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THERAPIE UND HEILEN: Gesund trotz Borreliose


natürlich gesund und munter - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 21.02.2019

Zum Schutz vor der von Zecken übertragenen tückischen Infektion, aber auch bei akuten wie bei Spätsymptomen bietet die komplementäre Medizin eine Vielzahl von Behandlungsoptionen.


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Bildquelle: natürlich gesund und munter, Ausgabe 2/2019

Wie schön wäre es, sich einfach nur auf den Frühling freuen zu können! Darauf, endlich wieder Sonne auf der Haut zu spüren und zu genießen, dass die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Doch leider werden jetzt auch äußerst unbeliebte Tiere wach: die Zecken. Wenn die Menschen in leichtere Kleidung schlüpfen, sind die kleinen Biester längst aktiv; sie werden bereits bei Temperaturen von etwa 7 °C munter.
Viele Menschen grausen ...

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Wie schön wäre es, sich einfach nur auf den Frühling freuen zu können! Darauf, endlich wieder Sonne auf der Haut zu spüren und zu genießen, dass die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Doch leider werden jetzt auch äußerst unbeliebte Tiere wach: die Zecken. Wenn die Menschen in leichtere Kleidung schlüpfen, sind die kleinen Biester längst aktiv; sie werden bereits bei Temperaturen von etwa 7 °C munter.
Viele Menschen grausen sich so sehr vor den kleinen Spinnentierchen, dass sie sich kaum noch unbeschwert in der Natur aufhalten können, Katzen und Hunde nicht mehr streicheln und ihre Kinder mit bedenklichen Chemikalien einsprühen, wenn diese im Garten herumtollen wollen.
Zugegeben, die Vorstellung, dass da etwas auf dem Körper herumkrabbelt, sich in die Haut bohren und womöglich auch noch Krankheiten übertragen könnte, ist auch den größten Naturliebhabern nicht angenehm. Aber sie haben Wege gefunden, mit den Spinnentieren auszukommen und sich die Freude an Waldspaziergängen, Picknicks im Park und dem Gefühl von Gras und Erde an den nackten Füßen nicht vergällen zu lassen. Ihre Ideen und Erfahrungen können auch Ihnen helfen, gelassen durch die Zeckenzeit zu kommen.

So beugen Sie Zeckenstichen vor

Kokosöl kann helfen , Zeckenstiche zu verhindern. Reiben Sie nackte Hautpartien vor jedem Streifzug durch die Natur sorgfältig damit ein. Das hält die Spinnentierchen weitgehend fern. Hundertprozentige Sicherheit bietetes aber dennoch nicht.


Oft gehört: Die Haut mit heller Kleidung bedecken, auf der Sie Zecken gut erkennen können. Der Tipp funktioniert zwar, aber die Tiere kommen nun einmal auch im eigenen Garten und in den Liegewiesen von Seen und Bädern vor und können am Fell von Haustieren sogar in die Wohnung getragen werden. Die mit Abstand wichtigste Maßnahme ist daher, den ganzen Körper abzusuchen – nicht nur nach Aktivitäten in der Natur, sondern auch routinemäßig mindestens einmal am Tag. Gehen Sie gründlich vor, checken Sie sämtliche Hautfalten sowie den Haaransatz. Dann haben Sie eine gute Chance, die Zecken zu erwischen, bevor sie gestochen haben. Zudem gibt es verschiedene Maßnahmen, um den Körper für Zecken weniger attraktiv zu machen. Sie bieten jedoch keinen absoluten Schutz. Verzichten Sie deshalb trotzdem nicht darauf, sich abzusuchen.
› Homöopathie: Das klassische Mittel gegen Zeckenstiche istLedum C 30. Sie können ein- bis zweimal pro Saison (nicht öfter!) zwei Globuli in einer kleinen Glasflasche auflösen und daraus über drei Tage täglich einen Teelöffel einnehmen.
› Öl zum Einnehmen: Die positiven Effekte von Schwarzkümmelöl(Nigella sativa) wurden zwar durch eine Jugend-forscht-Arbeit bei Hunden entdeckt, doch auch Menschen profitieren davon. Zur genauen Dosierung gibt es noch keine Studien, Hersteller empfehlen aber, drei Teelöffel pro Tag einzunehmen. Das Öl ist auch in Kapseln erhältlich. Achtung: für Katzen ist Schwarzkümmelöl giftig!
› Öl zum Einreiben: Einen guten Schutzeffekt für etwa vier Stunden bietet das Einreiben mit nativem Kokosöl, weil es besonders reich an Laurinsäure ist. Im Gegensatz zu chemischen Mitteln pflegt es die Haut sogar.
› Ernährung umstellen: „Es gibt Hinweise, dass Vegetarier seltener von Zecken gestochen werden“, sagt der Arzt Dr. Martin von Rosen, der in eigener Praxis und in der naturheilkundlich orientierten Schlossparkklinik in Gersfeld viele Borreliose-Patienten behandelt. Er vermutet, dass Veränderungen des Schweißes dafür verantwortlich sind.

