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test: sucbapro HUD: KOPFKINO


Divemaster - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 15.10.2019

Scubapro hat zur diesjährigen boot ein völlig andersartiges Tauchcomputer- Konzept vorgestellt – den Galileo HUD. divemasterhatte die Gelegenheit, den neuen Computer mit dem innovativen Display einen Sommer lang ausgiebig zu testen.


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Bildquelle: Divemaster, Ausgabe 4/2019

HUD oder Head-Up- Display, dieser Begriff steht für eine Technologie, bei der wichtige Daten direkt vor das Auge des Nutzers projiziert werden. Seit den 1940-er Jahren für Militärpiloten konzipiert, denen die wichtigsten Flugdaten in die Schutzbrille ihres Helmes angezeigt wurden, hat die Technik inzwischen viele andere Bereiche „erobert”. Sowohl in der Industrie, als auch ...

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HUD oder Head-Up- Display, dieser Begriff steht für eine Technologie, bei der wichtige Daten direkt vor das Auge des Nutzers projiziert werden. Seit den 1940-er Jahren für Militärpiloten konzipiert, denen die wichtigsten Flugdaten in die Schutzbrille ihres Helmes angezeigt wurden, hat die Technik inzwischen viele andere Bereiche „erobert”. Sowohl in der Industrie, als auch in vielen Autos und nicht zuletzt bei Computerspielen und Animationen werden mit dieser Art der Anzeige wichtige Daten direkt vor das Auge des Betrachters gebracht. Da beim Tauchen die Taucherbrille TEXT & FOTOS: TESSEN VON GLASOW eine schöne Projektionsfläche darstellt, war es nur eine Frage der Zeit, wann hier auch eine Lösung angeboten wird.
Oceanic hatte vor etlichen Jahren die Tauchermaske „Datamask HUD” mit integriertem Tauchcomputer an der unteren Seite des rechten Maskenglases auf den Markt gebracht (siehe unseren Test in divemaster Nr. 56 von 2008). Diese Maske war sehr schwer und die Einschränkung des Blicks war erheblich, was zu einer nicht gerade großen Verbreitung der Maske führte. Aber es war ein erster Ansatz, diese sehr angenehme Art die Tauchgangsdaten im direkten Blickfeld zu haben.
2016 begann ein französisches Start-Up-Unternehmen (Thalatoo Maoi) Gelder für ein neues HUD-System zu sammeln. Hier geht man den Weg eines an einer beliebigen Maske zu befestigen Tauchcomputers. Einen Test werden wir in einer der nächsten Ausgaben vorstellen.
Ziemlich überraschend stellte Scubapro seine Lösung Ende 2018 erstmals vor, am Markt verfügbar sind die Geräte seit dem zweiten Quartal 2019.

HERSTELLERPROFIL

Scubapro ist ein Vollsortimentsanbieter von Sporttauchausrüstungen. Neben weiteren Unternehmen aus dem Bereich Outdoor gehört Scubapro zum Johnson Outdoors Inc.-Konzern. Gegründet wurde Scubapro 1962 als Tochter des Unternehmens Healthways, 1974 wurde es dann vom Johnson-Konzern übernommen. Scubapro war in einigen Bereichen der Tauchtechnik Vorreiter. So ist der Automatic Decompression Meter (1966) aus dem Hause Scubapro – er ist quasi der Stammvater der Tauchcomputer, damals noch auf mechanische Weise. Auch die erste Tarierweste stammt von Scubapro, diese wurde 1971 vorgestellt.
1997 übernahm Johnson Outdoors Uwatec und integrierte das Portfolio in das Scubaprosortiment. Heute entwickelt und fertigt Uwatec die Tauchcomputer, die dann unter dem Label Scubapro vermarktet werden. Besonders bekannt ist der damals revolutionäre Aladin Air X, der erste Tauchcomputer mit funkgesteuerter Druckübertragung.
2007 folgte die Übernahme von Subgear (die frühere Firma Seemann Sub, die 2010 zu Subgear umfirmierte). Anfang 2016 wurde dann bekannt, dass der Name Subgear nicht weiter genutzt wird, aber fast alle Produkte in die normale Scubaprorange übernommen werden. Die aktuellste Erweiterung war der Kauf der österreichischen Tauchcomputerfirma Seabear im Jahr 2015.

