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THEMA DER WOCHE: FIT durch das neue Jahr


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 17.01.2019

„In Bewegung kommen“

Artikelbild für den Artikel "THEMA DER WOCHE: FIT durch das neue Jahr" aus der Ausgabe 4/2019 von SUPERillu. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 4/2019

Beate Helbig, Sportwissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse


Mehr Sport ist ein häufiger Vorsatz für das neue Jahr. Warum klappt es oft nicht?
Viele nehmen sich zu viel vor, der Silvestereffekt. Sie sagen toll, jetzt wird alles anders, ich werde dünner, fitter, mache ganz viel. Das ist zu allgemein, das schafft man dann nicht.

Was ist erfolgreich?
Die Motivation, der Spaß am Sport ist wichtig, um dabeizubleiben. Und man sollte sich vorher konkret fragen: Was will ich erreichen, welche Sportart macht mir Spaß oder hat mir früher Freude bereitet und wie viel Zeit kann ich ...

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Was ist erfolgreich?
Die Motivation, der Spaß am Sport ist wichtig, um dabeizubleiben. Und man sollte sich vorher konkret fragen: Was will ich erreichen, welche Sportart macht mir Spaß oder hat mir früher Freude bereitet und wie viel Zeit kann ich realistisch pro Woche einplanen?

Welche Sportarten empfehlen Sie?
Wer schon älter ist, sollte Rücksicht auf körperliche Beeinträchtigungen etwa bei Knie oder Rücken nehmen. Hohe Belastungen wie beim Fußball sind dann weniger ratsam, Gymnastik, Radfahren oder Schwimmen schon eher. Gut für die Gesundheit sind Sportarten, welche die Beweglichkeit, Ausdauer, Kraft und Koordination fördern. Die Krankenkassen bezuschussen entsprechende Gesundheitskurse.

Warum ist Sport so wichtig?
Wir waren ja früher alle mal Jäger und Sammler, ständig in Bewegung. Heute sitzen viele von uns den ganzen Tag, im Auto, im Büro und abends vor dem Fernseher. Das tut dem Körper nicht gut. Sitzen ist das neue Rauchen, sagen einige meiner Kollegen.

Wie viel Bewegung ist gut?
Die Weltgesundheitsorganisation rät zu gut zwei Stunden Bewegung pro Woche, bei der man auch aus der Puste kommt. Rat für den Alltag: Im Büro öfter mal Treppen steigen statt den Lift nehmen, im Stehen telefonieren oder eine Busstation früher aussteigen und nach Hause laufen.

Yoga-Kurse bieten aktive Entspannung für Körper, Geist und Seele. Teilnehmer erhalten bei zertifizierten Kursen Zuschüsse der Krankenkassen


Die Kurse für Yoga und Pilates sind gut besucht, Fitnessstudios verbuchen mehr Anfragen als sonst und auch viele Sportvereine melden wachsenden Zulauf. Anfang des Jahres steht Bewegung hoch im Kurs. „Bei uns boomt besonders der Gesundheitssport“, sagt Angela Baufeld vom Landessportbund Berlin. „Die Leute wollen sich fit halten, vor allem bei Frauen und Älteren ab 50 Jahren verzeichnen unsere Vereine wachsenden Zulauf.“

Von Aquagymnastik bis zum Rückentraining oder Nordic Walking und Qigong reicht das Angebot mit dem Siegel „Sport pro Gesundheit“. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Bundesärztekammer entwickelt. Die Kurse beugen Erkrankungen vor und fördern gezielt Beweglichkeit und Entspannung, Ausdauer und Kraft. Die Krankenkassen übernehmen oft einen Teil der Kursgebühren.

Darüber hinaus bieten die Vereine Sportarten für alle Altersgruppen und jeden Typ an. Wiedereinsteigern mit guten Vorsätzen empfiehlt Sportwissenschaftlerin Beate Helbig (siehe Interview) aber, realistisch zu bleiben. Regelmäßige Kurstermine müssen in den Alltag passen. Wichtig sei auch die Wahl einer Sportart, die wirklich Spaß macht. Das hilft, dabeizubleiben und nicht nach kurzer Zeit wieder das Handtuch zu werfen.

