Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 17 Min.

TEST Versicherungen für Ältere Bitte keinen Seniorenteller


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 11/2012 vom 26.10.2012

Neue Risiken, anderer Versicherungsschutz? Wer über 50 ist, wird von der Versicherungsbranche mit speziellen Seniorentarifen umgarnt. Doch viele Policen sind unsinnig, die meisten teuer, andere entpuppen sich als reine Mogelpackungen mit abgespeckter Leistung.


Artikelbild für den Artikel "TEST Versicherungen für Ältere Bitte keinen Seniorenteller" aus der Ausgabe 11/2012 von ÖKO-TEST Magazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Foto: panthermedia.net/Fabrice Michaudeau

Sie heißen „Privat 60 Plus“, „Vital 55-Plus“, „60 aktiv“ oder schlicht „Aktiv & Erfahren“ und sprechen gezielt Menschen in der zweiten Lebenshälfte an: Versicherungstarife für Senioren, die angeblich speziell auf die Bedürfnisse von Kunden im Ruhestandsalter maßgeschneidert sind. Denn ähnlich wie die ...

Weiterlesen
Artikel 1,00€
epaper-Einzelheft 4,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von ÖKO-TEST Magazin. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 11/2012 von Leserbriefe: Schreiben Sie uns. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Leserbriefe: Schreiben Sie uns
Titelbild der Ausgabe 11/2012 von Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Nachwirkungen: Was unsere Tests bewirkt haben: Reaktionen
Titelbild der Ausgabe 11/2012 von Neue Produkte: im Test Tops und Flops. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neue Produkte: im Test Tops und Flops
Titelbild der Ausgabe 11/2012 von TEST Linsen Das ging in die Linsen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Linsen Das ging in die Linsen
Titelbild der Ausgabe 11/2012 von Rezepte: Richtig Gut Genießen: Gesund und lecker. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Rezepte: Richtig Gut Genießen: Gesund und lecker
Titelbild der Ausgabe 11/2012 von TEST Die besten Mittel gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit Hauptsache gesund. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
TEST Die besten Mittel gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit Hauptsache gesund
Vorheriger Artikel
Meldungen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel TEST Autoversicherungsportale Zufall, Willkür, Verbrauchert&…
aus dieser Ausgabe

... Kosmetikindustrie mit ihren Anti-Aginl-urodukten hat auch die Versicherungsbranche die reiferen Kunden als neue Zielgruppe entdeckt, mit der sich trefflich Geschäfte machen lässt. Kein Wunder. Mehr als ein Drittel aller Bundesbürger ist heute bereits über 50 Jahre alt. 2015 werden laut Statistischem Bundesamt sogar mehr als die Hälfte der Deutschen über 48 und rund ein Drittel mindestens 60 Jahre alt sein. Allein aufgrund der demografischen Entwicklung zählen die sogenannten Best Ager daher zu der am stärksten wachsenden Kundengruppe. Darüber hinaus sind sie finanzstark, aktiv und vorsorgebewusst. Das Einkommen der Silver- oder Golden Ager, wie sie auch genannt werden, liegt deutlich über dem Durchschnitt. Einer Studie von Roland Berger zufolge verfügen sie schon heute über rund 50 Prozent der Kaufkraft. Darüber hinaus haben sie eine bessere Zahlungsmoral als jüngere, die Stornogefahr ist niedriger und die Markentreue hoch. Das macht sie zum idealen Objekt der Begierde für Versicherer. „Wer zukünftig noch wachsen und Gewinne machen will, muss seine Produktentwicklung, aber auch sein Marketing daher verstärkt auf diese Kundengruppe ausrichten“, urteilt die Unternehmensberatung Booz & Company in einer Studie über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Versicherungsbranche.

Wohin die Reise führen soll, verrät ein Buchtitel: Seniorenmarkt – 1000 Euro Provision an einem Vormittag lautet ein Buch von Rainer Reitzler, dem Vorstandsvorsitzenden des Versicherungskonzerns Münchener Verein. Bei solchen Aussichten sind zweifelhafte Verkaufsmethoden und überflüssige Produkte fast zwangsläufig. Die Strategien im Vertrieb sind dabei immer die gleichen. Entweder wird versucht, die Ruheständler zu einem Tarifwechsel zu bewegen, weil der bisherige Versicherungsschutz angeblich nicht mehr ausreicht und nur das neue Seniorenpaket den Bedarf im Alter richtig deckt. Oder den Rentnern werden ganz neue Versicherungen angeboten, die man im höheren Alter unbedingt haben muss. Geködert werden ältere Kunden dabei oft mit Fangfragen: „Haben Sie schon mal drüber nachgedacht, was passiert, wenn Ihr Partner stirbt?“ Oder der Vermittler behauptet, informieren zu müssen. „Wir sind verpflichtet, ihnen mitzuteilen, dass die gesetzliche Krankenversicherung im Todesfall nichts mehr zahlt“, ist zum Beispiel ein beliebter Trick, um älteren Kunden eine überflüssige Sterbegeldversicherung anzudrehen. Oder es werden gezielt Ängste geschürt. „Sie wollen im Alter doch nicht ins Heim?“ ist der Türöffner, um noch schnell eine Pflegeversicherung zu verkaufen.

