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TEST WELPENFUTTER : SITZ, PLATZ, AUS!


ÖKO-TEST Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 3/2018 vom 22.02.2018

Darf der Hund ins Schlafzimmer? Wer geht mit ihm Gassi? Wer einen Welpen bekommt, hat viele Entscheidungen zu treffen. Eine davon wollen wir Ihnen abnehmen: die für das richtige Futter. Wir haben elf Futter analysiert, vier können wir Ihnen empfehlen.


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Foto: blanscape/getty images

„Es wird sicher Arbeit sein. Aber ich bekomme ja auch so viel Liebe zurück.“ Das hat Wendy Lonnemann gesagt. Vorher. Die Tierärztin hat sich viele Gedanken gemacht. Wie viel der neue Familienzuwachs zu fressen bekommt, wann sie mit ihm spazieren geht. Auch das war vorher. Jetzt ist nachher. Jetzt ist Hedi endlich da und „viel ...

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... Arbeit“ ist es gar nicht. Also schon, aber eben nicht so viel wie erwartet. „Ich habe es mir schwieriger ausgemalt. Jetzt bin ich positiv überrascht“, sagt sie und ist froh, dass es nicht gerade andersherum ist.


Anfangs braucht der Welpe noch sehr viel Ruhe.


Hedi ist jetzt neun Wochen alt. Ein Welpe der Rasse Welsh Corgi Cardigan. Aktiv, anhänglich, kameradschaft lich: ein Familienhund. Im Moment schläft Hedi noch sehr viel. Sie braucht Ruhe und muss sich erst einmal eingewöhnen. Diese Zeit muss die neue Familie dem kleinen Welpen auch geben, selbst wenn es schwer fällt. Schließlich ist der Hund so furchtbar niedlich. Also langsam ankommen und so stressfrei wie möglich. Dabei hilft : nicht gleich das Futter wechseln. Deshalb hat Wendy Lonnemann Hedis Futter für die ersten Wochen vom Züchter mitbekommen. „Damit sich nicht gleich alles auf einmal ändert“, sagt sie. Stück für Stück können die frisch gebackenen Hundeeltern die vier Mahlzeiten am Tag dann durch neues Futter ersetzen. Ist einmal das richtige Futter gefunden, kann man fürs Welpenalter ruhig daran festhalten. Heute Huhn und morgen Rind? Hunde brauchen diese Abwechslung nicht auf ihrem Speiseplan.

Aber brauchen die jungen Tiere überhaupt Futter, das speziell für Welpen und heranwachsende Hunde ausgelobt ist? „Es ist allgemein üblich, Welpen ein spezielles Futter zu geben. Dieses hat eine etwas andere Nährstoffzusammensetzung, die für heranwachsende Hunde ideal ist. Außerdem ist dieses meist besser verträglich“, sagt Professor Jürgen Zentek, Direktor des Instituts für Tier ernährung an der Freien Universität Berlin. Die Verträglichkeit sei besonders wichtig, da sich das Verdauungssystem der Tiere gerade erst entwickle. Hinzu kommt: Welpen nehmen im Verhältnis zu ihrem Gewicht viel mehr Futter auf als ausgewachsene Hunde. „Besser verträglich“ ist ein Futter dann, wenn der Hersteller es schonend verarbeitet, es beispielsweise nicht zu lange erhitzt. Das ist laut Zentek gerade bei Welpenfuttermitteln die Regel. Einen noch größeren Einfluss auf die Verdaulichkeit haben die eingesetzten Zutaten. Bindegewebsarmes Fleisch kann der Welpe zum Beispiel besonders gut verdauen. Das bedeutet, der Dünndarm nimmt die enthaltenen Nährstoffe sehr effizient auf. Wie gut der Welpe das Futter verträgt, lässt sich aber immer noch am besten am Tier selbst ablesen. Glänzt das Fell, hat der Kot eine feste Konsistenz und ist der Hund lebhaft? Dann kommt der Welpe gut mit dem Futter zurecht.

Und dieses muss nicht unbedingt ein Alleinfuttermittel aus der Tierhandlung sein. Wer es aufwendig mag, kann das Futter auch selbst zusammenstellen. Im Trend liegt etwa BARFen, also das Füttern mit rohen Zutaten und Knochen (BARF = Bones And Raw Food). Auch hier können Hundehalter auf gut verdauliche Zutaten achten. Die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen ist gegeben. Vorausgesetzt, ein Fachmann hat zuvor den genauen Futterbedarf des Tiers ermittelt. Wendy Lonnemann hält sich lieber ans fertig zusammengestellte Futter. Hedi bekommt davon momentan viermal am Tag zu fressen. Von der Tagesration zweigt sie etwas für die Belohnung ab, wenn Hedi auf Befehle wie „Sitz“ oder „Platz“ hört. Denn einen Welpen großzuziehen, ist keine Kleinigkeit. „Hedi zu uns zu holen, war kein Schnellschuss“, sagt Wendy Lonnemann. „Wir haben uns das gut überlegt und viel über Hunde und speziell diese Rasse gelesen.“ Das zahle sich nun aus.

