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TEST TONABNEHMER: Die besten Tonabnehmer aller Klassen


HIFI analog Sonderheft - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 29.09.2018

Sie mögen klein und unscheinbar sein, doch mit ihnen verbinden sich Geschichten und Emotionen. Ohne Tonabnehmer läuft beim Plattenhören ohnehin gar nichts. HiFi analog stellt die interessantesten und besten MM- wie MC-Winzlinge aus allen Preisklassen vor.


So unscheinbar sie sind, so faszinierend sind sie. Der Diamant des Tonabnehmers ist die einzige Kontaktstelle des Plattenspielers zur Musikinformation, und die Spulen und Magnete sorgen dafür, dass man diese wahrnehmen kann, indem sie Spannungen induzieren. Damit Hörspaß entsteht, müssen selbst die günstigsten Abtaster präzise gefertigt werden. ...

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Bildquelle: HIFI analog Sonderheft, Ausgabe 3/2018

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... Tonabnehmer gibt es schon für wenige Euro. Unsere Qualitätsschau beginnt bei rund 100 Euro. Nach oben hin gibt’s dann kaum Grenzen. Aber entdecken Sie selbst…

um 110 Euro, www.audiotra.de
Auf keinen Tonabnehmer der 100-Euro-Klasse trifft man öfter, was auch daran liegt, dass ihn eine Reihe von Plattenspielerherstellern für Paketangebote einsetzen. Das 2M Red, Basisabtaster einer Ortofon-Serie mit noch drei größeren Stereo-Modellen, deren Preisspanne bis hinauf zu 600 Euro fürs 2M Black reicht, besticht bereits mit sauberer, linearer und lebendiger Wiedergabe. Es ist somit auch als Nachrüstalternative für ultrabillige Alibi-Originalbestückungen bestens geeignet.

AUDIO-TECHNICA AT-F2

um 230 Euro, www.audio-technica.com
Sie sind auf der Suche nach einem wirklich guten MC-Tonabnehmer zum wirklich günstigen Preis? Dann ist das AT-F2 vom japanischen Spezialisten Audio-Technica kaum zu schlagen. Es kostet zwar locker das Doppelte der Abtaster aus unserer MM-Einstiegsliga, überzeugt aber mit „typischen“ MC-Qualitäten wie einer betont offenen, straffen und dynamischen Spielweise. Das AT-F2 passt an alle Arme und Phono-Stufen. Aber drunter wäre bei MCs eh nichts zu machen.

GRADO PLATINUM 2

um 430 Euro, www.high-fidelity-studio.de
Das markanteste Kennzeichen des kleinsten Modells in Grados „Reference“-Serie ist sein Hartholzgehäuse. Der MI-Abtaster, der wie ein MM betrieben wird, besticht durch Sonorität, ist ein Meister der Farben und Stimmen mit ausgeprägtem Charakter.

HANA EL/SL

um 450/650 Euro, www.high-fidelity-studio.de
Hana – unter diesem Namen bietet der japanische Hersteller Excel, der vor allem für andere Marken fertigt, seit einiger Zeit vier MC-Abtaster an: zwei Lowund zwei HighOutput-Varianten. Die Low-Fraktion bilden das EL (o.), das eine elliptisch geformte Nadel trägt, und das mit einem Shibata-Schliff versehene SL. Beide tönen sehr neutral, lebendig und ausgewogen, wobei das SL noch mehr klangliches Raffinement entwickelt.

NAGAOKA MP-110/MP-200

um 150/450 Euro, www.nagaoka-deutschland.de
Die „Moving Iron“-Abtaster (MI) aus Japan arbeiten mit festehenden Spulen und Magneten. Ein kleiner, beweglicher Eisenanker im Feld induziert die Spannungen. Angeschlossen werden sie wie MMs. Schon das MP-110 besticht mit neutraler Sonorität und leuchtenden Klangfarben. Das MP-200 bringt – in dieser Preisklasse unüblich – einen besonders harten und leichten Bor-Nadelträger mit und tönt damit ausgesprochen ziseliert und geschmeidig.