Bleibt die Frage, ob wenigstens die Produkte, die den Best Agern angeboten werden, den Bedürfnissen älterer Kunden entsprechen oder ob die Tarife nichts anderes als ein cleverer Marketinggag erfindungsreicher Werbestrategen sind. ÖKO-TEST hat daher die Probe gemacht und das Leistungsspektrum herkömmlicher und spezieller Seniorentarife in den wichtigsten Versicherungssparten verglichen.

Das Testergebnis

Nur wenig „echte“ Angebote. Nicht jede Versicherung für Senioren ist ein seniorentaugliches Produkt. Im Gegenteil. Einige Versicherungen, die für reifere Kunden erfunden wurden, sind völlig überflüssig oder zumindest verzichtbar. Das gilt zum Beispiel für die Sterbegeldversicherung oder für Grabmal- und Grabpflegeversicherungen. Zu den überflüssigen Produkten zählt auch die im Vertrieb beliebte sogenannte „Enkelpolice“. Das ist nichts anderes als eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung, die Ältere zu Gunsten ihrer Enkel abschließen, um deren Ausbildung abzusichern oder den Grundstein für eine private Zusatzrente zu legen. Rentabel sind die Verträge jedoch so gut wie nie.
Etikettenschwindel. Andere Seniorenpolicen sind reine Mogelpackungen, denn ihre Leistungen unterscheiden sich überhaupt nicht von einem herkömmlichen Tarif. Um sie bei älteren Kunden besser verkaufen zu können, wird jedoch zum Beispiel Reiseversicherungen, aber auch Zahnzusatz-, Pflege- oder Haftpflichtversicherungen ein neues Etikett aufgeklebt. In Wahrheit ist der spezielle Seniorentarif aber nichts anderes als ein cleverer Marketinggag.
Teure Extras. Noch beliebter ist es, für Senioren spezielle Rundum-sorglol-uakete zu schnüren. Dabei werden herkömmliche Risikopolicen durch spezielle Assistance-Leistungen aufgepeppt oder die Tarifbedingungen werden um Bausteine ergänzt, die Senioren angeblich unbedingt brauchen. Diese Extrl-ueistungen werden in der Werbung groß als maßgeschneiderter Schutz für ältere Kunden herausgestellt. Dabei wird nur eines verschwiegen: Zusatzleistungen gibt es nie umsonst. Damit das Seniorenpaket im Vergleich mit herkömmlichen Tarifen nicht zu teuer kommt, wird am eigentlichen Risikoschutz gespart. Bestes Beispiel dafür sind Senioren-Unfallversicherungen, aber auch Hausrat- oder Rechtschutzpolicen.

Serviceleistungen sollen Senioren das Gefühl vermitteln, im Ernstfall bestens versorgt zu sein.