Zur Vorbereitung auf den Familienzuwachs zählt auch die Auswahl des passenden Welpenfutters. Für unseren Test haben wir elf Trockenfutter eingekauft und sie umfangreich untersuchen lassen.

DAS TESTERGEBNIS

Hedi ist genau die richtige Hündin für Familie Lonnemann: Auch innerhalb eines Wurfes gibt es Welpen, die besser dafür geeignet sind, in einem Haushalt mit Kindern zu leben als andere.


Foto: privat


„Gentechnisch veränderte Bestandteile als Verunreinigung im Hundefutter – das zeigt, wie unkontrolliert sich diese umstrittene Technologie ausbreitet.“


Sarah Becker, ÖKO-TEST-Redakteurin


Foto: Anja Wägele

Nur das Beste für den Hund: „Sehr gute“ Welpenfutter haben wir nicht im Test. Verantwortlich dafür ist meist ein Zuviel an Nährstoffen: Das kann der Gesundheit des Welpen auf Dauer schaden. Vier Produkte schneiden aber immerhin mit „gut“ ab.
Zu gut gemeint. Calcium ist wichtig für den Hund, besonders im Welpenalter. Es steuert verschiedene Stoffwechselabläufe wie Blutgerinnung und Kontraktion der Muskulatur. Ein Überschuss kann aber – gerade bei großwüchsigen Rassen – Störungen in der Knochenentwicklung auslösen. Die europäische Heimtierfutterindustrie (FEDIAF) empfiehlt deshalb neben einem Minimum-Wert auch einen Maximum-Wert für Calcium in Hundefutter. Fünf Produkte überschreiten diesen Maximum-Wert, den sich die Industrie selbst auferlegt hat.
Über Grenzwert. Für einige Nährstoffe gibt es gesetzliche Höchstgehalte, beispielsweise für zugesetztes Vitamin D3. Diesen Gehalt überschreiten gleich zwei Produkte im Test. Vitamin D3 muss den Hunden über das Futter gegeben werden, da sie im Gegensatz zu uns Menschen nicht in der Lage sind, es über die Haut selbst herzustellen. Zu viel des Vitamins kann aber zu Gefäßverkalkungen führen.
Viel hilft viel? Stimmt nicht. Auch nicht für Selen, Kupfer und Zink. In drei Produkten überschreitet mindestens eines dieser drei Mineralstoffe den gesetzlichen Höchstgehalt. Wir ziehen für jede Überschreitung eine Note ab. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass eine dauerhafte Überversorgung den Organismus des Hundes belastet.
Wichtige Fettsäuren nicht nachgewiesen. Die FEDIAF empfiehlt, dass Welpenfutter die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure (EPA) und Docosa– hexaensäure (DHA) enthalten soll. Es gibt Hinweise darauf, dass diese die Entwicklung des Welpen unterstützen; und es ist nicht ausreichend untersucht, wie gut der Aufbau der beiden Fettsäuren im Hundekörper funktioniert. In fünf Produkten hat das Labor weder EPA noch DHA nachgewiesen. Dafür gibt es Abzug.
Muss nicht sein. Gegenüber hohen Kochsalzwerten sind gesunde Hunde – sofern sie ausreichend trinken – sehr tolerant. Dennoch: Negative Effekte auf den Organismus des Hundes lassen sich bei einer dauerhaften Überdosierung nicht ausschließen. Gleiches gilt für Magnesium. Es gibt Hinweise darauf, dass zu viel davon die Bildung von Harnsteinen begünstigt.
Und immer wieder Glyphosat: Alle Futter mit Getreide oder Hülsenfrüchten auf der Zutatenliste haben wir auf Glyphosat untersuchen lassen. Und wir sind fündig geworden. Sieben von acht untersuchten Welpenfuttern enthalten das Herbizid, das als besonders bedenklich eingestuft ist, da sich unter anderem in Tierversuchen Hinweise auf eine fruchtschädigende Wirkung fanden. Dass Glyphosat auch im Tierfutter steckt, zeigt, wie weit verbreitet die Belastung damit ist. Auch zum Schaden der Umwelt: Glyphosat gilt als besonders schädlich für Wasserorganismen.
An den Genen rumgepfuscht? Der Anbau von Gensoja ist in Amerika und Asien an der Tagesordnung. Aber auch Mais, Raps oder Reis können gentechnisch verändert sein. Wir haben daher alle Welpenfutter in ein Labor geschickt, das auf die Analyse von Gentechnik spezialisiert ist. In drei Produkten stecken Anteile von Roundup Ready Soja-DNA. Da die Anbieter Soja nicht als Zutat einsetzen, handelt es sich wohl um verunreinigungen

