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TEST Zahncremes für weiße Zähne: Weiß-Malerei


ÖKO-TEST Ratgeber Kosmetik und Wellness - epaper ⋅ Ausgabe 6/2016 vom 09.06.2016

Ein Lächeln wie ein Hollywoodstar – das wünschen sich viele. Mit den Belegen für den weißenden Effekt von Zahncremes für weiße Zähne sieht es jedoch dürftig aus. Zudem verhageln problematische Inhaltsstoffe in knapp der Hälfte der Produkte das Testergebnis.


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Foto: Petr Malyshev/Shutterstock

Zweimal täglich für mindestens zwei bis drei Minuten sollten wir für die Mundhygiene die Borsten kreisen lassen. Und dazu, das lernt schon jedes Kind, gehört Zahncreme. Muss es aber auch eine für weiße Zähne sein? Nein, so lautet die klare Antwort. Denn heller als die Naturfarbe werden die Zähne durch weißende Pasten ...

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... nicht. Und nicht jeder bekommt weiße Zähne in die Wiege gelegt.


Die weißenden Pasten können nicht die natürliche Zahnfarbe aufhellen


Was leisten die weißenden Zahncremes dann? Sie helfen, Zahnbeläge und äußerliche Verfärbungen durch beispielsweise Kaffee und Tee zu entfernen. Anbieter setzen zum einen mechanische Putzkörper wie Kieselsäure oder Aluminium ein, zum anderen chemische Wirkstoffe wie Phosphate, um die Beläge zu lockern. Alternativ findet man auch Pyrophosphat, das Zahnstein verhindern soll. Ein paar Spezialprodukte warten zudem mit Besonderheiten auf: So wird etwa ein blauer Farbstoff eingesetzt, der – aber nur kurzzeitig – optisch die Zähne heller aussehen lässt. Und dann gibt es noch Anbieter, die auf Enzyme setzen, die Eiweiß spalten, oder sogar auf Bleichmittel. Diese Peroxide werden auch beim professionellen Bleaching beim Zahnarzt eingesetzt – anders als beim Zahnarzt dürfen Peroxide in der EU aber in frei verkäuflichen Zahnpasten nur in sehr geringen Mengen eingesetzt werden. Und diese reichen nicht aus, um Zähne deutlich sichtbar zu bleichen.

Was bleibt als wesentlicher Unterschied zwischen weißenden Zahncremes und konventionellen Pasten? Putzkörper werden allen Zahncremes als wesentlicher Bestandteil zugesetzt. Und auch Phosphate und Pyrophosphate kann man teilweise in ganz normalen Zahnpasten finden, das bestätigt uns Dr. Valerie Steiger-Ronay vom Zentrum für Zahnmedizin der Universität Zürich. Die Industrie verweist als wesentlichen Unterschied auf einen höheren Reinigungswert, den PCR-Wert, der die Reinigungsleistung angeben soll. Allerdings: „Die Bestimmung des PCR-Wertes unterliegt gewissen Schwankungen und kann deshalb nur ein Anhaltspunkt für die Reinigungsleistung der Zahnpasten sein“, macht Valerie Steiger-Ronay deutlich. Und: „Generell ist die Entfernung von Verfärbungen bis zu einem gewissen Grad natürlich auch mit, normalen‘ Zahnpasten möglich.“

Wichtig ist Experten vor allem, dass Zahncremes Fluorid enthalten. Um Karies vorzubeugen, ist nämlich Fluorid unerlässlich.

Das Testergebnis

Glanzlos. Keine Zahncreme schneidet im Test besser als „befriedigend“ ab. Immerhin schaffen sechs Pasten im Testergebnis Inhaltsstoffe ein „sehr gut“. Allerdings verschlechtern sich diese Produkte durch weitere Mängel das Gesamturteil.
Und so was kommt in den Mund. Knapp die Hälfte der Pasten fällt bei den Inhaltsstoffen durch. Meistens wegen der enthaltenen PEG/PEG-Derivate oder weil sie den aggressiven Schäumer Natriumlaurylsulfat enthalten, der die empfindlichen Schleimhäute reizen kann.
Schutzlos. Besonders negativ fällt R.O.C.S. Sensation Whitening Extreme Frisch auf. Der Anbieter verzichtet auf das wichtige Fluorid, das wissenschaftlich anerkannt vor Karies schützt.
Zu viel Aluminium . Zwei aluminiumhaltige Zahnpasten enthalten unserer Meinung nach erhöhte Werte Aluminium. Zahnpasta ist nur eine Quelle von vielen, über die Verbraucher tagtäglich das Leichtmetall aufnehmen können. Wie sich zu viel Aluminium auf Dauer auf unsere Gesundheit auswirkt, ist noch nicht ganz klar. Deshalb sollte man vorsichtshalber die tägliche Menge verringern. Andere Zahnpasten im Test zeigen: Es geht auch ohne.