Das Testergebnis

Haushaltshilfe inklusive. „Die erste Versicherung, die auch pflegt, putzt und einkauft“, rührte die Allianz bei Einführung ihrer Seniorel-unfallversicherung die Werbetrommel. Mittlerweile bieten auch andere Versicherer einen Unfalltarif mit Rundum- sorglos-Paket an. Doch der Zusatzschutz kommt extrem teuer. „Im Schnitt müssen Sie dafür einen Beitragszuschlag von 15 bis 40 Euro im Monat einkalkulieren“, weiß André Salau, Geschäftsführer des Softwarehauses Kaimaan-Software, das Vergleichsprogramme für alle Sachversicherungssparten erstellt. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass vernünftiger Unfallbasisschutz auch im Alter schon ab 10 bis 15 Euro im Monat zu haben ist, bedeutet das: Für den Seniorentarif müssen Ältere oft doppelt bis dreimal so tief in die Tasche greifen.
Tolle Werbeversprechen, eingeschränkte Leistung. Unbesorgt zurücklehnen können sich die Kunden trotz Assistance-Paket so gut wie nie. Wohnungsreinigung, Einkaufsdienst, Wäscheservice, täglicher Menüservice, Fahrdienste, Begleitung bei Behördengängen oder zum Arzt, Unterbringung von Haustieren, Gartenpflege, Schneeräumdienst – in der Werbung hört sich das nach einem perfekten Haushaltsservice an. Doch Verbraucher sollten immer einen Blick ins Kleingedruckte werfen. „Der Kunde denkt meist, dass die Leistungen, mit denen geworben wird, auch versichert sind. Doch das ist längst nicht immer der Fall“, weiß auch Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV).
Beispiel Menüservice. Anbieter wie die LBN-Versicherung und die Ostangler Brandgilde sichern ihren Kunden die Lieferung von sieben Mittagsmahlzeiten die Woche zu. Doch wer Pech hat, bekommt Tiefgekühltes serviert. Beide Versicherer behalten sich in ihren Tarifen Unfall Besser bzw. Exclusiv Fair Play nämlich vor, das wöchentliche Essen auch auf einen Schlag als Tiefkühlpaket abzuladen, wenn die Lieferung eines warmen Essens „örtlich nicht möglich ist“.
Beispiel Tierversorgung: Viele Tarife garantieren die Unterbringung der Haustiere für die Dauer eines Krankenhausaufenthaltes. Doch das Geld reicht selten für eine Tierpension, sondern allenfalls für die Unterbringung im Tierheim. So sichert der Vertrag der Axa BOXPlus Aktiv Standard (ab 55 Jahre) maximal fünf Euro am Tag zu. Bei der Condor Unfallversicherung 60 Plus werden maximal zehn Tage und 160 Euro insgesamt finanziert. Dann ist Schluss mit der Serviceleistung – und Fiffimuss allein zu Hause bleiben oder Herrchen und Frauchen müssen für seine Versorgung trotz Versicherungsschutz tief in die Tasche greifen.
Beispiel Wohnungsreinigung. Diesen Service gibt es nicht nur beim Tarif 60 Aktiv der Allianz, mittlerweile ist der Hausputz bei fast allen Senioren-Unfallversicherungen Standard. Doch nicht jeder Versicherer versteht unter Wohnungsreinigung dasselbe wie sein Kunde. So schwingt das Serviceteam beim Aktiv-Schutz 55 plus der Baden-Badener Versicherung nur alle zwei Wochen den Besen. Das Gleiche gilt bei der Unfall-Rente 65+ der DEVK, wobei der Versicherer sogar nur dann zum Putzlappen greift, wenn „die Räume vor dem Unfall in einen ordnungsgemäßen Zustand waren“. Was darunter zu verstehen ist, definiert die DEVK zwar nicht. Dafür begrenzt sie die Reinigungskosten vorsorglich auf eine Gesamthöhe von 250 Euro.
Versorgungslücken durch Höchstbeträge. In der Werbung klingt das ganz anders. Da preist die DEVK ihre Unfall-uente 65+ als Police, „die Sie zu Hause rundum be- treut“. In Wirklichkeit sind jedoch alle Serviceleistungen stark gedeckelt. Egal ob Essensservice, Hilfe bei Besorgungen und Einkäufen, Begleitung bei Arzt- und Behördengängen – jeder dieser Leistungstöpfe ist auf maximal 250 Euro begrenzt. Das reicht im Ernstfall kaum für die Grundversorgung und erst recht nicht, um für längere Zeit versorgt zu sein.
Begrenzte Leistungsdauer. Unbegrenzt gibt es die Hilfsund Assistanceleistungen zudem bei keinem Versicherer. Im Schnitt zahlen Seniorentarife Serviceleistungen maximal sechs Monate lang, oft sind sie zusätzlich auf wenige Stunden begrenzt. So hat die Haushaltshilfe bei der Axa im Tarif BOXPlus Aktiv Standard (ab 55 Jahre) jede Woche nur zwei Stunden, um den Hausputz und die Wäschepflege zu erledigen. Solche Einschränkungen stehen allerdings selten im Werbeprospekt, sondern nur gut versteckt im Kleingedruckten. Die Gothaer Unfall Komfort 65 bietet zum Beispiel Begleitung bei Arzt- und Behördengängen bis zu zwei Mal wöchentlich – aber begrenzt auf maximal vier Wochen lang.