SCUBAPRO GALILEO HUD

Der HUD wird in einem sehr wertigen Köfferchen geliefert. Das ist sehr schön, aber der Koffer ist sicher nicht das Mittel der Wahl, um nach der Montage der Halterung den HUD mit zum Tauchen zu nehmen. Dafür ist er schlicht zu groß. Es wäre schön, wenn Scubapro hier noch etwas nachlegt und ein kleines Kästchen oder gepolstertes Säckchen, nur für den HUD beilegen würde. Das ist bei den meisten anderen Herstellern inzwischen so und sollte bei dem Gesamtpreis auch problemlos möglich sein.
Die Montage eines solchen HUD ist die größte Herausforderung für einen Hersteller. Scubapro hat den Weg gewählt, die Befestigung über eine Halterung zu realisieren. Diese kann grundsätzlich an allen Masken mit Rahmen angebracht werden, bei einigen Scubapromasken ist es sogar ohne speziellen Halter möglich. Man sieht zwar ein wenig aus wie ein Borg aus den Star-Trek Filmen, aber man muss sich ja nicht selbst ansehen.
Scubapro bietet auch eine rahmenlose Maske mit integrierter Halterung an. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich Scubapro noch etwas einfallen lässt, wie der HUD auch an einer normalen rahmenlosen Maske zu befestigen ist. Viele technische Taucher, die diese Art an Maske bevorzugen, nehmen sicher nicht unbe ding t diese eine Maske, sondern möchten ihre bisherigen weiter verwenden. Denn gerade für diesen Kreis wäre es sehr interessant einen Tauchcomputer nutzen zu können, der ihnen die Hände „freihält”. Was noch hilfreich wäre, wenn es bei der Halterung eine Option gäbe, die Höhe des HUD zu justieren. Man kann die seitliche Stellung durch Distanzscheiben gut anpassen – die Höhe bislang nur dadurch, dass man den HUD nicht direkt an das Glas anklappt oder versucht die ganze Maske zu verschieben. Das ist aber für die Ablesbarkeit nicht so toll.

GEHÄUSE

Das Gehäuse des HUD besteht aus glasfaserverstärktem, thermoplastischem Kunststoff und hat sich im Test als sehr robust erwiesen. Der HUD wiegt 97 Gramm. Es ist unter Wasser nicht festzustellen, dass die Maske „Schlagseite” hätte – das bedeutet, unter Wasser ist er quasi gewichtsneutral
Die Energieversorgung erfolgt über einen Lithiumionenakku. Geladen wird dieser über ein Kabel, das mit einem speziellen Stecker an die Außenkontakte auf der Rückseite des HUD passt. Dieser ist mit einem Kabel verbunden, das in einen normalen USB-Anschluss übergeht. Scubapro gibt die Standzeit des Akkus mit bis zu 20 Stunden an. Wir konnten dies nicht ganz bis zum Schluss testen, da während der Testzeit kein Nachladen erforderlich wurde. Aber aufgrund unserer Tauchgänge im kalten Bodensee und der vielen Spielerei an der Oberfläche erscheint die Angabe plausibel. Für ein solches Modul ein toller Wert!

Abb. 2 a, b: Der HUD angeklappt zum Ablesen und hochgeklappt für ein gesamtes Sichtfeld.


