Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

TIPPS FÜR DIE DIELE: Auftakt ins Private


Das Einfamilienhaus - epaper ⋅ Ausgabe 10/2019 vom 21.08.2019

Häufig spielt die Diele im Vergleich zu Wohnzimmer, Küche und Bad bei der Planung eine eher untergeordnete Rolle. Dabei beginnt mit ihr der Privatraum und sie prägt den ersten Eindruck vom Wohnen. Gründe genug, der Diele einige Planungstipps zu widmen.


Artikelbild für den Artikel "TIPPS FÜR DIE DIELE: Auftakt ins Private" aus der Ausgabe 10/2019 von Das Einfamilienhaus. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Das Einfamilienhaus, Ausgabe 10/2019

01


Diele, Flur, Windfang – sind das nur verschiedene Begriffe für das Gleiche? Nein, im Gegenteil: Der Windfang ist eine Art Vorraum, den man früher, wie der Name schon sagt, als Schutzvorrichtung vor Wind und Wetter beim Eintritt ins Haus benötigte. Danach folgte die Diele, deren Hauptaufgabe nach wie vor im „Ankommen“ besteht. Ein Flur hingegen übernimmt ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 2,29€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Das Einfamilienhaus. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 10/2019 von NEUBAU IN ALTEM SIEDLUNGSGEBIET: ANGEDOCKT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUBAU IN ALTEM SIEDLUNGSGEBIET: ANGEDOCKT
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von BADTRENDS 2019: Mehr wert. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
BADTRENDS 2019: Mehr wert
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von Neue Musterund Kundenhäuser. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Neue Musterund Kundenhäuser
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von Chic in Schwarz. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Chic in Schwarz
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von MEHRGENERATIONENHÄUSER: Familienfrieden. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
MEHRGENERATIONENHÄUSER: Familienfrieden
Titelbild der Ausgabe 10/2019 von NEUES UND NÜTZLICHES. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUES UND NÜTZLICHES
Vorheriger Artikel
LEBEN MIT HAUSTIEREN: Pudelwohl
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel LICHT & WÄRME: Stimmungsvolle Gartenstunden
aus dieser Ausgabe

... eine Verteilerfunktion und erschließt beispielsweise im Obergeschoss die verschiedenen Räume.

Alle Fotos FingerHaus

Diele heißt Ankommen

Jacke aufhängen, Schuhe ausziehen, Schlüssel ablegen – das sind die typischen Handgriffe beim Nachhausekommen in der Diele. Dafür braucht es eine Garderobe, einen Schuhschrank und Ablagefläche. Über eine Sitzgelegenheit, sei es eine hübsche Bank oder ein bequemer Sessel, freuen sich nicht nur Kinder und ältere Personen beim An-und Ausziehen der Schuhe. Für alle Besucher hinterlässt die Diele den ersten Eindruck vom Wohnstil der Gastgeber.

02


03


„Die Treppe gleich in die Diele zu positionieren macht Sinn.“


04


Illustrationen: getty/MichikoDesign

1 Bei kompakten Abmessungen bietet sich ein offener Grundriss an. Der durchgehende Bodenbelag schafft optische Großzügigkeit.

2 Hinter den untersten Treppenstufen verbergen sich raffinierte Schubladen. Nützlicher Stauraum, den Bauherren sehr zu schätzen wissen.

3 Bei Bedarf können die doppelflügeligen Türen zwischen Wohnraum und Diele geschlossen werden.

4 Auch auf kleiner Fläche kann alles Wichtige untergebracht werden: Garderobe, Schuhschrank, Sitzbank, Kommode mit Ablage.

Eine Frage der Fläche

Jede Familie hat ihre ganz individuellen Vorlieben und Bedürfnisse, weiß Madeline Stremme, die bei FingerHaus in der Planungsabteilung tätig ist, aus ihrer Erfahrung. Doch in erster Linie ist die Planung der Diele flächenabhängig: „Je mehr Platz zur Verfügung steht, desto mehr Funktionen können untergebracht werden. Häufig wird jedoch die Fläche für die Wohnräume benötigt, sodass die Diele sehr zurückhaltend geplant wird“ – aber mit ein paar bunten Garderobenhaken lässt sich auch auf kleinem Raum ein modernes Entrée gestalten. Die Planerin rät zu einer Mindestbreite von 1,25 Metern für einen Flur.
Eine kompakte Diele profitiert von einem offenen Grundriss, denn große Wandöffnungen zur Küche oder zum Wohnbereich schaffen einen fließenden Übergang und lassen kein Gefühl von Enge aufkommen. Anderseits kann eine geschlossene Diele mit Zwischentür für mehr Ruhe im Haus sorgen, da Schlaf-und Kinderzimmer im Obergeschoss besser von den Räumen im Erdgeschoss abgekoppelt sind – ideal gerade für Familien.

Position der Treppe

Die Treppe gleich in die Diele zu positionieren macht Sinn, stellt die Planerin fest. „Wir haben es heute vielfach mit kleinen Grundrissen und daher mit kompakten Hausabmessungen und einer platzoptimierten Planung zu tun.“ Vielen Bauherren wäre der Flächenbedarf für eine Treppe im Wohnraum zu schade. Platzverhältnisse und Budget bestimmen die Grundrissplanung. Relevant für die Diele ist auch, ob es nur eine Treppe ins Obergeschoss gibt oder auch einen Abgang in den Keller.

05


06


07


Illustrationen: getty/MichikoDesign

5 Tageslicht ist entscheidend für die Helligkeit und Freundlichlichkeit eines Raums. In diesem Beispiel gelangt Licht auch von oben in die Diele.

6 Der Raum unter der Treppe muss kein „verlorener“ Platz sein. Als Regal kann er dekorativen Zwecken dienen oder als Stauraum genutzt werden.

7 Schuhe anziehen und ein letzter Blick in den Spiegel – eine Diele dient ganz praktischen Zwecken.


Der Platz unter der Treppe kann als Stauraum genutzt werden.


Aufh ellende Erkenntnisse

„Licht ist immer ein Punkt, den die Bauherren ansprechen“, betont Planerin Madeline Stremme. In den seltensten Fällen sei aber Platz für ein Fenster in der Diele. Dafür lassen Glasausschnitte in der Haustür Tageslicht in die Diele, noch mehr Lichteinfall ermöglichen komplett verglaste Seitenteile. Im Bereich der Treppe bieten sich Festverglasungen an. Licht von oben kann über Dachflächenfenster ins Treppenhaus geleitet werden. Wird die Diele abgetrennt, gewähren Glastüren größtmögliche Helligkeit.

Sauberkeit und Ordnung

Je nach Wetterlage wird das Haus schon mal mit nassen Schuhen oder einem tropfenden Regenschirm betreten. Das muss der Bodenbelag verzeihen können. Fliesen und Stein gelten als besonders robust und pflegeleicht. Aber auch ein Holzboden mit der entsprechenden Oberflächenversiegelung kann diese Aufgabe meistern. Eine Fußmatte übernimmt den gröbsten Schmutz. Der Blick in den Spiegel gehört nicht nur für die Dame des Hauses zum obligatorischen Ritual, bevor sie das Haus verlässt. Je nach Größe und Position kann der Spiegel zudem für optische Weite in der Diele sorgen. Bei einem Haus ohne Keller muss möglichst viel Stauraum an anderer Stelle geschaffen werden. Madeline Stremme empfiehlt, Nischen für Einbauschränke frühzeitig in die Planung mit einzubeziehen. Auch der Platz unter der Treppe kann als Stauraum genutzt werden. Sauberkeit und Ordnung sind planbar!