Organisation statt Leistung. „Wir helfen Ihnen weltweit rund um die Uhr“, verspricht die Ideal und ergänzt: „Ein Anruf genügt und wir organisieren für Sie jemanden, der sich um Ihr Haus, Ihre Tiere und vieles andere mehr kümmert“. Wer denkt, diese Leistungen würden auch fi- nanziert, wird beim Blick ins Kleingedruckte jedoch eines Besseren belehrt. Die Ideal Unfall Rente für Senioren übernimmt lediglich die Vermittlung der Dienstleistungen. Bezahlen selbst muss der Versicherte sie allein.
Begrenzter Unfallschutz . Der eigentliche Unfallschutz ist bei Seniorenpolicen oft schlechter als in herkömmlichen Tarifen. Anstelle einer Gliedertaxe, die den Invaliditätsgrad je nach Verletzung von Arm, Bein oder Fuß bestimmt, oder einer progressiven Leistung, die schon ab einem Invaliditätsgrad von einem Prozent beginnt, wird bei Seniorenpolicen oft erst ab einer körperlichen Beeinträch tigung von 50 Prozent und mehr gezahlt. Das gilt zum Beispiel für die Unfall 60 Plul-uersicherung der Concordia.
Weniger Geld bei Invalidität: Bei anderen Versicherern, wie der Haftpflichtkasse Darmstadt im Tarif 60 Aktiv Plus, ist dagegen die Kapitalleistung von vornherein auf maximal 50.000 Euro begrenzt. Oder die Versicherer bieten wie die Generali im Tarif Unfallpflege 50 PLUS ausschließlich eine monatliche Geldrente an. Die kann bei der Ideal Unfallrente zwar bis 85 wahlweise auch als einmalige Kapitalabfindung abgerufen werden. Doch je nach Alter gibt es lediglich 12 bis maximal 120 Monatsrenten. Dabei ist eine Kapitalleistung gerade für ältere Versicherten besonders wichtig. Denn möglicherweise müssen sie Haus, Wohnung oder Auto behin dertengerecht umbauen lassen, damit sie zu Hause noch alleine zurechtkommen. Das erfordert viel Geld. Auf eine lebenslange oder zeitlich begrenzte Zusatzrente sind ältere Versicherte dagegen selten angewiesen. Schließlich ist das Monatseinkommen bei Rentnern unabhängig vom Unfall gesichert.
Hohe Leistungshürden. Obendrein wird die Hürde für den Leistungsbezug bei Seni orentarifen relativ hoch gesetzt. Denn bei der Ermittlung des Invaliditätsgrads werden oft Vorerkrankungen berücksichtigt. Doch Ältere plagt fast immer schon das eine oder andere Zipperlein. Deshalb sollten Vorerkrankungen bei ihnen allenfalls angerechnet werden, wenn sie zu mehr als 50 Prozent Ursache für die Invalidität sind. Sonst zahlen sie jahrelang für eine Versicherung, die selbst nie zahlen muss, weil der für den Leistungsbezug notwendige Invaliditätsgrad nicht erreicht wird. Diese Gefahr besteht jedoch bei vielen Senioren-Tarifen. Denn die meisten Anbieter machen es wie die Debeka in ihrem Tarif 55 plus: Sie rechnen Vorerkrankungen schon ab einem Mitwirkungsanteil von 25 Prozent an.
Beitragsfreie Extras. Schon ein kleiner Stoß oder Sturz kann bei älteren Menschen zu einem Oberschenkelhalsbruch und einer dauerhaften Behinderung führen. Da der Auslöser aber meist kein „plötzliches“, „von außen“ eintretendes Ereignis ist, und der Bruch daher nicht als Unfall gilt, müssen die Versicherungen bei Normaltarifen nicht zahlen. Bei Seniorentarifen ist dagegen die Mitversicherung mittlerweile Standard und fast jeder Anbieter weist in seiner Werbung ausdrücklich auf diesen Zusatzschutz hin. Wie viel im Ernstfall gezahlt wird, ist aber höchst unterschiedlich. So zahlt die Generali im Tarif Unfallpflege 50 plus lediglich 500 bis 1.000 Euro als Soforthilfe. Bei den Senioren-Tarifen 60 Aktiv Status oder 60 Aktiv Plus der Haftpflichtkasse Darmstadt hat der Versicherte dagegen Anspruch auf die volle Kapitalleistung, wenn ein Oberschenkelhalsbruch zu einer Invalidität von mindestens 30 Prozent führt.
Kein lebenslanger Schutz. Selbst wer sich rechtzeitig vor dem Ruhestand den optimalen Unfallschutz sichert, hat keine Garantie, damit auch lebenslang abgesichert zu sein. Viele Verträge werden vom Versicherer ab einer bestimmten Altersgrenze – meist ab 75 bis 85 Jahren – einfach nicht mehr oder nur noch zu schlechteren Bedingungen fortgeführt. So endet der Vertrag der Premium-Unfallversicherung der Inter automatisch, wenn „die versicherte Person das 80. Lebensjahr vollendet hat“. Wo das Ende des Versicherungsschutzes nicht explizit an das Alter gekoppelt wird, behalten sich Anbieter meist ein Kündigungsrecht vor.