TECHNISCHE DATEN GALLILEO HUD

Typ: Dekompressionstauchcomputer
• Luftintegration: ja, mit Funkübertragung über
Sender (maximal acht Sender koppelbar)
• Betriebsmodi: Air, NITROX, Gauge und Free Dive
• Gewicht (nur Gerät): 97 Gramm
• Displaygröße: 22 x 16 mm / 2,5 cm Diagonale
• Displaytyp: OLED-Farbdisplay
• Akkutyp: Lithium-Akku
• Akkulaufzeit: ca. 20 Stunden (Herstellerangabe)
• Armband: entfällt/Maskenmontage
• Logbuchkapazität: 10 000 Tauchstunden
• Kommunikation: zum PC per USB-Kabel und Bluetooth mit Dongle, zu Mobilgeräten per Bluetooth
• VK: 1699, – Euro

DEKOMPRESSIONSPROGRAMM

Scubapro erweitert sein bisheriges Angebot an die Taucher. Zum einen steht das bekannte und bewährte EIN auf dem Bühlmann ZHL- 16C basierendes Dekompressionsprogramm mit der Erweiterung PDIS (siehe Infokasten) und PMG (Predictive Multi Gas), sowie der Möglichkeit sogenannte Mikrogasblasenlevel L0-L5 auszuwählen. Außerdem besteht die Möglichkeit, das ZH-L16C+GF auszuwählen. Das ist das Bühlmann-Basismodell mit der zusätzlichen Option Gradientfaktoren auszuwählen. Da man hierbei direkt in den Algorithmus eingreift, sollte man bei der Nutzung dieses Modells genau wissen, was man tut. Bei technischen Tauchern ist es sehr beliebt.

DISPLAY

Das farbige OLED LC-Display (Auflösung Punktmatrix 96x64p) arbeitet mit der soge nannten Near-Eye-Technology. Eine Person mit einer normalen Sehkraft kann ein Objekt ab einer Distanz von rund 20 Zentimetern scharf erkennen. Die Micro-OLED Anzeige des HUD ist deutlich näher als 20 cm positioniert. Dies machte spezielle Linsen erforderlich, um die Anzeige klar ablesen zu können. Mit Hilfe dieser Mehrfachlinsen wird die Micro-OLED-Anzeige in einer virtuellen Distanz von rund einem Meter dargestellt. Das ermöglicht es die Tauchgangdaten auf der Anzeige ablesen zu können und gleichzeitig die Umgebung im Blick zu behalten, ohne laufend den Fokus zu ändern. Die Bildgröße beträgt rund 30 mal 20 Zentimeter, wodurch ein Taucher mit normaler Sehstärke die Details gut lesen kann. Taucher mit Sehhilfen sollten vor dem Kauf testen, ob sie die Daten klar erkennen können.

Abb. 3 a-c: Screenshots aus dem PC-Programm LogTRAK: die Ansicht mit Angaben zur Örtlichkeit des Tauchgangs (0ben), die Datenansicht (rechte Seite oben) und zuletzt die Profilansicht des Tauchganges (rechte Seite mitte)


Abb. 4 a-c: Screenshots aus der LogTrak-App: die Tauchgangsübersicht und die Informationen zum Tauchgang


GRADIENTFAKTOREN

Der divemasterhat Gradientfaktoren schon öfter erläutert, da dieses Thema sicherheitsrelevant ist, wiederholen wir es bei jeder Vorstellung eines Tauchcomputers, der die Möglichkeit bietet: Der Nutzer kann die Schärfe eines Dekompressionsprogramms vom Typ Haldane/Bühlmann über die Wahl des sogenannten Gradient Faktors, auch M-Faktor oder M-Value genannt, einstellen.

Dabei regelt der Gradient Factor Low (GF Lo) die erlaubte Übersättigung auf dem ersten, tiefsten Dekostopp. Ein Wert von 20 bedeutet 20 Prozent der maximalen Übersättigung und damit einen Sicherheitsabstand von 80 Prozent zum normalen Bühlmann- Algorithmus. Je kleiner der Wert von GF Lo ist, umso tiefer wird der erste Dekostopp ausgerechnet. Der Gradient Factor High (GF Hi) regelt die maximale Übersättigung auf der letzten, flachsten Dekostufe. Umso kleiner der GF Hi ist, umso länger dauert der letzte Dekostopp. Wenn man beide Werte auf 100 einstellt, dann arbeitet der Algorithmus ohne Anpassungen, die Wahl der Gradientfaktoren entspricht also einem „konservativer” Stellen des Tauchcomputers.

