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TIPPS FÜR REISEN: Auto-Wanderungen in Bayern VOM JURA ZUM BAYERWALD


Tipps-for-Trips - epaper ⋅ Ausgabe 8/2019 vom 05.08.2019

Der Oberpfälzer Jura und die Stadt Neumarkt ist der Ausgangspunkt dieser Tour, die durch stille Täler zu nicht so bekannten Sehenswürdigkeiten an der Vils, der Naab und dem Regen führt


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Bildquelle: Tipps-for-Trips, Ausgabe 8/2019

Unsere Tour führt durch Regionen Bayerns, die von den großen Urlauberströmen weitgehend unberührt geblieben sind. Dennoch sind diese Landstriche voller landschaftlicher Reize und wir entdecken so manche kunsthistorische Kostbarkeit.
Wir beginnen unsere Tour inNeumarkt in der Oberpfalz. Am schön sanierten Marktplatz stehen die Bürgerhäuser, die Gasthäuser und Cafe‘s bieten Platz unter Sonnenschirmen und in der Mitte das ...

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Unsere Tour führt durch Regionen Bayerns, die von den großen Urlauberströmen weitgehend unberührt geblieben sind. Dennoch sind diese Landstriche voller landschaftlicher Reize und wir entdecken so manche kunsthistorische Kostbarkeit.
Wir beginnen unsere Tour inNeumarkt in der Oberpfalz. Am schön sanierten Marktplatz stehen die Bürgerhäuser, die Gasthäuser und Cafe‘s bieten Platz unter Sonnenschirmen und in der Mitte das Rathaus mit dem hohen Zinnengiebel. Daneben die gotische Stadtpfarrkirche. Am Residenzplatz das Neumarkter Schloß (heute Heimatmuseum) mit der Hofkirche. Die gotische Kirche birgt ein besonderes Kleinod: den Sarkophag des Pfalzgrafen Otto II. Einen schönen Blick über die Stadt genießen die Besucher von der Burgruine Wolfstein im Nordosten der Stadt.

Freystadt

Im Süden Neumarkts, an der großen Kreuzung, an der die Bundesstraße 8 weiter nach Regensburg führt, zweigt die Straße nach Freystadt ab. Die Stadt ist ein Gründung der Herren von Stein und hat sein Aussehen bis in die heutige Zeit erhalten, die beiden Tore sind der Rest der einstigen Stadtmauer. Besonders sehenswert ist jedoch die Wallfahrtskirche Maria Hilf. Der zwischen 1700 und 1710 errichtete Zentralbau mit seiner 36 Meter hohen Kuppel gilt als einer der Glanzpunkte des italienisch geprägten bayerischen Hochbarocks. Hier wirken erstmals die Gebrüder Asam, denen wir so viele schöne Kirchenbauten verdanken, an der Seite ihres Vaters und führten unter seiner Leitung die Freskomalerei aus.

Berching - Plankstetten

Von Freystadt zurück zur B 299, der wir nun nach Berching folgen. In Berching sollten wir uns wirklich Zeit lassen. Die vollständig erhaltene Stadtmauer mit
ihren 13 Türmen und die beiden weiträumigen Marktplätze mit den Bürgerhäusern des 16. und 17. Jahrhunderts laden zu einem Bummel. Wir bewegen uns auf geschichtsträchtigen Boden, die erste Erwähnung Berchings datiert aus dem Jahre 883. Bekannt ist Berching auch durch seinen alljährlich am Mittwoch nach Maria Lichtmess stattfindenden Roßmarkt. (der nächste ist am 5. Februar 2020). Nur wenige Kilometer weiter steht die altehrwürdige Abtei Plankstetten. Türme und Kirche weisen in die romanische Bauepoche, auch wenn der Barock dem Inneren der Kirche ein neues Gewand gab. Im Klosterladen können wir frisches Brot aus der Klosterbäckerei und das süffige Plankstetter Klosterbier erwerben.