In der Werbung klingt der Service toll, doch bei der DEVK sind die meisten Hilfsleistungen gedeckelt.


Das Testergebnis

Mit Enkelschutz wird in der Senioren-Haftpflicht gern geworben. Doch wenn Kinder in der Haftpflichtpolice der Eltern umfassend abgesichert werden, sind auch Schäden beim Besuch der Großeltern gedeckt.


Werbung mit Selbstverständlichkeiten: Die Vergesslichkeit nimmt im Alter bekanntlich zu. Genau wie die Mecklenburgische in ihrer Haftpflichtpolice für die Generation 55plus werben daher die meisten Anbieter von speziellen Senioren-Haftpflichtversicherungen vollmundig damit, dass bei ihnen auch das Abhandenkommen von privaten und beruflichen sowie von Schlüsseln für Vereinsheime abgesichert ist. Die DEVK preist ihre Senioren Haftpflicht Aktiv, weil Schäden „an fremden beweglichen Sachen, die zu priva- ten Zwecken gemietet, geleast, gepachtet oder geliehen wurden“, bezahlt werden. Damit sind vor allem medizinische Hilfsmittel gemeint. Die Ideal preist ihren Opferschutz im Tarif IPS, der Forderungsausfälle absichert, also einspringt, wenn ein Schädiger nicht zahlen kann. Für solche Leistungen braucht aber niemand einen speziellen Seniorentarif, sie sind mittlerweile in jeder guten Haftpflichtversicherung eingeschlossen.
Überflüssiger Enkelschutz. Großeltern werden gern damit geködert, dass im Seniorenhaftpflichttarif auch Schäden durch die Enkelkinder abgesichert sind, bei der Ideal sogar durch Urenkel. „Damit es keinen Stress mit dem Nachbarn gibt, wenn der Fußball aus Versehen in seiner Scheibe landet“, so das beliebte Argument der Vermittler. Dabei sind Kinder unter sieben noch gar nicht deliktfähig. Auch die Großeltern müssen daher nicht haften, sofern sie ihrer Aufsichtspflicht nachgekommen sind. Größere Kinder sind meist ohnehin über die Haftpflicht der Eltern abgesichert. „Die Enkel bei den Großeltern mitzuversichern, ist daher der völlig falsche Weg“, sagt auch BdVExperte Jens Trittmacher. Er rät: Wenn die Großeltern häufiger auf die Enkel aufpassen und für jeden Fall abgesichert sein wollen, sollten die Eltern den Schutz für deliktunfähige Kinder in ihre Haftpflichtpolice einbauen. „Dann sind alle Schäden durch die Kleinen abgesichert, egal ob sie zu Hause oder beim Besuch der Großeltern passieren.“
Senioren-Rabatt. Einer der wenigen Pluspunkte im Test: Von einigen Versicherern, wie Janitos, der Haftpflichtkasse Darmstadt, der NV-Versicherung, der Interrisk oder der Ammerländer, erhalten Rentner Rabatt, wenn sie die Haftpflichtversicherung in der Seniorenvariante abschließen. Den mitzunehmen lohnt sich – vor allem, wenn der Anbieter ohnehin Spitze im Preil-ueistungs-Vergleich ist. So zahlt ein 65-Jähriger für einen Haftpflichtschutz mit einer Versicherungssumme von fünf Millionen Euro plus Schlüsselschäden und Forderungsausfalldeckung bei der NV-Versicherung im Tarif Privat Spar 4.0, Variante 50 plus, lediglich 38,08 Euro im Jahr. Jüngere Versicherte müssen für das gleiche Paket dagegen mit 46,53 Euro rund acht Euro mehr zahlen. Ähnlich sieht es bei der Janitos Versicherung aus. Die kostet mit einer Deckungssumme von zehn Millionen Euro im Tarif Basic (55 Plus) 56,99 Euro pro Jahr für Senioren, Jüngere zahlen dagegen 59,99 Euro für die gleiche Leistung.

Diebstahlschutz aus Schiffskabinen ist ein beliebtes Extra bei Senioren-Hausratpolicen, lohnt den Tarifwechsel aber nicht.


