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ETM Testmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 23.12.2022

Hier erklären wir in leicht verständlicher Art und Weise, wie wir die in diesem Test vertretenen Produkte geprüft haben und was hinter den verschiedenen Testkriterien steht.

Funktionalität

Handhabung

Ausstattung

Material- & Materialverarbeitungsqualität

Artikelbild für den Artikel "? Testverfahren" aus der Ausgabe 1/2023 von ETM Testmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ETM Testmagazin, Ausgabe 1/2023

Funktionalität | 60 %

Hier haben wir erhoben, in welchem Tempo das Modell die Temperaturen im Garraum erhöhen kann und wie einheitlich die Temperaturlevel innerhalb des Garraums schließlich sind: Wir maßen dies im Garmodus Grill, Oven und Steam anhand von Temperatursonden, die von uns in verschiedenen Teilen des Garraums verteilt wurden. Die Temperaturlevel im Garmodus Micro Power wiederum maßen wir anhand von 5 Behältern aus Glas (Borosilikat, tmaxd.Materials: 3 Millmeter, ∅ max× Hmax: 105×60 Millimeter) mit 150 Millilitern 20 °C warmem Wasser, die wiederum in verschiedenen Teilen des Garraums verteilt (d maxd.Wassers: 100 Millimeter) und anschließend 3 ...

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... Minuten im Garmodus Micro Power erhitzt wurden. Danach maßen wir die Temperaturen der einzelnen Wasserproben und ermittelten dadurch, um wie viel Grad Celsius die Temperaturen des Wassers voneinander abwichen (20 %). Darüber hinaus nahmen wir uns auch die Qualität der mit den verschiedenen Garprogrammen zubereiteten Speisen, die Fleisch, Fisch, Gemüse und auch Alternativen aus Soja und Seitan enthielten, vor: Wesentlich waren hier Aspekte der Organoleptik (Äußeres, Geruch, Geschmack die von unseren Tester:innen einzeln und ohne Wissen um das Modell, aus dem die Speisen stammten, beurteilt wurden (4 × 15 %) – den Tester:innen wurden parallel Speisen aus ähnlichen Modellen anderer Hersteller serviert, um sicherzustellen, dass die Urteile allein von der Qualität der Speisen abhängig waren.

Schließlich wurde bei den von Werk aus vorhandenen Automatikprogrammen auch noch erhoben, ob die hier vonseiten der Hersteller voreinprogrammierten Garparameter, vor allem die Zeitspannen der einzelnen Automatikprogramme, wirklich ausreichen, um die Speisen anschließend zu servieren, oder ob Fleisch, Fisch & Gemüse noch nicht vollends durch sind (20 %).

Handhabung | 20 %

Wir haben außerdem ein Urteil darüber verliehen, wie sich das Modell in praxi verwenden lässt, also wie sich die verschiedenen Garprogramme des Modells an- & abwählen, die Garparameter verstellen und an die Ansprüche verschiedener Fleisch-, Fisch- & Gemüsespeisen anpassen lassen und vieles mehr. So war hier bspw. die Qualität des Touchpanels, die Verständlichkeit der Garprogramme & Co. am Touchpanel veranschaulichenden Graphiken, die Art, die Qualität des Liquid Crystal Displays und die Mechanik der den Garraum verschließenden Tür wesentlich. Währenddessen wurde auch erhoben, wie man sich durch die verschiedenen Menüs des Modells manövrieren kann, ob sich die hier vorhandenen Menüstrukturen also von allein erschließen oder ob man die Dokumentation des Herstellers heranziehen muss (60 %). Wie sich das Modell säubern lässt, wurde nach Abschluss des Garens von verschiedenen Speisen mit unterschiedlichen Anteilen an Lipiden (Fleisch- & Fischjus, Öle usw.) und Sacchariden (süße Marinaden, Sirupe usw.) ermittelt (20 %). Wir lasen die Dokumentation des Herstellers und ermittelten währenddessen, ob sie die wirklich wesentlichen Aspekte, vor allem also die von Werk aus vorhandenen Automatikprogramme, wann welches Automatikprogramm zu verwenden ist, wann und wie die Parameter der einzelnen Automatikprogramme zu verändern sind et cetera, in verständlicher Weise abhandelt und ob man nach dem Lesen der Dokumentation wirklich alle Garprogramme, Garoptionen usw. souverän verwenden kann (20 %).

