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TEST: Voll Retro


FMT Flugmodell und Technik - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 27.12.2019

„Wow, ein Chico, wollte ich früher auch immer haben! Wo hast Du den ausgegraben? Nach Plan gebaut? Der ist toll geworden, sogar mit Cox-Motor, voll Retro.“ So oder ähnlich klingen die Kollegen, wenn ich mit meinem Chico zum Fliegen komme.


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Bildquelle: FMT Flugmodell und Technik, Ausgabe 1/2020

Chico

von Graupner

Klassisch gebaut

Selbst gebaut, ja, aber aus einem ganz neuen Holzbausatz, denn Graupner hat zur Freude der Retrogemeinde die 1977er Neuheit wieder aufgelegt. Retro auch beim Bauplan, denn es liegt der

Orginalplan von damals bei. Auf dem Stand der Zeit ist aber die Fertigung der Bauteile. Diese sind passgenau per Lasertechnik aus Balsa und Sperrholz ...

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... geschnitten und lassen sich mit etwas Hilfe eines Bastelmessers einfach aus den Brettchen lösen. Alle Teile sind nummeriert und ihre genaue Position ist – zum Beispiel auf den Rumpfseitenteilen – per Laser eingraviert.

Der neue Chico ist für Elektroantrieb vorbereitet und der Cox-Motor ist eine Attrappe, die ebenfalls aus beiliegenden Laserteilen selbst erstellt wird. Oder doch lieber ein richtiger Verbrenner? Kein Problem, denn die Rumpfteile sind auch dafür ausgelegt und entsprechen der Konstruktion von 1977. Anders bei der Tragfläche, hier hat Graupner für eine direkte Anlenkung der Querruder gesorgt und Servoschächte auf der Unterseite vorgesehen. Die Kleinteile sind hochwertig und vollständig, hier muss nichts getauscht oder zugekauft werden. Eine klare, tiefgezogene Kabinenhaube und der Dekorsatz vervollständigen den Bausatz. Eine ausführliche, schriftliche Bauanleitung sucht man allerdings vergebens. Deshalb sind – eingangs der Anleitung – erfahrene Modellbauer als Zielgruppe ausgewiesen. Alternativ sollte der Bau zumindest mit Unterstützung erfolgen. Die Bauanleitung beschränkt sich auf eine Teileliste, Explosionszeichnungen, Bauskizzen sowie Angaben zu den Ruderausschlägen. Welches Teil wann kommt und in welcher Reihenfolge der Aufbau erfolgen soll, ist für unerfahrene Modellbauer kaum ersichtlich und könnte dann für Verwirrung sorgen. Für die Verklebungen wird hauptsächlich Weißleim und teilweise Sekundenkleber verwendet.

Welche Elektronik?

Die von Graupner empfohlenen Komponenten sind in der Anleitung aufgelistet und werden auch bei meinem Chico verwendet. Als Antrieb wird ein Ultra 2809 1.900-kV-Brushless- Motor empfohlen. Dabei handelt es sich um einen etwa 45 g wiegenden Copter-Motor mit 28 mm Durchmesser und etwa 21 mm Gehäuselänge. Zusammen mit dem Ultra-35-A-BLHeli- Regler, einem 4s-1.800-mAh-LiPo-Akku und einer 5,5×5-Zoll-Luftschraube ist mit dem Chico ein flottes Spaßgerät zu erwarten. Daneben kommen noch drei Miniservos vom Typ DES 281 BB MG zum Einsatz.

Der moderne Bausatz besteht aus präzise gelaserten Holzteilen. Alle Teile sind nummeriert und ihre künftige Position ist teilweise eingraviert.


Beim Zusammensetzen der Servohalterungen ist darauf zu achten, dass eine linke und rechte entsteht.


Hilfsleite und Holm werden genau auf dem Bauplan ausgerichtet und fixiert. Als Abstandshalter für die Rippen habe ich Teile der späteren Holmverkastung verwendet.


Die Papierröhrchen erleichtern das Einfädeln der Querruder- Servokabel.


Zum Aufbringen der Beplankung habe ich Zulageleisten verwendet.


Die Tragfläche…

… ist einteilig und hat ein symmetrisches Profil, die Rippen aber keine sogenannten Stützfüße als Bauhilfe. Deshalb wird zum Aufbau eine beiliegende, profilierte Hilfsleiste im Bereich der Endleiste verwendet. Die genaue Position dieser Leiste ist im Bauplan gezeigt. Die Tragfläche habe ich direkt auf dem Bauplan aufgebaut, der zuvor mit klarer Folie abgedeckt und so vor dem Verkleben mit den Bauteilen geschützt wird. Die Hilfsleiste habe ich dazu mit einem Streifen Tesa beklebt.

