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TEST TREKKINGSTÖCKE: AN DIE STÖCKE, FERTIG, LOS


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 29.03.2018

Trekkingstöcke sollen Kniegelenke und Muskulatur entlasten. Doch manches Modell erhöht auf Wanderschaft eher die Sturzgefahr. Unser Test zeigt, mit welchen Exemplaren Sie sicher Gipfel stürmen.


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Foto: imago/Westend61

ÖKO-TEST RÄT

► Drei „sehr gute“ Trekkingstöcke begleiten Sie verlässlich im Gelände – zwei sind sogar für weniger als 70 Euro zu haben.
► Probieren Sie Stöcke vor dem Kauf aus. Stützen Sie sich dabei voll auf den Stock. Er sollte Ihr Körpergewicht halten, ohne nachzugeben.
► Nutzen Sie Trekkingstöcke vor allem bergab und verzichten Sie auch hin und wieder auf die Stöcke. Das erhält ...

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► Drei „sehr gute“ Trekkingstöcke begleiten Sie verlässlich im Gelände – zwei sind sogar für weniger als 70 Euro zu haben.
► Probieren Sie Stöcke vor dem Kauf aus. Stützen Sie sich dabei voll auf den Stock. Er sollte Ihr Körpergewicht halten, ohne nachzugeben.
► Nutzen Sie Trekkingstöcke vor allem bergab und verzichten Sie auch hin und wieder auf die Stöcke. Das erhält Gleichgewichtssinn und Gehtechnik.

Hightech statt Haselnussholz: Knorrige Äste voller Blechplaketten waren einmal. Heute preschen Wanderer mit Stützen aus Aluminium oder Karbon durchs Gelände. Moderne Varianten des guten alten Wanderstocks kamen erstmals in den 1970er-Jahren auf. Damals noch als Sommerskistöcke belächelt, sind sie heute oft am Berg zu sehen. Wer kleine und große Gipfel erklimmen will, greift neben Rucksack und Regenjacke eben meist auch zu Trekkingstöcken.

Die Stäbe unterstützen das Gehen am Hang und geben Halt auf steinigem, vereistem und verschneitem Terrain. Aber auch auf mäßig steilen Wanderwegen können sie hilfreich sein. „Unabdingbar wie rutschfestes Schuhwerk und eine Rettungsdecke sind Trekkingstöcke zwar nicht. Sie machen aber auch für trainierte Berggänger auf Mehrtagestouren mit Rucksack von Hütte zu Hütte oder langen Routen durch unwegsames Gelände durchaus Sinn“, erklärt Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung vom Deutschen Alpenverein. Denn richtig eingesetzt, verlagern die Stöcke einen Teil des Körpergewichts von den Beinen auf die Arme: „Vor allem auf längeren Abstiegen entlasten sie so die Gelenke und beugen Muskelkater vor“, sagt Winter.

Mehr Komfort und Halt: Der Mensch ist so gebaut, dass er sein Gewicht auch mit Rucksack ohne Hilfsmittel über lange Strecken tragen kann. Stöcke erleichtern allerdings das Wandern.


Foto: gaspr13/getty images

ÖKO-TEST

„Vom Wandern am Stock erhofft man sich eigentlich mehr Sicherheit und nicht weniger.“

Kai Thomas, ÖKO-TEST-Redakteur, überraschten ernste Materialmängel im Test.


Foto: Anja Wägele

Zudem unterstützen sie die Balance. Für Menschen mit Gelenkproblemen, schwacher Muskulatur oder einer Anfälligkeit fürs Umknicken sind Trekkingstöcke besonders empfehlenswert.

Die meisten Modelle wiegen nur wenige Hundert Gramm und bestehen, anders als fixe Nordic-Walking- oder Skistöcke, aus mehreren Segmenten. Sie lassen sich so teleskopartig auf die passende Länge ausziehen und für den Transport am oder gar im Rucksack zusammenschieben. Noch leichter sind teure Faltvarianten, deren Segmente wie bei Zeltstangen mit einem Seil miteinander verbunden und zerlegbar sind.

