Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

TEST UV-Schutzanzüge für Kleinkinder: Macht mal halblang!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 6/2016 vom 08.06.2016

Sonnenbrand bei Kindern kann im Alter üble Folgen haben. Ihre Haut muss daher besonders vor gefährlichen UV-Strahlen geschützt werden. ÖKO-TEST wollte wissen, ob spezielle UV-Schutzanzüge, die sich zum Planschen und Spielen in der Sonne eignen sollen, wirklich wirken. Die meisten Teile schaffen das. Aber nur ein Produkt ist empfehlenswert. Von Daniel Waldschik


Artikelbild für den Artikel "TEST UV-Schutzanzüge für Kleinkinder: Macht mal halblang!" aus der Ausgabe 6/2016 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: Poznyakov/Shutterstock

Werden Kinder nicht gut genug vor gefährlichen UV-Strahlen geschützt, erhöht sich mit jedem Sonnenbrand ihr Hautkrebsrisiko im Erwachsenenalter. Ihre Haut ist dünn und hat nur einen geringen natürlichen Eigenschutz. ...

Weiterlesen
Artikel 1,00€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 6/2016 von Leserbriefe. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leserbriefe
Titelbild der Ausgabe 6/2016 von Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: REAKTIONEN. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: REAKTIONEN
Titelbild der Ausgabe 6/2016 von Meldungen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Meldungen
Titelbild der Ausgabe 6/2016 von TEST Kesselchips: Heimat in Tüten. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Kesselchips: Heimat in Tüten
Titelbild der Ausgabe 6/2016 von Meldungen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Meldungen
Titelbild der Ausgabe 6/2016 von Auf einmal hat es gemacht. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Auf einmal hat es gemacht
Vorheriger Artikel
Meldungen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TEST Trinkpäckchen: Fruchtlos
aus dieser Ausgabe

...

Leider ist das immer noch nicht allen Eltern bewusst. Sorglos lassen sie ihren Nachwuchs ohne ausreichenden Schutz im Freien toben. Laut einer Umfrage der Europäischen Hautkrebsstiftung (ESCF) gaben gerade einmal 14 Prozent der Eltern an, ihren Kindern zum Spielen im Freien eine Mütze aufzusetzen. Auf Kleidung, die vor UV-Strahlen schützt, achte nur jedes fünfte Elternteil. Dafür klagte bereits jedes fünfte Kind im Kindergartenalter über mindestens einen Sonnenbrand bis hin zu mehreren Sonnenbränden.

Wie das Kinderkrebsregister in Mainz mitteilt, sind in den vergangenen zehn Jahren rund 50 Hautkrebserkrankungen bei Kindern unter 14 Jahren verzeichnet worden – also nur eine Handvoll Fälle pro Jahr. Trotzdem, warnen Experten, sollte das Thema nicht auf die leichte Schulter genommen werden. „Dass Sonnenbrände in der Kindheit die Melanomhäufigkeit, aber auch die Häufigkeit der Neuerkrankungen des hellen Hautkrebses deutlich erhöhen, ist wissenschaftlich gut belegt“, erklärt der Dermatologe Professor Eggert Stockfleth, zugleich Vorsitzender der ESCF. Bereits im Jugendlichenalter, so die Statistiken, können sich Spätfolgen übermäßiger Sonnenbäder zeigen.

Weil Kinder täglich immer mehr Zeit im Kindergarten oder in Kindertagesstätten verbringen, lastet die Verantwortung zur Vermeidung der UV-Belastung heute mehr als früher auf den Erziehern. 2009 entschied deshalb das ESCF, schon frühzeitig mit der Aufklärung zu beginnen und entwickelte das Projekt „Sunpass – Gesunder Sonnenspaß für Kinder“. Das Ziel: In sogenannten Sonnenschutzkindergärten von Kindesbeinen an ein Bewusstsein für das Thema schaffen und so langfristig die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen senken.

