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Tickende Zeitbomben: Hybrid-Pappeln


TASPO BAUMZEITUNG - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 24.08.2018

Hybrid-Pappeln bereiten in den letzten Jahren zunehmend Probleme und geraten in die öffentliche Diskussion. Warum die Zeiten der Hybrid-Pappeln im öffentlichen Grün vorbei sind und welche Alternativen es gibt.


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Populus x canadensis ‘Robusta‘ wächst zunächst schlank, später aber auch breitkronig.


Fotos: Kiermeier

Geht oder fährt man mit offenen Augen quer durch die mitteleuropäischen Landschaften, Städte und Gemeinden, wird man in allen Bereichen auf ein Übermaß von gepflanzten Hybrid-Pappeln –Populus xcanadensis (=P. xeuamericana ) – treffen. Sie sind von Konstanz bis Kiel allgegenwärtig. Das ...

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Geht oder fährt man mit offenen Augen quer durch die mitteleuropäischen Landschaften, Städte und Gemeinden, wird man in allen Bereichen auf ein Übermaß von gepflanzten Hybrid-Pappeln –Populus xcanadensis (=P. xeuamericana ) – treffen. Sie sind von Konstanz bis Kiel allgegenwärtig. Das bereitet in den letzten Jahren zunehmend Probleme, vornehmlich an Straßen und Plätzen, so zuletzt Anfang 2018 in Landshut/Niederbayern oder Ende Mai 2018 in Augsburg. Wie in anderen Kommunen auch zeigten sich an diesen Pappeln mit den Jahren vermehrt Astbrüche, Höhlungen, Pilz- und Insektenbefall. Die Stadtverwaltungen und Straßenverkehrsämter sind gezwungen, die Bäume aus Gründen der Verkehrssicherheit fällen zu lassen.

In der Regel zieht das Unterschriftensammlungen, Bürgerinitiativen oder gar spektakuläre Aktionen nach sich, wie Sitzblockaden, Besetzen der Baumkronen oder Anketten an die Stämme. Entweder werden die Bäume von Bürgern ohne Fachkenntnisse, sondern allein nach Augendaschein als kerngesund bezeichnet (obwohl bereits abgebrochene dicke Äste quer im Kronengerüst hängen) oder es werden Argumente des Naturschutzes angeführt (Spechthöhlen, Bienenbesatz, unverzichtbare Prägung des Stadt- und Landschaftsbildes).

Im Landshuter Fall wurde in Leserbriefen auf ein Gerichtsurteil vom BGH aus dem Jahr 2014 verwiesen, danach gehöre ein natürlicher Astbruch auch bei anfälligen Baumarten wie Pappeln zu den naturgebundenen Lebensrisiken. Laut diesem Urteil entfalle womöglich bei einem unvorhersehbaren Astbruch bei gesunden Pappeln die Haftungsfrage. Solche Beiträge werden bei den Interessierten als Beweis dafür gesehen, solche Bäume stehen zu lassen und es werden Alternativen zur Fällung gefordert, wie etwa die Baumkronen zu kappen, zurückzunehmen oder zu entlasten. Aber meist ist ein Fällen dennoch erforderlich, denn es lässt sich in der Regel ein Befall mit Pappelbock feststellen, dessen Fraßgänge ein dichtes Labyrinth im Innern des Stammes bilden, ferner kommt Pilzbefall hinzu, wobei die ständig abnehmende Restwandstärke keine Stabilität mehr verspricht.

Argumente und Scheinargumente

Zu einigen dieser Aussagen ist anzumerken, dass Pappeln im Gegensatz zu den Weiden keine Honigdrüsen besitzen, sondern Windbestäuber sind und folglich für bestäubende Insekten uninteressant sind. Und ob nichtheimische Baumtypen wie die Kanadischen Pappeln so günstig für das Landschaftsbild und die Natur sind, sei da hingestellt. Abgesehen davon bastardieren die Formen vonPopulus xcanadensis sehr leicht mit der heimischenPopulus nigra , sodass die originale Schwarz-Pappel in den mitteleuropäischen Auen zunehmend bedroht und vielerorts kaum noch echt anzutreffen ist (16).

