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Tested on Trail


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MountainBIKE - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.12.2022
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Bildquelle: MountainBIKE, Ausgabe 1/2023

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Magura Vyron MDS-V3

Als Magura 2016 eine Vario-Sattelstützen namens Vyron auf den Markt brachte, fehlte dieser etwas: der Bowdenzug. Als erste funkbasierte Teleskop-Stütze war sie nicht weniger als eine Sensation. Dennoch wurde die Vyron rund drei Jahre später von der ebenfalls funkenden Rock Shox Reverb AXS in den Schatten gestellt. Das soll sich mit der Neuauflage ändern. Die MDS-V3 will dabei gezielt die Schwachstellen der Vorgängerin beseitigt haben. So funkt sie nun mit neustem Bluetooth-Protokoll statt wie davor mit ANT . Und das merkt man in der Praxis sofort, die Neue reagiert erheblich flinker als (die zu träge) erste Vyron, auch wenn sie nicht ganz an den Speed der AXS herankommt – schnell genug ist sie allemal. Davon ab funktioniert sie tadellos, die Bedienung über den neuen, ...

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Als Magura 2016 eine Vario-Sattelstützen namens Vyron auf den Markt brachte, fehlte dieser etwas: der Bowdenzug. Als erste funkbasierte Teleskop-Stütze war sie nicht weniger als eine Sensation. Dennoch wurde die Vyron rund drei Jahre später von der ebenfalls funkenden Rock Shox Reverb AXS in den Schatten gestellt. Das soll sich mit der Neuauflage ändern. Die MDS-V3 will dabei gezielt die Schwachstellen der Vorgängerin beseitigt haben. So funkt sie nun mit neustem Bluetooth-Protokoll statt wie davor mit ANT+. Und das merkt man in der Praxis sofort, die Neue reagiert erheblich flinker als (die zu träge) erste Vyron, auch wenn sie nicht ganz an den Speed der AXS herankommt – schnell genug ist sie allemal. Davon ab funktioniert sie tadellos, die Bedienung über den neuen, kompakten und haptisch angenehmen Remote folgt der Logik einer via Seilzug angesteuerten Stütze. Stromversorgt wird die Fernbedienung wie bei Rock Shox von einer CR2032-Knopfzelle. Anders als die US-Amerikaner setzen die Schwaben aber auch im Stützenkopf eine Batterie, keinen Akku ein: In der Hutze unterhalb des Sattels steckt eine CR2-Batterie, der Deckel ist mit zwei Torx-10-Schrauben befestigt. Und warum? Zum einen verspricht Magura, dass die Batterie mindestens ein Jahr lang hält – ein Akku muss häufiger aufgeladen werden. Zum anderen konnte so ein dichtes System realisiert werden, das nach IP67 zertifiziert ist und Tauchgänge bis zu einem Meter Tiefe erlauben würde. „Keep it simple“ lautet auch das Motto bei der Funktechnik: Das Pairing erfolgt nach Einlegen der Batterien von alleine und innerhalb weniger Sekunden. Eine App bietet Magura anders als die Konkurrenz nicht, über den Zustand der Batterien geben LEDs Auskunft. Generell gefällt die sehr robuste Machart: Die Vyron weist kein im Sattel spürbares Spiel auf, fährt ruckelfrei ein und aus. Inklusive Remote und Batterien wiegt sie in 30,9 x 175 mm circa 770 g. Das entspricht der AXS, „Seil-Stützen“ wiegen aber 100 g weniger. Kleine Kritik: In unserem Bike reagierte die Teststütze sehr sensibel auf das Anzugmoment der Sattelstützenklemme und fuhr bei stärkerem Anzug nicht ganz aus. Lobenswert ist der verglichen mit Rock Shox faire Preis.

Test: 2 Monate

580 Euro (UVP)

+ drahtlose Bedienung, blitzschnelle Montage

+ sehr robuste Machtart, nach IP67 gedichtet

+ tadellose, ausreichend schnelle Funktion

- kein Leichtgewicht

„Vario-Sattelstützen ohne Kabelsalat sind ein Segen. Prima, dass die neue Magura nun auch in Sachen Geschwindigkeit gefällt.“