Wer mit Trekkingstöcken einen Bach überquert oder einen steilen Abhang mit schwerem Gepäck hinabsteigt, muss sich auf die Technik verlassen können. Versagt das Material im falschen Moment, kann ein Sturz nicht nur feucht, sondern auch tragisch enden. Der Sicherheit zuliebe hat sich die Outdoorindustrie im Jahr 2017 auf spezielle Mindeststandards für Trekkingstöcke geeinigt.

Wir haben elf Modelle eingekauft und die Festigkeit von Schaft, Schlaufe und Spitze gemäß der neuen DIN-Norm prüfen lassen. Auch umfangreiche Schadstofftests standen an.

Immer stabiler? Verstellsysteme zum Klemmen (unten) krachten genauso durch den Belastungstest wie Drehverschlüsse (oben).


Detailfrage: Stockspitzen in Form von Blüten oder Ringen sollen besonders gut auf Eis und Schnee greifen.


Fotos: ÖKO-TEST (2)

DAS TESTERGEBNIS

Meist hohe Qualität: Drei Trekkingstöcke können wir als „sehr gut“ empfehlen, fünf Modelle sind „gut“. Exemplare für rund 30 Euro hielten in den Tests mit den teuersten Produkten mit. Drei Gehhilfen überzeugten uns in puncto Sicherheit allerdings nicht. Sie fallen mit „mangelhaft“ und „ungenügend“ durch.
Abgesackt: Trekkingstöcke müssen beim Wandern einiges aushalten. Schaft und Schlaufe sind im Gelände mitunter starken Druck- und Zugkräften ausgesetzt. Vor allem der Verschlussmechanismus muss halten, wenn sich ein Wanderer mit einem Teil seines Körpers von oben auf dem Stock abstützt. Denn schieben sich die Teleskopsegmente dabei unerwartet zusammen, besteht im Zweifel Sturzund Verletzungsgefahr. Die Stöcke der Marken Kohla, Moorhead und Hudora versagten bei einer entsprechenden Belastungssimulation im Labor. Sie sackten schon unter einer Kraft von 550 Newton (entspricht etwa 56 Kilogramm Körpergewicht) zusammen und verfehlten damit die in der DIN-Norm geforderte Mindeststützleistung.
Belastbar: Die anderen acht Stöcke meisterten die Prüfung nach Norm. Ihre Schäfte können umgerechnet 56 Kilogramm stützen, ohne nachzugeben. Die Modelle der Marken Fizan, Komperdell, Leki, Quecha und Canway eignen sich besonders gut für Menschen mit höherem Körpergewicht. Sie waren im Test umgerechnet mit mehr als 61 Kilogramm belastbar. Die „guten“ und „sehr guten“ relativ preiswerten Stöcke mit Drehverschlüssen erwiesen sich zudem als genauso stabil wie die teureren Modelle mit Kipphebeln im Spitzenfeld.
Ausgerutscht: Wanderer müssen sich auch auf schneebedeckten und vereisten Wegen, vor allem bei längeren Touren durch unsicheres alpines Gelände, auf ihre Stöcke verlassen können. Greifen die Stockspitzen im falschen Moment nicht richtig auf Eis und Schnee, kann es ebenfalls zu Stürzen kommen. Um ausreichend Grip zu bieten, bestehen die Spitzen daher aus gehärtetem Stahl oder gar Karbidlegierungen. Die Anbieter setzen zudem auf besonders griffige Ringoder Blütenformen. Wie auch immer: Die Canway Wanderstöcke aus Kohlefaser, OT-TP01 und die Hudora Trekkingstöcke, grünblau bestanden einen Eisgriffigkeitstest, eng angelehnt an die Normvorgaben, nicht. Die Stöcke rutschten im Labor unter gleichmäßigem Druck schon ab einem Winkel von 40 Grad zum Boden vom Eis.
Zum Reinhängen: Die Schäfte aller Stöcke lassen sich mit erheblicher Kraft biegen, ohne Schaden zu nehmen. Auch alle Schlaufen zeigten sich robust: Wanderer können sich in sie ohne Weiteres stützen.
Unerwünscht: Das schwarze Weichplastik in den Griffen von fünf Trekkingstöcken ist mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet. Betroffen sind die Black Diamond Trail Trekkingstöcke, die Komperdell C3 Carbon Power Lock, die Leki Carbon TiSystem, die Quecha Forclaz 500 Light und die Kohla Evolution Emotion Pro Platin. Die nachweisbaren Verbindungen sind zwar nicht wie viele andere PAK als krebsverdächtig oder krebserregend eingestuft. Die US-Umweltschutzbehörde bewertet sie jedoch als problematisch. Einige gelten als sehr giftig für Wasserorganismen und in der Umwelt schwer abbaubar.
Ausreißer: Die Hudora Trekkingstöcke, grünblau fielen nicht nur im Praxistest besonders negativ auf. In ihren Aufsteckfüßen für das Laufen auf geteerten Wegen ließ sich auch eine erhöhte Menge an giftigem Blei nachweisen. In den auf den Schlaufen vernähten Etiketten stecken zudem optische Aufheller. Lösen sie sich heraus und gelangen mit dem Schweiß auf die Haut, können einige dieser Stoffe unter Sonnenstrahlung zu allergischen Reaktionen führen. Zudem analysierte ein Labor in den Plastikaufsetzern chlorierte Verbindungen. Sie belasten die Umwelt bei der Herstellung und Entsorgung.