Ausstattung | 15 %

Hier haben wir vor allem das verwendbare Volumen des Garraums ermittelt, um anhand dessen zu erheben, wie vielen Verbraucher:innen man parallel Fleisch-, Fisch- & Gemüsespeisen servieren kann (40 %). Wesentlich war außerdem die Quantität der von Werk aus vorhandenen Automatikprogramme (40 %). Wir haben auch alle Teile des von Werk aus enthaltenen Zubehörpacks verwendet und ermittelt, wie wertvoll sie wirklich sind (20 %).

Material- & Materialverarbeitungsqualität | 5 %

Schließlich wurde auch noch erhoben, wie die Materialien des Modells im Werk des Herstellers verarbeitet worden sind, wie es sich also mit deren Qualität verhält: Hier kontrollierten wir, ob sich Makel am Modell ausmachen ließen, bspw. in Gestalt von erheblichen Spaltmaßen.

Die Qualität

Dass das Modell von einer wirklich ansehnlichen Qualität ist, kann man schon anhand der außen wie innen vorhandenen Materialien erkennen: Sie alle sind von Werk aus makellos verbunden worden und schließen nach außen hin smooth ab – hier ist alles vollkommen einheitlich. Darüber hinaus erwiesen sich auch all die Teile des Modells, die man vor dem Garen, währenddessen und nach dem Garen immer mal wieder verwenden muss, als sehr stabil: So ließ sich bspw. die Tür des Modells, durch die man den Garraum erreichen kann, auch nach mehr als 1.000 Malen des Hoch- & Herabklappens noch so handhaben wie nach dem Auspacken – also ohne dass sich auch nur ein Minimum an Materialverschleiß wahrnehmen ließ. Auch durchs Anstoßen können Verbraucher:innen an dem Modell keine Schäden verursachen – es kann aber durchaus passieren, dass der Modellkörper dann ein paar Millimeter verschoben wird, abhängig von dem Material der Arbeitsplatte.

Die Bedienung

Während das schwarz-weiße Touchpanel des Modells von einem wirklich simplen Stil ist, wird vielen Verbraucher:innen das Verwenden des Modells erstmals doch anspruchsvoll erscheinen – ehe sie schließlich nach ein paar Malen des Garens alles Wesentliche verinnerlicht haben. Gerade weil das Modell eine Masse an Garprogrammen, Garparametern & Co. vorweisen und man pro Garprozess so vieles anpassen kann, muss man sich vor dem Garen immer durch verschiedene Steps manövrieren: Wer nun bspw. das Garen eines Fisches in dem passenden Garprogramm des Modells ausprobieren will, der muss vorab den Garmodus Auto auswählen, in der dann erreichbar werdenden Gruppe von Garprogrammen das passende Garprogramm 10 aussuchen, das Gewicht des Fisches einprogrammieren und schließlich den Garprozess anstoßen. Das Wunderbare aber ist: Das Prinzip ist bei allen Garprogrammen vollkommen einheitlich – wurde also einmal verstanden, wann man was einprogrammieren muss, ist das Verwenden des Modells eine spielerische Sache. Genauso verhält es sich auch, wenn man ausschließlich den Garmodus Grill, Micro Power, Oven oder Steam verwenden will: Hier muss man nach der Wahl des Garmodus nur einprogrammieren, wie stark oder schwach das Modell während des Garens powern soll – also bspw. im Garmodus Micro Power mit 100–1.000 W, im Garmodus Oven mit Temperaturen von 30–220 °C usw. – und wann es das Garen abschließen soll.

Will man in einer der verschiedenen Garprogrammgruppen des Modells eines der Garprogramme auswählen, so muss man dies anhand von kurz-knappen Codes (scil. 1–28) verwirklichen – wie wir anhand unseres Fischbeispiels mit dem Garprogramm 10 veranschaulicht haben. Welcher Code aber stellt nun welches Garprogramm dar? Clever: Der Hersteller hat dem Zubehörpack des Modells sechs silber-schwarze Sticker in verschiedenen Sprachen verliehen, anhand derer sich alle Garprogramme einschließlich ihrer Codes erkennen lassen – einen von ihnen kann man bspw. an den Wänden des Modells ankleben.