ORTOFON QUINTET RED/BLUE/BRONZE UND BLACK

um 300/430/630 und 830 Euro, www.audiotra.de
Im Bereich der günstigeren und mittelpreisigen MC-Tonabnehmer hat die 2014 erschienene „Quintet“-Serie ein gehöriges Wörtchen mitzureden. Die Abtaster stecken durchweg in durchgefärbten Kunststoffgehäusen mit geraden Kanten, was die Justage erleichtert, und unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Nadelschliffs. Das Spitzen-Quintet Black1 bringt sogar einen extrem harten, leichten Bor-Nadelträger anstelle der sonst eingesetzten Aluminiumröhrchen mit. Es ist auf höchste Lebendigkeit und steile Dynamik gezüchtet, während das Bronze2 bei aller gebotenen Agilität besonders schöne, natürliche Stimmen zaubert. Doch bereits das günstigste Quintet Red3 ist ein MC ohne Schwächen, das problemlos an den meisten Tonarmen läuft. Der sollte in der Höhe verstellbar sein, denn die Quintet-Bodys bauen recht hoch. Unser Tipp ist das Blue4 , das audiophiler, glatter und geschmeidiger tönt als das Red, aber nicht so viel mehr kostet.

AUDIO-TECHNICA AT-0C9/III

um 550 Euro, www.audio-technica.com
Unlängst im Preis reduziert ist das Audio-Technica, das die bis in die Achtziger zurückreichende 9er-Erfolgsgeschichte fortführt, ein noch heißerer Tipp. Der Body aus Aluminium und Kunstharz bietet der Armatur samt Borstäbchen und Diamant mit sensiblem „Line Contact“- Schliff ein stabiles, resonanzarmes Umfeld. Sehr saubere, dynamische und bis in die untersten Lagen hinab definierte Wiedergabe.

REGA ANIA

um 650 Euro, www.tad-audiovertrieb.de
Die englische Marke Rega steht seit jeher für Dynamik und quirlige Lebendigkeit. Was das bedeutet, zeigt der neue günstige MC-Abtaster Ania. Aufgrund einer besonders leichten Spulenkonstruktion sowie einer nur geringen Resonanzbedämpfung geht das Ania ab wie die sprichwörtliche Rakete, indem es fein- wie grobdynamische Kontraste ansatzlos umsetzt. Die tonale Abstimmung geriet leicht hell, was die Präsenz zusätzlich fördert.

ORTOFON CADENZA RED/BLUE/BRONZE UND BLACK

um 1050/1600/1900 und 2300 Euro, www.audiotra.de
Oberhalb der „Quintet“-Linie residiert Ortofons ambitionierte, in den Qualitätsabstufungen ebenfalls nach Farben sortierte „Cadenza“-MC-Serie. Im Test in STEREO 2/2010 hatten wir geraten, entweder zum durchweg erstklassigen Red1 oder aber gleich zum Spitzen-Cadenza Black2 zu greifen. Letzteres hat fast alles an Bord, was der dänische Spezialist an Raffinessen zu bieten hat und besticht mit erlesenem Klang. Das Blue3 ist mit einem ultrasteifen Rubin-Nadelträger kompromisslos auf Festigkeit und Dynamik entwickelt, das Bronze4 gibt den harmonischen Schöngeist. Auch sie sind deshalb gerade für Vinyl-Hörer mit besonderen Ansprüchen eine dicke Empfehlung.

DYNAVECTOR DV-10X5/NEO

um 500/600 Euro, www.dynavector-systems.de Eines der traditionsreichsten HighOutput-MCs ist das japanische Dynavector DV-10X5. Es tönt stämmig- kompakt, geht dynamisch nach vorne und bietet so einen hohen Spaßfaktor. Lange existierte der Hörerwunsch, den Abtaster als „Low“-Version für übliche MC-Phono-Eingänge zu haben. Den erfüllt nun das DV-10X5 Neo, das womöglich aufgrund der geringeren reduzierten Masse sogar noch etwas agiler und detailreicher klingt. Echte Tipps sind aber beide Nippon-Abtaster.

