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TEST: UHD-TV: Ein rundum tolles Angebot


video - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 04.01.2019

Es ist still geworden im Segment der Curved-TVs. Dieser Samsung GQ65Q8CN ist vielleicht auf absehbare Zeit der letzte seiner Art. Dabei ist das Design faszinierend und die Technik so gut wie bei den Superflachen. Wer antizyklisch denkt, macht jetzt ein echtes Schnäppchen.


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Bildquelle: video, Ausgabe 2/2019

Das Hauptmenü ist bekannt. Man gelangt schnell zu allen Inhalten und Apps, da sie nach der Quellenwahl sofort angezeigt werden.


Anschlüsse und Netzteil befinden sich in der OneConnect Box. Viele lästige Kabel können also im Schrank verschwinden.


An der gern vorzeigbaren Rückwand im leicht bläulich metallischen Bürstenlook wird das dünne ...

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... Verbindungskabel zur Box elegant herausgeführt.


Design ist ein besonders individueller Faktor, wenn es um den Kauf eines neuen TV-Gerätes geht, jedoch kein unbedeutender, wenn man sieht, dass sich jede Menge Geräte heute im Bereich der erstklassigen Bild- und Tonwiedergabe sowie smarter und klassischer Extras tümmeln. Samsung hat in den letzten Jahren dabei das Feld der gebogenen Displays immer exklusiver beackert und steht damit schon 2018 allein auf weiter Flur. Aber auch wenn die Werbebudgets nun woanders hin fließen und damit diese Kategorie immer weniger Beachtung findet bleibt die Designidee an sich schick und einzigartig. Samsungs Q8CN-Serie, die es in 65 und 55 Zoll zu kaufen gibt, könnte also erst einmal die letzte ihrer Art sein, denn der Hersteller wird sich 2019 verstärkt um die Durchsetzung seiner 8K-Ambitionen bemühen. 3D fiel ja auch ganz schnell dem Rotstift zum Opfer, und viele, die noch ein letztes, technisch ausgereiftes Produkt erstehen konnten, schätzen sich heute glücklich. Genauso könnte es den Käufern von Curved-TVs ergehen. Gebogene Fernseher werden eine Seltenheit und damit etwas ganz Besonderes werden.

Als wir uns auf Samsungs Webseite nach neuen Entwicklungen umgesehen haben, konnten wir einen interessanten Preissturz feststellen. Der 65Q8CN ist mit 2600 Euro gerade um 16 % in seiner unverbindlichen Preisempfehlung heruntergesetzt worden. Als er im April auf den Markt kam, kostete er sogar noch satte 3600 Euro. Und wer das Gerät im „Superdeal“ des Vorweihnachtsgeschäfts kaufte, bekam sogar noch ein Galaxy S8 geschenkt, bei Angeboten sogar für unter 2000 Euro. Da wird edles Design echt für jedermann greifbar. Aufgrund des lokalen Dimmens und des damit zusammenhängenden besseren Schwarzwertes hätten wir uns zwar für den nun gleichteuren Q9FN entschieden, doch der sieht halt deutlich langweiliger aus.

Der Vorteil im Bild

Über die technischen Finessen und Vorteile von gebogenen Bildschirmen hatten wir uns in den Sturm- und Drangjahren 2014/2015 in aller Ausführlichkeit ausgelassen. Letztendlich bleibt es eine Designspezialität, bei der auf einige Dinge zu achten ist. Tatsächlich erscheint das Bild etwas größer und bekommt eine besondere Tiefe. Unter extremen Blickwinkeln sieht es gar nicht gut aus, jedoch wirkt direkt von vorn betrachtet sogar die Ausleuchtung besser. Kritisch sind Reflexionen von Raumlicht zu bewerten. Durch den „Brennpunkt“ wandern sie bei Kopfbewegungen schneller über den Schirm und fallen leichter auf. Jedoch spiegeln Fenster und Lampen aus demselben Grund oft gar nicht mehr ins Bild hinein. Hier ist die Aufstellung entscheidend. Ansonsten muss man gar nicht viel beachten, nur dass die Geräte mehr Tiefe benötigen als Flachbildschirme und so an der Wand keine gute Figur machen. Dafür ist der Q8FN aber aufgestellt aus jedem Winkel äußerst ansehnlich. Für extravagante Installationen bieten sich die Zubehörlösungen „No-Gap-Wallmount“, „Studio-Stand“ oder „Tower Stand“ an. Mit häßlichen Kabeln muss sich der Innenarchitekt dabei nicht plagen, denn allein das dünne „One Invisible Cable“ führt vom TV zur Anschlussbox, die im Schrank verschwinden kann. Es arbeitet optisch, übernimmt über Zusatzleiter jedoch auch die Stromversorgung. Eine fünf Meter lange Variante liegt bei, nötigenfalls können auch 15 Meter nachgekauft werden.