Problem der Kappung

Eine Kappung stellt eine Amputation dar, die Bäume werden massiv beschädigt (11). Und sie verlagert das Problem speziell bei Pappeln nur für zehn Jahre – bei erhöhtem Sicherheitsrisisko. Entsprechend ihrer Natur treiben so behandelte Bäume keineswegs wie erhofft gleichmäßig entlang des Stammes aus, sondern ausschließlich besenartig im obersten Bereich. Das bedingt die so genannte Spitzentriebförderung. Es wird eine Ersatz- oder Sekundärkrone gebildet. Die riesigen Schnittflächen bieten ideale Einfallspforten für holzzerstörende Bakterien, Schadpilze und Parasiten, die an den vorhandenen Bäumen regelmäßig vorhanden sind. Außerdem verwittert und verfault das weiche Pappelholz von oben her wesentlich schneller.

Hybrid-Pappeln sind Hochleistungspappeln, die ursprünglich der Holzproduktion dienten. Das heißt, sie wachsen außergewöhnlich schnell. In den ersten zehn Jahren kann so eine Hybrid-Pappel erfahrungsgemäß 15 Meter hoch werden (4, 9, 12). Das betrifft gleichermaßen das Wachstum der neuen Ersatzkrone, denn das Wurzelsystem ist ja nicht reduziert, sondern weiterhin voll aktiv. Die neuen, allmählich wieder schenkeldick werdenden Äste weisen eine deutlich geminderte Stabilität auf, sie können ohne Vorwarnung abstürzen oder drehen sich leicht heraus und ein weiterer Bruch durch Starkregen, Wind und Schneelast ist vorprogrammiert.

Die Entstehung des Problems

Zum derzeitigen Problem wurde der Grundstein Ende der 40er, Anfang der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts gelegt. Es ging nach dem Krieg darum, Schutthalden, Brach- oder Abraumflächen schnell zu begrünen. Ebenso war rasche Holzproduktion, Straßenbegrünung und Eingrünen der zerstörten Innenstädte gefragt (4). Um dem Bedarf abzuhelfen, wurde 1947 der Deutsche Pappelverein gegründet, der sich zur Aufgabe machte, jährlich bis zu 15 Millionen Bäume vornehmlich zu forstlichen Zwecken zu pflanzen (8). In dieser Zeit wurde ab den 50er Jahren verstärkt mit den Pappel-Hybriden auch in den Städten gearbeitet. Nunmehr sind die Industrie- Pappeln an ihr Lebensende gekommen und bereiten fortan die Schwierigkeiten, die man seinerzeit im Interesse einer schnellen Begrünung vernachlässigt hatte.

Als ein Grund für die Erhaltung dieser Pappeln muss gelegentlich die Feststellung herhalten, dassPopulus nigra (Schwarz-Pappel) – der andere Elternteil der Kanadischen Pappeln – 300 Jahre alt werden könne. Das jedoch ist relativ, die Schwarz-Pappel wird bestenfalls 200 Jahre alt, nur auf optimalen Standorten erreicht sie in Ausnahmefällen ein Alter von bis zu 300 Jahren. Das jedoch lässt sich nicht auf die Kanadischen Pappeln übertragen, eher ist das Gegenteil der Fall.

Quelle der Komplikationen

Der Vorteil derPopulus xcanadensis ist gleichzeitig ihr Nachteil. Die Formen dieser Kreuzung gelten wie erwähnt als extrem schnellwüchsig. Das rasante Wachstum zeigt wie bei anderen ebenfalls dafür bekannten Arten wieAcer saccharinum ,Aesculus hippocastanum ,Gymnocladus dioicus undSalix -Arten, um nur einige zu nennen, die gleiche Erscheinung: rasches Erreichen der Endgröße, Entwicklung eines weichen, kurzfaserigen Holzes, nach etwa 30 Jahren eine nachlassende Elastizität und eine bald einsetzende Degeneration des Baumgerüstes.

DER AUTOR

Prof. Dr. Peter Kiermeier stand bis zu seiner Pensionierung Ende 2006 als wissenschaftlicher Leiter den Weihenstephaner Gärten vor. Als Dozent an der Fachhoch schule Weihenstephan lehrt er Pflan zen ver - wendung und Bepflanzungsplanung.

Populus ‘Serotina‘, 56 Jahre alt.