ANDRÉ SCHMIDT, Redaktionsleiter

Alpina Rocket Bold

Eine Mischung aus Goggle und Sportbrille will die Alpina Rocket in der Bold-Variante sein. Tatsächlich ist sie im Vergleich zu klassischen Radbrillen eine imposante Erscheinung, sie bedeckt die Augen nochmals großzügiger und bietet damit optimalen Schutz auf dem Trail. Zudem besitzt die Bold im Unterschied zur „normalen“ Rocket eine Schaumleiste am oberen Brillenrand. Diese ist dazu da, Schweiß von den Augen fernzuhalten – und in der Praxis funktioniert das bei der mit 41 g recht leichten, aber rundum solide gemachten Brille prima. Typisch Alpina liegt die Rocket sportlich-eng an, das gefällt und passt erfahrungsgemäß nicht allen. Bei kompatibler Gesichtsform gibt es beim Tragekomfort jedoch nichts zu kritisieren: Dank verstellbarem Nasenflügel lässt sie sich sehr gut anpassen, die Lufteinlässe kämpfen – wie die bewährte „Fogstop“-Beschichtung im Inneren – effektiv gegen Beschlagen an, ohne zu viel Zugluft zu den Augen zu lassen. Außen sorgt eine hydrophone Schicht für Langlebigkeit. Tipp: Für 20 Euro Aufpreis gibt es statt der Standardscheibe das exzellent funktionierende, kontrastverstärkende „Q-Lite“-Glas.

Test: 6 Monate

100 Euro (UVP)

+ robuste Machart, dabei nicht zu schwer

+ sehr gute Gläser

+ großes Sichtfeld

+/- liegt eher eng an

Silva Spectra A

Es werde Licht! Sehr viel Licht! Zu viel Licht? Schon der Anblick der superteuren Lampe aus Schweden „schockiert“. Mit Kastenform und neun zur Schau getragenen Cree-LEDs erinnert sie an einen Flutlichtmast im Stadion. Dazu kommt der riesige, 540 g schwere Akku mit stolzen 96 Wh. Als maximalen Lichtstrom gibt Silva extreme 10 000 Lumen an. Klar, die natürlich nicht StVZOkonforme Spectra richtet sich nicht an Pendler oder Schotter-Surfer, sondern ist für Extremes gemacht. Etwa für 24-Stunden- oder gar Abenteuerrennen. So ist sie in Skandinavien bei Orientierungswettkämpfen beliebt. In der Praxis muss man sich erst an den ca. 300 g schweren Aufbau auf dem Helm gewöhnen, die Bedienung erfolgt optional über ein Armband. Alternativ ließen sich Lampe und Akku auch am Rahmen befestigen. Auf dem Trail brennt die Spectra dann sprichwörtlich ein Loch in den Wald. Helligkeit und Ausleuchtung sind exorbitant, je nach Gelände kann das zu viel sein, da ein Teil des Lichtes zurückgeworfen wird. Gute Akku-Laufzeit von fast drei Stunden bei maximaler Stufe und warmen Außentemperaturen.

Test: 6 Monate

800 Euro (UVP)

+ ultimativ helle Lampe, exzellente Ausleuchtung

+ hohe Akku-Laufzeit

- in Summe sehr schwer (ca. 840 g) und klobig

- extremer Preis

Endura MT500 Burner

Von Kopf bis Fuß: Mit Einführung der Schuhkollektion vor fast einem Jahr ist Endura endgültig Vollausstatter in Sachen MTB-Equipment. Flaggschiff der „Schotten-Treter“ ist der MT500 Burner, der sich an All-Mountaineers und Enduristen wendet. Die bekommen einen optisch knalligen Schuh in traditionell-robuster Machart. Das merkt man direkt beim Anziehen: Man hat „viel Schuh“ am Fuß, anders als bei nahtlosen One-Piece-Konstrukten muss der Endura kaum eingetragen werden. Er schmiegt sich – richtig geschnürt – prima an der Fuß an, hat dabei eine recht universelle Passform für Schmal- wie für Breitfüße. Bikerinnen und Biker mit sensiblen Knien werden zudem den großen Verstellbereich der Cleats schätzen. Beim Pedalieren überzeugt der Kraftfluss: Die ergonomisch geformte Innensohle sorgt zusammen mit der – für einen AM/Enduro-Schuh – relativ steifen Außensohle für sehr guten Eintrag aufs Pedal. Und dank der kuscheligen Fütterung sowie des wasserabweisenden PU-Obermaterials macht der MT500 auch beim Alpencross oder im Ganzjahreseinsatz oberhalb der 0°-Celsius-Marke „bella Figura“. Zumal die Sohle bei Geh- und Tragepassagen hohen Grip erzeugt. Bleibt als Kritik das durch die solide Machart erkaufte, recht hohe Gewicht. Im Online-Handel gibt es den gelungenen Schuh übrigens schon für rund 100 Euro.