Das Testergebnis

Keine Angst vor Trickdiebstahl. Alleinstehende Senioren lassen sich gern überzeugen, dass im Alter Zusatzschutz gegen Trickdiebstahl notwendig ist. Doch hier hängt der Schutz davon ab, wie tricky der Versicherer „Trickdiebstahl“ im Kleingedruckten definiert. Beim Comfort-Schutz der DEVK gilt das zum Beispiel nur, wenn sich der Täter unter „Vortäuschung einer Notlage mit Appell an die Hilfsbereitschaft“ oder unter „Vortäuschen einer Befugnis zum Betreten“ und weiteren Einschränkungen Zugang in die Wohnung verschafft. Doch egal wie der Versicherer den Trickdiebstahl definiert: Die Schadenssummen sind immer begrenzt. Von der Janitos werden im Tarif Best Selection 55plus zum Beispiel maximal 750 Euro erstattet, von der Degenia gibt es im Tarif Domo Premium und Domo Premium plus höchstens 500 Euro. Auf dem Restschaden bleibt der Versicherte sitzen. Das gilt sogar, wenn der Tarif einen erhöhten Bargeldschutz an besonderen Tagen einschließt – ebenfalls ein beliebtes Extra von Seniorentarifen. Doch auch dieser Zusatzschutz ist nicht ohne Tücke. Beim Tarif AllSafe Select Z1 von Konzept & Marketing greift er zum Beispiel maximal eine Woche vor und nach dem Ereignis. Darüber hinaus gilt er nur für die im Kleingedruckten festgelegten Anlässe, wie Weihnachten, Hochzeit, Taufe, Konfirmation, Beerdigung sowie runde Geburtstage (ab 50) des Versicherungsnehmers und seiner Mitbewohner. Wenn Oma und Opa den Enkeln dagegen zum Abitur oder an deren Geburtstagen eine besondere Freude machen wollen, greift der erweiterte Bargeldschutz nicht.
Wer braucht Schutz vor Diebstahl aus Rehaklinik? „Haben Sie schon mal daran gedacht, was passiert, wenn sie im Kranken-, Kur- oder Pflegezimmer bestohlen werden, oder wenn in Ihrer Kabine auf einem Kreuzfahrtschiffeingebrochen wird“, lautet eine andere Frage, mit denen Senioren aufgeschreckt und für den Tarifwechsel sensibilisiert werden sollen. Doch auch dieses Extra suggeriert mehr Sicherheit, als es bietet. So erstattet die Generali im Komfort Plus-Tarif bei Diebstahl im Krankenhaus maximal 250 Euro. Wertsachen sind gar nicht geschützt. Auch bei Diebstahl im Verlauf eines stationären Kuraufenthalts gibt es nichts.
Rollstühle und Gehhilfen. Gut verkaufen lässt sich Senioren auch der Zusatzschutz vor einfachem Diebstahl von Rollstühlen, Hör-, Geh- und Sehhilfen und Gebiss. Schließlich geht die Wiederbeschaffung der im Alter oft notwendigen Hilfsmittel schnell ins Geld. Doch die vollen Kosten ersetzt der Versicher selten. Wird der Rollstuhl geklaut, gibt es bei der Degenia im Domo Optimum plus-Tarif maximal 1.000 Euro, beim Domcura Top-Schutz werden allenfalls Krankenfahrstühle bis maximal 1.200 Euro ersetzt.
Grobe Fahrlässigkeit ist oft nicht abgesichert. Wirklich wichtig für Senioren ist dagegen, dass der Hausratversicherer auch bei grober Fahrlässigkeit zahlt. Denn Rentner werden vergesslicher und machen nicht jedes Fenster zu und schließen nicht immer jede Verriegelung an Fenstern und Türen ab. Bei Einbruchdiebstahl machen viele Anbieter ihre Leistungspflicht aber genau davon abhängig. Das gilt auch für Seniorentarife. Oder sie machen es wie die Interrisk im Tarif XL-Senior. Die verzichtet nur bei Schäden bis maximal 5.000 Euro auf einen Abzug wegen grober Fahrlässigkeit.
Rabatt für Tarife ohne Seniorel-utikett. Bei der Hausratversicherung sollten Senioren daher besonders kritisch prüfen, ob der Umstieg auf einen 55- oder 60-Plus-Tarif mit ein paar kleinen Extraleistungen wirklich lohnt. Der kostet vor allem eines: viel Geld. So müsste ein 65-Jähriger, der hochwertigen Hausrat zu versichern hat (Versicherungssumme 133.000 Euro, Tarifzone II), für den Seniorentarif der Ideal – Hausrat Exclusiv im Jahr immerhin 268,44 Euro zahlen. Den gleichen Schutz – nur ohne Seniorel-uusatzleistungen – bekommen über 60-Jährige bei der Haftpflichtkasse Darmstadt im Tarif Vario Plus dagegen schon für rund 133 Euro. Denn der Darmstädter Versicherer räumt – ebenso wie ein gutes Dutzend weiterer Anbieter – älteren Kunden Rabatt auf seine Hausratprämien ein.

Das Testergebnis

Vorsorge- und Testamentsberatung sollen Ältere bei der DAS überzeugen, doch dafür gibt es maximal 500 Euro.