VAN DEN HUL THE MC ONE SPECIAL

um 1490 Euro, www.bt-vertrieb.de Sprudelnde Lebendigkeit, Detailreichtum sowie ein ultrafester Bass sind Vorzüge dieses MCTonabnehmers aus der Hand von Altmeister A. J. van den Hul. Der Diamant mit ultrascharfem VDH-1-Schliff soll auch im Innenradius der Rille noch jede Facette ertasten. Erbsenzählern wie der Spaßfraktion gleichermaßen empfohlen.

KOETSU BLACK

um 2150 Euro, www.axiss-europe.de Die MC-Tonabnehmer aus der Hand von Koetsu-Gründer Yoshiaki Sugano umweht das Flair des Besonderen. Diesem Ruf wird das Koetsu Black, das der Altmeister kurz vor seinem Tod 2002 noch behutsam modifizierte, mit einem musikalischen Impetus gerecht, der ungemein reizvoll ist. Es bietet eine betont sonore und farbige, zugleich aber auch feingliedrige Wiedergabe, die den Eindruck von Intensität vermittelt. Für Orchestermusik gibt‘s kaum etwas Geeigneteres. Aber auch bei Stimmen und natürlichen Instrumenten ein MC mit Suchtfaktor.

EXCALIBUR GREEN/BLACK

um 500/700 Euro, www.tad-audiovertrieb.de Zwei MC-Abtaster nach Maß sind das Green (High Output) und das Black der TAD-Eigenmarke Excalibur. Sie passen optimal an die weit verbreiteten Rega-Tonarme, aber auch zu anderen mittelschweren Armen. Während das Green mit elliptischer Nadel kommt, hat der Diamant des feiner auflösenden Black einen Shibata-Schliff. Kernig-druckvolles Klangbild.

ORTOFON SPU #1E

um 595 Euro, www.audiotra.de Eine von Ortofons berühmten MC-„Tondosen“ zu besitzen, ist der Traum vieler Analog-Fans. Das neue #1E mit elliptischer Nadel rückt ihn näher. Es klingt brillant und druckvoll, macht richtig Laune. Aber Achtung: Das #1E benötigt einen rauscharmen Phono-Pre und satte 40 Millinewton Auflagedruck. Retro-Puristen nehmen es als #1S mit sphärischer Rundnadel für 50 Euro weniger.

BENZ MICRO ACE SL

um 1000 Euro, www.high-fidelity-studio.de
Ein begehrtes, zeitweilig von Lieferengpässen betroffenes Kleinod unter den MCs. Der im transparenten Kunststoffgehäuse sitzende Abtaster mit Bor-Nadelträger und Gyger-Diamant glänzt mit toller Performance. Unser Tipp: Ist er nicht zu haben, einfach aufs ein paar Dezibel „lautere“ ACE SM ausweichen, und mit dem ACE SH gibt‘s auch eine gleichteure HighOutput-Variante.

ORTOFON 2M BLACK

um 600 Euro, www.audiotra.de
Das Spitzenmodell aus Ortofons „2M“-Serie besitzt einen „nackt“, also ohne die bewegte Masse erhöhenden Lötkegel aufgebrachten Diamanten mit elaboriertem „Shibata“- Schliff. Optimal justiert profiliert sich das 2M Black als ebenso impulsiv wie feinauflösend und räumlich zeichnender MM-Abtaster mit satter Ausgangsspannung. Die Wiedergabe ist überaus klar, sauber und geradlinig. In seiner Preisklasse hat das Ortofon kaum Konkurrenz

