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Tina Turner: stürmer des jahrhunderts +++ +++ die chart-„Liebe hat mein Leben gerettet!“


Stars und Melodien - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 17.01.2019

Bereits als kleines Mädchen verließ sie sich auf ihren Instinkt. „Was mir auch zustieß, ich habe es stets geschafft, mich in Sicherheit zu bringen“, verrät Tina Turner


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Bildquelle: Stars und Melodien, Ausgabe 2/2019

Tina und Ike Turner 1972 mit ihren Stiefsöhnen Michael (l.u.) und Ike Turner (h.l.) und ihren Söhnen Craig Hill (†,h.r.) und Ronnie Turner


Tina Turner und Mick Jagger beim Benefizkonzert für Live Aid am 13. Juli 1985 im JFK-Stadion in Philadelphia


Seit 33 Jahren gehen Tina und ihr deutscher Mann Erwin Bach gemeinsam durch gute und schlechte Zeiten


Die Pop-Königin („Simply the Best“) bei ihrer Tournee „From Tina Live“ (2008-2009)


Tina Turner ...

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Sie ist einer der größten Pop-Ikonen unserer Zeit. Die am 26. November 1939 als Anna Mae Bullock in Notbush (Tennessee) geborene Tochter des afroamerikanischen Baptisten-Diakons Floyd Richard Bullock und seiner Frau Zelma beschreibt sich selbst als richtiger Wildfang.

„Ich sprang über die Bäche, ohne nur einen Moment daran zu denken, dass ich in das trübe Wasser fallen könnte. Oder ich tobte mit Tieren herum – mit Pferden, Mulis oder sogar mit Schlangen, vor denen ich heute Angst habe. Damals nicht“, gibt Tina Turner (79) in ihrer Autobiografie „My Love Story“ preis. Darin erzählt sie auch von ihrer Begegnung mit einer kleinen grünen Schlange, die sie mit einem Stock zum Nest der Mutter zurückbringen wollte. „Darin lag aber eine dicke hässliche Schlange, die mich angreifen wollte, um ihre Jungen zu verteidigen. Auf der Stelle meldete sich mein Instinkt. Es war Selbstschutz, der mich zurückschrecken ließ“ erinnert sie sich an jenes Kindheitserlebnis.

Erste Erfahrungen als Sängerin sammelte die kleine Anna Mae im Kirchenchor. Im Jahr 1958 – sie war bereits Mutter ihres ersten Sohnes Raymond Craig (†59, stammte aus der Beziehung mit dem Musiker Raymond Hill,†1996) – lernte sie in St. Louis Ike Turner (†76) mit seiner Band „Kings of Rhythm“ kennen und wurde deren Backgroundsängerin. 1960 nahm sie das Lied „A Fool in Love“ auf. Der Titel schaffte es im August 1960 auf Platz 27 der US-Charts. Ike gab ihr daraufhin den Künstlernamen Tina.

Der Weltstar mit Adrienne Warren, Hauptdarstellerin aus „Tina – The Tina Turner Musical“


Als Solokünstlerin fing sie ganz unten an

Tina und Ike, die inzwischen ein Liebespaar waren, gingen mit der Ike & Tina Turner-Revue auf Tournee, zunächst in den USA, später auch durch Europa und Australien. Im Oktober 1960 wurde ihr gemeinsamer Sohn Ronald Renelle geboren. 1962 heirateten die beiden in Tijuana (Mexiko). Ike Turner brachte zwei Söhne mit in die Ehe.

Die Turners gingen als Vorgruppe mit den Rolling Stones auf Tournee. 1975 spielte Tina als Acid Queen in der Verfilmung der Rockoper „Tommy“ von The Who mit. Parallel zu ihrem zunehmenden musikalischen Erfolg häuften sich Probleme in ihrem Privatleben mit ihrem gewalttätigen Mann, die zum Teil auch Ikes Drogenkonsum zugeschrieben wurden. Nach 14 Jahren Ehe-Hölle verließ sie ihren Mann.

Als Solokünstlerin konnte Tina Turner nicht an die Erfolge der Revue anknüpfen. Das Album Rough (1978) verkaufte sich sehr schlecht. Mit ihren Bühnenprogrammen und ihrem neuen Manager Roger Davi schaffte es die ehrgeizige Tina Turner, sich aus ihrem Karrieretief zu befreien. Das Publikum liebte ihre Shows und ihre Gastauftritte bei Tom Jones, Rod Stewart, David Bowie (†69) und den Rolling Stones. Trotzdem galt sie bei den Plattenfirmen weiter als Altstar.

„Ich hatte Träume, große Träume. Ich wollte Konzerthallen und Stadien füllen, wollte es den Rolling Stones oder Rod Stewart gleichtun“, verrät die Sängerin. Ihrem Wunsch näher kam sie durch die Empfehlung David Bowies. Plötzlich prasselten Anfragen von Plattenfirmen ein. Mit „Let’s Stay Together“ gelang ihr 1983 in vielen europäischen Ländern ein Hit. Ein Jahr später eroberte sie mit „What’s Love Got to Do with It“ Platz eins der Billboard-Charts. Mit drei Grammy Awards für die beste weibliche Gesangsdarbietung, für die Schallplatte des Jahres und für die beste weibliche Rockgesangsdarbietung begann die neue Ära der neuen Königin des Rock’n’Roll.

Mit der „Private Dancer“-Tournee und 180 Konzerten in Nordamerika, Europa und Asien sollte sich 1985 ihr großer Traum erfüllen. Kurz vor Weihnachten begegnet ihr in Köln die Liebe ihres Lebens. Erwin Bach, der Manager ihrer europäischen Plattenfirma, überraschte sie nicht nur mit einem Mercedes. „Offensichtlich waren die Schlüssel in der Hand dieses attraktiven Fremdlings die zu meinem Herzen, denn es pochte so laut“, verrät sie.

Im Film „Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel“ spielte sie nicht nur die Rolle der Aunty Entity, sondern die Musikerin steuerte auch den Titelsong „We Don’t Need Another Hero“ bei


2013 heiratete Tina Turner ihren 16 Jahre jüngeren deutschen Lebensgefährten zunächst standesamtlich in Küsnacht. Am 21. Juli des gleichen Jahres feierten die beiden auf ihrem Anwesen am Zürichsee eine buddhistische Hochzeitszeremonie. Seit der Krönung ihres Glücks habe sie „gesundheitlich ein derartiges Auf und Ab“ erlebt, schreibt die Rock-Lady, „dass nicht einmal ich selbst mich noch an die richtige Reihenfolge meiner medizinischen Katastrophen erinnere. Bluthochdruck. Schlaganfall. Darmkrebs. Nein! Falsch. Schlaganfall. Gleichgewichtsstörungen, dann Darmkrebs. Und jetzt Nierenversagen.“

Sie habe gespürt, wie ihr der Tod auf die Schulter klopfte. „Verzweifelt klammere ich mich an die Gesundheit oder an das, was davon übrig ist, wenn die Nierenfunktion nur noch fünf Prozent beträgt“, erinnert sie sich an die dunklen Momente zurück. Im April 2017 macht ihr Mann ihr den größten Liebesbeweis und spendete ihr eine Niere. „Liebe hat mein Leben gerettet“, bekennt die Pop-Queen dankbar.

In diesem gemieteten Anwesen „Chateau Algonquin“ in Küsnacht am Zürichsee fühlt sich Tina Turner zu Hause


Buchtipp

In ihrer Autobiografie „My Love Story“ erzählt Tina Turner ihre Lebensgeschichte. Sie ist in der Verlagsgruppe Random House erschienen und kostet 28 Euro.