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TEST: UHD BLU-RAY-PLAYER: video KAUFTIPP: UHD für die Handtasche


video - epaper ⋅ Ausgabe 5/2018 vom 06.04.2018

Sonys neuer UHD-Blu-ray Player UBP-X700 ist so kompakt, dass er ohne Probleme in die Handtasche der Test-Redakteurin passen würde. Er hat die wichtigsten Features an Bord und sogar Dolby Vision wird kommen!


Artikelbild für den Artikel "TEST: UHD BLU-RAY-PLAYER: video KAUFTIPP: UHD für die Handtasche" aus der Ausgabe 5/2018 von video. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: video, Ausgabe 5/2018

SONY UBP-X700 € 270

+ Preis/Leistung, Dolby Vision Update angekündigt, spielt SACDs

- kein BT, keine analogen Eingänge, kein Display, kein maxdome mehr

Testurteil: sehr gut
Preis/Leistung: überragend
82%

Im Vergleich zum X800 ist die Bedienung etwas geschrumpft und die Tasten sind näher zusammengerückt.


Vorbei sind die Zeiten, als man für das ultrahochauflösende Filmerlebnis zu Hause noch mindestens ...

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... 500 Euro investieren musste – von VoD-Anbietern wie Netflix oder Amazon einmal abgesehen. Schon Sonys UBP-X800 überraschte mit einem moderaten Preis, auch Samsung, Panasonic und LG gesellten sich dazu. Eine Übersicht aller derzeit verfügbaren UHD-Player finden Sie übrigens auf Seite 38 in unserem Special anlässlich des zweiten Geburtstags der Ultra HD Blu-ray Disc.

Doch jetzt gibt es einen neuen Preiskracher aus dem Hause Sony, den UBP-X700. Wie die Ziffer 7 schon verrät, handelt es sich dabei um eine abgespeckte Variante des Vorgängers. Abgespeckt hat dieser schon einmal rein äußerlich an Volumen, denn er fällt mit lediglich 32 Zentimeter Breite und 21 Zentimeter Länge verhältnismäßig winzig aus und sichert sich zum heutigen Stand den Status als kleinster und günstigster UHD-Player überhaupt.

Die Kunststoff-Verarbeitung geht dabei in Ordnung, auch wenn die teils glänzende Oberseite und Front etwas empfindlicher ausfällt und unschönen Kratzern oder markanten Fingerabdrücken nicht gerade vorbeugt. Display gibt es keines, an der Front müssen wir uns mit einem Power- und einem Open-Button begnügen. Anders als beim X800 liegt die USB-Öffnung vorne rechts offen und ist so bequem bedienbar. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigen sich zwar wenig Buchsen, aber die sogenannten Must-Haves im Einstiegsbereich zählen dazu: LAN, Twin-HDMI-Out mit Audio Only und Koax-Ausgang. Strom zieht er im Vergleich zum größeren Sony nicht über ein fest angeschlossenes Kabel, sondern über einen externen 12-Volt-Anschluss. An Discformaten setzt Sony bei diesem Laufwerk wie gewohnt nicht nur auf (UHD-) Blu-ray, 3D-Bluray und Video-DVD, sondern auch auf die SuperAudio-CD. Bei DVD-Audios streikt er aber dann.

Auf eine Analogsektion müssen wir verzichten. Dafür lassen sich Videound Audio-Signale über HDMI aufsplitten (2x HDMI Out).


Außer maxdome sind mit Netflix, Amazon Video und YouTube die wichtigsten Streaming-Dienste vorhanden. Für Musik-Wiedergabe vom Handy steht beispielsweise Spotify zur Verfügung.


Alternativ zum klassischen Kunststoff-Befehlsgeber können wir die kostenlose „Video & TV SineView“ App verwenden. Das klappt gut.


Panasonic: Vergleich Upscaling: Für den Upscaler-Vergleich (-> 4K) haben wir uns den Panasonic DMP-UB900 zu Hilfe gezogen, der – unter diesem Aspekt – als aktuellevideo Referenz gilt.


Sony: Schon mit dem Auge sind kaum Unterschiede zu erkennen. Auch wenn kleine Treppeneffekte (siehe weiße Zarge rechts oben) entstehen, rechnen beide Player das Bild sehr schön hoch.


Kleine Abstriche

Was Drahtlos-Verbindungen angeht, greifen wir auf das WLAN-Netz zurück. Allerdings beschränkt sich dieses Modell hier auf das 2,4-GHz-Band. Man hat Zugriff auf den heimischen NAS-Server, zur Auswahl desselbigen müssen wir im Menü aber in die App-Auswahl navigieren. Am Home-Screen wird der Server von Beginn an seltsamerweise nicht angezeigt. Doch wir können ihn als Favorit abspeichern und somit auf der Home-Seite erscheinen lassen. Dort haben wir auch direkt Z ugriff auf Disc, USB-Inhalte oder die Screen Mirroring Funktion, um den Handyoder Tablet-Screen auf dem TV zu übertragen. Überhaupt ist das Menü wie auch beim Vorgänger schön übersichtlich gestaltet und die Bedienung erklärt sich mehr oder weniger von selbst. An Formaten gibt er mit MP4 oder MOV und ALAC oder WAV sowohl video- als auch tontechnisch viele gängige Standards wieder. Die DSEE HX-Technologie, wie wir sie nicht nur vom X800 sondern auch von Sonys Soundbars oder AV-Receivern kennen, zum Aufpolieren von verlustbehafteten Dateien wie MP3s hat man sich aber gespart. Ebenso das HiRes Zertifikat. FLAC-Dateien vom Server beispielsweise spielt er aber mit 192kHz/24bit ab. Auch bei Titeln im DSD-Format (Direct Stream Digital) hat er keine Probleme.

