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THE MONROES


The Unleashed - epaper ⋅ Ausgabe 25/2020 vom 15.02.2020
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Bildquelle: The Unleashed, Ausgabe 25/2020

Seit mehr als 20 Jahren sind „The Monroes“ auf den Bühnen des Rock´n´Roll unterwegs. Dabei bestechen „Die vier singenden Krawatten“ mit einer perfekt durchgestylten Bühnen-Choreographie. Ebenso durchdacht wie die Show ist das Outfit der Österreicher.
Schließlich haben diese ihren Spitznahmen den von Beginn an treu getragenen Krawatten zu verdanken. Anzughose, feine Schuhe, Hemd mit Krawatte und ein Instrument in der Hand – fertig ist das Erfolgsrezept.
Die Musik von „The Monroes“ ist tief in den 60er Jahren verwurzelt. Klassischer Rock´n´Roll und Beat-Musik werden von dem Quartett immer sehr ...

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Ihr habt euch 1997 gegründet. Zu dieser Zeit war das 80er Jahre Rockabilly Revival schon lange vorbei. Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Musik in dieser Stilrichtung zu machen?
Andreas: Wir verstehen uns nicht als klassische Rockabilly Band. Unsere Einflüsse kommen aus dem Rock´n´Roll, der Beatmusik und dem Blues. Ich habe, seit ich Musik mache, immer in Rock ’n’ Roll Bands gespielt. Hanno, der von Beginn an mit mir in der Band ist, ist großer CCRFan und hat in Bands gespielt, die sich mit dem Rock der 60er-Jahre beschäftigt haben. Das ist bis heute die Grundlage unserer Musik. Wir sehen uns als Vertreter der Rock´n´Roll und Beat Musik, wobei wir keine strikte Grenze ziehen und ich mich immer sehr gerne an das – für mich prägende - Konzert der Stray Cats erinnere, das ich 1984 besucht habe.
Hanno: Der größte Einfluss waren sicher unsere Väter. Wir stammen alle aus Familien, in denen schon immer Musik gemacht worden ist. Wir sind mit Elvis, Chuck Berry und den vielen anderen Stars aufgezogen worden.
Zu Beginn ist das gar nicht so einfach gewesen, mit dieser Art Musik in die Öffentlichkeit zu gehen. Denn Ende der 90er-Jahre war das gar nicht angesagt. Wir haben von Anfang an die Anzüge mit den Krawatten getragen. Ich kann mich an einen Auftritt auf einem Motorrad-Treffen erinnern: Der Verantwortliche hat uns vor dem Konzert angedroht, nach dem zweiten Song den Strom abzustellen, wenn wir so spielen würden wie wir aussehen. Aber wir haben den Auftritt gemeistert, alle waren begeistert und wir werden bis heute von zahlreichen Motorradclubs gebucht.

Nun seid ihr schon viele Jahre dabei. Was hat sich denn in der Zeit verändert?
Andreas: Natürlich hat es Veränderungen innerhalb der Besetzung gegeben. Das bleibt nicht aus. Doch nun sind wir seit dem Jahr 2000 dieselbe Truppe. Ansonsten ist vieles beim Alten geblieben. Wir haben früher häufiger Coversongs gespielt, als wir das jetzt machen. Allerdings haben wir von Beginn an unsere eigenen, selbst geschriebenen Songs im Programm gehabt. Und ebenfalls schon immer haben wir unser Artwork, Layout und Booking selbst gemacht. In den ersten Jahren haben wir unsere Plakate und Flyer für Auftritte selbst entworfen und gedruckt. Wir haben sie dabei gehabt und bei jeder Gelegenheit aufgehängt oder verteilt. Wie sich das durch das Internet verändert hat, brauche ich euch nicht weiter erklären. Auch im Netz machen die einzelnen Bandmitglieder alles selbst. Jeder nach seinen Stärken.