Außer den vielen G arprogrammen, denen wir uns im Weiteren noch widmen werden (s. S. 89), sind auch ein paar übers Touchpanel erreichbare Optionen vorhanden, anhand derer man das Garen präzise vorausplanen und den Garprozess bspw. durch einen sich während des Garens von alleine vollziehenden Wechsel des Garmodus verbessern kann.

Dem Modell wurde ein Timer verliehen, anhand dessen man nicht nur den Start eines Garprogramms nach vorne hinausschieben, sondern auch einen anspruchsvolleren Garprozess vorausplanen kann: So lässt sich hier bspw. einprogrammieren, dass das Modell nach 45 Minuten den Garmodus Micro Power mit 1.000 W anschalten, ihn 10 Minuten anlassen und anschließend in den Garmodus Micro Power mit 150 W wechseln soll, um die Speise nur noch weiter warmzuhalten, bis man sie schließlich aus dem Modell holen kann.

Apropos anspruchsvolle Garprozesse: Für Speisen, deren Qualität sich durch einen Wechsel des Garmodus verbessern lässt – man denke bspw. an Fleisch- & Fischspeisen, denen man vorab durchs Verwenden des Garmodus Grill ein ansprechendes Äußeres voller Aroma verleihen und anschließend durch den Wechsel in den Garmodus Micro Power nur noch sicherstellen will, dass sie am Ende auch wirklich vollkommen durch sind –, kann man das Mehrstufige Garen wählen: Hier lässt sich dem Modell vorschreiben, nach maximal 0:30–9:00 Stunden des Garens in einem Garmodus in einen anderen Garmodus zu wechseln (garmodus- & garparameterabhängig). Der Garmodus Oven aber lässt sich leider nicht in eine solche Garprogrammplanung einbinden.

Wertvoll außerdem ist, dass man das Modell vollkommen sicher verwenden kann: Wir maßen bspw. während des Garens im Garmodus Grill 1 von außen nur Temperaturpeaks von 22,7 °C am Tastenpanel (tmax d. Tastenpanels) und von 22,9 °C am Handteil der Tür (tmaxd.Handteilsd.Tür). Die Tür als solche wiederum wird mit 34,3 °C (tmaxd.Tür) wärmer – nicht aber auch nur annähernd so warm wie Teile der Wände mit 50,1 °C (t maxd.Wände).

Die Bedienungsanleitung

Die Bedienungsanleitung des Herstellers handelt alles Wesentliche, was man über das Verwenden des Modells wissen muss, in einer verständlichen Weise ab: Gerade weil das Wählen von Garmodus, Garprogramm, Garparametern usw. vielen Verbraucher:innen anspruchsvoller als das Verwenden einer klassisch-konventionellen Mikrowelle erscheinen wird, hießen wir ausdrücklich willkommen, dass das papierne Büchlein hier quasi einen Step-by-Step-Guide darstellt – man muss sich, wann immer man eines der 28 verschiedenen Garprogramme ausprobieren will, nur an die hier vorhandenen Hinweise des Herstellers halten, um schließlich eine ansprechende Speise zu servieren. Dankbar sind aber auch die vielen verschiedenen Tabellen, aus denen sich ersehen lässt, bei welchen Speisen man welches Garprogramm verwenden und welche Garparameter dieses Garprogramms man anpassen sollte – auch wird bei einem Großteil aller Speisen angesprochen, wo man sie im Garraum abstellen sollte, wann man sie während des Garens wenden sollte usw. Wir haben uns vor dem Garen all der verschiedenen Fleisch-, Fisch- & Gemüsespeisen, anhand derer wir die Qualität des Garens in dem Modell ermittelten, von den Hinweisen des Herstellers inspirieren lassen und dadurch immer „gute“ bis „sehr gute“ Garresultate erzielt – nur ab und an sahen wir uns mal dazu veranlasst, die Gardauer um ein paar Minuten anzupassen.

Wer sich aber noch weiter in die Spezialitäten des Modells einlesen will, der kann eine sehr viel detailliertere – 118 anstelle von 76 Seiten vorweisende – Version der Bedienungsanleitung online erreichen: Man muss nur den schwarz-weißen Quick Response-Code am Fuße des vorderen Einbands der Bedienungsanleitung per Smartphone oder Tablet abscannen.

