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THIRTY-TWO WILL DO


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Chrom & Flammen - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 27.08.2022

90 Jahre 1932er Ford

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Bildquelle: Chrom & Flammen, Ausgabe 9/2022

Der 1932er Ford als Ikone des Hot Roddings wird 90 – das feierte nicht die Marke mit dem Blue Oval, sondern sondern das Petersen Auto Museum in Los Angeles. Grund zum Jubeln hatte Petersen Publishing allemal, denn außer in die Kassen Dearborns spülte das Ford-Fieber auch in die Schatulle des “Hot Rod Magazine”-Verlegers ordentlich Schotter .

Robert E. Petersen (1926-2007) veröffentlichte 1948 erstmals das “Hot Rod Magazine” und half damit, eine gesetzeswidrige Subkultur von Hot-Rod-Fahrern und -Enthusiasten im amerikanischen Mainstream zu legitimieren. Der Erfolg des Blattes und das ständig wachsende Interesse an Automobilen veranlassten Petersen, das breiter angelegte Magazin “Motor Trend” sowie Dutzende anderer Titel aufzulegen. Dadurch wurde Petersen zu einem der einflussreichsten Special-Interest-Verleger Amerikas. Obwohl seine Interessen auch Jagd, Luftfahrt und Immobilien ...

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... umfassten, erfüllten er und seine Frau Margie (1935–2011) sich 1994 ihren Lebenstraum, indem sie in Los Angeles das Petersen Automotive Museum eröffneten.

Was am 1932er Ford so besonders war? Vor 90 Jahren war er das weltweit erste Auto im preisgünstigen Segment, das auf Wunsch mit V8 zu bekommen war – und diese Extraportion Power wussten nicht nur “Bonnie & Clyde” zu schätzen. Alles begann am 31. März 1932, als Old Henry das brandneue Model 18 herausbrachte, das erste preisgünstige V8-Großserienauto. Mit dem 221-ci-Flathead-V8 leistete er zunächst 65 PS. Das Präfix “18” bezeichnete von 1932 bis 1942 die Verwendung des 221-ci-Motors. Und es gab viele verschiedene Looks für den 1932er, der unter anderem als Coupe mit drei oder fünf Fenstern, als Roadster und als Limousine verfügbar war.

Fast 275.000 Fords dieses Modelljahrs wurden verkauft. Als sie in die Jahre kamen und in Form von Gebrauchtwagen billig zu haben waren, entdeckten Veteranen, die aus dem Zweiten Weltkrieg zurückkehrten, diese bald als fantastische Ausgangsbasis fürs Hot Rodding. Dank der schnell zunehmenden Verfügbarkeit von Tuning-Teilen, die in erster Linie von kalifornischen Herstellern stammten, erfreute sich der '32er Ford großer Beliebtheit. Sowohl im Rennsport – insbesondere auf den Salzseen – als auch beim Cruisen im San Fernando Valley. Das war längst kein Geheimnis mehr, als die Beach Boys 1963 auf der B-Seite ihrer Single “Surfer Girl” über das “Little Deuce Coupe” sangen, was zu ihrer erfolgreichster B-Seite aller Zeiten wurde.

Die Fords des Jahrgangs 1932 – einfach wegen der Zahl “2” im Modelljahr als “Deuce” bekannt – brillierten als optimale Plattform für Leistungssteigerungen. Branchenexperten sind seit langem der Meinung, dass der '32er den wichtigsten Wendepunkt in Sachen Hi-Performance darstellte und die Entstehung eines Tuning-Zubehörmarktes einläutete. Überhaupt waren die Wagen ein guter Deal, lieferten sie doch ein für das Auge ziemlich angenehmes Blechkleid und als besonderen Bonus den V8 unter der Motorhaube. Es steht außer Frage, dass die Karosserien und das Kühlergrilldesign von 1932 sich als absolut zeitlos erwiesen haben! Denn trotz Pony- und Muscle Cars, trotz zahlreicher New-Age-Kraftbolzen ist der Ford-Jubilar bei den Roddern ungebrochen populär und lässt sich bei Bedarf bereits seit etlichen Jahren komplett aus Neuteilen aufbauen.

“The Deuce Turns 90” war das Thema der Ausstellung, die in der Ross and Beth Myers Gallery des Petersen Auto Museum inszeniert wurde. “Die 1932er Fords sind Marksteine, die für die Ursprünge des Hot Roddings stehen und eine ausgiebige Feier wert sind”, erklärte Terry L. Karges, der Geschäftsführer des Museums. Dann schauen wir uns mal ein paar roddige Rentner an!

Text: James Maxwell, Arild Eichbaum