Im ersten Schritt werden die Servobrettchen mit jeweils zwei Rippen verklebt. Dabei ist darauf zu achten, dass eine rechte und linke Einheit entsteht. Sind Holm und Hilfsleiste genau auf dem Plan fixiert, geht’s mit dem Aufkleben der Rippen weiter. Der Abstand ist im Plan zwar gezeichnet, aber da auch die Teile für die spätere Holmverkastung passgenau als Laserteile gefertigt sind, habe ich diese als Abstandshalter genutzt und so von innen nach außen gearbeitet. Die Nasenleiste ist zweiteilig, als innere und äußere Leiste aufgebaut. Die innere Leiste ist mit Nuten im Abstand der Rippen versehen, in welche diese (mit etwas Leim versehen) eingesteckt werden. Die Passung ist saugend und bedarf keiner weiteren Fixierung. Diese innere Nasenleiste stützt die Beplankung zwischen den Rippen und verhindert ein Einfallen im Nasenbereich. Die Endleiste ist ebenfalls zweiteilig und muss verleimt und anschließend schräg geschliffen werden, um sauber an den Enden der Rippen anzuliegen.

Beplanken des Flügels

Nachdem der zweite Holm eingeklebt ist, wird alles leicht überschliffen und die erste Seite der Tragfläche beplankt. Die Beplankungsteile bestehen aus 1-mm-Balsa. Um einen gleichmäßigen Anpressdruck zu erhalten und Dellen oder Druckstellen von Klammern zu vermeiden, habe ich Zulageleisten beim Verleimen verwendet. Wurde sauber gearbeitet, können anschließend auch die Rippenaufleimer ohne Nacharbeit eingefügt werden.

Die Tragfläche wird jetzt umgedreht, wieder sauber auf Plan und Hilfsleiste ausgerichtet und fixiert. Um später die Servokabel einfach durch die Rippen zu fädeln, habe ich kurze Röhrchen aus Papier gewickelt und als Führung eingeklebt. Da die Teile der Holmverkastung zuvor als Abstandshalter verwendet wurden, passen diese jetzt stramm zwischen die Rippen und müssen beim Verleimen mit den Holmen nur teilweise mit Nadeln bis zum Trocknen fixiert werden. Vor dem Beplanken der zweiten Seite nochmal alles vorsichtig überschleifen. Zuletzt noch die äußere Nasenleiste, profilierte Endleisten sowie die Randbögen verleimen und die Tragfläche kann sauber verschliffen werden.

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Mit dem Anbringen der Endleisten und Randbögen ist der Tragflächenbau abgeschlossen; jetzt kann alles sauber verschliffen werden.


Der Rumpf ist als Kasten mit Spanten und Verstärkungen aufgebaut. Da alle Positionen in den Seitenteilen per Laser eingraviert sind, gelingt die Vorbereitung problemlos.


Die Leitwerke werden aus mehreren Teilen verleimt und auf diese Weise auch gesperrt.


Geschafft, Spaß hat’s gemacht! Der Rohbau ist abgeschlossen.


Rumpf und Leitwerke

Die Leitwerke sind einfache Brettchenkonstruktionen und werden, um Verzüge zu vermeiden, aus mehreren 4 mm dicken Balsateilen verleimt und so auch gesperrt. Die beiden Hälften des Höhenruders werden mit einer Kiefernleiste verbunden. Das Seitenleitwerk erhält unten eine zusätzliche Verstärkung aus Sperrholz. Die Anlenkung des Seitenruders ist nicht vorgesehen und beim Chico auch nicht unbedingt nötig.

Der Rumpf ist eine einfache Kasten-Konstruktion, der Aufbau gestaltet sich problemlos und kann auch ohne Plan erfolgen. Die genaue Position aller Spanten, Verstärkungen und selbst die der Eckleisten ist per Laser auf den Seitenteilen und auf dem Rumpfboden graviert. Für den späteren Zugang zur Empfangsanlage und zum Flugakku sind zwei Deckel anzufertigen; hierfür liegen Sperrholzverstärkungen sowie passende Schrauben und Einschlagmuttern bei.

Der Elektromotor ist hier nur provisorisch montiert – so lässt sich der vordere Spant sauber anzeichnen und anschließend verleimen.