„Jeder von uns hat ein individuelles UV-Konto, auf das er zwar sein Leben lang einzahlt, von dem er aber nichts abheben kann“, gibt Stockfleth zu bedenken. „Der gesunde Umgang mit Sonne sollte für Kinder deshalb genauso selbstverständlich sein wie Zähneputzen oder richtige Ernährung.“ Das sollen die Kleinen in den Sonnenschutzkindergärten lernen.


Jeder Sonnenbrand im Kindesalter steigert das spätere Hautkrebsrisiko!


Wie man diese Auszeichnung erhält, ist schnell erklärt: Nach der Anfrage bekommt die Einrichtung Besuch von einem Mitarbeiter der Landeskrebsgesellschaft. Dieser verschafft sich einen ersten Überblick: Wann und wie lange gehen die Kinder nach draußen? Werden sie eingecremt und bekommen sie Mützen auf? Geachtet wird auch darauf, ob die Kinder im Schatten oder in der Sonne toben. Wie viele Schattenplätze bietet das Areal? Gibt es Verbesserungspotenzial? Außerdem wird beobachtet, ob die Erzieher mit gutem Beispiel vorangehen und sich ebenfalls schützen. Ein Mitarbeiter, der sein Gesicht sonnenanbetend gen Himmel reckt, dürfte da weniger gut ankommen. Etwa zeitgleich wird an einem Infoabend der Kenntnisstand der Eltern und Erzieher abgefragt und zu einem späteren Zeitpunkt überprüft. „Nach etwa drei Monaten bekommt die Einrichtung dann unangemeldet erneuten Besuch“, sagt Stockfleth. „Werden Verbesserungen festgestellt, steht der Auszeichnung als ‚Sonnenschutzkindergarten‘ nichts mehr im Weg.“ Obendrein gibt es ein Schild, auf dem der Titel prangt.

Stockfleths Engagement trägt Früchte. Was 2009 als kleines Pilotprojekt im Kindergarten des Rudolf-Virchow-Klinikums in Berlin startete, hat sich mittlerweile deutschlandweit etabliert. Bundesweit sind derzeit mehr als 250 Sonnenschutzkindergärten ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr kamen 95 Kitas neu dazu. Neun Landeskrebsgesellschaften nehmen an dem Projekt teil, darunter Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. 2013 gewann das Projekt den Innovationspreis. Andere europäische Länder sitzen bereits mit im Boot. Das sonnige Griechenland will als Nächstes mitziehen. An Italien und Spanien sei man gerade dran. Die klassischen und zuweilen liebsten Urlaubsländer der Deutschen also.

Weil es neben Urlaub in Meeresregionen Eltern mit ihren Kindern an warmen Tagen auch an Badeseen und in Freibäder zieht, wollte ÖKO-TEST wissen, wie gut UV-Schutzanzüge für Kleinkinder beim Planschen und Toben in der Sonne schützen. Dafür haben wir 15 Produkte eingekauft und in die Labore geschickt. Hält der ausgelobte UV-Schutz, was der Hersteller verspricht? Behält der Stoff seine Farbe im Chlorwasser? Welche Schadstoffe stecken in den halblangen Anzügen?

Kompakt

Mythen und Irrtümer?