Die Leistung

Das Wesentliche aber ist doch, wie wirksam all die verschiedenen Garprogramme des Modells wirklich sind: Als Verbraucher:in will man schließlich vor allem Eines – in einer schnellen wie simplen Weise in den Genuss von Speisen kommen, die von außen und von innen makellos sind. Wir ließen unsere Tester:innen Garprogramme aus allen Gruppen des Modells ausprobieren und sie am Ende des Garens Urteile über die Qualität der Speisen verleihen – unter Würdigung des Aussehens, des Geruchs, des Geschmacks et cetera.

Die wesentlichen Eindrücke stellen wir im Weiteren dar.

Wer an einer Vitamine & Co. schonenden Methode des Garens interessiert ist, wird an den Garprogrammen aus der Gruppe der Auto-Dampf-Programme sicherlich seinen Spaß haben: Dadurch dass das Modell in diesen Garprogrammen Wasser verdampft und den vollen Garraum mit Wasserdampf einhüllt, wird ein einheitliches Garen der Speisen erreicht. Mit dem passenden Garprogramm kann man so bspw. 200–500 Gramm Gemüse in den Garraum stellen: Wir haben in diesem Garprogramm 300 Gramm Brokkoli nach nur 11:20 Minuten servieren können – und das auch noch in einer sehr schönen Qualität. Das Gemüse war am Ende schließlich in allen Teilen al dente und das Aroma des Gemüses noch in vollem Maße wahrnehmbar: Denn anders als bspw. beim Garen in siedendem Wasser kann sich das Aroma nicht im Wasser verlieren. Wunderbar ist außerdem, dass man eines dieser Garprogramme auch zum Garen von 100–200 Gramm weißem Reis verwenden kann: Man muss den Reis vorher in einer Glasschale (Duran®, Pyrex® o. Ä.) verteilen und ihn in einem Verhältnis von 1:1 mit Wasser vermischen: 100 Gramm weißer Reis waren in diesem Garprogramm nach nur 26:00 Minuten durch – das ist ausgesprochen schnell. Für Vollkornreis aber muss man die ein oder andere Minute mehr einplanen.

Verbraucher:innen, die auch ohne Massen an Öl in den Genuss von Fleisch-, Fisch- & Gemüsespeisen kommen wollen, werden die Gruppe der Gesunden Grill- & Brat-Programmen lieben. Fürs Garen von Fisch erwies sich das passende Garprogramm als prima – auch dank der in allen Garprogrammen dieser Gruppe zu verwendenden Grillschale: So ließen sich bspw. 220 Gramm schwere Lachssteaks, deren Schuppen unsere Tester:innen vorher mit ein paar Millilitern Olivenöl versahen, nach nur 11:00 Minuten servieren – von außen prallvoll mit Aromen und von innen noch immer vollkommen weich, aber doch bis in den Kern durch: Eine Qualität, die sich in einer normalen Mikrowelle nie erreichen ließe. Doch auch Fisch in Gänze kann man ins Modell stellen, wenn auch nur innerhalb einer Gewichtsspanne von 100–450 Gramm pro Fisch. Garen ließen sich so bspw. 400 Gramm einer Dorade in nur 14:11 Minuten – die Qualität der Dorade war am Ende süperb. Gerade in solchen Fällen aber erwies es sich als sinnvoll, die Wärme nach dem Abschluss des Garprogramms noch 5 Minuten weiter in den Fisch hinein wirken zu lassen – dann ist er auch wirklich vollkommen durch. Außerhalb von Fleisch & Fisch kann man mit den hier vorhandenen Garprogrammen bspw. auch Gemüsepommes in einer Gewichtsspanne von 100–350 Gramm herstellen: Wir nahmen uns ein Gemüsedreierlei aus 300 Gramm Möhren, Pastinaken und Sellerie vor, schnitten das Gemüse in einheitliche Quader mittlerer Größe, versahen sie mit 30 Millilitern Olivenöl und Meersalz und verteilten sie einheitlich in der Grillschale. Nach 15:17 Minuten waren die Gemüsepommes auch schon durch! Dass sich ein paar schwarze Stellen an den äußeren Ecken der Gemüsepommes erkennen ließen, war in Sachen Aroma einerlei – das Geschmackserlebnis der Gemüsepommes kann man i. Ü. auch durch ein paar Parmesanraspeln in vollkommen neue Höhen heben. Meisterlich werden schließlich klassisch-konventionelle Pommes, von denen man in einem Mal 200– 500 Gramm ins Modell stellen kann. Will man erreichen, dass die Pommes während des Essens wunderbar vor sich hin knuspern, so muss man sie einheitlich in der Grillschale verteilen und sicherstellen, dass sie einander nicht überlappen – denn die überlappenden Teile der Pommes bleiben immer sehr viel weicher. Was sich aber monieren ließe: Ehe man 500 Gramm Pommes, eine Portion also, die auch den Appetit eines Verbraucher:innenpaars stillen sollte, servieren kann, muss man volle 50:45 Minuten ausharren! Das Modell muss hier schon allein 11:45 Minuten vorheizen.

