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Tiere – unsere SEELEN-TRÖSTER


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Hörzu Gesundheit - epaper ⋅ Ausgabe 4/2021 vom 12.11.2021

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STRESS LASS NACH Katzen zu streicheln beruhigt das Herz. Die Frequenz des Schnurrens wirkt medizinisch

Die Katze ist weiterhin Deutschlands Heimtier Nummer eins.

Quelle: IVH 2020

Ihr Schnurren macht glücklich, ihre Pfote auf unserem Arm beruhigt. Beim Gassigang kommen wir in Bewegung, selbst der Teenager wird verträglicher: Haustiere lösen Stress, selbst Meerschweinchen verbessern das Familienklima. Immer öfter dürfen Vierbeiner mit in Altenheime, Krankenhäuser und Schulen, Therapeuten integrieren Hase, Hund und Esel in die Behandlung.

„Mensch und Tier gehören zusammen“, ist der Psychotherapeut Dr. Rainer Wohlfahrt überzeugt, „schon bei Höhlenmalereien finden wir detaillierte Darstellungen von Bisons, Katzen und Pferden. Hätte es die Ahnen unserer Haustiere nicht gegeben, hätte die Menschheit wohl keine Zivilisation entwickeln können. Erst die Tiere in unserer Nähe haben uns zum Menschen gemacht“, so der Experte für tiergestützte Therapie aus Sasbachwalden.

In Deutschland lebt fast in jedem zweiten ...

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... Haushalt ein Heimtier, insgesamt sind es 34 Millionen – ein Hinweis darauf, dass sie Bedürfnisse erfüllen, die sonst zu kurz kommen. Zu 23 Prozent der Haushalte gehören Katzen. Sie wirken besonders beruhigend. Durch ihr Schnurren, ihre Fähigkeit, vollständig zu entspannen, und die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich an die schönsten Plätze der Wohnung legen und dabei hinreißend aussehen. Kein Tier hilft besser beim Stressabbau. Eine Katze zu streicheln – besonders, wenn sie schnurrt – senkt die Herzfrequenz und beruhigt den Atem. Russische Sportmediziner therapieren Spastiken mit Schwingungen in der Frequenz des Schnurrens.

Tiere und Kinder – ein Dreamteam

Kinder fühlen sich besonders verbunden mit Tieren. Auch ohne Sprache versteht man einander – durch Gestik, Mimik und Berührung. „Tiere stärken die kindliche Psyche. Sie helfen, Freundschaften zu knüpfen, sind Kameraden und Tröster. Sie helfen, ein Heimatgefühl, ein sicheres Gebundensein in der Welt zu entwickeln, und tragen so zur Stärkung von Kindern und Erwachsenen bei“, erklärt Dr. Wohlfarth. Forscher der Universität Cambridge konnten sogar nachweisen, dass das emotionale Band zwischen Tier und Kind oft eine größere Befriedigung verschafft als die Beziehung zu Bruder oder Schwester. „In unserer hektischen Welt wird es für Kinder immer schwieriger, stabile, vertrauensvolle Beziehungen und Bindungen zu entwickeln, die für das Heranwachsen so wichtig sind“, so Dr. Wohlfarth, „Tiere sind häufig besser in der Lage, die Signale eines Kindes sensibel wahrzunehmen und prompt und angemessen darauf zu reagieren. Hinzu kommt, dass Tiere nicht nachtragend sind.“

Auch für das Immunsystem sind Haustiere gut: Kinder, die früh in ihrem Leben Kontakt zu Tieren hatten, leiden signifikant seltener an Allergien oder Asthma, bestätigten mehrere Studien. Schüler mit Hund fehlen pro Jahr weniger im Unterricht und haben mehr Antikörper im Blut, fanden britische Forscher heraus.

Gesundes Herz dank Hund

Eine große Studie schwedischer Wissenschaftler erhob die gesundheitliche Verfassung von mehr als drei Millionen Männern und Frauen über zwölf Jahren. Die Ergebnisse verblüffen: Eigentlich gehören Singles zu einer Risikogruppe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Leben Alleinstehende jedoch mit einem Hund zusammen, sinkt ihr Risiko, an Herz oder Gefäßen zu erkranken, um ein Drittel. Die Gefahr, daran zu sterben, verringerte sich gar um mehr als zehn Prozent!

Hundebesitzer sind körperlich aktiver und leben insgesamt gesünder. „Auch Katzen sind gesund fürs Herz. Sie tragen dazu bei, Stress und Angst bei ihren Besitzern zu mindern, Blutdruck und Puls zu senken und können so vor einem Herzinfarkt schützen“, fasst Dr. Rainer Wohlfarth verschiedene Studien zusammen. Der Blutdruck von Katzen- oder Hundebesitzern senkt sich sogar dauerhaft. Der entstressende Effekt von Katze und Hund bestätigte sich bei einer Studie mit Börsenmanagern.

Seit mehr als 10.000 Jahren begleiten Hunde uns Menschen als Beschützer, Helfer und Freund.

Quelle: medisana

Tiere im Alter – oft ein Jungbrunnen

Auch auf ältere Menschen haben Tiere eine wohltuende Wirkung. Psychologen der Universität Bonn ließen Altersheimbewohner je einen Wellensittich betreuen – schon nach kurzer Zeit waren die Senioren agiler und unternehmungslustiger, bei Gesprächen standen Krankheiten nicht mehr im Vordergrund. Mit den gefiederten Zimmergenossen zogen Freude, Spaß und Glück ein. Forscher stoßen immer wieder auf überraschende Zusammenhänge: So können Fische der Gefahr von Mangelernährung im Alter entgegenwirken. Ein Aquarium im Speisesaal bewirkte bei einer Studie, dass die Demenzkranken ruhiger wurden, länger sitzen blieben und mehr aßen.

„Es wäre zu einfach, Tiere als Allheilmittel gegen die Unannehmlichkeiten des Alters zu empfehlen“, sagt Dr. Wohlfahrt, „aber in vielen Fällen kann ein Tier helfen, besser mit Unsicherheit oder Einsamkeit zurechtzukommen.“ Natürlich sind die förderlichen Effekte eher da, wenn eine Nähe zum Tier entsteht und die Tierhalter sich nicht überfordert fühlen mit Pflege und Betreuung. „Doch körperliche Einschränkungen durch chronische Krankheiten müssen kein Ausschlusskriterium für die Tierhaltung im Alter sein“, so Dr. Wohlfarth, „die Betreuung von Katzen, Kleintieren oder Zierfischen erfordert beispielsweise wenig körperliche Aktivität.“

Insgesamt klagen Tierbesitzer deutlich seltener über Gefühle von Einsamkeit, um gut ein Drittel reduziert sich das Risiko, darunter zu leiden. Katze, Vogel oder Hund vermitteln ihren Besitzern, geliebt und gebraucht zu werden. Sie bringen Abwechslung ins Leben, sind soziale Gefährten und emotionale Partner, bringen Menschen zum Lachen – wie befreiend!

BETTINA KOCH