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TEST Waschgele und -lotionen: Sanfte Schäume


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ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 2/2021 vom 28.01.2021

Fast alle 20 Waschgele und -lotionen erreichen in unserem Test die Bestnote. Eltern können Haut und Haar ihrer Kleinen damit bedenkenlos säubern - oder sich selbst mal eine mildere Pflege gönnen.


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Foto: imago images/Panthermedia

Waschgele und -lotionen für die Kleinsten werben gern damit, besonders sanft zu sein: mit hautfreundlichem pH-Wert, milden Tensiden und frei von bedenklichen Stoffen. Unser Test zeigt: Die allermeisten verzichten tatsächlich komplett auf Problemstoffe. Deshalb erhalten 18 der 20 Gele und Lotionen von uns die Note „sehr gut“, darunter alle sechs Naturkosmetika.

Was machen die ...

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... zähflüssigen Waschhelfer richtig? Vor allem lassen sie viel Unnötiges weg, das wir in Kosmetikprodukten sonst oft kritisieren: zum Beispiel besonders allergisierend wirkende Duft- oder Konservierungsstoffe. Oder Paraffine aus Erdöl, die mit Problemstoffen verunreinigt sein können. Weniger ist mehr - daran könnten sich manche Kosmetika für Erwachsene ein Beispiel nehmen. Und es spricht ja nichts dagegen, dass Eltern ihrer eigenen Haut etwas Gutes tun und die „sehr guten“ Waschprodukte ihrer Kinder auch selbst verwenden. Die sind ja ohnehin oft „für die ganze Familie“ ausgelobt.

Zwei Produkte schneiden nicht ganz so gut ab wie die anderen: Bübchen Wasch Gel Sensitiv und Sebamed Baby & Kind Waschlotion Haut & Haar. Beide enthalten Polyethylenglykole (PEG) und verwandte Substanzen. Wir sehen PEG/PEG-Derivate kritisch, weil sie die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen können. In Waschgelen dienen sie als Tenside, also als schäumende, waschaktive Substanzen. Viele PEG/PEG-Derivate sind in der Inhaltsstoffliste daran zu erkennen, dass sie „PEG“ oder „Laureth“ im Namen tragen.

Das Bübchen-Waschgel setzt dazu noch Polyquaternium-10 ein; das ist ein synthetisches Polymer, also ein Kunststoff. Wir kritisieren dieses flüssige Plastik, weil es über das Abwasser in die Umwelt gelangen kann. Wie genau es sich dort verhält, ist noch nicht gut erforscht. Die anderen Produkte zeigen, dass es auch ohne synthetische Polymere geht. Positiv: Der Anbieter Dallmann’s Pharma teilte uns mit, künftig im Bübchen Wasch Gel Sensitiv auf Polyquaternium- 10 zu verzichten.


„Gut, dass viele Hersteller von Waschgelen auf Problemstoffe verzichten. Das wäre auch bei Kosmetika für Erwachsene angebracht.“


Jörg Döbereiner, ÖKO-TEST-Redakteur


Die Frei Öl Baby Waschlotion benoten wir zwar mit „sehr gut“, trotzdem haben wir etwas auszusetzen: Auf der Vorderseite des Produkts steht die Werbeaussage, es sei „essbar“. Wir halten eine solche Auslobung bei einem Kosmetikprodukt für unangebracht. Immerhin wird auf der Rückseite dann klar, dass das Produkt kein Lebensmittel ist und nicht verzehrt werden soll.

TEST

Wir haben getestet

So haben wir getestet

Wir haben 20 Waschgele und -lotionen für Kinder eingekauft, darunter Marken von Drogerieketten und Supermärkten sowie sechs zertifizierte Naturkosmetikprodukte. Für die günstigsten Produkte haben wir knapp einen Euro pro 200 Milliliter bezahlt; das teuerste kostet laut Anbieter mehr als neunmal so viel.

Die Produkte ließen wir in spezialisierten Laboren gründlich untersuchen: auf Formaldehyd/-abspalter, auf Duftstoffe, die Allergien auslösen können, auf Moschusverbindungen, die sich im Fettgewebe anreichern. Zudem fahndeten die Labore nach Diethylphthalat, das den Schutzmechanismus der Haut beeinflussen kann, und nach halogenorganischen Verbindungen, von denen viele als allergisierend gelten und sich in der Umwelt anreichern. Schließlich ließen wir die Verpackungen auf umweltbelastende chlorierte Verbindungen analysieren. Über die Deklaration erfassten wir PEG/PEG-Derivate - sie können die Haut durchlässiger für Fremdstoffe machen - und synthetische Polymere, die wir aus Gründen des Umweltschutzes kritisieren.

Ein sehr gutes Produkt verzichtet aus unserer Sicht ebenso auf umstrittene Inhaltsstoffe wie auf synthetische Polymere. Für Letztere ziehen wir unter den Weiteren Mängeln Noten ab.

RATGEBER

1 Die 18 „sehr guten“ Waschgele und -lotionen reinigen Kinderhaut und Kinderhaar. Sie eignen sich auch als milde Waschgele für die ganze Familie.

2 Die Produkte sanft auftragen und danach gut abspülen. Oder ein paar Spritzer ins Badewasser geben.

3 Tägliches Baden trocknet die empfindliche Babyhaut aus. In den ersten drei Monaten reicht einmal pro Woche, danach einbis zweimal.

Das erste Bad

Wann?
Nachdem die Nabelschnur abgefallen ist - und wenn der Moment passt, also das Baby nicht sehr müde ist, gerade Hunger hat oder aus anderen Gründen sehr unruhig ist. Zwischen Füttern und Baden eine Verdauungspause einlegen.

Wo?
Ob im Badezimmer oder außerhalb: Hauptsache, der Raum ist warm, und es zieht nicht. Es hilft, wenn die Wanne so hoch ist, dass die Eltern gut stehen und das Baby sicher halten können. Und wenn ein Handtuch griffbereit liegt.

Womit?
Pures Wasser reicht am Anfang. Es sollte etwa 36 bis 37 Grad Celsius warm sein. Ein paar Spritzer Waschgel oder -lotion schaden nicht, etwa wenn ein Kind schon früh viele Haare hat. Je älter die Kinder, desto eher wissen Eltern die Waschlotion zu schätzen.

Wie lange?
Zehn Minuten reichen in den ersten Monaten vollkommen aus. Mit zunehmendem Alter spricht nichts gegen ein längeres Bad.

Wie häufig?
Tägliches Baden trocknet Babys Haut zu sehr aus. Faustregel: In den ersten drei Monaten einmal pro Woche, später ein- bis zweimal. Aber natürlich kommt es auf die individuelle Situation an.


Foto: Anja Wägele

Foto: Anja Wägele