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TEST: Wenig Neues an der Basis


Auto Bild allrad - epaper ⋅ Ausgabe 5/2019 vom 05.04.2019

Einen Diesel gibt es im facegelifteten Macan nicht mehr. Jetzt soll ein 2.0-Turbobenziner mit vier Zylindern sparen. Ist der Reiz damit weg?


Der Motor ist von VW/Audi

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Bildquelle: Auto Bild allrad, Ausgabe 5/2019

Nur vier Zylinder im Porsche? Wie das schon klingt! Da kriegen Markenfans zuverlässig eine Nackenborste. Wie beim Boxster, der gegen den Image-Makel kämpft, nur den soundfreien Magermotor zu liefern. Jetzt kommt der geliftete Macan mit dem Basis benziner, den China so mag: nur vier Zylinder, „nur“ zwei Liter Hubraum, „nur“ 245 PS für fast zwei Tonnen SUV – da kannste gleich den alten Audi Q5 kaufen, der die ...

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... Technik beisteuert. Ist das ein „Hausfrauen-Porsche“? So wurden früher Pseudo-Sportwagen beleidigt, die nicht mal Porsche waren. Und auch nur vier Zylinder hatten.

Wie der Macan klingt? Nach nichts. Säuselnd, ein Antrieb, aber kein Erlebnis. Bei anderen Porsche wird der Sound komponiert auf Teufel komm raus, doch beim Macan hatten die Komponisten wohl Betriebsferien. Schade, zumal das Facelift mager ausfällt. Hinten will das feine Lichtband die Verwandtschaft zum größeren Cayenne unterstreichen, innen gibt es das abgespeckte Infotainment aus dem Panamera und für 541 Euro extra das GT-Lenkrad vom 911 – das mit dem Drehknopf für die Fahrmodi, als könnte beim Durchklicken der Geist von Zuffenhausen einziehen.

Das gelingt, weil der Macan der SUV bleibt, den man sich anziehen kann. Gut, wie einen zwei Tonnen schweren Wintermantel, aber er passt. Perfekt im Rücken durch die Sportsitze (1785 Euro), die Ergonomie stimmt bis auf die überladene Mittelkonsole. Nur auf der Rückbank kneift es, da bieten BMW X3 oder Mercedes GLC mehr Platz.

Im Verhältnis zu den Außenabmessungen ist der Laderaum nicht grade riesig; Ladelänge 0,92 bis 1,69 m.


Traditionelles Cockpit mit zahlreichen echten Tasten und konventionellem Automatikwählhebel.


Gerade ausreichend Platz im Fond


Aber nur der Macan beherrscht den Trick, scheinbar mit jedem Kilometer ein Pfund Gewicht abzuwerfen, bis man irgendwann glaubt, einen Sportwagen zu fahren. Na ja, einen aufgebockten. Herrlich, diese rasiermesserscharfe Lenkung, die zartbittere Abstimmung des Luftfederfahrwerks, der austarierte Allradantrieb, der die Antriebsmomente zwischen den Achsen jongliert.


Sehr zackige Lenkung und ein immerhin bekömmlicher Komfort


Spielen wir doch mal Porsche: rein in die Kurve, uhh, kalte Reifen, der Macan untersteuert beim flotten Einlenken. Ein Griff zum Drehknopf, Sportmodus rein. Ran an die Haftgrenze, mehr Gas, langsam kommt das Heck, dann immer mehr. So wird der Brocken doch zum Spielgerät dieser Klasse (fragt sich nur, ob die Mitfahrer hinten jubeln oder würgen?). Auch im neuen Macan gibt wieder das famose Getriebe den Takt vor. Die Doppelkupplungsautomatik (PDK) überspielt alles, was dem Motor gerade fehlt. Beim Bummeln ins Turboloch gefallen? Das PDK weckt den Benziner wie ein Paukenschlag. Ab 180 km/h wenig Power?

Knallharte Gangwechsel sorgen für die sportlichen Momente. Zur Abwechslung ein Mess-Sprint? Die Launch Control schießt den Testwagen in 6,3 Sekunden auf Tempo 100 (schneller, als das Werk verspricht, hat da jemand am Ladedruck gedreht?).

Solche Messwerte sollen den bösen Geist vertreiben, der im kleinen Macan ungebeten mitfährt: das Gefühl „Du hast nicht genug Porsche!“ In der Stadt schweigt der Geist, auch bis Tempo 180 auf der Autobahn. Danach kämpft die Schrankwand gegen den Windwiderstand, und die Dieselkombis kleben gefühlt an der Heckklappe. Kein reales Problem, eher ein eingebildetes, das böse im Unterbewussten knabbert.

Echt Porsche-like sind erst wieder die saftigen Preise. Und der Testverbrauch: 11,1 Liter. Das kommt dabei raus, wenn eine Marke dem Diesel abschwört. Und dem Bestseller nun der beliebteste Motor fehlt: der 3,0-Liter-Diesel. Dann sagen halt alle: nur vier Zylinder?


Fotos: C. Börries