Erstmaßnahmen nach einem Stich

Sollten Sie beim Zeckencheck ein Tier entdecken, das sich bereits in die Haut gebohrt hat, müssen Sie dieses möglichst umgehend entfernen (wie das besondersleicht geht, lesen Sie im Kasten Seite 61). Falls das Tier Krankheitserreger in sich tragen sollte, verringern Sie damit das Risiko, dass diese in die Wunde gelangen.

Doch auch, wenn die Zecke längere Zeit saugen konnte, dürfen Sie gelassen bleiben: Offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts zufolge tragen nur wenige Zecken Krankheitserreger in sich. Borrelien, die Borreliose auslösenden Bakterien, kommen in ganz Deutschland vor und sind in fünf bis 30 Prozent der Zecken nachweisbar. Bei den Viren, welche in Zecken siedeln und die (zum Glück oft mild verlaufende) Hirnhautentzündung FSME auslösen können, liegt die Rate selbst in den Risikogebieten bei weniger als fünf Prozent. (Aktuelle Informationen zu den von FSME betroffenen Regionen finden Sie auf der Internetseitewww.rki.de .)
Die ersten Symptome einer Borrelioseinfektion treten frühestens zwei Wochen nach dem Stich auf – eine vorher an der betroffenen Stelle auftretende Rötung ist lediglich eine Hautreizung. Naturheilkundlich orientierte Mediziner haben mehrere Strategien entwickelt, wie Sie Ihren Körper dabei unterstützen können, eine eventuelle Ansteckung zu bekämpfen.
› Homöopathie: Auch nach einem Stich ist Ledum C 30 in der oben genannten Dosierung das richtige Mittel. Häufig wird ergänzend Aurum arsenicosum C 200 empfohlen, weil das Mittel ein breites Spektrum möglicher Symptome abdeckt. Nehmen Sie einen Teelöffel von einem aufgelösten Kügelchen jeweils am sechsten und zwölften Tag nach dem Stich ein.
› Heilpflanzen: Die Wilde Karde ist eine der wichtigsten Pflanzen zur Behandlung von Borreliose. Von der Tinktur aus der Wurzel (zum Beispiel Dipsacus Urtinktur von Ceres) werden vier Wochen lang dreimal täglich fünf bis zehn Tropfen eingenommen. Laborversuche deuten darauf hin, dass die Pflanze unter anderem das Wachstum von Borrelien hemmt.
› Immunsystem anregen: Dr. von Rosen „quaddelt“ frische Zeckenstiche: „Ich setze rund um die betroffene Stelle mehrere Injektionen in die Haut, dadurch wird dort die körpereigene Abwehr aktiviert.“ Dazu tragen auch die dabei eingesetzten Mittel bei: Notakehl und Quentakehl (von Sanum-Kelhbeck), homöopathisch aufbereitete Penicillin-Varianten.

Akute Borreliose behandeln

In den nächsten Wochen sollten Sie genau darauf achten, wie es Ihnen geht, denn die Symptome einer akuten Borreliose sind oft unspezifisch. Oft kommt es nur zu Abgeschlagenheit, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen. Längst nicht jeder entwickelt Fieber oder entdeckt das typischste und als beweisend geltende Zeichen, die sogenannte Wanderröte, eine Hautveränderung rund um die Stichstelle, die sich als Fleck oder Ring über Tage vergrößern kann.
Falls Symptome auftreten, die auf eine Infektion mit Borrelien hindeuten, empfiehlt Dr. von Rosen, unverzüglich zu handeln. Bluttests abzuwarten ist seiner Ansicht nach nicht sinnvoll, weil diese selten eindeutig sind. Dr. von Rosen rät in dieser Situation dazu, Antibiotika einzunehmen – wie die meisten naturheilkundlich orientierten Mediziner. „Allerdings möchten das manche Patienten nicht“, sagt er. In diesem Fall empfiehlt er alternative Behandlungsmethoden, die auch zusätzlich zur Antibiose eingesetzt werden können.

Nicht nur ausgewachsene Zecken , auch Nymphen – die winzig kleinen Jungtiere – können Borreliose übertragen. Mensch und Tier sollten nach einem Aufenthalt in der Natur auch danach abgesucht werden. Das Einnehmen von Kümmelöl kann Hunde vorbeugend schützen.