Entzündungshemmer überdecken Warnsignale der Haut? Die Haut von Kindern ist zart und deshalb sehr empfindlich. Weil jeder Sonnenbrand das Hautkrebsrisiko erhöht, gilt besondere Vorsicht. Die Eigenschutzzeit der Kin derhaut liegt bei fünf bis zehn Minuten, bevor sie sich zu röten beginnt. Achten Sie bei der Auswahl der passenden Kindersonnenmilch darauf, dass keine Entzündungshemmer wie Bisabolol enthalten sind. Diese können die Rötung, also das Warnsignal der Haut, verschleiern oder hinauszögern. Soweit sollten Sie es nicht kommen lassen. Unser ÖKO-TEST Kindersonnenmilch (6/2015) informiert sie ausführlich über das Problem.
Ausgiebiges Sonnenbaden dank Dauerschmieren möglich? Mehrfaches Eincremen verlängert nicht die Zeit, die sich Kinder und Erwachsene in der Sonne aufhalten können. Lediglich nach dem Schwimmen, Abtrocknen oder Schwitzen muss nachgecremt werden, damit die Haut weiter geschützt bleibt. Wie lange man sich mit dem richtigen Schutz in der Sonne aufhalten kann, lässt sich mit der Formel „Eigenschutzzeit mal Lichtschutzfaktor (LSF) = maximale Verweildauer“ ausrechnen. Aber auch das ist keine Gewähr gegen mögliche Hautschädigungen.
Keine Sonnenbrandgefahr im kühlenden Schutz des Schattens? Um die Mittagszeit von 11 Uhr bis 15 Uhr sollte man sich keiner direkten Sonnenstrahlung aussetzen. Wer sich am Meer oder an einem Badesee aufhält muss beachten, dass Wasser und heller Sand die Sonnenstrahlen reflektieren, und es dadurch zu einer Verstärkung der UV-Belastung kommen kann. Prinzipiell gilt: Wird es in der Sonne zu warm, sucht man sich am besten ein angenehmes Schattenplätzchen. Aber Achtung: Auch dort kommen noch etwa 50 Prozent UV-Strahlen an, weshalb ein guter Sonnenschutz Pflicht bleibt.

So haben wir getestet

Unter Spannung wird beim UV-Standard 801 überprüft, welchen UV-Schutzfaktor Textilien im Gebrauchszustand erreichen.


Foto: Archiv

Der Einkauf
UV-Schutzanzüge sollen Kinder gut vor den schädlichen Sonnenstrahlen schützen. Und natürlich soll der Nachwuchs darin auch gut aussehen. Wir haben deshalb besonders intensiv in Internetshops gestöbert und dort insgesamt 15 topmodische Produkte zwischen 11,90 Euro und 49,95 Euro eingekauft.

Die Materialprüfungen
Hält der UV-Schutz, was der Anbieter verspricht? Wichtig dabei ist, dass die Textilien nicht nur neu nach dem Auspacken vor UVStrahlen schützen, sondern besonders dann, wenn sie schon etwas älter sind. Der UV-Standard 801 berücksichtigt sowohl Neuzustand als auch bereits beanspruchtes Gewebe, weshalb dieses Verfahren – im Gegensatz zum europäischen Standard EN 13758 oder dem AS/ZNZS 4399, die keinen Tragegebrauch simulieren – für uns das aussagekräftigste ist. Weil aber auch die Optik zählt, haben beauftragte Labore die Stoffe und/oder Motivdrucke auf Farbechtheiten nach DIN-Normen getestet.

Die Inhaltsstoffe
Bunte Farben, Brustmotive, Reißverschlüsse: Selbst das kleinste Emblem bietet Platz für problematische Inhaltsstoffe. Stecken giftige zinnorganische Verbindungen drin? Löst sich Antimon heraus, das Haut und Schleimhäute reizen kann? Werden verbotene Phthalate oder krebserzeugende aromatische Amine eingesetzt?

Die Bewertung
Gerade weil Kinderhaut gut geschützt werden muss, sehen wir falsche UV-Schutzfaktoren sehr kritisch. Ebenso ärgerlich finden wir, wenn die Textilien beim Baden im Meer oder im Schwimmbad ihre Farbe verlieren. Sind diese Farben dann auch noch gesundheitsschädigend, hört der Spaß ganz auf. In das Gesamturteil gehen das Testergebnis Materialprüfungen und das Testergebnis Inhaltsstoffe zu jeweils 50 Prozent ein. Es kann nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Produkt mit einem „ungenügenden“ Testergebnis Materialprüfungen kann auch insgesamt nicht besser sein.

