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TEST Unfallversicherungen für Senioren: Sturz ins goldene Netz


ÖKO-TEST Kompakt Kinder & Eltern - epaper ⋅ Ausgabe 11/2008 vom 01.09.2008

Die private Unfallversicherung ist wichtig. Unser Test bringt Licht in den Dschungel der Angebote und zeigt, was solide Policen bringen.


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Foto: Signal Iduna

Eine private Unfallversicherung ist Rundumschutz. Sie gilt überall auf der Welt, 24 Stunden am Tag. Egal ob man als Autofahrer, per pedes oder sonst wie unterwegs ist. Gleichzeitig schützt die Police bei der unfallträchtigen Hausoder Gartenarbeit.

Passiert ein schwerer Unfall mit bleibenden Schäden, zahlt die klassische Unfallversicherung die vorher vertraglich vereinbarte Summe aus. Üblich sind Angebote mit Progression. Wie das funktioniert, zeigt ein ...

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... Beispiel: Den Verlust eines Auges taxieren die Versicherer meist als eine 50-prozentige Behinderung. Ein Versicherter, der eine Basissumme von 150.000 Euro abgeschlossen hat, würde somit 75.000 Euro erhalten. Wer hingegen eine Police mit 225 Prozent Progression abschließt, erhält knapp 113.000 Euro. „Nur mit Progression ist eine ausreichende Absicherung gegeben“, sagt Georg Pitzl, Versicherungsberater aus Bobingen.

Der Markt der Seniorenunfallversicherungen ist noch jung. Daher herrscht auch noch viel Wildwuchs. Angeboten werden herkömmliche Unfallpolicen, die bei Invalidität eine Kapitalleistung vorsehen. Policen, die eine Rente zahlen, und Kombinationen beider Tarifvarianten. ÖKO-TEST hat sich auf Seniorenpolicen mit Kapitalzahlung beschränkt. Denn gerade ältere Menschen haben oft Zipperlein. Nach einem schweren Unfall sind sie daher mit einer einmaligen Kapitalzahlung oft besser bedient, als mit einer Rente, die sie möglicherweise nur noch kurze Zeit genießen können. Insgesamt konnten wir 33 Tarife prüfen. In der Tabelle dargestellt haben wir die Topangebote.

Das Testergebnis

• Testsieger wurde ganz deutlich die InterRisk aus Wiesbaden. Vier ihrer Tarife erreichten den 1. Rang. Immerhin sticht der Hamburger Konzeptanbieter Maxpool (TarifmaxPuR ) zwei Angebote der InterRisk knapp aus.
• Ein wichtiges Kriterium für Seniorenpolicen ist der Prozentwert, ab dem das Mitwirken einer Vorerkrankung angerechnet wird. Das beste Angebot macht hier die InterRisk, die erst ab einer Mitwirkung von 60 Prozent Leistungskürzungen vornimmt.
• Die Leistungsspanne der Angebote ist groß. Sie reicht von 49 bis fünf Punkten. Magerpolicen sind daher auch kaum ihr Geld wert und wurden mit Rang 5 oder 6 bewertet.
• Verzichtet haben wir darauf, die Leistungen ins Verhältnis zum Preis zu setzen. Denn die Preise sind wegen der höchst unterschiedlichen Progressionsgestaltung kaum zu vergleichen. Dargestellt haben wir dafür die höchstmöglichen Leistungen bei Vollinvalidität.