Bei neuen Tarifen fehlen wichtige Leistungen. Eine Reihe von Versicherern bietet für Ältere Sondertarife an, die nur noch den Privatund Verkehrsrechtschutz abdecken, dafür aber deutlich günstiger sind als die herkömmliche Police. Doch oft büßen Senioren beim Umstieg auf einen Neutarif weit mehr Leistungen ein, als sie ahnen. So gewährt das Seniorenpaket der DA Direkt wie alle heutigen Tarife keinen Rechtschutz im Zusammenhang mit Kapitalanlagen, beispielsweise bei Streitigkeiten mit der Bank wegen Falschberatung. Denn die Versicherer haben ihr Kleingedrucktes in den vergangenen Jahren überarbeitet. Seither wird Kapitalanlagerechtschutz – wenn überhaupt – als teurer Zusatzbaustein angeboten, in vielen Alttarifen ist er aber noch enthalten.
Erweiterter Beratungsrechtschutz. Spezielle Seniorentarife sind ohnehin fragwürdig, weil sich der Rechtschutz nach dem Baukastenprinzip aus zig unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten zusammenstellen lässt. Doch einige Bausteine werden vornehmlich älteren Kunden ans Herz gelegt werden. So bietet BGV Badische Versicherung im Tarif ProSenioren älteren Kunden einen erweiterten Beratungsrechtschutz für das eigene Testament, rechtswirksame Patientenverfügungen und Vorsorgevollmacht. Diese Leistungen sind im normalen Beratungsrechtschutz für Familien- und Erbrecht nicht enthalten. Der Grund: Die Kosten für eine juristische Beratung müssen Versicherer nur tragen, wenn die Einschaltung eines Rechtsanwalts „zur Wahrung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers“ unbedingt notwendig ist. Das betrifft aber nur Ereignisse, die bereits eingetreten sind. Der Standardschutz gilt also nur, wenn der Versicherte zum Beispiel selbst erbt und nun wissen will, ob er das Erbe annimmt oder nicht.
Tolle Werbeversprechen, ge ringer Schutz. Der Hinweis auf solche „Lücken“ im Beratungsrechtschutz soll Rentner vom Tarifwechsel überzeugen. Doch auch der Baustein Vorsorge- und Testamentsberatung verspricht mehr Schutz als er bietet. Unter Beratungsrechtschutz versteht der Versicherer meist nur eine Erstberatung. Die kostet im Schnitt mit 190 Euro aber nicht so viel Geld, als dass sie mit einer teuren Police abgesichert werden müsste. Alle weiteren Leistungen, wie zum Beispiel die konkrete Gestaltung des eigenen Testaments, trägt der Versicherer nicht, oder sie sind stark gedeckelt. Von der D.A.S Rechtschutz Vital Premium für Senioren zum Beispiel wird für juristische Hilfe zur Erstellung des Testaments nur einmal während der Vertragslaufzeit bei einem von der D.A.S vermittelten Anwalt oder Notar bis zu 500 Euro gezahlt. Die BGV sichert mit dem Tarif ProSenioren sogar nur 250 Euro zu.
Mobiler Anwaltsservice. Als besonderen Pluspunkt beim Seniorenrechtschutz stellt die Ideal Versicherung in ihrem Tarif IRS den „Anwalt auf Rädern“ heraus. Das bedeutet: Im Fall des Falles muss nicht der Senior zum Anwalt gehen, sondern der kommt bei Bedarf ins Haus, falls notwendig sogar ins Krankenhaus oder ins Pflegeheim. Allerdings bietet der mobile Anwaltsservice oft nur mickrige Leistungen. So trägt die BGV im Tarif Prl-uenioren nur die „gesetzlichen Fahrkosten und Abwesenheitsgelder für maximal drei Besuche am Wohnort des Versicherungsnehmers“. Und auch diese Leistung gibt es nur, wenn der Ehepartner oder sonstige Lebensgefährten nicht in der Lage sind, einen Anwalt aufzusuchen.

Das Testergebnis

Mit maßgeschneidertem Schutz für Senioren wirbt die Hanse Merkur auch bei Reiseversicherungen. Doch die Police für Ältere bietet die gleichen Leistungen wie der Reiseschutz für Jüngere – sie ist nur teurer.