Das Testergebnis

Heiter bis stark bewölkt: Nur einen UV-Schwimmanzug können wir mit dem Gesamturteil „gut“ empfehlen. Drei fallen mit „ungenügend“ und einer mit „mangelhaft“ durch. Zehn Produkte landen mit „befriedigend“ und „ausreichend“ im Mittelfeld. Nur ein einziges Produkt besteht die Materialprüfungen mit „sehr gut“.
Belastungsstress! Leider können Verbraucher nicht bei allen Produkten erkennen, nach welchem Verfahren der UV-Schutz zertifiziert wurde. Immerhin: Alle Produkte bestätigen den ausgelobten Schutzfaktor im Neuzustand.Allerdings sollten die Shortys Kinderhaut auch dann noch vor Sonne schützen, wenn sie schon älter oder abgenutzter sind. Kinder buddeln im Sand, der das Gewebe scheuern kann. Eltern cremen den Nachwuchs mit Sonnenmilch ein, um auch nicht bedeckte Körperstellen zu schützen. Beides kann dem Anzug zusetzen. Der UV-Standard 801 berücksichtigt diesen Belastungsstress. Andere Verfahren, wie der australisch-neuseeländische Standard (AS/ NZS 4399) tun das nicht. Fünf Produkte schwächeln unter Belastung teils stark und büßen an UV-Schutz ein. Besonders der Tribord Shorty UV Baby Tutti, pink fiel im Test auffällig aus der Reihe. Laut UV Standard 801 bekäme der Anbieter statt UPF 50+ nur eine UPF-15-Zertifizierung. Neun Textilien sind mit einem gemessenen UPF 80 auch im Gebrauchstest top!
Pack die Badehose ein – denn bei acht UV-Anzügen kann es vorkommen, dass sie im Chlorwasser Farbe lassen. Sechs davon können allein deshalb laut Prüflabor optisch nicht besser als „ungenügend“ bewertet werden. Drei davon sind der Anna & Tom Dimo Sun Schwimmanzug blau/orange, der Reima Swimsuit Galapagos, mid blue sowie der Zunblock Sunsuit SSL Snake, navy/royal/navy. Zwar tragen diese Produkte

Experte

DNA-Schäden schon vor dem Sonnenbrand

Foto: privat

„UVA- und UVB-Strahlen schädigen die DNA und führen zu genetischen Veränderungen in den Hautzellen, lange bevor ein Sonnenbrand entsteht. Schafft der Körper es nicht, alle Schäden im Erbgut zu reparieren, droht Jahrzehnte später die Entartung der Zellen und ein Tumor entsteht.“

Professor Eggert Stockfleth ist Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am St.-Josef-Hospital im Katholischen Klinikum Bochum. nicht explizit einen Hinweis, dass sie fürs Chlorwasser geeignet sind, aber sie schließen es auch nicht extra aus. Woher sollen Eltern also wissen, ob ihr Kind ins gechlorte Nass hüpfen darf? Anders ist es bei den anderen drei Produkten Hyphen Babz Shorty „Hey Snups, Cameo Rose“, Beco UV-Schutzanzug Sailor, marine/rot und Fashy Kinder Schwimmanzug 2-teilig, blau. Bei allen konnten wir einen Hinweis finden, der die Nutzung im Chlorwasser erwähnt. Die Chlorbeständigkeit sollte unserer Meinung nach aber nicht nur für das Material, sondern auch für die Farbe gelten. Deshalb haben wir die Messlatte höher gelegt: Bei der Bewertung der Chlorbadewasserechtheit gilt für diese Textilien die Farbveränderung in der laut DIN-Norm entsprechend stärksten Chlorkonzentration.

