrachtung auch einen soliden und wertigen Eindruck. An der Oberfläche stehen vier Bedienelemente bereit. Ihre bessere Hälfte ist 51 Zentimeter hoch gewachsen und steht auf vier stabilen Gummi-Füßen. Der Bassreflex-Woofer verbindet sich wireless. Alternativ zu HDMI steht eine optische oder koaxiale Verbindung zur Verfügung. Auch Aux-In sowie USB-Buchsen sind an Bord.

Was neue Philips Soundbar-Modelle betrifft, müssen wir uns nach derzeitigem Informationsstand wohl leider etwas gedulden. Jüngsten Pressemeldungen zufolge hat der Musikinstrumentbauer Gibson Insolvenz angemeldet. Zu Gibson Innovations gehört seit 2014 auch die Philips Audio-Sparte. Über neueste Entwicklungen halten wir Sie selbstverständlich auf dem Laufenden.

Hoch hinaus?

Im Gegensatz zu Sonys HT-ST5000 lässt sich die Entfernung zur Decke hier nicht einstellen. So empfiehlt der Hersteller eine Positionierung der 5.1.2 Bar in einer Höhe zwischen 70 und 80 Zentimetern. Der Hörplatz sollte sich idealerweise zwei bis drei Meter von der Soundquelle entfernt befinden. Wir befolgen die Anweisungen und starten mit 3D-Klang à la Dolby Atmos. Auf dts:X versteht sie sich derzeit nicht. Das Eintauchen ins Geschehen meistert die B8 gut, wir nehmen ihr die eisige und dramatische Situation in „Everest“ als glaubhaft ab. Doch auch sie platziert die vermeintlichen Deckeneffekte, wie wir sie von großen Setups kennen, nicht an der Decke, sondern auf dem Weg nach oben. Dennoch macht das Film-erlebnis bei aktivierter Height-Funktion viel Spaß. Das gilt auch für 5.1 Content, der schließlich hochskaliert wird. Für Musik-Content empfiehlt sich der gleichnamige Sound-Mode, der die Klangbühne schmälert und dennoch Gesang und Instrumentalebenen schön differenziert.

Schwächen zeigt die B8 in puncto Rundstrahlverhalten. Positionieren wir uns seitlich der Bar, gerät das Klangbild ungewöhnlich schnell ins Wanken und wir vermissen die zuvor gelobte stimmige Abbildung.

Nicht mehr zeitgemäß

Wer seinen Ultra HD Blu-ray Player direkt an der Soundbar anschließt und womöglich eine kopiergeschützte UHD-Blu-ray-Disc einlegt, steht vor einem kleinen Problem. Denn das HDMI-Board ist nur mit der inzwischen veralteten 1.4-Version ausgestattet. HDR-Metadaten und HDCP2.2 werden also nicht unterstützt. Somit muss man bei entsprechendem Zuspiel mit Bildern in 1080p Auflösung Vorlieb nehmen oder den Player einfach am fähigen Fernseher installieren. Drahtlos zuspielen können wir die Hits vom Handy nur via Bluetooth (aptX) oder NFC (Nahfeldkommunikation). Eine Netzwerkverbindung via WLAN oder auch LAN hat man sich gespart.

Fazit

Philips schickt mit der B8 eine gute Soundbar für Film- und Musikcontent ins Rennen, die sich außerdem auf Dolby Atmos versteht und klassischem 2D-Sound zu mehr Räumlichkeit verhilft. 2018 setzen wir aber HDMI 2.0 sowie eine Netzwerkverbindung voraus.

Je am Ende der Bar sind die Upfiring-Chassis installiert, bestehend aus drei Hochtönern und zwei Bündelungstreibern für die mittleren und tieferen Frequenzen.


Samsung HW-K950 // 1500 Euro

Erst eins, dann zwei, dann drei, dann… vier! Die Koreaner schicken als einziger Hersteller ein vierteiliges Dolby Atmos System ins Rennen. Der 3.0.2-Balken, ein Wireless Subwoofer und zwei Rear-Boxen komplettieren das 5.1.4-Ensemble in schickem gebürstetem Metall. Insgesamt sind also 15 Lautsprecher für einen möglichst originalgetreuen 3D-Soundeindruck zuständig.

