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TEST STUDENTENFUTTER: TEST STUDENTENFUTTER: PESTIZIDE IN TÜTEN


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2018 vom 25.10.2018

Studentenfutter soll gesund sein und die Konzentration ankurbeln. Deshalb haben wir 20 Nervennahrungen untersucht. Leider oft mit dabei in den Tüten: Mineralölbestandteile und jede Menge Pestizide – in den Rewe-Rosinen ganze 19 verschiedene.


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Bildquelle: ÖKO-TEST Magazin, Ausgabe 11/2018

Katerkiller, Konzentrationskick oder Kalorienbombe? Von allem ein bisschen: Studentenfutter ist zwar gesund, macht aber auch dick. Schließlich stecken jede Menge Fett und Zucker in den Tüten. Aber Nüsse enthalten auch jede Menge gesunde Fettsäuren, Vitamine und Nährstoffe. Deswegen empfehlen Ernährungsexperten, Nüsse zu essen – eben in Maßen. Mehr als eine gute ...

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Katerkiller, Konzentrationskick oder Kalorienbombe? Von allem ein bisschen: Studentenfutter ist zwar gesund, macht aber auch dick. Schließlich stecken jede Menge Fett und Zucker in den Tüten. Aber Nüsse enthalten auch jede Menge gesunde Fettsäuren, Vitamine und Nährstoffe. Deswegen empfehlen Ernährungsexperten, Nüsse zu essen – eben in Maßen. Mehr als eine gute Handvoll am Tag sollten es nicht sein. Wir wollten wissen, welche Studentenfutter wir empfehlen können und in welchen Tüten außer Vitaminen auch Pestizide, Mineralöl oder andere Schadstoffe stecken. Deswegen haben wir 20 Produkte ins Labor geschickt. Das Ergebnis: immerhin. Die Hälfte der Studentenfutter schneidet mit „gut“ oder „sehr gut“ ab. Vier Produkte rasseln allerdings mit einem „mangelhaft“ durch. Die Gründe: Mineralölbestandteile, bittere oder alte Nüsse und viel zu viele Pestizide in den Tüten – bis zu 19 (!) verschiedene in einem einzigen Produkt.
Gespritzt: Nur vier Bio-Studentenfutter sind völlig frei von Pestizidrückständen. Heißt: In allen anderen hat das von uns beauftragte Labor mindestens ein Pestizid in den Rosinen – darunter fallen Sultaninen und Weinbeeren – nachgewiesen. Den traurigen Rekord hält das Rewe-Produkt Ja! Nuss-Frucht-Mischung: Die Rosinen sind mit ganzen 19 verschiedenen Pestiziden in Spuren belastet. Was heißt in Spuren? Das heißt, dass die jeweiligen Rückstände unterhalb von zehn Prozent der erlaubten Rückstandshöchstmenge liegen. Hier setzt unsere Kritik an zwei Punkten an: Zum einen sind viele der gesetzlichen Rückstandshöchstmengen für Weintrauben extrem hoch – höher als für viele andere Obstsorten. Das liegt natürlich nicht daran, dass die Giftstoffe etwa auf Äpfeln oder Birnen weniger giftig sind. Das liegt daran, dass Weintrauben mehr gespritzt werden. Ausschlaggebend ist also nicht die Gesundheit der Anbauer und Verbraucher, sondern die landwirtschaftliche Praxis. Punkt zwei, den wir kritisieren, ist: Die Wechselwirkungen mehrerer Pestizidrückstände sind me-dizinisch so gut wie gar nicht untersucht. Es könnte sogar sein, dass ihre negativen Auswirkungen auf die Gesundheit sich gegenseitig verstärken. Es gibt aber nur Höchstmengen für einzelne Wirkstoffe. Ein Summengrenzwert für verschiedene Pestizide existiert nicht. Die Hersteller können also so viele Pestizide einsetzen wie sie wollen – so lange sie unterhalb der jeweiligen Höchstmengen bleiben. Wir bemängeln aus Gründen des vorsorgenden Verbraucherschutzes, wenn fünf oder mehr verschiedene Pestizide nachweisbar sind. Das ist in zehn Studentenfuttern der Fall.