Die Seite habe ich mir natürlich angesehen. Mir ist aufgefallen, dass es dort vier Alben von euch zu kaufen gibt. Habt ihr in über zwanzig Jahren nur vier Alben aufgenommen?
Andreas: Tatsächlich sind es sechs Alben gewesen. Doch sind zwei mit in erster Linie Coverversionen inzwischen vergriffen. Wir werden diese nicht mehr neu auflegen. Wir legen sehr viel mehr Augenmerk auf die neuen Scheiben, auf denen es ausschließlich eigene Songs zu hören gibt.

Letztes Jahr ist das Album „R´N´R Radio Show“ veröffentlicht worden. Wie ich gelesen habe, ist die Resonanz darauf ganz hervorragend.
Andreas: Ja, das stimmt. Nach kurzer Zeit ist das Album auf Platz drei der österreichischen Album-Charts geklettert und hat sich dann für mehrere Wochen in den Top Ten gehalten. Und das ohne die Unterstützung eines Labels. Zudem wurden die Songs „Baby Blue“ und „Drink To That“ regelmäßig im Radio gespielt. Das ist schon etwas Besonderes. Auch heute ist es nicht üblich, diese Art der Musik im Radio zu hören oder gar in den Charts zu finden.

Nun aber doch noch einmal zu den Live-Shows. Perfekt gestylt und voller Energie haut ihr dort dem Publikum die Songs um die Ohren. Hat es nennenswerte Höhepunkte bei euren bisherigen Auftritten gegeben?
Andreas: Zunächst einmal möchte ich festhalten, dass der Ablauf der Show sehr spontan ist. Das sieht nicht immer so aus, aber wir spielen zum Beispiel ohne eine zuvor festgelegte Setlist. Auf der Bühne sind wir flexibel und stellen uns auf das Publikum ein. Das ist wichtig für uns. Wir haben mehr Spaß, wenn wir nicht mit einem festen Programm auf der Bühne stehen.
Hanno: Besondere Auftritte haben wir viele gehabt. Es ist aber tatsächlich so, dass jeder Auftritt selbst nach so vielen Jahren etwas Besonderes ist. Für mich ist es stets etwas Schönes gewesen, als Support für bekannte Bands spielen zu dürfen, zum Beispiel Peter Kraus, Ted Herold, Gus Backus, Scotty Moore, Shakin´Stevens, die TCB-Band, die Spider Murphy Gang, The Baseballs. Dazu kommen Auftritte im Fernsehen wie z. B. bei der Eurovision- Show „Starnächte“ des ORF.

Vielen Dank für das Interview. Möchtet ihr den Unleashed-Lesern noch etwas mitteilen?
Andreas und Hanno: Ja, natürlich. Liebe Unleashed-Leser, besucht Live-Konzerte und unterstützt damit die Veranstalter und die Bands. Die Bands und die Bühnen haben das verdient.
Kauft euch CDs und Platten. Damit unterstützt ihr die Band, die euch gefällt. Zudem ist es für uns ein MUSS, ein Album in der Hand zu halten. Eine CD oder Platte ist als Ganzes zu sehen. Cover, Booklet und die Songs gehören zusammen. Ein gestreamtes Album besteht nur aus Songs und ist nicht vollständig. (Augenzwinkern)

Aktuell touren THE MONROES mit ihrem neuen Album „LOST TAPES & ROTTEN TIES“ durch die Lande. Das Album vereint Eigenkompositionen mit Interpretationen großer „Rock ’n’ Roll-Lieblingshits“ der einzelnen Bandmitglieder zu einer „Greatest Rock ’n’ Roll Hits Compilation“. Highlights des Albums sind zweifellos die Neuaufnahmen der Airplay Hits HOT ROD RIDE, ANGEL und PERFECT TEN von THE MONROES, eine treibende Rock ’n’ Roll-Version des Klassikers SWEAT – A LA LA LONG als Duett mit THE BASEBALLS Star Sam Budja sowie einige Songs mit Unterstützung der TIJUANA WONDERBRASS aka HIGH VOLTAGE HORNS – der Horn Section von THE BOSSHOSS.


Bilder: The Monroes