Eine abgespecktere Version ohne Rück-Lautsprecher ist auch erhältlich, die HW-K850. Auch bei deaktivierten Surrounds konnte dieses 1300-Euro-Setup mit einer beachtlichen immersiven Performance punkten. Doch wir bleiben beim Quartett.

Mittendrin und voll dabei

Trotz vierer Komponenten ist das Komplett-Setup schnell installiert. Wir schließen via HDMIARC den Fernseher an und verbinden den Blu-ray-Player ebenfalls mittels HDMI-Kabel mit der Bar. Dank HDCP2.2 Kopierschutz gibt es keine Probleme mit 4K/HDR-Bildern. Praktischerweise können Sub und Rears dank Funkverbindung frei im Raum platziert werden.

Was die klangliche Performance der HW-K950 angeht, trifft es die Umschreibung der Überschrift dieses Absatzes am besten. Ab der ersten Sekunde sind wir vom Geschehen gefesselt und fiebern mit. Die Abmessungen der Bar sind zu keinem Zeitpunkt hörbar, im Gegenteil. Die wirren Stimmen aus der Mad-Max-Anfangsszene prasseln aus sämtlichen Richtungen, von vorne, seitlich, oben und unten auf uns ein und fügen sich dennoch in ein stimmiges Gesamtklangbild ein. Dieses System punktet mit der besten Räumlichkeit und dem beeindruckendsten immersiven Erlebnis im Test. Bei Dolby Atmos Content (dts:X wird nicht unterstützt) sind sämtliche anderen DSP-Modi sowie die optionale Surround-Option (die bei zweidimensionalem Film-Content unbedingt aktiviert werden sollte) deaktiviert. Treble und Bass lassen sich noch justieren.

Auch beim Zuspiel von Zweikanal-Content werden wir nicht enttäuscht. Zu mäkeln gibt es, wenn überhaupt, minimal bei der Sprachwiedergabe, die wir hier im Testfeld schon präziser und etwas natürlicher vernehmen konnten. Der 8-Zoll-Sub spielt ausreichend laut und kräftig, kann aber getrost auch etwas zurückgenommen werden, da er bei hohen Lautstärken etwas zum Dröhnen neigt.

An Multiroom- und Streaming-Features wurde nicht gespart. Spotify und Co. können am bequemsten über die zugehörige App bedient werden. Bluetooth steht auch zur Verfügung.

Fazit

Was den Klang betrifft, so führt Samsungs HW-K950 die Bestenliste in der 3D-Kategorie an. Die beiden Rear-Speaker verhelfen dem System nicht nur zu einer tollen Surround-Performance, sondern dank integrierter Upfiring-Technologie auch einem stimmigen und beeindruckend real wirkenden Mittendrin-Erlebnis. In Kombination mit einer guten Stereo-Performance und allerlei Streaming-Features bietet diese Soundbar ein sensationelles Universal-Paket.

Als nach wie vor einziges System im Test arbeitet die HW-K950 mit vier nach oben abstrahlenden Lautsprecher-Einheiten.


Schlank und rank präsentiert sich Samsungs Fernbedienung. Die wenigen Tasten bieten viele Funktionen.