„Oft ist der Anteil von Rosinen im Studentenfutter verhältnismäßig hoch und der Anteil an Nüssen eher klein. In einer guten Mischung stecken daher möglichst viele verschiedene Nussarten und nicht nur eine Sorte. Walnüsse, Haselnüsse, Mandeln, Paranüsse, Pekannüsse, aber auch Erdnuss und Pistazien liefern unterschiedliche Mengen an mehrfach und einfach ungesättigten Fettsäuren sowie Ballaststoffen, die sich unter anderem günstig auf die Blutfettwerte oder Bluthochdruck und arteriosklerotische Prozesse auswirken.“

Antje Gahl, Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)


Foto: DGE

ÖKO TEST

„19 Pestizide in einer einzigen Tüte: Dieser Schadstoffcocktail im Ja! Studentenfutter von Rewe ist total legal. Und das, obwohl völlig unklar ist, wie verschiedene Pestizide im Körper wirken. Das zeigt wieder einmal: Es muss endlich Gesetze geben, die auch die Anzahl der eingesetzten Pestizide begrenzen.“

Katja Tölle , ÖKO-TEST-Redakteurin


Foto: Anja Wägele

Konventionelle Weinbauern bringen viele Pestizide aus. Die gesetzlichen Höchstmengen sind hoch und tragen so der landwirtschaftlichen Praxis Rechnung, nicht dem Gesundheitsschutz.


Foto: imago/imagebroker

Gefährlich: Auch besonders bedenkliche Pestizide, die etwa unter Krebsverdacht stehen, mutagen wirken oder bienentoxisch sind, stecken in vielen der untersuchten Rosinen. In sechs Produkten sind die Rückstände so hoch, dass sie selbst zurückgerechnet auf die Weintrauben noch über 0,01 Milligramm pro Kilogramm liegen. Dafür ziehen wir eine Note ab.
Geschmiert: Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen sind inzwischen in fast jedem Lebensmittel ein Thema. Studentenfutter bildet da keine Ausnahme.
Immerhin: Die besonders bedenklichen aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe MOAH, von denen einige krebserregend sind, haben wir in keinem Produkt nachgewiesen. Die gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH stecken allerdings in fast allen Studentenfuttern zumindest in Spuren. In sieben Produkten sind die Verunreinigungen so stark, dass wir abwerten. MOSH reichern sich im Körper an und können Organe wie die Leber schädigen. Die Verunreinigungen können aus den Verpackungen übergehen, oder bereits schon vorher, wenn die Rohware etwa bei der Ernte oder während der Produktion mit Schmierölen in Kontakt kommt.
Gestreckt: 57 Prozent Erdnüsse, 30 Prozent Sultaninen und dann noch ein paar vereinzelte Haselnüsse und Cashewkerne – die Zusammensetzung des Pittjes Party Nuts Studentenfutter ist alles andere als ausgewogen. Für den Hersteller aber billig: Erdnüsse und Rosinen sind im Vergleich zu Walnüssen und Cashewkernen etwa viel preiswerter. Ungünstig ist auch ein hoher Rosinenanteil, weil sie viel Zucker enthalten und weniger gesund sind als Nüsse. Hier fallen besonders viele Bio-Produkte negativ auf. Am meisten Rosinen – stolze 58 Prozent – steckten in einer Tüte Morgenland Kerniges Studentenfutter Original. Immerhin noch auf 51 Prozent bringen es das Alnatura Studentenfutter und das Clasen Bio Studentenfutter. Am wenigsten Rosinen stecken im Ültje Studentenfutter mit Rosinen Original – dafür hält der Hersteller das Produkt mit vielen Erdnüssen billig. Deutlich ausgewogener gemischt ist etwa das K-Classic Studentenfutter Classic von Kaufland. Gesetzliche Vorgaben, wie Studentenfutter zusammengesetzt sein sollte, gibt es keine.

Geschmeckt: So richtig zu meckern hatten die Sensorikprüfer nur in drei Fällen. Die Walnüsse im Ardilla Studentenfutter Traube-Nuss von Norma und in der Trader Joe’s Nuss-Frucht Mischung von Aldi Nord schmeckten ganz oder teilweise bitter und die Haselnüsse in dem Pittjes Party Nuts Studentenfutter schmeckten alt. Dafür gibt es jeweils eine Note Abzug. Nicht bewertet haben wir „leichte“ Abweichungen, weil diese geschmacklich einfach zu wenig ins Gewicht fallen.
Getrickst: Mengenangaben sollten stimmen – besonders wenn es um wertgebende Zutaten wie Walnüsse, Cashewkerne und Paranüsse geht. Bis zu 20 Prozent Abweichungen lassen wir durchgehen. Das Ardilla Studentenfutter Traube-Nuss von Norma lag mit seiner Deklaration allerdings völlig daneben: 50 Prozent zu wenig Walnüsse und fast 58 Prozent zu wenig Cashewkerne hat das von uns beauftragte Labor in drei Packungen durchschnittlich gewogen. Die Trader Joe’s Nuss-Frucht-Mischung hat zu viele Paranüsse deklariert, im Alnatura Studentenfutter stecken weniger Walnüsse als angegeben.

