Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 2 Min.

Thema der Woche: „Aus Geldnot verkaufe ich nachts meinen Körper”


Frau von heute - epaper ⋅ Ausgabe 40/2019 vom 27.09.2019

Anfangs lockte sie das schnelle Geld – heute möchte sie mit der Lüge, dass sie keine Sekretärin ist, nicht mehr leben. Dazu kommen schlimme Schuldgefühle und große Ängste


Tatjana D. (43)

Artikelbild für den Artikel "Thema der Woche: „Aus Geldnot verkaufe ich nachts meinen Körper”" aus der Ausgabe 40/2019 von Frau von heute. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Frau von heute, Ausgabe 40/2019

Kein Ausweg in Sicht: Tatjana möchte mit ihrem bisherigen Leben abschließen, weiß aber nicht, wie


Viel zu oft frage ich mich: Wie konnte es nur so weit kommen? Was tue ich eigentlich? Denn ich verkaufe aus Geldnot meinen Körper. Ich schlafe gegen Bezahlung mit Männern. Und ich ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Frau von heute. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 40/2019 von Gute Nachrichten der Woche. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Gute Nachrichten der Woche
Titelbild der Ausgabe 40/2019 von Altes Apfel-Wissen – neu entdeckt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Altes Apfel-Wissen – neu entdeckt
Titelbild der Ausgabe 40/2019 von Alltagsgrau adé!: Brauntöne im Anflug. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Alltagsgrau adé!: Brauntöne im Anflug
Titelbild der Ausgabe 40/2019 von Beauty: Schönheits-Tricks für jeden Tag. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Beauty: Schönheits-Tricks für jeden Tag
Titelbild der Ausgabe 40/2019 von Beauty: Zarte Haut mit Ziegenmilch. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Beauty: Zarte Haut mit Ziegenmilch
Titelbild der Ausgabe 40/2019 von 70 PFUND WEG mit Homöopathie: Julia (35):„Jetzt bin ich eine echte Sportskanone“. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
70 PFUND WEG mit Homöopathie: Julia (35):„Jetzt bin ich eine echte Sportskanone“
Vorheriger Artikel
Alltagsgrau adé!: Brauntöne im Anflug
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel Beauty: Schönheits-Tricks für jeden Tag
aus dieser Ausgabe

... schäme mich mittlerweile fürchterlich. Dabei schien es mir vor einigen Jahren, als ich in dieses „Geschäft“ einstieg, eine gute Lösung zu sein. Ich hatte von heute auf morgen meinen Job als Sekretärin verloren. Panik und Existenzängste überfielen mich. Dann las ich zufällig einen Artikel über Agenturen, die Männern für Auslandsreisen oder andere Geschäftstermine Begleiterinnen vermittelten. Schick ausgehen, eingeladen werden – und dafür endlich wieder Geld bekommen. Wieso nicht? Ich war Single. Ich mochte Männer – und ja, ich hatte gerne Spaß im Bett. Mir wurde schnell klar, dass die Erfüllung sexueller Bedürfnisse der „wahre“ Grund für viele Männer war, ein Callgirl wie mich zu engagieren. Anfangs störte es mich auch nicht.

Im Gegenteil. Ich verdiente so viel wie noch nie. Und hatte außerdem stets das Glück, angenehme Kunden zu haben. Von anderen Frauen kenne ich jedoch ganz andere schlimme Geschichten…

Ich will dieses Doppelleben nicht mehr führen. Freunde und Familie denken, ich sei ab und zu abends oder am Wochenende als Sekretärin eingebunden. Und niemand weiß, wie einsam ich wirklich bin! Dabei sehne ich mich so nach einem neuen Partner.

INFOS zum Thema

Am 1. Januar 2002 trat in Deutschland das „Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten“ in Kraft. Grundsätzlich ist die Prostitution seitdem als legale Erwerbstätigkeit anerkannt. Geldnot gilt als einer der Hauptgründe, warum sich Frauen für diesen Weg entscheiden. Das Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass in Deutschland jeden Tag über eine Million Männer für Sex zahlen.

Experten-Rat: Sie sollten auch Ihre Seele schützen

Tatjana scheint sich mittlerweile für das zu schämen, was sie ist und was sie tut. Aber das ist eine falsche Sichtweise. Dass Tatjana aus ihrer „Rolle“, die sie im Laufe der Zeit eingenommen hat, wieder ausbrechen möchte, ist nachvollziehbar. Und das sollte Tatjana tun! Vielleicht hat sie erst im Laufe der Zeit erkannt, dass ihr das Betätigungsfeld nicht gut tut. Denn nicht nur den Körper muss man schützen, sondern auch die Seele und das Herz. Eines unserer menschlichen Grundbedürfnisse ist, uneingeschränkte Liebe und Zuneigung zu erfahren. Dass Tatjana eine feste Partnerschaft nun nicht mit Ihrem bisherigen Leben vereinbaren will – oder kann, scheint fast eine logische und sehr gesunde Konsequenz. Und auch wenn sie tiefe Schuldgefühle plagen – sollte sie das Gespräch mit ihrer Familie oder einer guten Freundin suchen. Sich die Sorgen von der Seele zu sprechen, kann helfen.


Fotos: iStock, Thinkstock (6)