ÖKO-TEST RÄT

► Mit den „guten“ Produkten aus unserem Test ist Ihr Welpe ordentlich versorgt. Dass Ihr Hund das Futter gut verträgt, lässt sich daran erkennen, dass das Fell glänzt, der Kot eine feste Konsistenz hat und dass Ihr Tier lebhaft ist.
► Wiegen Sie morgens die empfohlene Tagesportion an Futter ab und teilen Sie diese in gleich große Teile auf: drei bis vier Mahlzeiten am Tag sind im Welpenalter ideal, sechs Monate alte Hunde erhalten zweimal täglich Futter.
► Die Hersteller bieten das Welpenfutter meist fürs erste, aber auch bis hinein ins zweite Lebensjahr an. In der Regel können Hunde mit etwa zwölf Monaten das – meist günstigere – Erwachsenenfutter fressen.

SO HABEN WIR GETESTET

Der Einkauf
Viele Futtermittelhersteller verkaufen neben Futter für ausgewachsene Hunde auch solches für Welpen, meistens Trockenfutter. Deshalb haben wir uns auf diese konzentriert. Alle Futter im Test sind darüber hinaus sogenannte Alleinfutter. Diese enthalten laut Anbieter alle wichtigen Nährstoffe in der richtigen Konzentration. Hundehalter brauchen ihrem Welpen kein zusätzliches Futter zu geben.

Das ernährungsphysiologische Gutachten
Mehr Calcium, aber zum Beispiel weniger Vitamin A: Welpen haben einen anderen Nährstoffbedarf als ausgewachsene Hunde. Ein spezielles Welpenfutter kann daher durchaus Sinn ergeben. Aber natürlich nur, wenn die einzelnen Nährstoffe richtig dosiert sind. Ein Gutachter hat für uns die Futter unter die Lupe genommen und sie ernährungsphysiologisch bewertet.

Die Inhaltsstoffe
Glyphosat hat nicht nur in Lebensmitteln nichts zu suchen. Auch Futtermittel sollten frei davon sein. Gleiches gilt für gentechnisch veränderte Bestandteile. Vollkommen unsinnig sind synthetische Farbstoffe wie Tartrazin und Gelborange S. Hunde sind fast farbenblind. Die Farbstoffe dienen nur dazu, das Futter für den Käufer attraktiver zu machen.

Umstrittene gentechnisch veränderte Sojabestandteile sind so weit verbreitet, dass man sie sogar in Produkten findet, in denen die Futtermittelhersteller Soja gar nicht eingesetzt haben.

Die Weiteren Mängel
Zu viel Futter führt auf Dauer zu Übergewicht. Bei zu wenig Futter kann die Versorgung mit wichtigen Nährstoffen zum Problem werden. Fütterungsempfehlungen der Anbieter, die zu stark von der vom Gutachter berechneten Futtermenge abweichen, werten wir daher ab. Hersteller sind dazu verpflichtet, dem Käufer mitzuteilen, welche Zusatzstoffe er – über die bereits deklarierten hinaus – einsetzt. Abzug gibt es daher, wenn wir auf unsere Nachfrage keine Antwort erhalten haben.

Die Bewertung
Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß: Nicht nur der Mensch, auch der Hund braucht diese wichtigen Bausteine zum Überleben. Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine dürfen ebenfalls nicht fehlen. Bei manchen Nährstoffen ist aber auch eine Überversorgung schädlich. Für die Bewertung orientieren wir uns an den Nährstoff-Empfehlungen, die die Futtermittelindustrie herausgegeben hat sowie an gesetzlichen Grenzwerten für Zusatzstoffe.