Samsung HW-MS750 // 800 Euro

Mit der HW-MS750 tanzt Samsung hier im Testfeld etwas aus der Reihe. Genau genommen kann die schlanke Bar nämlich weder Dolby Atmos noch dts:X codieren und findet sich deshalb in unserer Bestenliste auch in der klassischen Soundbar-Kategorie wieder. So gelten hier auch andere Maximalwerte, was Klang und Ausstattung betrifft. In der großen tabellarischen Übersicht auf Seite 85 haben wir sie ganz am Ende angeordnet. Der Grund, weshalb wir uns dennoch entschieden haben, die HW-MS750 mit einzubinden liegt auf der Hand, wenn man sich ihre Treiberanordnung einmal genauer ansieht. Denn im Gegensatz zum virtuellen 3D-Sound-Verfahren bei Sonys HT-ZF9 setzen die Koreaner hier mit zwei nach oben abstrahlenden Chassis auf realen immersiven Klang. Auf horizontaler Ebene werkeln derweil neun Lautsprecher (davon drei Breitbandhochtöner) in der 5-Kanal Soundbar. Für ein authentischeres Heimkino-Feeling kann ein Subwoofer (für nicht ganz günstige, aber gut investierte 600 Euro) optional dazu bestellt werden, ebenso wie ein zugehöriges Rear-Kit (180 Euro). Die Signalübertragung erfolgt dann kabellos.

Sowohl der Upfiringeffekt als auch die Höhen und der Bild-/Ton-Versatz lassen sich einstellen.


Das Plus an Sound

In der Standardausführung für die hier angegebene UVP von 800 Euro muss man aber mit der Bar alleine Vorlieb nehmen. Hinter der Kategorie-Bezeichnung Sound+ verbergen sich einige praktische Features sowie im kalifornischen Audio-Lab entwickelte Technologien zur Optimierung des Sounds. Ein Beispiel für erstere Neuerung wäre die praktische Bedienung über den Samsung TV-Geber oder die fast unsichtbare Wandhalterung (Easy Mount) inklusive Ein-Kabel Stromversorgung. Eine maßgeblichere Rolle spielen aber die neuen Breitbandhochtöner mit inverser Kalotte (nach innen gewölbter Membran) für ein besseres Rundstrahlverhalten oder der Algorithmus zur „Früherkennung“ und anschließenden Minimierung von Tieftonverzerrungen, namens Distortion Cancelling.

Trotz viel verarbeitetem Kunststoff gefällt ihr schlichtes Gehäuse, eine etwas besser lesbare LED-Anzeige hätten wir uns dazugewünscht.

Dank eigenem Center-Kanal wird die Sprache klar und deutlich wiedergegeben, ohne die Einstellung „Clear Voice“ auszuwählen, die für unseren Geschmack nur bei Shows oder Nachrichtensendungen zum Einsatz kommen sollte. Was Stereoton angeht, punktet sie mit klaren Höhen und einer überraschend großen Klangbühne und spielt sehr ausgewogen. Dann aktivieren wir den Surround-Mode, der sämtliches Rohmaterial auf 5.1.2 hochskaliert und die beiden nach oben abstrahlenden Speaker aktiviert. Die Stimme des Stadionsprechers beispielsweise wird auf die beiden Upfiring-Chassis umgelegt, ebenso wie Umgebungsgeräusche. Das macht sich hinsichtlich der Gesamtatmosphäre und des Mittendrin-Erlebnisses beeindruckend gut, die Detailwiedergabe gefällt uns aber im zweidimensionalen Movie-Mode besser. Das gilt auch für Surround-Effekte. Hohe Lautstärken bereiten ihr keinerlei Probleme und sie spielt überraschend tief.

Dank zugehöriger Multiroom-App können wir Equalizer Einstellungen vornehmen und haben Zugriff auf Spotify und Co. oder unsere Musik-Dateien aus dem Netzwerk. Alle drei HDMI-Buchsen (davon eine mit Audiorückkanal-Funktion) sind mit dem Kopierschutz HDCP 2.2 kompatibel. Seit Kurzem lässt sie sich durch Sprachbefehle über Alexa steuern.

Im Surround-sowie Sport-Modus gewinnt das Klangbild dank aktivierter Upfiring-Speaker an Höhe und Raum dazu. Die Lizenzen für Atmos oder dts:X hat man sich hier aber gespart.


Fazit

Die HW-MS750 spielt spritzig und kräftig auf und kann auch mittelgroße Wohnzimmer mit ausreichend Raumklang füllen. Das gilt gleichermaßen für (3D-)Surround- und Stereo-Content. Die vielen Zusatz-Features und ihr edel anmutendes Design vervollständigen das rundum stimmige Gesamtpaket.