Diese Metallversion der kleinen Fernbedienung ist hochwertig und präzise im Handling.


Der „Universal Guide“ wird Inhalte nach persönlichen Vorlieben vorschlagen. Filmgenres bis Fußballclubs lassen sich schon wählen.


Sprachsteuerung und IoT (Smart Things) sind zukunftsträchtige Themen. Samsung ist jetzt schon ganz vorn mit dabei.


Nicht gerade ultraflach, dafür aber von vorn wie hinten sehr nett anzuschauen. Diese Design-Fernseher könnten bald echte Klassiker sein.


Die Anschlussbox beinhaltet den Vierwege-Doppeltuner, mit dem neben dem Bildschirm (auch PaP) auch eine USB-Festplatte mit Aufnahmen oder Galaxy-Handys mit Programmen versorgt werden können. Die vier HDMI-Buchsen sind voll 2.0b-tauglich, inklusive der noch dynamischeren HDR-Variante HDR10+. Über USB sind UHD-HDR-Filme abspielbar, die Spiegelung von Handydisplays ist genauso möglich wie App-Casting, also das Weiterleiten von mobilen Inhalten zu Youtube oder Netflix. Über Bluetooth lassen sich neben Tastatur und Maus auch Kopfhörer ansteuern. Wichtig, denn eine analoge Buchse hierfür gibt es nicht mehr. Auch auf analoge Bild- und Toneingänge verzichtet Samsung seit Langem. Dafür gibt es den Ambient-Modus, mit dem schöne oder interessante Inhalte auf dem Schirm erscheinen, wenn er sonst nur ausgeschaltet als schwarzes Loch das Wohnambiente stört. Der Stromverbrauch von bis zu 100 Euro im Jahr bei zwölfstündigem Ambiente pro Tag wird Designfans nicht schocken.

Samsungs Integration in das smarte Universum ist bestens gelöst. Schon bei der Installation hilft ein Handy mit der „Smart Things“-App zur Übergabe von Passwörtern und Zugängen. Später glänzt Samsung durch eine umfassende Unterstützung aller möglichen Smart-TV-Apps und die Steuerung von vielen Garäten den Internets der Dinge. Smart Things ist hier ein firmenübergreifender Ansatz, der sich hoffentlich weiter verbreitet. Zur Steuerung soll Samsungs Sprachassistent Bixby herangezogen werden, der für die ersten Smartphones jüngst auf Deutsch erschien. Es ist also absehbar, dass hier bald mit mehr Intelligenz gearbeitet wird. Momentan sind jedenfalls schon viele interne Funktionen des TVs per Sprachbefehl steuerbar. Ebenfalls im Aufbau ist Samsungs universeller Ratgeber (Bild linke Seite oben). Er wird Vorlieben und Verhalten des Nutzers analysieren und passende Inhalte vorschlagen. Wenn’s funktioniert, ein wichtiger Ratgeber im Dschungel der heutigen Medienflut. Dass die gewaltige Ausstattungsflut vom Q8C sich überschaubar bedienen lässt, ist den schnell reagierenden, gut strukturierten Menüs und der kleinen Fernbedienung mit ihren wenigen, mehrfach belegten Drückern zuzuschreiben.