Sturzgefahr: Drei Teleskopsysteme rutschten bereits unter einem Gewicht von weniger als 56 Kilogramm in sich zusammen.


Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: PAK = polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 158.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung.2) Optische Aufheller wurden in der weißen Farbe des Schlaufen-Materials nachgewiesen.3) Optische Aufheller wurden im weißen Garn von bedruckten Etiketten nachgewiesen.4) Blei wurde im Kunststoff-Aufsetzfuß nachgewiesen.5) Mangel Eisgriffigkeit der Spitzen: Stock rutscht nach einer Schwenkung in der Senkrechten von 40° unter konstantem Druck von 100 Newton von Eisoberfläche ab.6) Mangel Belastungstests des Schafts: Verschlusssystem widersteht einer senkrechten Druckkraft von 550 Newton auf den Schaft nicht ohne Zusammenrutschen.7) Laut Anbieter wird das Produkt seit Frühjahr 2018 in einer leicht veränderten Form unter dem Namen C3 Carbon Pro ausgeliefert. Modifiziert wurden die Griffform und -länge. Von der untersuchten Variante seien aber noch große Mengen im Handel erhältlich.8) Laut Anbieter wiegt ein einzelner Trekkingstock ohne Aufsetzfuß und Plastikteller im Schnitt 158 g und misst minimal 58 sowie maximal 132 cm.9) Laut Anbieter wird das Klemmsystem in der Produktion voreingestellt. Es muss vom Anwender nicht mehr zusätzlich justiert werden. Der nicht bestandene Belastungstest des Schafts könne nur durch einen Einstellfehler in der Produktion begründet werden.10) Das angenommene Körpergewicht in Kilogramm errechnet sich aus der gemessenen senkrechten Druckkraft in Newton auf den Schaft, der er ohne Zusammenrutschen widersteht, dividiert durch den Faktor 9, 81 m/s ².11) Laut Anbieter wurde das Produkt wegen Nichteinhaltung der DIN-Norm mit sofortiger Wirkung aus dem Verkauf genommen.12) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Kunststoff-Aufsetzfuß.13) Laut Anbieter können Einzelhandelsgeschäfte ihre Bestände der getesteten Charge LQN 66500/01 PO10546230121-17/12 auf Kosten von Hudora zurücksenden.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Praxisprüfung führt zur Abwertung um vier Noten: ein nicht bestandener Belastungstest des Verschlusssystems gemäß DIN 79016. Zur Abwertung um zwei Noten führt: ein nicht bestandener Test der Eisgriffigkeit der Stockspitzen in Anlehnung an DIN 79016. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) ein Gehalt von mehr als 1.000 mg/kg Blei; b) in der Summe mehr als 1.000 μg/kg polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die derzeit nicht als krebserregend oder krebsverdächtig eingestuft sind, wobei jede Einzelverbindung über 100 μg/kg liegt. Zur Abwertung um eine Note führen: optische Aufheller mit Hautkontakt. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um eine Note: PVC/PVDC/ chlorierte Verbindungen im Produkt und/oder in der Verpackung. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Praxisprüfung zu 60 Prozent und das Testergebnis Inhaltsstoffe zu 40 Prozent ein. Es wird kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als „mangelhaft“ oder „ungenügend“, wenn das Testergebnis Praxisprüfung „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „gut“ ist, wirkt sich nicht auf das Gesamturteil aus.Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de → Suchen → „M1804“ eingeben.
Einkauf der Testprodukte : Januar 2018.
Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikro filme oder Einspielungen in elektronischen Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