Im Gegensatz zur neuen HT-ZF9 arbeiten hier zwei nach oben abstrahlende Speaker mit.


Für ein bestmög liches Reflexionsverhalten von der Decke stellen wir die Entfernung im On-Screen-Menü ein.


Sony HT-ST5000 // 1500 Euro

Fast doppelt so viel wie die zu Beginn des Berichts getestete brandneue Soundbar ZF9 kostet Sonys High-End Variante HT-ST5000 aus dem vergangenen Jahr. Selbstverständlich fällt auch deren Ausstattung etwas üppiger aus: Insgesamt sieben Lautsprecher strahlen nach vorne ab, drei davon sind Koaxial-Chassis. Unterschiedliche Frequenzen legen somit auf dem Weg zwischen Schallwand und Hörer die exakt gleiche Distanzzurück und sorgen für eine bessere Ortbarkeit im Raum und letztlich ein stimmigeres Gesamtbild. Als Ganzes betrachtet, mutet das Bar-Sub-Duo sehr edel an und erfreut sich bester Verarbeitung. Nimmt man die Grill-Abdeckung zum Schutz der Treiber ab, kommt das noch besser zur Geltung. Der zugehörige Front-/Downfiring Subwoofer fällt groß (und mit 14 Kilogramm auch recht schwer) aus und verfügt über eine Art Mini-Sockel. So erhält die nach unten gerichtete Membran ausreichend Freiraum zum „Arbeiten“.

Über das Setup-Menü hat der User die Möglichkeit, sämtliche lungen in den Kategorien Audio, Video, HDMI CEC/ARC, Netzwerkverbindung und Allgemeines vorzunehmen. Entfernungen der Lautsprecher (Bar und Sub) zur Hörposition und Decke sowie Pegel lassen sich dabei auch individuell festlegen.

Donnergrollen

Der Subwoofer bringt ordentlich Punch mit, ohne zu grummeln oder zu dröhnen. Er kommt bis 34 Hertz tief hinunter und ist auf den Punkt zur Stelle. Einstellung 5 auf der Skala von 0 bis 12 gefällt uns dabei am besten. Das macht mit Actionstreifen natürlich besonders viel Spaß. Was den immersiven Sound angeht, müssen wir Abzüge machen. Das Klangpanorama ist in der Breite und Höhe etwas begrenzt. Effekte wie die Eiskristalle in Everest oder die Hubschrauber-Demo haben wir auf der Dolby-Atmos-Disc schon beeindruckender und realer wahrgenommen. Details auf horizontaler Ebene wiederum meistert sie gut, was insbesondere beim Zuspiel von Musik-Content schön zur Geltung kommt.

Musik-Talent

Chromecast built-in macht die Bar nicht nur einsatzfähig für Sprachbefehle über den Google Assistant, sondern bietet auch viel Auswahl in Sachen Musik-Streaming. Ein Klick auf den Musik-Service-Button auf der Fernbedienung oder direkt an der Bar aktiviert die sofortige Wiedergabe des zuletzt via Spotify wiedergegebenen Songs. So lässt es sich bequem zwischen TV-Content und den Hits am Handy umswitchen. Das klappt übrigens auch in sehr guter Qualität bis 24bit/192 kHz. Titeln mit geringerer Auflösung verhilft der DSEE HX (Digital Sound Enhancement Engine) zu mehr Brillanz.

Die HDMI-Sektion unterstützt die gefragte UHD/60p Auflösung inklusive HDR10-Metadaten und HDCP2.2.

Fazit

Sonys letztjähriges Soundbar-Flaggschiff begeistert mit natürlichem, kräftigen Klang und einem hochwertigen Gesamtlook. Der Subwoofer kommt tief in den Pegelkeller und hat ordentlich Punch, was bei Filmabenden viel Spaß bereitet, während Musikcontent mit dem nötigen Feingefühl und gutem Auflösungsvermögen wiedergegeben wird. Wer auf spektakuläre Effekte von der Decke hofft, wird etwas enttäuscht.