Krebsrot: Der Anna & Tom Dimo Sun Schwimmanzug blau/orange enthält den krebsverdächtigen Farbstoff Anilin. Der gemessene Wert überstieg den Grenzwert für verbotene aromatische Amine laut Bedarfsgegenständeverordnung. Vor dem Stempel „nicht verkehrsfähig“ rettet das Produkt die Tatsache, dass Anilin keine verbotene Substanz ist. Playshoes 2-tlg. Kinder Schwimmanzug mit UV-Schutz, rot enthält hingegen krebserzeugendes o-Toluidin, das laut Verordnung ab 30 Milligramm pro Kilogramm verboten ist. Der nachgewiesene Wert lag darunter.
Weißmacher: Zehn Produkte hätten ein um eine Note besseres Testergebnis Inhaltsstoffe, steckten keine optischen Aufheller in den Etiketten oder im Hauptmaterial. Diese Substanzen können mit dem Schweiß auf die Haut gelangen und bei gleichzeitiger Sonneneinstrahlung allergische Reaktionen hervorrufen.

Auch die Pflege entscheidet über den UV-Schutz

Die maximale Aufenthaltszeit in der Sonne ergibt sich aus der Eigenschutzzeit der Haut (5 bis 10 Minuten bei hellen Hauttypen) multipliziert mit dem UPF-Wert, mit dem ein Textil zertifiziert wurde. Je höher der UPF, desto besser. Der Haken: Die unterschiedlichen Verfahren, mit denen der UV-Schutz bestimmt wird. Das Ärgernis: Einige Hersteller lassen die Angabe weg und damit Verbraucher bei der Auswahl des richtigen Produkts im Regen stehen. Der Vergleich: DerUV-Standard 801 untersucht die Textilien sowohl im Neuzustand als auch unter Gebrauchsbedingungen wie Spannung, Feuchtigkeit und Scheuern. Der europäische StandardEN 13758 sowie der australisch-neuseeländische StandardAS/NZS 4399 legen den Fokus nur auf den Neuzustand. Dabei können unter anderem Sonnencreme oder Sand dem Gewebe zusetzen – und damit auch seiner UV-Strahlen-abwehrenden Funktion. Manche Hersteller weisen auf ihren Produkten deshalb auf die richtige Pflege der Textilien hin. Die Anzüge sollten nach dem Tragen im Salz- oder Chlorwasser gut abgespült und zum Trocknen aufgehängt werden. Sonnencreme kann Inhaltsstoffe wie Fette und Öle enthalten, die das Material strapazieren können. Daher gilt grundsätzlich der Rat: Keine Sonnenmilch unter dem UV-Anzug. Sollte trotzdem einmal wasserfeste Sonnencreme mit dem Anzug in Berührung kommen, verwenden Sie zur Reinigung ein Feinwaschmittel, jedoch keinen Weichspüler oder Bleichmittel. Auch feiner Sand kann sich im Stoff festsetzen und reiben. Das kann den UVSchutz schwächen. Nach einem Strandtag sollte ein Anzug daher immer gut ausgespült oder trocken unter etwas Dehnung des Gewebes vom Sand befreit werden.

ÖKO-TEST rät

• Beim Baden und Spielen am See oder im Freibad bieten UVAnzüge guten Schutz vor der Sonne. Zehn Modelle in unserem Test behaupten ihren ausgelobten Schutzfaktor auch unter Belastung. Ein Produkt hat auch den Test auf Schadstoffe mit Bravour gemeistert.
• Achten Sie beim Kauf von UV-Schutzkleidung auf die Auslobung „UV-Standard 801“, weil der UPF dabei nicht nur im Neuzustand gemessen wird. Fehlt die Angabe zum Prüfstandard, legen Sie das Produkt besser zurück.
• Die halblangen Produkte bedecken nicht alle Körperstellen. Cremen Sie daher freie Hautpartien mit einer Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 30 ein. Unser ÖKO-TEST Kindersonnenschutzmittel (Juni 2015) bietet Ihnen sechs „sehr gute“ bis „gute“ Alternativen.
• Denken Sie außerdem an eine schützende Kopfbedeckung, idealerweise mit Schirm und Nackenschutz.