Trendsportarten, von Aerobic bis Zumba

Die Angebote der örtlichen Sportvereine sind im Internet oft über die Webseite des jeweiligen Landessportbunds auffindbar. In Berlin gibt es etwa unter eine recht gute Suchfunktion nach passenden Kursen für jedes Alter.

Im Trend liegen derzeit etwa Zumba-Kurse, eine Mischung aus Tanzen und Fitness. Lagym ist eine weitere Variante dieser Sportart. Auch Power-Aerobic wird gut gebucht und bundesweit sind Tischtennis oder Klettern in der Natur wieder zuneh- mend beliebt. Einige der großen Sportvereine haben außerdem eigene Fitnessstudios.

Im Vergleich zu kommerziellen Anbietern ist der Beitrag günstig. Je nach Verein und Region kosten die Mitgliedschaft und der Kursbeitrag oft nur etwa zehn bis 20 Euro monatlich. In der Regel gibt es Rabatte für Familien, Senioren und Jugendliche.

Spezielle Gesundheitskurse am eigenen Wohnort lassen sich auch über die Webseiten der jeweiligen Krankenkasse finden. Sie bezuschussen zwei Präventionskurse pro Jahr (siehe Tabelle) in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Sucht (Rauchen aufgeben) und Stressabbau. Den Zuschuss gibt es meist nachträglich, wenn mindestens 80 Prozent der Kurstermine besucht wurden.

Neu im Programm sind bei vielen Kassen auch sogenannte Online-Coachings. Mit ihnen werden individuelle Trainingspläne und Videoanleitungen zu Übungen erstellt. Inklusive Erinnerungen, ob die Ziele auch erreicht wurden. Vor allem jüngere Sportler, die unabhängig trainieren, schätzen das Coaching. Jeder siebte nutzt dabei auch Fitnessarmbänder (siehe Kasten links), um Trainingserfolge zu kontrollieren.

Bonus und Bares von den Kassen für Sport

Mehr Bewegung sorgt nicht nur für Gesundheit und Wohlbefinden. Sport wird von den Kassen – neben anderen Maßnahmen, wie der Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen – auch noch mit Bonuspunkten belohnt. So gibt es meist für die Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder Sportverein Punkte, ebenso für ein Leistungsabzeichen, die Teilnahme an Gesundheitskursen oder den Gesundheitscheck.

Die Bonuspunkte kann man sich jährlich ab einer bestimmten Summe ausbezahlen lassen. Bei Krankenkassen wie der DAK, Barmer oder Techniker gibt es dann Geld zurück. Alternativ können die Punkte auch für die Finanzierung einer sonst kostenpflichtigen Zahnreinigung oder Akupunktur genutzt werden. Fazit: Mehr Sport treiben – es lohnt sich.
matthias.ohnsmann@superillu.de

KINDERKURSE

Turnen mit 18 bis 36 Monate alten Kindern wird bezuschusst, wenn der Kurs von der zentralen Prüfstelle für Prävention zertifiziert ist

Bei Gesundheitskursen für Kinder und Jugendliche – etwa zu Bewegung oder Stressabbau – können die Kassen bis 100 Prozent der Kosten übernehmen

FITNESS-TRACKER: Armbänder und Apps im Test

Fitness-Armbänder zählen die Schritte und Laufstrecke, messen den Puls und errechnen den Energie- oder Stresslevel. Das soll dem Nutzer helfen, bewusster zu leben und fitter zu werden. Das Verbrauchermagazin Guter Rat (02/2019) hat sechs Modelle getestet.

Samsungs „Gear Fit2 Pro“ (ab 139 Euro) schnitt im Test am besten ab. Das Farbdisplay ist gut lesbar, lässt sich individuell anpassen und taugt auch zum Schwimmen. Die Fitnessdaten werden per Smartphone-App gesammelt und ausgewertet.

Gut getestet wurden auch Garmins „Vivosmart 4“ (ab 119 Euro) und Fitbits „Charge 3“ (rund 150 Euro).

Ein Nachteil vieler Armbänder ist es, dass die persönlichen Gesundheitsdaten von den Herstellern gesammelt werden. Hinweise zur Verwendung finden sich nur im Kleingedruckten.