TREKKINGSTÖCKE RICHTIG EINSETZEN

Auf die Technik kommt’s an: Die richtige Länge hat ein Stock, wenn der Arm im rechten Winkel gebeugt ist, während die Spitze den Boden berührt. Im Abstieg entlasten Sie Knieund Hüftgelenke, wenn Sie die Stöcke parallel vor dem Körper aufsetzen. Bringen Sie dabei den Oberkörper in Vorlage und winkeln sie die Beine an, um die Stöcke weit nach vorne zu setzen. Stellen Sie die Stöcke auf starkem Gefälle, wenn nötig, dazu etwas länger ein. In flachen Abstiegen und bergauf entlastet diagonales Gehen die Oberschenkelmuskulatur und hilft beim Tragen schwerer Rucksäcke. Dazu erst den rechten Arm mit Stock und das linke Bein belasten, dann wechseln.
Bremsen, nicht stürzen: Stützen Sie sich beim Gehen mit den Handgelenken auch fest in die Handschlaufen. Beim Abstieg können Sie so besser bremsen. Zudem erfordert es zusätzliche Kraft, die Griffe ohne Schlaufe zu umfassen und der Stock kann leichter entgleiten. Auf Klettersteigen, in sehr steilem, felsigem und gerölligem Gelände sowie beim Gehen über grobe Blocksteine gehören Stöcke an den Rucksack, nicht an die Handgelenke. Befestigen Sie die Gehhilfen dabei so, dass sie nicht zum Hindernis werden. Ziehen Sie, wenn möglich, den Rucksackdeckel über die Spitzen.
Nie locker lassen: Nehmen Sie Stöcke mit Drehmechanismus hin und wieder auseinander und reinigen Sie die Innenrohre sowie Dübel. Sonst wird der Verschluss unzuverlässig. Ölen ist aber tabu. Im Zweifel: Dübel auswechseln. Zudem empfiehlt es sich, Teleskopstöcke mit interner Fixierung nach etwa 20 Minuten Gehzeit handfest nachzudrehen. Für Stöcke mit Außenklemmung gilt: Justierschraube vor der Wandersaison etwas nachziehen. Bei zu lockeren Stöcken droht sonst Sturzgefahr, wenn die Segmente beim Aufstützen zusammenfahren.

Foto: Blazej Lyjak/Shutterstock

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Wir haben 11 Trekkingstockpaare zum Wandern und für den Bergsport eingekauft und uns dabei auf ausziehbare Modelle aus Aluminium und Karbon mit Dreh- oder Klemmverschlüssen beschränkt. Das preiswerteste Paar kostet 15,95 Euro. Für die teuersten Stützen müssen Wanderer 139,95 Euro berappen.

Die Inhaltsstoffe
Ein Labor testete die Griffe auf problematische Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Spezialisten prüften Materialien mit Hautkontakt auf giftige zinnorganische Verbindungen, problematische Azo-Farbstoffe, allergisierende Dispersionsfarben und optische Aufheller. Ein weiteres Labor analysierte die Stöcke auf problematische Schwermetalle.

Der Praxistest
Ein auf technische Prüfungen spezialisiertes Labor testete die Sicherheit der Produkte. Maßgeblich waren dabei die Mindestanforderungen der DIN 79016 an Schaft, Schlaufe und Spitze. Die Experten untersuchten, ob und wann die Verschlusssysteme unter Druck nachgaben. Die Schlaufen mussten zeigen, welchen Kräften sie widerstehen. Auch auf dem Prüfzettel: Die Rutschfestigkeit der Stöcke auf Eis.

Die Weiteren Mängel
Hierzu zählen chlorierte Verbindungen, die die Umwelt belasten.

Die Bewertung
Sicherheit geht vor: Krachte ein Stock mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ durch den Praxistest, konnte das Gesamturteil nicht besser sein. Weiteren Notenabzug gab’s etwa auch für PAK und giftiges Blei.

Halte mich: Trekkingstockspitzen dürfen auch im Winkel von 40 Grad nicht vom Eis rutschen.


Foto: Labor