Bespannt habe ich das Modell mit Orastick-Klebefolie, als Vorlage diente ein Katalogbild aus dem Jahr 1977.


Der Rumpfrücken entsteht aus 8 mm dickem Balsa, genügend Material, um sanfte Rundun gen nach Plan zu erhalten. Für den Einbau des Elektromotors liegt ein zusätzlicher Motorspant bei. Damit dieser genügend Auflage- beziehungsweise Leimfläche bekommt, müssen die beiden vorderen Balsaklötzchen angeschrägt werden. Um den vorderen, runden Spant genau verleimen zu können, habe ich erst ausreichend Platz für den Motor geschaffen und diesen provisorisch montiert. Der Spant kann jetzt sauber ausgerichtet, angezeichnet und (nachdem der Motor wieder entfernt wurde) angeleimt werden. Jetzt noch alles sauber verschleifen und der Rumpfbau ist abgeschlossen.

Finish und Zusammenbau

Rumpf, Tragflächen und Leitwerke könnten jetzt zusammengefügt werden. Ich habe die Teile zum Überprüfen der Passung und zur Ausrichtung aber nur trocken zusammengesteckt. Dabei musste lediglich der Ausschnitt für den Flügel im Rumpf leicht nachgearbeitet werden. Da in Einzelteilen alles noch sehr handlich ist, habe ich mich jetzt schon für das Finish entschieden: Angelehnt an Katalogbilder von 1977 wurde Orastick-Klebefolie in Weiß und Orange verwendet. Spätere Klebestellen habe ich hierbei gleich frei gelassen. Um beim Fliegen einen guten Kontrast zu Ober- und Unterseite zu erreichen, wurde die Unterseite der Tragfläche mit einem Streifenmuster versehen. Die Breite der Streifen entspricht dabei einem Rippenfeld.

Die Querruder-Anlenkung ist mit den Hebeln aus 2-mm-Sperrholz und den M3-Gabelköpfen sehr robust und spielfrei.


Beim Höhenruder kommt ein 2-mm-Stahldraht mit Gabelkopf und Gestänge-Anschluss zum Einsatz.


Zum Aufkleben der klaren Kabinenhaube habe ich MD Extreme Glue dünnflüssig verwendet. Dieser Sekundenkleber blüht nicht aus, die Klebestelle bleibt klar und flexibel.


Aus gelaserten Sperrholz- und Balsascheiben und etwas Farbe entsteht die Cox-Attrappe.


Die fertige Attrappe wird mit einer kleinen Schraube am Motorspant befestigt.


So vorbereitet geht es an den Zusammenbau. Vor dem Verkleben wird die Ausrichtung der Tragfläche zu Rumpf und Leitwerken überprüft. Verklebt habe ich mit dünnflüssigem Sekundenkleber, mit dem MD Glue Extreme 1 aus dem Programm von R&G. Dieser hat die Eigenschaft, dass er nicht ausblüht und auch auf Folie keine weißen Rückstände hinterlässt. Da die Klebestellen klar aushärten und etwas flexibel bleiben, habe ich diesen Kleber auch für die klare Kabinenhaube verwendet.

Anlenkungen und Attrappe

Zum Einbau der Komponenten gibt es nicht viel zu sagen. Der Zugang zum Empfänger erfolgt über einen Deckel an der Rumpfunterseite. Der recht kleine Regler findet seinen Platz seitlich im Akkuschacht. Quer- und Höhenruder werden mit einem Folien- beziehungsweise Tesascharnier angeschlagen. Als Ruderhebel liegen dem Bausatz ausreichend stabile Laserteile aus 2-mm-Sperrholz bei, für die noch die Schlitze zum Einkleben in die Ruder geschaffen werden müssen. Eingeklebt habe ich sie wieder mit Sekundenkleber. Die spielfreie Anlenkung der Querruder übernehmen großzügig dimensionierte M3-Gabelköpfe. Und beim Höhenruder kommen ein 2-mm- Stahldraht, Metallgabelkopf und servoseitig ein Gestängeanschluss zum Einsatz.

Die Attrappe des Cox-Motors entsteht aus mehreren, ebenfalls gelaserten Scheiben aus dünnem Sperrholz und Balsa. Die Scheiben werden auf einen 3-mm-Rundstab gefädelt und verklebt. Nach ein wenig Schleifarbeit und Behandlung mit Farben in Schwarz und Aluminium, ist so eine tolle Nachbildung entstanden, die auf den ersten Blick schon öfter für einen echten Cox gehalten wurde.