Der Wilden Karde schrieb schon Hildegard von Bingen eine entgiftende Wirkung zu. Für die Behandlung von Borreliose wird ein Extrakt aus der Wurzel der Pflanze verwendet. Allerdings wirkt sie nur gegen die Erreger im Körpergewebe des Infizierten. Borrelien innerhalb der roten Blutkörperchen beseitigt indesArtemisis annua (Foto rechts) recht gut.


› Antibiotika: In der Regel werden Tetrazykline eingesetzt und das über zwei oder besser drei bis vier Wochen. Damit gelingt es in vielen Fällen, die Erkrankung zu überwinden.
› Homöopathie Außer dem bereits erwähnten MittelAurum arsenicosum C 200 können Borrelia-Nosoden in verschiedenen Potenzen eingesetzt werden, also die homöopathisch aufbereiteten Erreger der Krankheit. Beides eignet sich jedoch nicht zur Selbstbehandlung, sondern bleibt erfahrenen Therapeuten vorbehalten.
› Ozon-Sauerstoff-Therapie: Alternativ oder zusätzlich zu Antibiotika hat Dr. von Rosen gute Erfahrungen mit einer Behandlung gemacht, bei der entnommenes Blut des Patienten mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch angereichert und wieder in den Körper gespritzt wird. Das Gasgemisch kann auch rektal gegeben werden und wird dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen. Die Behandlung wirkt direkt gegen verschiedenste Erreger und zudem stimulierend auf das Immunsystem.
› Laserblutbestrahlung: Dabei wird entnommenes Blut mit Farblasern bestrahlt und wieder in den Körper gespritzt. Dies wirkt immunanregend, tötet Bakterien und verbessert die Sauerstoffversorgung der Zellen.
› Heilpflanzen: Außer der Wilden Karde kommen weitere Heilpflanzen und ihre Wirkstoffe als Mittel gegen die Borrelien infrage, zum Beispiel Kurkuma, Chinesischer Beifuß(Artemisis annua) oder Mistel.
› Selbstheilungskräfte stärken: Schon im akuten Stadium wirken alle Maßnahmen unterstützend, die entscheidend für die Behandlung der Spätformen von Borreliose sind und im Folgenden beschrieben werden.

Spätformen der Erkrankung überwinden

Die Borreliose wird auch „das Chamäleon unter den Erkrankungen“ genannt, weil sie sich auf so viele verschiedene Weisen zeigt. Zusätzlich zu den genannten Akutsymptomen können schon früh weitere Beschwerden auftreten, vor allem Gelenkschmerzen und -schwellungen, neurologische Symptome wie Brennen, Kribbeln, Schmerzen, Taubheitsgefühle und andere Wahrnehmungsstörungen sowie Lähmungen der Gesichtsnerven. Auch verschiedene Herzprobleme sind häufiger beschrieben worden. Da die Borrelien einem mehrwöchigen Vermehrungszyklus folgen, berichten Betroffene mitunter, dass sich ihr Zustand in einem bestimmten Rhythmus schubartig verschlechtert, zum Beispiel alle vier Wochen.
Besonders tückisch: All diese Borreliose-Symptome können auch Monate oder gar Jahre nach dem Zeckenstich erstmalig auftreten, sogar nach einer zunächst erfolgreich erscheinenden Antibiotikatherapie. Das liegt daran, dass Borrelien äußerst wandlungsfähig sind. Sie können ihre Zellwand verändern oder ganz aufgeben, sich verkapseln oder auf andere Weisen tarnen und zu „Biofilmen“ zusammenschließen. All das macht sie sowohl für Wirkstoffe als auch für das Immunsystem schwer angreifbar.

Klein, aber gemein: Bevor Zecken stechen und sich vollsaugen, sind sie winzig.