Unklar. Wir erwarten von den Anbietern einen klaren Hinweis auf der Verpackung, dass das Ergebnis nie heller als die natürliche Zahnfarbe sein kann. Manche Hersteller verweisen immerhin auf ein „natürliches Zahnweiß“ – das ist uns aber nicht klar genug. Denn nicht jeder hat von Natur aus weiße Zähne, somit kann auch nicht jeder ein „Weiß“ erreichen. Den eindeutigen Hinweis bleiben die Anbieter schuldig.

Fett gedruckt sind Mängel.
Glossar: Erläuterung zu den untersuchten Parametern finden Sie auf Seite 208.
Anmerkungen: 1) Weiterer Mangel: Umkarton, der kein Glas schützt.2) Weiterer Mangel: Produkt ist auch für Kinder und/ oder Jugendliche ausgelobt. Es enthält Zink. Das BfR empfiehlt, dass Kinder und Jugendliche nicht zusätzlich Zink über Zahnpasta aufnehmen sollten.3) ÖKO-TEST kritisiert, dass die Zahncreme keinen Hinweis liefert, dass das Produkt für Kinder unter 6 Jahren ungeeignet ist. Kinderzahnpasta hat höchstens einen Fluoridgehalt von 1.000 mg/kg, der Fluoridgehalt der Zahnpasta ist jedoch höher.4) Weiterer Mangel: Produkt enthält den Hinweis, dass das Resultat von der ursprünglichen Farbe der Zähne abhängen kann. Tatsächlich hängt das Ergebnis von weißenden Zahncremes immer von der ursprünglichen Farbe ab.5) Weiterer Mangel: Der Studie fehlt eine umfassende Probandenbeschreibung.
Legende: Produkte mit gleichem Gesamturteil sind in der alphabetischen Reihenfolge aufgeführt. Unter dem Testergebnis Inhaltsstoffe führt zur Abwertung um vier Noten: kein Kariesschutz durch Fluorid. Zur Abwertung um jeweils zwei Noten führen: a) PEG/PEG-Derivate; b) Natriumlaurylsulfat; c) halogenorganische Verbindungen (hier: Sucralose, CI 74260, CI 73360). Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) Propylparaben; b) ein erhöhter Gehalt Aluminium, der bei einer 60 Kilogramm schweren Person (ungeachtet der Bioverfügbarkeit) mehr als zehn Prozent der tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemenge (TWI) ausschöpfen könnte. Folgende Rechnung liegt zugrunde: Das wissenschaftliche Beratergremium der EU, SCCS, geht von einer täglichen Anwendung von 2,75 Gramm Zahnpasta aus. Davon werden geschätzt fünf Prozent verschluckt u. aufgenommen. Das wären 0,1375 g/Tag beziehungsweise 0,9625 g/Woche. Für einen Erwachsenen mit 60 Kilogramm sind 60 Milligramm Aluminium pro Woche tolerabel, durch Kosmetik sollte deshalb nicht mehr als sechs Milligramm Aluminium aufgenommen werden, die Pasta somit nicht mehr als circa 6.240 mg/kg enthalten. Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führen zur Abwertung um jeweils zwei Noten: a) keine Studie zum Produkt vorgelegt; b) Verpackung gibt keinen Hinweis, dass das Ergebnis von der individuellen natürlichen Zahnfarbe abhängt. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) ein Umkarton, der kein Glas schützt; b) der fehlende Hinweis „nur für Erwachsene“ bei zinkhaltigen Zahnpasten; c) Mängel in der Studie (hier: fehlende Probandenbeschreibung); d) Fluoridgehalt fehlt; e) ein Hinweis, dass das Resultat von der ursprünglichen Farbe der Zähne abhängen kann, obwohl es immer von der ursprünglichen Farbe abhängt.
Das Gesamturteil beruht auf dem Testergebnis Inhaltsstoffe. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „befriedigend“ oder „ausreichend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ist, verschlechtert das Gesamturteil um zwei Noten.
Testmethoden undAnbieterverzeichnis finden Sie unterwww.oekotest.de → Suchen → „N1606“ eingeben.

Bereits veröffentlicht : ÖKO-TEST-Magazin 7/2015. Aktualisierung der Testergebnisse/Angaben, sofern sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die Bewertung von Mängeln geändert oder ÖKO-TEST neue/zusätzliche Untersuchungen durchgeführt hat.