Über den zugehörigen Geber lassen sich viele Einstellungen tätigen und mittels Schnellzugriff der Sub-Pegel justieren.


Die größte Fernbedienung im Testfeld bietet auch die meisten DSP-Modi. Diese funktionieren überraschend gut.


Yamaha YSP-5600 // 1700 Euro

Die Japaner wagten vor einigen Jahren den Startschuss zum „kompakten“ 3D-Sound Erlebnis. Kompakt allein aus dem Grund, dass der Soundprojektor, wie er korrekterweise bezeichnet wird, sich nicht nur auf Dolby Atmos und inzwischen auch dts:X versteht, sondern sogar als Solokünstler ums Eck kommt. Wem der Tiefgang der zwei integrierten Tieftöner nicht ausreicht, kann natürlich optional einen Wireless Subwoofer koppeln.

Nahtlos ins Wohnzimmer-Interieur einrichten lässt sie sich allerdings nicht so leicht. Denn mit 110 Zentimetern Länge, 21 Zentimeter Höhe und knapp 10 Zentimeter Tiefe fällt sie doch etwas größer aus als alle anderen Systeme hier im Test. An der Rückseite stehen dafür jede Menge Anschlüsse bereit, sowohl digitaler als analoger Natur. Der Platz im Innern wird perfekt ausgenutzt: Jeweils sechs Array-Lautsprecher mit einem Durchmesser von 28 Millimetern am linken und rechten Ende sind für die Höhen-Informationen zuständig. Um möglichst präzise Reflexionen über die Decke zu erzeugen, sind sie abgewinkelt angebracht – ähnlich der zuvor aufgeführten Upfiring-Speaker. Die restlichen 32 Speaker sind für die Horizontale zuständig.

Einrichten leicht gemacht

Eine Besonderheit der YSP5600 ist ihre Einmessautomatik. Das Intelli-Beam-Mikrofon ermittelt die Entfernungen der jeweiligen Wände und Decken und kann so für ein möglichst ideales Abstrahlverhalten von sämtlichen Flächen sorgen. Mithilfe der Abbildung unten kann man sich dies ganz gut vor Augen führen. In jedem Fall zeigt die Einmessung Wirkung, optional kann auch an den einzelnen Werten manuell berichtigt werden. Yamahas All-in-One Klangwunder generiert ein beeindruckendes Mittendrin-Erlebnis mit überraschend präzisen und real wirkenden Effekten von allen Seiten, auch aus der Richtung Decke. Lediglich auf dem Weg zum Hörplatz und hinter uns verlieren die Decken-Effekte an Genauigkeit. Wichtig ist die Einstellung des 3D-Surround-DSP-Modus.
Wer bei all der Film-Euphorie auch mal wieder auf das klassische TV-Programm oder Serien auf Netflix und Co. umswitcht, stellt womöglich auf Clear Voice und profitiert von einer klaren Sprachwiedergabe. Das funktioniert gut und ohne lästiges „Näseln“ der Protagonisten.

Wir profitieren vom MusicCast Multiroom-System und sämtlichen Streaming-Diensten sowie der Einbindung von Amazons Alexa. Auch wenn die YSP5600 schon fast zu den „Oldies“ unter den kompakten 3D-Sound Systemen gehört, muss man sich dank kontinuierlicher Updates, 4k/HDR Durchschleifen, Airplay und Co. also keinerlei Gedanken machen.

Fazit

Yamaha sichert sich verdientermaßen den Testsieg. Wir sind vom immersiven und natürlich wirkenden Erlebnis aus dem einzelnen Gerät einfach begeistert. In Kombination mit entsprechenden modernen Features wie Sprachsteuerung und Multiroom ergibt sich ein spannendes Gesamtpaket, für das man allerdings auch einen stolzen Preis entrichten muss.

Yamaha hat an alles gedacht: Die Abstrahlwinkel für die auf die Decke gerichteten Kanäle (rot) können dank Einmesssystem automatisch oder aber auch manuell justiert werden.


AUS DEM MESSLABOR

AUS DEM MESSLABOR