Deutlicher Pilzbefall bei Populus ‘Serotina‘


Populus deltoides mit ungünstigen Eigenschaften

An dieser Stelle muss auf einen Elternteil der Industrie-Pappeln hingewiesen werden, aufPopulus deltoides (Cottonwood, Baumwollbaum), der eine Vielzahl ungünstiger Eigenschaften in die Hybrid-Gruppe der Kanadischen Pappeln dominant vererbt hat. Diese Ausgangsart ist vom südlichen Kanada bis in die Südstaaten der USA verbreitet. Sie findet sich in Niederungen, am Rand von Flüssen oder Seen; sie gilt laut C. A. Schenk (15) als typischer Baum der Überschwemmungsgebiete, auf deren Schwemmland sie häufig in reinen Beständen und Gruppen aufkommt. Sie erreicht Höhen von 25 bis 30 Meter, westlich des Mississippis sogar bis über 50 Meter bei einer Kronenbreite von ebenfalls bis zu 30 Meter (2, 3, 5, 6, 10, 14, 15).

Zunächst wächst sie in der Jugend locker säulenförmig, entwickelt dann aber mit ihrem kurzen Stamm eine raumgreifende, vasenförmig geöffnete Krone, zunehmend unregelmäßig und zerklüftet mit vielen weit hinausragenden Starkästen. Das Verhältnis der Stammlänge zum Astgerüst beträgt im Freistand 1:3 bis 1:4. Die Hebelwirkung der breit gefächerten, gigantischen Äste wirkt sich im Abgangsstadium verheerend aus. Der jährliche Zuwachs gilt als rekordverdächtig: Nach übereinstimmenden Angaben in der amerikanischen Literatur ist ein jährliches Längenwachstum von 1,20 bis 1,50 Meter und mehr zu beobachten, Auf optimalen Plätzen wächstPopulus deltoides innerhalb von 15 Jahren etwa 30 Meter hoch, mancherorts bis zu 40 Meter (2, 3, 5, 6).

Sämtliche amerikanischen Autoren weisen auf die für Bäume äußerst kurze Lebenserwartung dieser Pappel hin. Beispielsweise wurden von Wissenschaftlern der Universität in Urbana/Illinois 1982 mehrere städtische Straßenzüge mit ihrem Altbaumbestand untersucht. Unterlagen von 1932 wiesen eine Mischung von 55 verschiedenen Arten auf, Spitzenreiter im frühzeitigen Absterben waren die Ulmen, an zweiter Stelle folgten die Cottonwood-Bäume. Dass die Ulmen nach 50 Jahren nicht mehr existent waren, verwundert wohl nicht, aber auch die etwa 100 Exemplare vonPopulus deltoides waren verschwunden, wie festgestellt aufgrund ihrer zerstörten Kronen (7).

Das Holz erweist sich als leicht, weich, brüchig und spröde sowie anfällig gegenüber holzzerstörenden Insekten und Pilzen. Die Individuen werden etwa 60 bis 70 Jahre alt, wobei der Verfall der Krone bereits nach 40 Jahren einsetzt; Windbruch ist die Regel. Bäume über 70 Jahre sind eher selten. Das aggressive Wurzelsystem strebt flach und weitstreichend aus, tiefer gehende Wurzeln zeigen sich weniger. Zudem treibt der Baumwollbaum eine Vielzahl von Ausläufern, sodass die oben genannten Gruppen auf den Kiesbänken genau besehen oft ein einziges vielstämmiges Individuum darstellen (1, 3, 5, 6, 15).

Zur Verwendung in den Staaten lässt sich eine umfangreiche Liste negativer Erfahrungen anführen. Tatsache ist, dass Anpflanzungen in mehreren amerikanischen Städten seit Langem verboten wurden. Zum einen wachsen die Wurzeln – wie bei anderen Pappeln auch – in Entwässerungssysteme, zum anderen werden Pflasterbeläge angehoben und Asphaltflächen zerstört. Das ganze Jahr rieseln Blätter, Kätzchen, Früchte, Zweige und Äste ab, oft infolge von Insektenattacken und Pilzbefall, speziell dem Pappelkrebs. Die Bruchgefährdung wird ausnahmlos beklagt (1, 2, 3, 5, 14).