In der Anzeige kann man zwischen drei unterschiedlich Darstellungen wählen:
• Standard: zeigt Tiefe, maximale Tiefe, Kompasspeilung, Batterie, Tauchzeit, verbleibende Nullzeit, Tankdruck und verbleibende Grundzeit (RBT).
• Lite: aktuelle Tiefe, Tauchzeit, Tankdruck, Nullzeit.
• Profil: Profilansicht, aktuelle und maximale Tiefe, Tauchzeit, Temperatur, Durchschnittstiefe und die CNS in Prozent.
Die folgenden Bilder zeigen die Ansichten unter Wasser. Die Aufnahmen sind nicht per- fekt – es war eine echte Herausforderung, diese Bilder überhaupt unter Wasser so machen zu können. Man erkennt aber die angezeigten Daten ganz gut.

Abb. 5 und 6: Die Datamask HUD von Oceanic/ Aeris im Vergleich zum Galileo HUD


FUNKTIONSUMFANG

Der Galileo HUD ist ein luftintegrierter Dekompressionstauchcomputer. Folgende Funktionen nennt Scubapro als Highlights:
• Verschiedene Konfigurationen für die Bildschirmanzeige, Näheres hierzu weiter unten bei der Beschreibung des Displays.
• Wahl zwischen zwei Dekompressionsmodellen: dem vorausplanender Multigas-Algorithmus ZHL16 ADT MB oder dem Basisalgorithmus ZHL16C+ GF mit Gradientfaktoren. Die Details dazu findet man weiter unten bei der Beschreibung der Dekomodelle.
• Bis zu acht auswählbare Gase im SCUBA-Modus plus Sauerstoff und Diluentgase und zwei änderbare Grenzwerte (Setpoints) für das CCR-Tauchen.
• Schlauchlose Luftintegration mit Berechnung der verbleibenden Grundzeit (RBT).
• Voll neigungsfähiger Digitalkompass.
• Akku mit einer Standzeit von bis zu 20 Stunden laut Hersteller.
• Zwei GB großer Speicher für bis zu 10.000 Stunden Tauchprofil
• USB-Kabel und Bluetooth Low Energy-Schnittstelle zur Synchronisation mit der Log- Trak-PC-Software (auch MAC) mit zusätzlichem Dongle Bled 112. Außerdem kann über die Bluetooth-Schnittstelle mit der LogTRAK-App für Android und iOS synchronisiert werden.

ARMBAND

Das Armband kennen wir bereits vom Galileo Sol. Es ist aus Kunststoff, stabil und lang genug, um auch über dicke Trockentauchanzüge zu passen. Es funktioniert wie ein Uhrenarmband.
Zusätzlich besteht auch die Möglichkeit, Bungeestraps zu montieren, eine Montagehilfe liegt bei.

BEDIENFREUNDLICHKEIT

Der Galileo HUD besitzt ein intuitives Druckdrehrad. Damit kann man durch die Menüs „rollen”. Zur Auswahl drückt man kurz auf das Rad, zum Abbrechen länger. Das funktioniert intuitiv und einfach. Der HUD verfügt über eine Vielzahl an Menüs und Untermenüs. Durch die eindeutige Bezeichnung in vielen Landessprachen (natürlich auch in Deutsch), ist die Auswahl aber kinderleicht.
Wer einen anderen Tauchcomputer der Galileo- reihe kennt, hat es noch leichter, denn die Menüs und die Bedienung derselben haben sich nicht geändert.

Abb. 7 a-d: Die verschiedenen Unterwasseransichten des HUD.


Abb. 8: Galileo HUD System, wie es geliefert wird.