Mit den Garprogrammen aus der Gruppe der Automatischen Koch-Programme kann man bspw. auch Pizzas in einer wirklich ansprechenden Weise ausbacken: Weil man hier aber die Grillschale verwenden muss, kann man dem Modell ausschließlich solche Pizzas anvertrauen, deren Größe nicht über die der Grillschale hinausreicht (∅maxd.Pizza: 260 Millimeter). Wir haben bspw. eine 385 Gramm schwere Pizza klassischen Stils mit einer Temperatur von -18 °C nach nur 9:32 Minuten wieder aus dem Modell holen können – und dank des hier einspielenden Grills wurde ihr von oben her ein wirklich schönes, mehr oder minder einheitliches Goldbraun verliehen. Darüber hinaus war die Pizza ausgesprochen knusprig – und das vielleicht schon mehr, als manchen Verbraucher:innen lieb sein wird.

Die Gruppe Juniormenü schließt eine Handvoll verschiedener Garprogramme ein, mit denen man auch Säuglingsnahrung leichter herstellen kann – durchs schonende Erwärmen von 100–400 Gramm Gemüse & Obst, das man im Weiteren bloß noch mit Wasser pürieren muss. Wir haben so bspw. nach nur 9:00 Minuten 300 Gramm Kürbis, Möhren und Pastinaken mit 100 Millilitern Wasser in ein wunderbar-weiches Püree von einheitlicher Temperatur verwandeln können. Das Gemüse wurde durch das Garen schließlich so mürbe, dass es sich ohne viel Mühe pürieren ließ. Was vielen Kindern außerdem willkommen sein wird: Ein spezielles Garprogramm, in dem man Küchlein, die dem Stile nach süßen Brownies oder Blondies ähneln, innerhalb von nur 1:50 Minuten in einer Tasse ausbacken kann: Wir ließen unsere Tester:innen auch dieses Garprogramm ausprobieren und waren perplex über die wirklich propere Qualität der Küchlein. So war die Masse am Ende des Garprogramms von innen vollkommen durch, ohne auch nur im Mindesten dörr zu wirken.

Verbraucher:innen, die regelmäßig TK-Waren verzehren, werden die Garprogramme der Gruppe Turbo Auftauen als wundervoll ansehen: Hier kommt es schließlich zu wiederholten Mikrowellenimpulsen vonseiten des Modells, um ein schnelleres und doch schonendes Tauen zu verwirklichen. Wir haben die Qualität dieses Garprogramms bspw. anhand von 500 Gramm Hack vom Rind & vom Schwein mit einer ursprünglichen Temperatur von -18 °C erproben können: Nach präziser Einprogrammierung des Gewichts in Gramm brauchte das Modell nur 9:30 Minuten, um das Hack sehr einheitlich zu erwärmen. Wesentlich war nur, das Hack alle paar Minuten des Tauens – das Modell lässt dann einen Alarm vernehmen – auseinander zu reißen und es abschließend nochmals 30 Minuten ruhen zu lassen. Wir maßen am Ende des Garprogramms in verschiedenen Teilen des Hacks nur um ±5,5 °C voneinander abweichende Temperaturen. Mit diesem Garprogramm kann man auch andere Fleischspeisen wie bspw. Steaks erwärmen – alles innerhalb einer Gewichtsspanne von 100– 1.200 Gramm. Genauso eindrucksvoll stellte sich das Tauen von Backwaren dar, die sich in einer Gewichtsspanne von 100–900 Gramm halten müssen: Das Modell ließ bspw. ein 600 Gramm schweres Brot aus Weizenvollkornmehl innerhalb von 2 Mal 5:54 Minuten von innen wundervoll-warm werden, ohne dass noch Eispartikel vorhanden waren. Wir haben es nur ein einzelnes Mal wenden und am Ende 10 Minuten ruhen lassen müssen. Wer süße Backwaren wie bspw. Strudel erwärmen und sicherstellen will, dass sie von außen schön rösch werden, der kann anstelle der Garprogramme auch immer den Garmodus Oven verwenden: Hier arbeitet das Modell wie ein Backrohr, ist aber schon durch die Größe des hier vorhandenen Garraums sehr viel schneller als ein solches. Genießen ließen sich bspw. 420 Gramm Strudel mit einer ursprünglichen Temperatur von -18 °C nach nur 18 Minuten im Garmodus Oven. Der Strudel war am Ende beeindruckend-rösch – so, wie man es an sich nur von Frischwaren aus der Bäckerei erwarten würde.