Anmerkung: 1) Progression nur bis 64 Jahre möglich. Ab 65 Jahre ohne Progression. Basissumme und höchstmögliche Leistung bei Vollinvalidität dann 250.000 Euro.
Legende: Tarife mit dem gleichen Rang sind nach Gesamtpunktzahl Leistungen geordnet. Bewertet wurden die Mitversicherung von Bauchund Unterleibsbrüchen: ein Punkt; Vergiftung durch die Einnahme schädlicher Stoffe: in vollem Umfang drei Punkte; Lebensmittelvergiftung: in vollem Umfang drei Punkte. Vergiftung durch Gase und Dämpfe: in vollem Umfang zwei Punkte. Tarife, die allgemein für Unfälle unter Alkohol eine Leistung vorsehen, erhalten, wenn diese Grenze über 1,3 Promille liegt, zwei Punkte. Promillegrenzen beim Lenken von Kraftfahrzeugen führen grundsätzlich nicht zu einer Abwertung. Liegen die Fristen für Feststellung und Geltendmachung der Invalidität über 30 Monate, werden 3 Punkte, über 21 Monate zwei Punkte und über 15 Monate (marktübliche Grenze) ein Punkt vergeben. Für einen um sonstige Krankheiten und geringfügige Verletzungen erweiterten Infektionsschutz gibt es drei Punkte, ist die Leistungserweiterung auf einen dieser Bereiche eingeschränkt, wird ein Punkt vergeben. Liegt die Leistungskürzungsgrenze bei der Mitwirkung von Krankheiten/Gebrechen über der bisher üblichen 25-Prozent-Schwelle, wird der Tarif positiv mit jeweils 1 Punkte pro Fünf-Prozent-Schritt bewertet. Beispiel: 60 Prozent = sieben Punkte. Die Mitversicherung von psychischen/nervösen Störungen nach einem Unfall wird mit zwei Punkten bewertet. Bergungskosten, die über dem marktüblichen Standard von 5.000 Euro liegen, erhalten 0,5 Punkte, über 10.000 Euro einen Punkt, über 20.000 Euro 1,5 Punkte, über 30.000 = 2 Punkte, über 40.000 = 2,5 Punkte. Kosmetische Operationen: Oberhalb der marktüblichen Grenze von 5.000 Euro gibt es einen Punkt, über 10.000 Euro zwei Punkte, über 20.000 Euro drei Punkte, über 30.000 vier Punkte, über 40.000 Euro fünf Punkte. Der Schutz bei Unfall durch

Bewusstseinsstörung infolge von Medikamenten wird mit fünf Punkten bewertet. Zusätzlich wird festgestellt, ob Kraftanstrengungen an Gelenken, Muskeln, Bändern mitversichert sind (1 Punkt). Untersucht wurde zudem der Umfang der Mitversicherung von Tierbissen, Insektenstichen, Tollwut und Wundstarrkrampf. Bei voller Mitversicherung gibt es zwei Punkte. Ist eine gegenüber der Verbandsempfehlung verbesserte Gliedertaxe eingeführt, gibt es 3 Punkte. Wird der Oberschenkelhalsbruch – ein typisches Seniorenleiden – ohne vorheriges Unfallereignis mitversichert, gibt es fünf Punkte. Jeweils mit zwei Punkten wird bewertet, ob der Herzinfarkt und Schlaganfall als Unfallauslöser mitversichert sind.
Zur Ermittlung des Ranges der Seniorenpolicen wurde die Differenz zwischen höchster und niedrigster Gesamtpunktzahl Leistungen in sechs gleich große Klassen geteilt.
Anforderungen an den Tarif: Untersucht wurden ausschließlich Tarife, die bei Invalidität eine einmalige Kapitalzahlung leisten. Mindestanfoderungen wurden nicht gestellt.
Testmethoden: Die Daten wurden nach Erhebung durch ÖKO-TEST den Unternehmen zu einer Plausibilitätsprüfung zurückgespielt.
Erstveröffentlichung: ÖKO-TEST-Magazin 11/2007. Aktualisierung der Testergebnisse, sofern Anbieter Änderungen mitgeteilt haben.Anbieterverzeichnis: siehe Seite 124.

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Unsere Empfehlungen

• Sinnvoll ist eine einfache Unfallpolice ohne Zusatzleistungen wie Krankentagegeld oder Kurbeihilfe.
• Orientieren Sie sich bei der Wahl der Versicherungssumme an Ihrem Jahreseinkommen. Die sechsfache Summe sollte bei 100-prozentiger Invalidität mindestens abgesichert sein.
• Bei einer ganzen Reihe von Seniorenpolicen kann man zusätzlich Hilfeleistungen mitversichern. In der Regel organisiert und bezahlt der Versicherer Dienstleistungen vom Wäschewaschen über einen Menüservice bis hin zu Fahrtdiensten. Das kostet im Jahr rund 50 Euro.