Fett gedruckt sind Mängel.
Abkürzungen: EPA = Eicosapentaensäure; DHA = Docosahexaensäure.
Glossar: Erläuterungen zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 142. Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Etikett. 2) Laut Anbieter wurde die Verpackung verändert. Die Rezeptur sei angepasst worden, um rohstoffbedingte, natürliche Schwankungen besser ausgleichen zu können. Die neue Verpackung, die im Laufe des Jahres in den Handel kommt, sei am fehlenden Basilikumblatt auf der Vorderseite zu erkennen. 3) Laut Anbieter ist bis zum September ein Verpackungsrelaunch geplant. 4) Auf der Verpackungsvorderseite steht einmal „aus 73 % Frischfleisch“ und weiter unten „aus 70 % Frischfleisch“. Dies ist laut Anbieter ein Druckfehler. Bei der überarbeiteten Verpackung sei vereinheitlicht „aus 73 % Frischfleisch“ zu lesen. Die alte Verpackung befinde sich noch im Abverkauf. 5) Laut Anbieter gibt es seit Juli 2017 eine neue Rezeptur und dementsprechend auch eine neue Verpackung. Sie sei daran erkennbar, dass die Hunde nun auf der linken Seite der Vorderseite abgebildet sind. Die von uns getestete Charge haben unsere Einkäufer aber auch noch Mitte Januar 2018 im Handel gefunden. 6) Auf der Vorderseite des Produkts wird die Mengenverteilung der Zutaten mit „60 % Pferd&Rind, 40 % Obst, Gemüse, wertvolle Zutaten“ angegeben. Auf der Rückseite ist es ein Verhältnis von 70 % zu 30 %. Laut Anbieter ist die Angabe auf der Vorderseite ein Druckfehler. An einer Überarbeitung der Verpackung werde gearbeitet. 7) Laut Anbieter ist das Futter seit Juli 2017 nicht mehr im Sortiment gelistet. 8) Weiterer Mangel: Der Hersteller teilte uns nicht mit, welche Zusatzstoffe er außer den bereits in der Deklaration benannten noch einsetzt. Legende: Produkte mit dem gleichen Gesamturteil sind in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.
Das Testergebnis Ernährungsphysiologie wurde aus einem Gutachten abgeleitet. Im Gutachten wurden die gemessenen Nährstoffwerte mit einem empfohlenen Gehalt, bezogen auf den Energiegehalt des Futters, verglichen. Unter dem Testergebnis Ernährungsphysiologie führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) ein Vitamin-D3-Gehalt über dem gesetzlichen Höchstwert von 2270 IE/kg Trockensubstanz. b) ein Selengehalt über dem gesetzlichen Höchstwert von 0,568 mg/kg Trockensubstanz; c) ein Kupfergehalt über dem gesetzlichen Höchstwert von 28 mg/kg Trockensubstanz; d) ein Zinkgehalt über dem gesetzlichen Höchstwert von

284 mg/kg Trockensubstanz; e) EPA und/oder DHA nicht nachweisbar; f) ein zu hoher Calciumgehalt, der das von FEDIAF empfohlene Maximum von 960 mg/MJ ME überschreitet (in der Tabelle: „zu viel Calcium“); g) ein zu hoher Magnesiumgehalt, der 180 mg/MJ ME überschreitet (empfohlener Magnesiumgehalt laut Zentek, Ernährung des Hundes, Berlin 2016: 36 mg/MJ ME) (in der Tabelle: „zu viel Magnesium“); h) ein zu hoher Natriumgehalt, der dem Dreifachen oder mehr des laut FEDIAF empfohlenen Minimums von 130 mg/MJ ME entspricht (in der Tabelle: „zu viel Natrium“).
Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um zwei Noten: der Nachweis von Anteilen von Roundup Ready Soja-DNA. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein als besonders bedenklich eingestuftes Pestizid in Gehalten von mehr als 0,01 mg/kg (hier: Glyphosat); b) die Farbstoffe Gelborange S und/oder Tartrazin.
Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils eine Note: a) die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist für einen Hund mit einem erwartbaren Körpergewicht von 10 kg zu niedrig (= die Vorgabe weicht um mehr als 25 bis 50 Prozent vom errechneten täglichen Bedarf ab). „Etwas zu hoch“ bzw. „etwas zu niedrig“ steht in der Tabelle, wenn die Vorgabe um mehr als 15 bis 25 Prozent vom errechneten täglichen Bedarf abweicht. Dies wird aber nicht abgewertet; b) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Etikett; c) der Hersteller teilte uns nicht mit, welche Zusatzstoffe er außer den bereits in der Deklaration benannten noch einsetzt.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Ernährungsphysiologie. Ein Testergebnis Inhaltsstoffe, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Einkauf der Testprodukte: Oktober bis November 2017.
Testmethoden und Anbieterverzeichnis finden Sie unter oekotest.de Suchen ^ „M1803“ eingeben.
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