Reiseversicherungen werden teurer: Die Jahresreiserücktritt-/ Reiseabbruch-Versicherung RSP Single Senior von der Hanse Merkur kostet mit einem versicherten Reisepreis von 6.000 Euro für einen 65-jährigen Kunden zum Beispiel 195 Euro Jahresprämie. Ist er ein Jahr jünger, kann er das gleiche Paket im Tarif RSP Single 6000 ohne Seniorenzusatz noch für 149 Euro bekommen. Einziges Problem: Den günstigen Tarif bietet die Hanse Merkur nur bis 64. Doch nicht jeder Versicherer zählt 65-Jährige schon zum alten Eisen. Bei der Elvia fängt der Seniorentarif erst mit 70 an. Wer jünger ist, bekommt den gleichen Schutz wie bei der Hanse Merkur im Tarif Elvia 6.000 Euro Jahresversicherung Single ohne Seniorenetikett für 165 Euro. Die Offerte ist aber nicht nur 30 Euro günstiger. Obendrein sind bei Elvia Schutz bei Umbuchungen und Assistance-Leistungen inklusive.
Für die Dritten. Renner im Vertrieb sind auch Pflege- und Krankenzusatzversicherungen für Senioren. Besonders Zahnzusatzversicherungen erleben kurz vor „den Dritten“ oft eine starke Nachfrage. Biss 80 nennt zum Beispiel die Hallesche ihren Zahnschutzbrief, mit dem sich auch Rentner angeblich noch absichern können. Doch der Versicherer nimmt nur Kunden bis 64 auf. Zu diesem Termin ist es für den Abschluss aber ohnehin längst zu spät. Denn Basis für die Tarifberechnung ist jeweils der aktuelle – oft schon marode – Zahnstatus. Außerdem gelten oft lange Wartezeiten oder die Leistungen sind in den ersten Jahren gestaffelt. So zahlt die Hallesche im ersten Jahr maximal 500 Euro dazu, im zweiten Jahre maximal 1.000 Euro. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, wenn das Gebiss umfassend saniert werden muss.
Für Senioren erfunden. Sterbegeldversicherungen kritisieren Verbraucherschützer schon seit Jahren als unnütz. Trotzdem gibt es neuerdings sogar eine Spezialvariante, die sich „Begräbnis- oder Bestattungsvorsorge“ nennt. Mit der Police sparen Senioren nicht nur das Geld für die spätere Beerdigung an, sondern legen zugleich das ganze Drumherum bis ins Detail fest. Wer das makaber findet, hat den Leistungskatalog der Versicherer noch nicht gesehen. Von der Auswahl des Bestatters, über die Entscheidung für den Sarg oder die Urne, Größe und Lage der Grabstätte bis hin zu Blumenschmuck, Karten, Rednern und der sonstigen Ausgestaltung der Trauerfeier – alles kann und muss der Kunde schon im Voraus auswählen. „So werden die Angehörigen finanziell und seelisch entlastet“, preist die Ideal-Versicherung salbungsvoll ihr Modell, das sie in Zusammenarbeit mit der Ahorn Aktiengesellschaft anbietet, einem bundesweit tätigen Bestattungsdienstleister. Die Wunschbestattung gibt es aber nicht zum Nulltarif. So kostet das Prestigl-uaket mit einer Versicherungssumme von 7.500 Euro für einen 65-jährigen Mann stolze 687 Euro pro Jahr. Alternativ ist es auch gegen eine Einmalzahlung von happigen 6.648,23 Euro zu haben. So viel Geld lässt sich sparen, findet ÖKO-TEST. Denn ihren Letzten Willen können Ruheständler auch im Testament regeln, wenn sie die Ausgestaltung der eigenen Beerdigung nicht den Angehörigen überlassen oder mit ihnen absprechen wollen. Das Gleiche gilt für Grabstein- oder Grabpflegeversicherungen, die vor allem Singles aufgeschwatzt werden, „damit ihr Grab später auch immer gepflegt ist“.

ÖKO-TEST rät

• Ein Versicherungscheck zu Rentenbeginn lohnt sich, aber steigen Sie nicht auf Seniorentarife um. Herkömmliche Tarife bieten meist ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis. Bisweilen erhalten Ältere hier sogar Rabatt.
• Ab Rentenbeginn können Sie auf einige Policen verzichten. Dazu gehören die Berufsunfähigkeitsversicherung und das Krankentagegeld. Auch die Risikolebensversicherung ist verzichtbar, wenn Sie keinen Kredit mehr abstottern müssen und keine Hinterbliebenen im Todesfall abzusichern haben.
• Lassen Sie sich nicht „bange machen“. Das ist zwar ein belieb ter Trick von Vermittlern im Geschäft mit Senioren. Doch nicht jedes Risiko kann und muss abgesichert werden. Oft steht der Schutz zudem nur auf dem Papier, während das Kleingedruckte hohe Hürden vor den Leistungsbezug setzt.

TEST Unfallversicherungen für Senioren

Senioren-Unfallversicherungen haben vor allem ein typisches Merkmal: Sie versprechen dem Unfallopfer Hilfe im Alltag. Das soll älteren Kunden das Gefühl vermitteln, im Ernstfall rundum versorgt zu sein.

TEST Haftpflichtversicherungen

Die Haftpflichtversicherung gehört zur Grundabsicherung jedes Haushalts. Sie muss regelmäßig überprüft werden, weil die Bedingungen kundenfreundlicher werden oder höhere Deckungssummen zu niedrigen Preisen zu bekommen sind. Doch glaubt man der Werbung, benötigen Best Ager einen altersspezifischen Schutz.

TEST Hausratversicherungen

Sofern die Hausratversicherung auf dem neuesten Stand ist, zum Beispiel grobe Fahrlässigkeit absichert und auch den aktuellen Wert des Hausrats, müssen Senioren an bestehenden Verträgen nichts ändern. Doch die Branche ist erfinderisch, wenn es darum geht, Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu umgarnen.

TEST Rechtschutzversicherungen

Preiswerter kann für Ruheständler die Rechtschutzversicherung werden. Denn manche Bausteine wie der Arbeitsrechtschutz sind in der Zeit nach dem Berufsleben überflüssig. Doch Seniorentarife weisen zusätzliche Lücken auf.

TEST Mogelpackungen und Überflüssiges

Vor allem Reiseversicherer bieten im Seniorentarif meist keine Extraleistungen. Die Police für Ältere ist aber teurer, weil Versicherer bei Kunden im fortgeschrittenen Alter wahrscheinlicher für Reiserücktritt oder -abbruch zahlen müssen.