Schließlich ist dem Modell auch noch ein spezielles Garprogrammpaar verliehen worden, in dem man Speisen mit ursprünglichen Temperaturen von 5 °C oder -18 °C in einer spielerisch-simplen Weise erwärmen kann – dank des im Modell vorhandenen The Genius Sensor muss man im Vorhinein keinerlei Garparameter mehr anpassen. Der Sensor kann die Wasserlevel im Garraum erkennen und anhand dessen errechnen, wie viele Minuten und mit wie viel Power sich das Modell ans Werk machen muss, um am Ende eine exzellente Temperatur zu erreichen. Wir ließen unsere Tester:innen die Quali- tät des The Genius Sensor anhand verschiedener Speisen wie bspw. 450 Gramm eines am Vorabend erworbenen und bei einer Temperatur von 5 °C verwahrten Chicken Vindaloo Currys ausprobieren: Nach nur 1:22 Minuten ließ sich das Curry mit einer maßvoll-warmen Temperatur von 40,2 °C servieren. Eindrucksvoll! Was den ein oder anderen aber vielleicht enervieren wird: Man muss die Speise vorab mit Folie abdecken, die Folie mehrmals durchpieksen und die Speise während des Erwärmens ein- oder mehrmals durchrühren – auch muss sich die Speise, die man per Sensor erwärmen will, in einer Gewichtsspanne von 200–1.000 Gramm halten und keine Stärke-reichen Komponenten wie bspw. Nudeln oder Reis enthalten.

Die Reinigung

Das Modell hat aber nicht nur Massen an Garprogrammen in petto, sondern auch vier Reinigungsprogramme, anhand derer sich verschiedene Teile des Modells nach dem Abschluss des Garens sehr viel simpler und schneller säubern lassen als manuell. Wir haben die Qualität der hier vorhandenen Reinigungsprogramme erhoben und stellen im Weiteren dar, wie wirksam sie waren.

F1 – Rohrreinigung 3:30 Minuten

Durch das Rohrreinigungsprogramm kann das Modell die Rohre, die es primär im Garmodus Steam verwenden muss, mit 100 Milliliter Wasser durchspülen.

F2 – Rohr- & Systemreinigung 30 Minuten & 0,05 kWh

Das Rohr- & Systemreinigungsprogramm wiederum soll das sich im Modell ansammelnde Calciumcarbonat (Kalk) verschwinden lassen und dadurch sicherstellen, dass Speisen, die man im Garmodus Steam herstellt, keine Qualitätseinbußen erleiden. Man muss den Tank vorab mit einer Mixtur aus 200 Millilitern Wasser und 16 Gramm Citronensäure versehen: Die Citronensäure kann schließlich mit dem Calciumcarbonat wechselwirken und es in CO2und weißliches Calciumcitrat verwandeln – all das muss das Modell anschließend nochmals mit circa 600 Millilitern Wasser ausspülen. Wir haben das Modell 15 Male im Modus Steam 300 Milliliter sehr Calciumcarbonat-reiches Wasser („hartes Wasser“, 14 °dH) verbrauchen lassen und waren erstaunt darüber, wie viel weißes Calciumcitrat das Modell während des Rohr- & Systemreinigungsprogramms verließ.