SO REAGIERTEN DIE HERSTELLER

Märsch Import, der Hersteller der Ja! Nuss-Frucht-Mischung von Rewe und des Simply Sunny Studentenfutters Classic von Penny, hat uns Gegengutachten geschickt, nach denen in denselben Chargen deutlich weniger Pestizidrückstände nachweisbar waren. Es ist denkbar, dass die Pestizide in der riesigen Rohwarencharge nicht einheitlich verteilt sind und damit auch nicht in den einzelnen Packungen.

16 % Am meistenWalnüsse stecken im Farmer Studentenfutter Classic und im Simply Sunny Studentenfutter Classic. Walnüsse enthalten besonders viele gesunde, mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter auch die besonders wertvolle Alpha-Linolensäure.

21 % Haselnussfans kommen mit dem Viva Vital Studentenfutter Classic auf ihre Kosten. In Haselnüssen steckt viel Vitamin E.

23 % Wer sich am liebstenParanüsse aus den Tüten fischt, sollte zum Gepa Bio & Fair Studentenfutter greifen. Paranüsse liefern viel Kalium und Selen.

23 % Mandelliebhaber fahren mit dem K-Classic Studentenfutter Classic am besten. Mandeln sind sehr ballaststoffreich, enthalten viel Vitamin A und E, sowie Calcium und Kalium.

23 % So vieleCashewkerne stecken im Ültje Studentenfutter mit Rosinen Original. Allerdings ist die Mischung sonst sehr erdnusslastig. Ausgewogener gemischt sind da das Rapunzel Studentenfutter (22 % Cashewkerne) und das Clasen Bio Studentenfutter (21 % Cashewkerne). In Cashewkernen steckt viel Magnesium und Eiweiß.

58 % Rosinenliebhaber kommen im Morgenland Kerniges Studentenfutter Original auf ihre Kosten. In den Tüten stecken 37 Prozent Sultaninen – das sind helle, getrocknete Sultanatrauben, die besonders süß schmecken – und 21 Prozent Weinbeeren. Rosinen enthalten fast 70 Prozent Zucker; ein hoher Rosinenanteil im Studentenfutter ist also eher von Nachteil.

Heinrich Brüning ist Hersteller des Ardilla Studentenfutters von Norma und der Trader Joe’s Nuss-Frucht-Mischung von Aldi Nord. Das waren die einzigen Mischungen im gesamten Test, in denen die Sensorikprüfer bittere Walnüsse bemängelten. Heinrich Brüning hat für beide Fälle eine Erklärung parat: Die Walnusskerne des Norma-Produkts würden aus Osteuropa stammen – und diese schmeckten eben bitterer als die „sehr milden“ kalifornischen Walnüsse. So weit, so gut. Die Walnüsse des Aldi-Nord-Produkts hingegen stammen aus Kalifornien – wir erinnern uns, der Bundesstaat mit den milden Walnüssen. Nun ja, nicht ganz: Da liege die Bitterkeit an der „leicht bitteren Samenhaut“ kalifornischer Walnusskerne, so die leicht irritierende Argumentation des Herstellers hier. Wie dem auch sei: Bitter ist bitter – und den beauftragten Sensorikprüfern schmeckten weder die kalifornischen noch die osteuropäischen Walnüsse.

SO TESTET ÖKO-TEST

Wenige Cashewkerne, einzelne Haselnüsse, viele Rosinen und Erdnüsse – die Mischung von Pittjes ist nicht gerade ausgewogen.


Foto: ÖKO-TEST

Als Kick für die Klausur oder als gesunder Zwischensnack: Wer Studentenfutter kauft, will sich etwas Gutes tun. In den Tüten sollten also Nährstoffe stecken, keine Schadstoffe. Deswegen haben wir in Discountern, Super- und Bio-Märkten20 Studentenfutter eingekauft und umfangreich prüfen lassen.
Zunächst einmal hat ein von uns beauftragtes Labor untersucht, wie vielePestizide in den Rosinen stecken. Denn: Weintrauben sind oft stark belastet. Außerdem wollten wir wissen: Wie sieht es mitKeimen aus? UndSchimmelpilzgiften ? Auch damit haben wir ein Labor beauftragt. Zudem haben wir wiegen lassen, wie hoch der Anteil an Rosinen und wie hoch der gesunder Nüsse ist – und ob die Angaben auf der Verpackung mit den Messungen übereinstimmen. Außerdem hat ein von uns beauftragtes Labor die Packungen auf Verunreinigungen mitMineralöl untersucht. Die können von den Verpackungen übergehen oder wenn die Nüsse und Rosinen während der Produktion mit Schmierölen in Kontakt kommen.