Schade: Wir müssen auf Bluetooth verzichten, was uns somit die Integration ins Sony-eigene Multiroom-System über die Song Pal App oder die Weitergabe an Bluetooth-Kopfhörer verwehrt. An Apps stehen neben weniger bekannten Services wie Mubi (für Arthouse-Fans) oder Netzkino für ältere Klassiker auch Netflix und Amazon Video zur Verfügung, die bereits 4K-Content streamen. Im Test funktioniert das störungsfrei und in exzellenter Qualität. Maxdome sucht man vergeblich, bereits seit Herbst vergangenen Jahres hat Sony den deutschen VoD-Anbieter nicht mehr an Bord.

Dolby Vision kommt

Eines der derzeit wohl am meisten gefragten Features im TV- und UHDPlayer-Bereich ist Dolby Vision. Daher freut uns die folgende Nachricht umso mehr: Für Sommer 2018 ist ein Update angekündigt, was das dynamische Metadatenverfahren auf den UBP-X700 bringen soll. (Für den X800 gilt das wohl leider nicht.) Ungeduldig wie wir sind, haben wir unser Glück schon jetzt versucht, müssen aber feststellen, dass er Dolby Vision leider noch nicht abspielen kann. Aber natürlich den klassi- schen HDR10-Standard. Erfreulicherweise behält der 700er das HDRSDR Downscaling Feature des 800er bei. So verliert HDR-Content am SDRTV nicht unnötig viel Brillanz und Kontrast. Hinsichtlich Dolbys Konkurrenten HDR10+, das gemeinsam von Samsung, 20th Century Fox und Panasonic ins Leben gerufene Verfahren, gibt es seitens Sony noch keine positive Aussage. Man darf gespannt sein.

Ein wenig seltsam: Sony Professional, Sonys für Beamer bekannte Schwesterfirma, brachte vor gut einem halben Jahr den High-End Player X1000ES heraus (Test invideo 3/18).


Gutes Bild für wenig Geld

Nun kommen wir aber zur Kernkompetenz des Ultra HD BLu-ray Players, seiner 4K-Performance. Da schlägt er sich nämlich ziemlich gut für seine kompakte Größe. Coole Sache: Man kann bei Bildeinstellungen (unter Custom 1 und 2) in puncto Kontrast, Helligkeit oder Farbe selbst Hand anlegen und präferierte Modi festlegen. Er gibt UHD-Bilder verschiedenster Quellen (Disc, VoD, USB) mit satten Farben und schöner Detailauflösung wieder. Auch dunkle Passagen meistert er gekonnt. Überzeugen konnte der UDB-X700 auch mit seinen Skalierungsqualitäten. Während weitaus teurere Player wie unser Referenz-Modell aus dem Hause Oppo hier teils viel zu markant nachschärfen, legt der kleine Sony eine mehr als akzeptable Nachjustierung an den Tag. Durch das Errechnen der zusätzlichen Pixel profitiert man von klareren Konturen und natürlicher Nachschärfung. An die Leistung des Panasonic DMP-UB900 kommt er zwar nicht heran, doch erstaunlich nahe, wie unsere Test-Bilder auf Seite 33 zeigen.

Fast schon Standard im Sound-Bereich sind heutzutage nicht mehr nur die verlustfreien Codecs Dolby True HD und dts HD Master Audio, sondern ihre immersiven Updates namens Atmos und: X. Erfreulicherweise versteht sich der UBP-X700 auf beiderlei und gibt unsere Test-Sequenzen aus dem neuesten Atmos-Schocker Jigsaw oder Standard-Film Everest auch mit genügend Dramatik und Immersion wieder.

Fazit

Was für ein Schnäppchen! Auch wenn bis zum angekündigten Update im Sommer noch viel passieren kann, wird der UBP-X700 im Jahr 2018 womöglich der günstigste und kleinste Ultra HD-Blu-ray Player mit Dolby Vision sein. In Kombination mit der guten Bildqualität und benutzerfreundlichen Bedienung sichert er sich bereits zum heutigen Standpunkt einen video Kauftipp.

ANTONIA LAIER ,
REDAKTEURIN


Damit haben wir getestet

Jigsaw
Der neueste Horror-Schocker bietet Atmos-Ton und dynamisches HDR von Dolby. Da müssen wir uns beim UBPX700 noch gedulden.

AUS DEM MESSLABOR

UDP-X700

Messung am digitalen Audioausgang: Die Fehlerkorrektur funktioniert sowohl bei Blu-ray als auch DVD sehr gut. Er verbraucht mit lediglich 5 Watt im Betrieb sehr wenig Strom und schaltet automatisch in Stand-by (0,8 Watt).