Entstehung der Hybrid-Pappeln

Populus xcanadensis -Typen (=P. xeuamericana ) traten erstmals um 1700 in Frankreich als spontane Kreuzung auf, heute als Sorte ‘Serotina’ bekannt. In der Folge entstanden gezielt weitere Kreuzungen in England, Italien, Belgien und in den Niederlanden. Früher wurde eine leicht abweichend aussehende Form der Baumwoll- Pappel ebenfalls als Kreuzungspartner angegeben:Populus angulata , die inzwischen nicht mehr als eigenständige Art angesehen wird, da die Unterscheidungsmerkmale minimal sind (8, 9, 12)

Verwendung früher und heute

Abgesehen vom forstlichen Anbau zur Holzgewinnung, was hier nicht zur Erörterung ansteht, scheinen diese Pappeln im öffentlichen Grün allgegenwärtig zu sein. In früheren Jahren wurden die Kanadischen Pappeln generell für den Windschutz empfohlen – wobei dies nur in den ersten 20 bis 30 Jahren akzeptabel wäre – dabei fehlten nie die Hinweise für Alleen an Straßen und Wegen, für Kippen- und Trümmerbegrünung, sogar als Unterholz (!) in Weinbaugebieten, in Stadtparkanlagen, auf Dämmen und Deichen (2, 4, 12, 14). Ähnliche Aussagen entdeckt man in den älteren Baumschulkatalogen, zum Beispiel von Hesse oder Timm, aber auch nach wie vor in den neuesten Katalogen, obwohl man dort schon wesentlich vorsichtiger mit solchen Anpreisungen geworden ist.

Betrachtet man das unter heutigen Gesichtspunkten, lassen sich diese Empfehlungen nicht mehr nachvollziehen, allenfalls noch für Parkanlagen, wo man bei beginnender Bruchgefährdung großräumig umleiten könnte. Nach heutigem Wissensstand dürften die Pappel-Hybriden zum Beispiel nicht mehr zum Hochwasserschutz verwendet werden, im Gegenteil: Sie behindern nur.

Populus ‘Serotina‘ mit Pilzbefall und Fraßgängen


Fraßgänge des Pappelbocks


Sortenspiegel (Auswahl)

Derzeit kennt man etwa drei Dutzend Sorten, in älteren Beständen überwiegen naturgemäß die klassischen Varianten. Die ersten Auslesen waren zunächst männlich, unmittbar danach folgten einige weibliche Züchtungen. Die älteren Typen sind, abgesehen von einigen gelbbunten Formen, ausnahmslos schnellwüchsig. Ihre Stabilität und Elastizität währt bis zu 20, 30 Jahre. Dann lässt die Widerstandskraft nach, die degenerierenden Kronen fallen den Windlasten zum Opfer, der Rostbefall steigert sich ebenso wie die Krebsanfälligkeit und die Blattfleckenkrankheiten.

Sorten anfänglich schlank – später breitwüchsig: Gerne wird in den Katalogen einleitend auf den schmalen beziehungsweise aufrechten Wuchs hingewiesen, weniger auf die später folgenden breiten, oft riesigen offenen Kronen, die die Tendenz zum besenartigen breit gefächerten Wuchs offenbaren. Das sind diejenigen Varianten, die augenblicklich die größten Probleme aufwerfen: ‘Brabant‘ (schädlingsanfällig), ‘Eugenei‘ (riesige offene Krone), ‘Marilandica‘ (mit armseliger Stammausformung), ‘Regenerata‘ (mit besenförmiger Krone), ‘Robusta‘ (zunächst schlank, später breitkronig), ‘Serotina‘ (die schnellwüchsigste und breiteste).

Durchgehender Stamm: Auch wenn dieser Hinweis eine weniger angreifbare Krone erwarten lässt, so werden auch diese Sorten später rundkronig, wie etwa ‘Gelrica‘ und ‘Serotina Erecta‘ (3, 4, 9, 12, 15).

Fazit

Als Fazit sei nüchtern festgestellt: Die Zeiten der Hybrid-Pappeln im öffentlichen Grün sind in jeder Hinsicht vorbei, sowohl was die Erhaltung als auch eine Neupflanzung betrifft. Keine noch so schwärmerische Begründung kann die Gartenämter von der Verantwortung entbinden, das Fällen der in die Jahre gekommenen Hochleistungspappeln ins Auge zu fassen und Neuanpflanzungen mit derartigen Sorten zu unterlassen.