Das steckt hinter Curved TVs

Die ersten gebogenen Displays kamen 2013 von der OLED-Fraktion. Hier hatte man die Idee, die hauchdünnen Panels nach innen zu wölben, weil das cool aussah – aber hauptsächlich, weil man es halt konnte. Der Gedanke wurde schnell von Samsung Display aufgegriffen und zum Erstaunen aller mit LCD-Panels umgesetzt, dann mit aller Macht vermarktet. Dabei wurden viele technische Vorteile herausgearbeitet, angefangen von der größer erscheinenden Bildfläche (siehe links) über Blickwinkel und Ausleuchtung bis hin zur Stabilität und der Ablenkung von Raumlichtreflexionen. Einiges ist nachvollziehbar, anderes minimal wirksam oder je nach Einsatz sogar umgekehrt.
Im Herbst 2014 führten wir auf der IFA einen Verbrauchertest durch, in dem Curved-TVs gegen technisch vergleichbare Flachfernseher antraten. Dabei wurde die gebogene Bildfläche tatsächlich als größer wahrgenommen. Der erhöhten Tiefenwirkung stand ein schwächerer Blickeindruck von der Seite entgegen. Das damals neuartige Design gefiel sehr gut. Wir finden, dass Vor- und Nachteile der Technik sich durchaus die Waage halten und man gerne nach persönlichem Designgeschmack entscheiden kann.

Bild- und Tonqualität

Der Q8CN basiert auf einem QLED-Panel, das die stärksten Farben liefert, die momentan möglich sind. In unseren Tests erreichte er kurzzeitig über 1700 Nits an Helligkeit, lieferte aber auch bei echten HDR-Filmen viel Brillanz. Der Schwarzwert ist durch recht konservatives lokales Dimmen nicht perfekt, doch die sehr dunkle und reflexionsarme Filterscheibe gewährleistet einen erstklassigen Kontrasteindruck vor allem, wenn noch etwas Licht im Raum vorhanden ist. Die Abstimmung von Farben und Helligkeitsübertragung ist im Filmmodus gut gelungen, hier macht auch das Tunerbild einen sehr harmonischen, naturgetreuen Eindruck. Stellt man die Dimmfunktion auf „gering“, hält sich die Abdunklung in düsteren Szenen im Rahmen, jedoch erscheinen große schwarze Flächen etwas ausgewaschen. In „Standard“ ist der Kompromiss aus Helligkeitspumpen und sattem Schwarz gut gelungen. Gamern wird gefallen, dass weder Memory-Effekt noch Einbrennen nachweisbar sind und die Latenzzeit mit 13 ms marktführend ist. Nicht nachmessen kann man derzeit den Freesync-Modus, der nochmals schneller reagieren soll.

Sehr angenehm und überhaupt nicht aufdringlich oder nervig wirkt auch der Klang des Q8CN.

Fazit

Er ist der einzige Curved-TV, den es überhaupt noch gibt. Dank QLED-Technik und toller Ausstattung ist der GQ65Q8CN bedenkenlos zu empfehlen, wenn das Design gefällt.

AUS DEM MESSLABOR

Bildmessung HD

RGB-Balance und Gammakurve sind mit wenigen Handgriffen auf Top-Niveau – genauso wie die Position der Mischfarben auf dem IEC-Segel. Allein die Pegel der Farben sind nicht perfekt und würden eine Kalibration rechtfertigen.

Labor UHD HDR

Der Q8C schaltet den Turbo ein, wenn er die passenden Testbilder zur UHD-Premium-Zertifizierung erkennt, und leistet über 1700 Nits. Bei uns zeigt er ansonsten eine tolle HDR-Performance mit starken Farben und hoher Leuchtkraft.

Optimale Einstellungen

Bildmodus: Film
Backlight: 50, Üko 20
Kontrast: 47
Helligkeit: 0
Schärfe: 0
Farbe: 28, HDR 23
Farbtemperatur: warm2
RGB-Gain: 6, 0, -2
RGB-Offset: -2, -2, 0
Gamma: BT.1886

Empfohlener Sehabstand

TV: 4 m /DVD: 3,5 m
HD: 2,3 m /UHD: 1,6 m

Pixel

Der Aufbau der Bildpunkte ist von einem Flat-TV nicht zu unterscheiden. Jedes Subpixel wird nochmals unterteilt angesteuert.

• = ja // – = nein *Abkürzungen für Smart-TV-Dienste: A=Amazon, Ap=Ampya, D=Deezer, G=Google, M=Maxdome, Mg=Magine, N=Netflix, R=Rakuten-TV, S=Sky, Sv=Save.TV, So=Sony E.N., Sp=Spotify, Vc=Videociety, Vl=Videoload, W=Webbrowser, Y=Youtube, Z=Zattoo