F3 – Geruchsbeseitigung 20 Minuten & 0,23 kWh

Wie wirksam dieses Geruchsbeseitigungsprogramm ist, haben wir nach dem Garen verschiedener Speisen erhoben: So ließen wir bspw. auch 100 Gramm eines Käses mit sehr starkem Geruch (i. e. Pont-l’Évêque) schmelzen und unsere Tester:innen die Stärke des im Garraum vorherrschenden Geruchs einmal vor und einmal nach dem Abschluss des Geruchsbeseitigungsprogramms beurteilen. Unsere Tester:innen kamen unisono zu dem Urteil, dass das Geruchsbeseitigungsprogramm den Geruch nicht vollends, aber doch einen Großteil desselben verschwinden ließ. Schwächere Gerüche wie bspw. solche, die sich während des Grillens von Fleisch & Fisch ausbilden können, verschwanden immer in vollem Maße.

F4 – Garraumreinigung 20 Minuten & 0,19 kWh

Genauso ließen wir unsere Tester:innen über die Qualität des Garraumreinigungsprogramms urteilen: Sie sahen sich die Teile des Garraums, die während des Grillens von Fleisch- & Fischspeisen mit Fleisch- & Fischjus und süßlicher Marinade verschandelt worden waren, einmal vor und einmal nach der Vornahme des Garraumreinigungsprogramms an und ermittelten, wie sich die Speisepartikel mit Wasser und einem weichen Tuch auswischen ließen. Das Wesentliche vorab: Alle Speisepartikel verblieben am Ende des Garraumreinigungsprogramms im Garraum – doch wurden auch die anspruchsvolleren, schwer-süßen Marinaden solchermaßen weich, dass sie sich vollkommen spielerisch ab- & auswischen ließen.

Der Schallausstoß

Der Schalldruckpegel, den das Modell während des Garens wahrnehmen lässt, ist größtenteils niedrig – abhängig allerdings von dem aktuellen Garmodus. Maßvoll ist der Schalldruckpegel vor allem im Garmodus Grill und im Garmodus Oven: Wir maßen hier einen solchen von nur 38,3 resp. 37,2 Dezibel (L P ∅ d. Garmodus Grill 1 resp. Oven 220°C aus d: 1 Meter). Sehr viel hörbarer ist das Garen im Garmodus Micro Power und im Garmodus Steam: Hier waren es schon 54,5 resp. 53,8 Dezibel (L P ∅ d. Garmodus Micro Power 1.000W resp. Steam 1 aus d: 1 Meter).

Der Stromverbrauch

Wesentlich ist aber auch, wie es sich mit dem Stromverbrauch während des Garens verhält, soll das Garen doch nicht nur schnell, simpel und sicher, sondern auch noch sparsam sein: Der Stromverbrauch aber ist immer von den einprogrammierten Garparametern abhängig, also von dem Garmodus, dem Garprogramm usw. Während des Garens im Garmodus Grill 1 maßen wir einen solchen von 1.154,6 W (P∅d.GarmodusGrill1), während des Garens im Garmodus Micro Power 1.000 W einen solchen von 893,1 W (P ∅d.GarmodusMicroPower1.000 W), während des Garens im Garmodus Oven 220 °C einen solchen von 1.082,7 W (P ∅d.GarmodusOven 220°C) und während des Garens im Garmodus Steam 1 einen solchen von 1.094,7 W (P∅d.GarmodusSteam1).

Wir wollen den Stromverbrauch aber auch anhand von verschiedenen Speisen, derer sich unsere Tester:innen annahmen, veranschaulichen: Das 12 Minuten dauernde Garen von 250 Gramm Gemüse im Garmodus Steam 1 verbrauchte 0,22 kWh (P∅d. vollen Garprogramms, 0,09 €), das 14 Minuten dauernde Grillen eines 250 Gramm schweren Sirloin-Steaks im Garmodus Grill 1 0,27 kWh (P∅d.vollenGarprogramms, 0,11 €) und das 25 Minuten dauernde Garen von 300 Gramm Hash Browns mit einer ursprünglichen Temperatur von -18 °C im Garmodus Oven 220 °C 0,45 kWh (P ∅d.vollenGarprogramms, 0,18 €).