Wie gut es den Erregern gelingt, unterzutauchen und immer wieder aufs Neue Beschwerden zu verursachen, hängt nach Ansicht von Dr. von Rosen vor allem davon ab, in welchem Zustand das Bindegewebe und das Lymphsystem sind, die sogenannte extrazelluläre Matrix. Das dort herrschende „Milieu“ stellt die Summe aller stärkenden und schwächenden Einflüsse auf den Körper dar.
Diese Sichtweise kann erklären, warum Langzeitbehandlungen mit Antibiotika allein meist erfolglos bleiben. Das wird heute auch in der Schulmedizin so gesehen, nur hat diese praktisch keine Alternativen anzubieten. Komplementärmedizinisch wird dagegen auf eine Kombination verschiedenster Maßnahmen gesetzt, welche die extrazelluläre Matrix verbessern und zugleich das Immunsystem stärken. Wichtiger Vorteil: Diese Maßnahmen wirken den Beschwerden auch dann entgegen, wenn nicht eindeutig zu bestimmen ist, ob sie wirklich durch eine Borrelien-Infektion ausgelöst werden.
› Nährstoffzufuhr optimieren: Vielen Menschen fehlen vor allem Omega-3-Fettsäuren, Selen und Vitamin D, die entscheidend für ein gut funktionierendes Immunsystem sind und Entzündungen regulieren.
› Darmsanierung: „In der Klinik untersuchen wir die Patienten auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten und stellen gegebenenfalls die Kost um – das entlastet den Darm und damit das Immunsystem“, sagt Dr. von Rosen. Gerade nach langwierigen Antibiotikatherapien muss zudem meist die Darmflora wieder aufgebaut werden.
› Entsäuern: Die Ernährung sollte so gestaltet werden, dass im Stoffwechsel mehr Basen und weniger Säuren entstehen – das bedeutet vor allem, deutlich mehr Gemüse zu essen. Säureausleitend wirken zudem basische Bäder und mehr Bewegung.
› Lymphsystem anregen: Das geht zum Beispiel über Massagen, kreisendes Bürsten der Haut oder das laut von Rosen besonders wirksame Dauerbrausen. Dabei wird der Patient liegend von warmem Wasser berieselt. Zusätzlich helfen Heilpflanzentees mit Birkenblättern, Schachtelhalm, Brennnessel- und Honigkleekraut.
› Entgiftung: Auf verschiedene Weise (unter anderem Heilpflanzen, Wickel, Fußreflexzonenmassage) sollten Leber und Nieren bei der Ausleitung von Giftstoffen unterstützt werden.
› Belastungen beseitigen: Damit der Körper nicht fortwährend geschwächt wird, können nach Ansicht von Dr. von Rosen weitere Maßnahmen notwendig sein, zum Beispiel Schwermetalle gezielt auszuleiten oder übermäßige elektromagnetische Strahlung im Haus zu verringern.
› Fiebertherapie: Überwärmung (zum Beispiel durch Infrarotlicht) regt das Immunsystem stark an und hilft dem Körper dabei, die Erreger unschädlich zu machen.
› Fasten: Die dadurch ausgelösten Stoffwechselveränderungen können ein guter Einstieg in grundsätzliche Veränderungen des Lebensstils sein. Betroffenen mit regelmäßiger Verschlechterung ihrer Beschwerden kann es helfen, vor dem erwarteten nächsten Schub einige Tage zu fasten und dies mit der Einnahme von Kardentinktur und Wärme (Sauna, heiße Bäder) zu kombinieren.
Auch wenn Sie viele dieser Maßnahmen selbst anwenden können, empfiehlt es sich, die individuell zu Ihren Bedürfnissen passende Kombination gemeinsam mit einem erfahrenen Therapeuten auszuwählen. Auf diese Weise können Sie den Körper so stärken, dass er die Folgen einer Infektion nachhaltig überwinden kann.

Erfahren Sie mehr

Lyme-Borreliose natürlich heilen
Beschreibt vor allem die Behandlung mit Heilpflanzen und -pilzen.

Stephen Harrod Buhner
Herba Press, 68 Euro (D)

Naturheilverfahren bei Borreliose
Umfassende Betrachtung verschiedenster Strategien gegen die Infektion.

Werner Kühni, Walter von Holst
AT Verlag, 19,95 Euro (D), 20,60 Euro (A)

Borreliose – Die verschwiegene Volkskrankheit
Die Autorin ist Heilpraktikerin und war selbst betroffen. Sie geht stark auf weitgehend unbekannte Naturheilverfahren ein.

Susanne Gärtner
Dielus Verlag, 19,99 Euro (D), 20,99 Euro (A)

Symptome, die auf Borreliose hinweisen

› Abgeschlagenheit
› Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen
› Wanderröte
› Fieber, Schüttelfrost
› zudem vor allem in späteren Stadien: neurologische Symptome, Gelenkschwellungen, Herzprobleme

Zecken richtig entfernen

Der Körper einer in der Haut steckenden Zecke darf nicht gequetscht werden – anderenfalls könnten Erreger übertragen werden. Sie benötigen also ein Werkzeug, mit dem Sie die Zecke dicht über der Haut greifen und herausziehen können, zum Beispiel eine abgeknickte Pinzette. Scheckkartenartige Geräte mit Schlitzen an den Ecken haben den Vorteil, dass man sie immer dabei haben kann, doch oft kommt man damit nicht gut an die Zecke heran. Deutlich besser (auch an stark behaarten Stellen) funktionieren spezielle Hebel, Drehzangen und Schlingen in verschiedenen Größen, die in vielen Apotheken erhältlich sind. Nach der Entfernung die Stelle desinfizieren.


Fotos: detailblick-foto/AdobeStock.com; belchonock/iStock.com

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Foto: Erik Karits/iStock.com