Abb. 9: Der Lade- und Ausleseanschluss montiert am HUD mit USB-Kabel.


Abb. 10: HUD fertig montiert an der Maske.


LOGBUCH & SOFTWARE

Die Software zum Auslesen ist die bekannte „Scubapro LogTrak”. Bewährt, einfach zu bedienen und mit gutem Funktionsumfang. Man kann – neben dem Auslesen der Tauchgangsdaten – auch die Einstellungen des HUD über die Software verändern.
Das Auslesen auf den PC erfolgt entweder über oder per USB-Anschluss, über den der HUD auch geladen wird.
Außerdem gibt es eine App für Android und iOS, die die wichtigsten Daten wiedergibt und per Bluetooth mit dem HUD verbunden wird. Die Kopplung funktioniert einfach und einwandfrei. Hier würden wir uns aber wünschen, dass in der App etwas mehr Detaildaten der Tauchgänge angezeigt werden. Hoffentlich nimmt sich Scubapro auch diesem Thema bald an.

FAZIT/BUDGET

Der Galileo HUD ist eine echte Bereicherung. Sobald man sich an die Einblendung gewöhnt hat, nimmt man sie bei „Fernblick” nicht wahr. Ansonsten hat man die wichtigsten Daten jederzeit im Blick – egal was man tut und egal was für eine Sicht herrscht. Also auch ein echter Sicherheitsgewinn.
Preislich und vom Nutzen spielt der HUD berechtigtet Weise in der obersten Liga der Tauchcomputer mit.
Wünschenswert wäre noch eine Optimierung der Befestigungsmöglichkeiten, so dass diese an quasi alle (irgendwelche Exoten, bei denen es nicht geht, wird es immer geben) Masken passen.
Die App für die Smartphones darf auch gerne noch weiter entwickelt werden und alle Daten anzeigen, die vom Gerät während des Tauchganges gemessen werden.
Mit dem Galileo HUD wird dem Thema „HUD” im Tauchbereich deutlich Vortrieb gegeben. Neben dem Nutzfaktor muss man einfach sagen – das Teil macht Spaß! Es wird spannend zu sehen, wie der Wettbewerb darauf reagiert.

PDIS = PROFILE DEPENDENT INTERMEDIATE STOP

Das PDIS-Modell (PDIS = Profile Dependent Intermediate Stop) beruht auf folgender Überlegung: die schnellen Gewebe entsättigen sich bereits während des Aufstieges nahezu komplett. Die langsamen Gewebe sättigen sich noch bis in den Flachbereich des Tauchgangprofils weiter auf - für deren Entsättigung sind vor allem der Sicherheitsstopp und die „normalen” Dekostopps relevant.
Das PDIS-Modell konzentriert sich auf die mittelschnellen Gewebe.
Das Modell schlägt den ersten PDIS auf der Tiefe vor, auf der das dritte Kompartiment mit der Entsättigung beginnt. Die Dauer des Stopps beträgt zwei Minuten. Damit wird diesen Geweben eine längere Zeit zur Entsättigung gegeben.
Die Tiefe des PDIS ist dabei von zwei Faktoren abhängig – neben der Maximaltiefe auch vom tatsächlichen Tiefenprofil und der Zeit, die auf den jeweiligen Tiefen verbracht wurde.
Durch diese Grundlage sind die PDIS in der Regel flacher als Deepstops nach Pyle – dadurch sättigen die langsamen Gewebe nicht mehr so stark zusätzlich auf. Mikroblasen (MB) sind kleinste Blasen, die sich im Körper eines Tauchers während eines Tauchgangs bilden können. Diese werden im Normalfall über die Lunge abgeatmet. Mit dieser Einstellmöglichkeit kann der Nutzer den Algorithmus konservativer gestalten, es werden zusätzliche Stopps beim Auftauchen eingerechnet und die Aufstiegsgeschwindigkeit wird verringert um dem Organismus mehr Zeit zum Entsättigen zu geben.


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