Test: 9 Monate

160 Euro (UVP)

+ handwerklich top gemachter Klickschuh

+ universelle Passform, gelungene Innensohle

+ sehr guter Kraftfluss

- mit 915 g (Paar, EU 42) nicht leicht

Hiplock DX

Wer sein Bike auch zum Brötchen holen oder für andere Alltagsdinge nutzt, sollte es gegen Diebstahl sichern. Eine besonders stabile Variante ist das DX von Hiplock, das circa 1100 g auf die Waage bringt, dafür aber auch höchste Sicherheit verspricht. So wurde es von der unabhängigen Organisation Sold Secure aus Großbritannien mit deren höchster Sicherheitsstufe „Diamond“ zertifiziert. Das Schloss verfügt über einen 14 mm dicken Bügel aus gehärtetem Stahl sowie einen doppelten Verriegelungsmechanismus. Der Bügel fällt zwar recht ausladend aus, dennoch ist es bei Schlössern dieser Bauart zwingend, dass das Bike meist sehr nah am Radständer anliegen muss. Straßenlaternen und ähnliche fest verbaute Objekte mit großen Durchmesser bieten sich meist nicht zum Anschluss an. Einmal angebracht, rastet der Bügel mit einem satten Geräusch in die Halterung ein. Der Schlüsselschlitz kann durch eine Gummiklappe verdeckt werden. Aufgrund seines Gewichts ist das DX logischerweise kein Begleiter im Rucksack für längere Touren oder rasante Trail-Fahrten. Für den Alltag lässt es sich mit dem Clip der Halterung bequem am Gürtel oder einer Tasche transportieren.

Test: 6 Monate

90 Euro (UVP)

+ massive Verarbeitung, sehr hohe Sicherheit

+ cleverer Transportclip

- Bauart schränkt Anschließmöglichkeiten ein

- zu schwer für längere MTB-Touren

Garbaruk 12-fach

Wer kleines Gewicht wünscht, braucht oft großes Geld. Grammfuchsern, die kein Vermögen investieren wollen, empfehlen sich die Kassetten der polnischen Fräserei Garbaruk. Deren 12-fach-Modelle gibt es in vielen Varianten für Sram-XD- sowie für Shimano-Microspline- und -HG-Freilauf. Je Freilauf hat das kleinste Ritzel 10 oder 11 Zähne, das größte bietet 50 oder 52 Beißerchen. Dabei sind, wie bei den Highend-Kassetten von Sram, die unteren elf Ritzel aus einem Stück Edelstahl gefertigt und mit Nickel beschichtet – das verspricht lange Haltbarkeit. Das große Ritzel besteht aus Alu, ist dabei passend mit dem Spider in acht(!) Eloxal-Farben erhältlich. In unserem Test hatten wir ein 10–52er-Modell für Microspline. Dessen Straßenpreis liegt zwischen Shimano-XT- und -XTR-Kassetten, es wiegt aber immerhin 30 g weniger als eine XTR. Und wie schaltet die leichte Zahnfee? Solide, hakelfrei und flüssig. Lediglich zum Klettern auf das 52er-Ritzel ist eine penible Justierung der Schraube für den Schaltwerksabstand erforderlich. Lob: Nach zehn Monaten Dauereinsatz ohne Putzeinlagen ist keinerlei Materialverschleiß zu erkennen.

Test: 10 Monate

260 Euro (UVP)

+ vergleichsweise günstig

+ geringes Gewicht

+ viele Varianten erhältlich

+ solider Schaltkomfort

Burton [ak] Baker Fleece

Vorwiegend Wintersportlern bekannt, gibt Burton nun auch im Multisportsegment Gas. Dabei würde man von dem [ak] Baker Power Stretch Fleece Crewneck, so der vollständige Name des 330 g leichten Sweaters, rein optisch nicht erwarten, dass er auch fürs Biken geeignet ist. Er trägt sich aber höchst angenehm und „bewegungsfreudig“ – cool für flotte Trailrides. Apropos: Die Wärmeleistung überzeugt, denn der lässig geschnittene Pulli besteht aus kuscheligem „Power Stretch“ von Polartec, das dank Unterarmbelüftungseinsätzen nie zu schwitzig wird. Da das Material nicht winddicht ist, sollte er im Winter mit einem leichten Windstopper kombiniert werden – in den Übergangszeiten reicht ein Unterhemd. Eine kleine Reißverschluss-Tasche befindet sich am linken Oberarm und nimmt Riegel oder Schlüssel auf, ansonsten gibt es keine Taschen. Dafür ist der Sweater auch beim Wandern, Klettern und im Alltag ein robuster Begleiter.

Test: 3 Monate

180 Euro (UVP)

+ hohe Wärmeleistung

+ abriebfestes, sehr dehnfähiges Obermaterial

+ flexibel kombinierbar

- mager ausgestattet