Gutmütig, aber dynamisch

Mit 755 g liegt das Fluggewicht fast genau bei der Herstellerangabe von 750 g. Die Ruderausschläge habe ich nach Anleitung eingestellt und mit jeweils 25% Expo beaufschlagt. Der Schwerpunkt ist im Bauplan eingezeichnet und lässt sich bequem durch Verschieben des Flugakkus einstellen. Er befindet sich 80 mm hinter der Nasenleiste. Das kommt einem bei 180 mm Flächentiefe sehr weit hinten vor, deshalb habe ich für den Erstflug den Akku ganz nach vorne in den Akkuschacht gelegt, der Schwerpunkt kommt so noch einige Millimeter nach vorne. Der Akku wird von einem Stück Klettband an seinem Platz gehalten.

Der Regler findet Platz im Akkuschacht; beim Verbrenner-Einsatz ist hier der Raum für den Tank.


Für den ersten Start habe ich mir einen Helfer organisiert. Der Chico lässt sich mit gut dreiviertel Gas einfach und ohne Anlauf in die Luft schieben. Ich habe wohl alles gerade und ohne Verzug aufgebaut, denn außer etwas Höhentrimmung war hier nichts zu tun, was gewiss auch dem aus Vorsicht vorverlegten Schwerpunkt geschuldet ist. Die Steuerbefehle werden sehr direkt umgesetzt, jedoch ohne nervös oder hektisch zu wirken. Die Fluggeschwindigkeit ist schon bei dieser Gasstellung sehr flott und an Flugfiguren lässt sich alles anstellen, was ohne Seitenruder möglich ist.

Auf ausreichend Höhe überprüfe ich das Überziehverhalten: Gas raus und das Höhenruder langsam durchziehen. Der Chico wird langsam, sehr langsam, fängt irgendwann an, um die Achsen zu pendeln. Einen Strömungsabriss muss ich aber provozieren, von alleine passiert hier nichts. Nach gut fünf Minuten Eingewöhnung-Fliegen sollte bei der Landung nichts mehr schief gehen. Ich habe aber den Gleitwinkel unterschätzt, kam etwas zu hoch und die Piste wurde plötzlich zu kurz. Bei den weiteren Anflügen halte ich weiter und tiefer an, so schwebt der Chico problemlos zur Landung, die Fahrt lässt sich sehr schön rausziehen – und er setzt weich auf der Graspiste auf.

Sportlich, der Chico!

Schließlich habe ich den Schwerpunkt wieder an die vorgesehene Stelle gelegt. Auch dann – und mit wieder neutraler Höhentrimmung – zeigen sich keine Unarten. Auch dann muss man einen Strömungsabriss fast provozieren; er kommt jetzt zwar, kündigt sich aber rechtzeitig an. Und so langsam will man dieses eigentlich flotte Modell sowieso nicht bewegen. Wobei flott bei Vollgas schon untertrieben ist: Der Chico wird mit dem 4s- Antrieb schnell, sehr schnell. Auch senkrechte Steigflüge stellen kein Problem dar. Selbst speedflugtypische, schnelle und enge Kehren machen Spaß und zeigen, dass die Konstruktion in der Luft wohl kaum kaputt zu bekommen ist. Dabei verhält sich das Modell immer sehr neutral und ausgewogen.

Mein Fazit

Auch nach über 40 Jahren ist der Chico ein attraktives Modell mit zeitlosem Design. Und als ein „Am-Stück-Modell“ passt er bequem in jeden Kofferraum. Die hervorragenden Flugeigenschaften und die Qualität der Bauteile entschädigen für die fehlende, detaillierte, schriftliche Bauanleitung. Erfahrene Modellbauer werden ihren Spaß beim Bauen haben, andere lernen mit etwas Unterstützung einiges dazu. Das Ergebnis ist ein alltagstaugliches Modell, das von fortgeschrittenen Piloten mit Querrudererfahrung einfach zu beherrschen ist.

Aktuelle Situation bei Graupner

Im November 2019 gab Graupner bekannt, dass der Mutterkonzern – die südkoreanische Graupner Co., Ltd. – die Produktion in Shenzhen/China beenden und den deutschen Standort in Kirchheim/ Teck schließen möchte. Was bedeutet das für die Verfügbarkeit des neuen Chico? Zumindest bis April 2020 läuft der Geschäftsbetrieb wohl weiter. Auf Nachfrage der Redaktion hat Graupner mitgeteilt, dass weitere Chico-Modelle bestellt wurden und noch in den Handel kommen.