MM-KONFEKT VON CLEARAUDIO

von 320 bis 1500 Euro, www.clearaudio.de
Oberhalb des in seiner Liga erstklassigen Concept V2 für 175 Euro bietet der fränkische Spezialist ein abgestuftes Angebot von MM-Abtastern. Den Aufstieg vom Concept V2 markiert das Performer V21 für 320 Euro, das wie seine größeren Brüder in einem fein verarbeiteten Ebenholzkorpus steckt. Dessen gute Eigenschaften bauen das Artist V22 beziehungsweise Virtuoso V23 (um 530/790 Euro), die allesamt nicht austauschbare Aluminium-Nadelträger plus einen elliptisch geformten Stein mitbringen, weiter aus. Das Spitzenmodell dieser Gruppe bildet das mit einem Bor-Stäbchen sowie einem raffiniert geschliffenen Diamanten ausgestattete Maestro V24 für 950 Euro, das locker mit gleichteuren MCs konkurriert. Und seit Kurzem setzt das edle Charisma V2 (r.) diesem noblen Quartett klanglich wie in Sachen Bauteilequalität die Krone auf. Es kostet allerdings auch satte 1500 Euro.

CLEARAUDIO STRADIVARI V2

um 3100 Euro, www.clearaudio.de
Es fällt schwer, vom rassig-rasanten Auftritt des Clearaudio-MCs nicht begeistert zu sein. Ohne Hang zu vordergründiger Analytik offeriert es ein Höchstmaß an Details, spielt so quicklebendig, flüssig und ansatzlos dynamisch, dass man meint, die Platte liefe schneller. Vorsicht: Suchtpotenzial!

TRANSROTOR FIGARO

um 2500 Euro, www.transrotor.de
Preisbewusste HighEnder, die ein Spitzen-MC zum gerade noch erschwinglichen Preis suchen, werden beim Transrotor Figaro fündig, das vom britischen Spezialisten Goldring stammt und dessen allerdings silberfarbenem „Legacy Series“ entspricht. Sämtliche Klangparameter liegen auf sehr hohem Niveau, die Wiedergabe ist bestechend natürlich, räumlich und quicklebendig. Darüber hinaus verströmt das Figaro das Flair der Perfektion und ist damit keinen Euro zu teuer.

BENZ MICRO SLR „GULLWING“

um 3700 Euro, www.high-fidelity-studio.de
Eine Meisterleistung aus der Hand von Benz-Mastermind Albert Lukaschek. Die offene Konstruktion, die den Blick auf die Spulenarmatur freigibt, sieht nicht nur rattenscharf aus – das Auge hört schließlich mit. Die Spitzenposition im Benz-Programm, die sich das SLR mit dem LP-S teilt, bedeutet auch edelste Teile in aufwendigster Verarbeitung sowie Klangbilder der Luxusklasse.

BRINKMANN PI

um 2150 Euro, www.gaudios.eu
Gerade mal eine Handbreit unter den Top-MCs siedelt das Pi des Analogspezialisten Helmut Brinkmann. Das Innenleben baut Benz Micro. Brinkmann macht dafür die Vorgaben, konstruierte das Gehäuse und führt die Resonanzabstimmung durch. Das Ergebnis ist hohe Musikalität bei tadellosen technischen Eigenschaften.

AUF DIE RICHTIGE ABSTIMMUNG KOMMT‘S AN

Zugegeben: Heutzutage ist die Anpassung von Tonarm und Abtaster weit weniger kritisch als früher, als weich bis hart aufgehängte Tonabnehmer auf leichte bis schwere Arme trafen. Das hat sich längst auf vernünftige Mittelwerte eingependelt. Dennoch lohnt ein Blick in die Tabelle unten. Setzt man die Nadelnachgiebigkeit, auch Compliance genannt, mit der effektiven Tonarmmasse ins Verhältnis, wobei im Falle einer abnehmbaren Headshell deren Gewicht sowie natürlich der Abtaster selbst zu addieren sind, sollte das Ergebnis im grau unterlegten Feld liegen, damit die Tiefenresonanz weder zu hoch (dünner Klang) noch zu tief (Wummern) rutscht.