UnsereBewertung beruht auf den Inhaltsstoffen: Verunreinigungen mit Mineralöl sowie fünf oder mehr Pestizide in Spuren ziehen das Gesamturteil runter. Auch besonders bienengiftige oder gesundheitsschädliche Pestizide kritisieren wir.Weitere Mängel wie zu kleine Portionsgrößen, um Fett, Zucker und Kalorien kleinzurechnen, oder falsche Deklarationen können das Gesamturteil verschlechtern.

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen : MOAH = mineral oil aromatic hydrocarbons (aromatische Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl); MOSH = mineral oil saturated hydrocarbons (gesättigte Kohlenwasserstoffe aus Mineralöl); POSH = polyolefin oligomeric saturated hydrocarbons (oligomere gesättigte Kohlenwasserstoffe aus Polyolefinen).Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 192.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Der deklarierte Mengenanteil einer Zutat weicht in drei Packungen durchschnittlich um mehr als 20 Prozent von dem gewogenen Mengenanteil ab.2) Weiterer Mangel: Die Portionsangabe zur Berechnung der Nährwerte ist unrealistisch klein (hier: 25 oder 30 Gramm).3) Weiterer Mangel: In den Bio-Rosinen wurden drei Pestizide in Spuren nachgewiesen.4) Laut Anbietergutachten wurden in einer anderen Charge des Produkts keine gesättigten Kohlenwasserstoffe (MOSH/POSH) nachgewiesen. Ein Gegengutachten zu der von uns untersuchten Charge schickte uns der Anbieter nicht.5) Laut Anbietergutachten enthält die gleiche Charge deutlich weniger Pestizidrückstände.6) Laut Anbietergutachten enthält die Rohware, die in die von uns untersuchte Charge des Produkts einfloss, keine Rückstände von Pestiziden. Ein Gegengutachten zu der fertig verpackten, von uns untersuchten Charge schickte uns der Anbieter nicht.7) Laut Anbietergutachten enthält die gleiche Charge deutlich weniger Pestizidrückstände.8) Laut Anbietergutachten enthält die gleiche Charge weniger Pestizidrückstände.9) Weiterer Mangel: Der Anbieter wirbt auf dem Produkt, das von Natur aus natriumarm ist, damit, dass das Produkt natriumarm ist (Werbung mit Selbstverständlichkeiten).Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Die prozentualen Mengenangaben der Zutaten („Das ist drin“) beziehen sich für gewöhnlich auf die Untersuchung einer Packung. Nur bei Abweichungen von mehr als 20 Prozent zur Deklaration hat das beauftragte Labor drei Packungen untersucht. In diesen Fällen beziehen sich die Angaben auf die durchschnittlichen Werte der drei Packungen. Ergibt die Addition aller Anteile nicht exakt 100 Prozent, ist das rundungsbedingt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um drei Noten: 15 bis 19 Pestizide in Spuren in den Rosinen. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) zehn bis 14 Pestizide in Spuren in den Rosinen; b) mehr als 2 bis 4 mg/kg der gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH (in der Tabelle: „stark erhöht“). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) fünf bis neun Pestizide in Spuren in den Rosinen; b) mehr als 0,01 mg/kg eines oder mehrerer besonders bedenklicher Pestizide (hier: Indoxacarb, Iprodion und/oder Tebuconazol) in den Weintrauben (es wurde ein Trocknungsfaktor von 5 zugrundegelegt); c) mehr als 1 bis 2 mg/kg der gesättigten Kohlenwasserstoffe MOSH/POSH (in der Tabelle: „erhöht“); d) sensorische Abweichung „Haselnüsse alt“ und/oder „Walnusskerne (teilweise) bitter“. „Leichte“ sensorische Abweichungen führen nicht zur Abwertung.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: drei Pestizide in Spuren in den Rosinen eines Bio-Produkts. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) eine durchschnittliche Abweichung des deklarierten Mengenanteils einer Zutat um mehr als 20 Prozent durchschnittlich in drei Packungen; b) eine unrealistisch kleine Portionsangabe zur Berechnung der Nährwerte (hier: 25 oder 30 Gramm); c) Werbung mit Selbstverständlichkeiten (hier: „natriumarm“ auf einem Produkt, das von Natur aus natriumarm ist). Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, hat keinen Einfluss auf das Gesamturteil.Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de → Hefte → ÖKO-TEST Magazin. Wählen Sie die Ausgabe aus und scrollen ans Seitenende.
Einkauf der Testprodukte: April 2018.
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Foto: NazarBazar/Shutterstock