© André Franke - stock.adobe.com

Durch die Frankenalp zur Naab

Durch die stillen Frankenalb-Täler der weißen Laaber kommen wir nach Breitenbrunn, einem kleinen, romantischen Marktflecken mit einem Schlößchen, in dem Tilly, der berühmte Feldherr des 30jährigen Krieges, einige Jahre residierte. Das Wahrzeichen des Ortes ist die Wallfahrtskirche St. Sebastian auf einem Felsen über der Bachhauptener Laaber. Sie ging aus einem gotischen Zentralbau des 14. Jahrhunderts hervor und wurde 1702 barock umgestaltet, ein kleiner Spaziergang entlang des Baches führt vom Ortszentrum zur Kirche. Die Straße steigt aus dem Tal hinauf zur Höhe, passiert die Bundesstraße 8 und führt weiter nach Parsberg. Das kleine Städtchen im Tal der Schwarzen Laaber wird von der mächtigen Burg überragt, in der sich ein kleines Museum befindet. Alljährlich ist das alte Gemäuer Kulisse für die Burgfestspiele.
Entlang der Schwarzen Laaber, über Beratshausen und Laaber erreichen wir Nittendorf und das Tal der Naab, die aus dem Fichtelgebirge kommend, nur wenige Kilometer entfernt in die Donau mündet. Wir foilgen der Naab nach Norden, immer dem engen Tal folgend, den die Naab durch den Jurakalk gegraben hat. Rechts taucht das ehemalige Zisterzienserkloster Pielenhofen auf, die ehemalige Klosterkirche mit ihrem zarten Stuck ist einen Besuch wert. Wenig später grüßt die Burgruine Kallmünz herüber. Der Burgfelsen hoch über dem Zusammenfluss von Vils und Naab war schon in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt. Die spätere Burg entstand unter Herzog Ludwig dem Kelheimer (1183-1231) und wurde im 30jährigen Krieg endgültig zerstört. In der jüngeren Vergangenheit suchten hier immer wieder Künstler ihre Inspirationen; prominentester Besucher war Wassily Kandinski, der sich mit seiner Malschule „Phalany“ hier ein Sommer lang niederließ und dort seine spätere Ehefrau, die Malerin Gabriele Münter, kennenlernte. Von der alten Steinbrücke (drei Bögen sind noch erhalten) überblickt man die wuchtigsten Sehenswürdigkeiten: das Rathaus mit dem Turm, die reich ausgestattete Rokoko- Pfarrkiche und die 100 Meter über dem Ort liegende Burgruine.

Der Naab entlang führt uns der Weg weiter nach Burglengenfeld, dem nächsten von eine Burg überragten Städtchen. Die Burg, 1172 erstmals erwähnt, gehörte seit 1119 Pfalzgraf Otto von Wittelsbach. Ab 1255 wurde die Stadt Verwaltungszentrum des sogenannten Nordgaus. Sehenswert ist neben der Burg noch das ehemalige Pfleghaus, in dem sich heute das besuchenswerte „Oberpfälzer Volkskundemuseum befindet.
Von Burglengenfeld bringt uns die Bundesstraße 15 rasch nach Regenstauf. Vom dortigen Schloßberg, ertrug frühe einmal eine stolze Burg, von der jedoch nichts mehr erhalten ist, haben wir einen weiten Blick über das Tal des Regen und die Höhen des Bayerischen Waldes.

Am Regen entlang

Der Regen (wir reden jetzt vom Fluss dieses Namens) ist ein Kind des Bayerischen Waldes. Er hat zwei Quellflüsse: den Weißen Regen, der vom Arber herab kommt und den Schwarzen Regen, der seinerseits zwei Quellflüsse, den Großen und den Kleinen Regen, hat und die ab Zwiesel den Schwarzen Regen bilden.
Wir folgen dem Fluss nun zunächst in nördlicher Richtung. Das Tal ist eng, kaum bleibt neben den Fluss Platz für die Straße oder einige Häuser. In Heilinghausen lohnt sich eine kurze Rast. Die Wallfahrtskirche St. Michael war früher das Ziel von Pilgern mit Augenleiden, die hübsche Rokoko-Kirche verdient einen Stop, bevor es weiter nach Marienthal geht. Für Hungrige gibt es eine nette Ausflugsgaststätte und ein barockes Schlösschen. Vom anderen Ufer grüßt die Ruine Stockenfels herüber, die Anfänge der Burg reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück, ein Wanderweg führt hinauf und über den Regen gibt es eine Personenfähre. Der Regen bleibt unser Begleiter. In Hof steht eine weitere Burg, wohl erhalten und sehenswert (Kapelle aus dem 12. Jhd.). Jetzt wird das Tal weiter, der Fluss hat Platz und bildet viele Windungen. Hinter Nittenau erhebt sich das Kloster Reichenbach auf einem hohen Granitfelsen. Das Kloster wurde 1118 durch die Chamer Markgrafen gegründet, 1135 wurde die Kirche geweiht. Die romanische Basilika hat sich weitgehend erhalten, auch wenn das Barock ein farbiges Kleid darüber stülpte. Wirklich sehenswert. Ebenfalls sehenswert ist die Klosterkirche des ehemaligen Zisterzienserklosters Walderbach. Auch dieses Kloster ist eine mittelalterliche Gründung, die 1779 erfolgte Barockisierung des Klosters verbirgt eine der wenigen gewölbten romanischen Basiliken in Bayern, die bis auf die Kanzel und den Hochaltar im barocken Chor spärlichen Zutaten vermindern den romanischen Raumeindruck nicht. Ebenfalls sehr sehenswert.
In Roding wenden wir uns nach Süden und fahren weiter in Richtung Straubing. In Michaelsneukirchen lohnt sich ein Abstecher nach Falkenstein. Die Burg, weithin sichtbar auf einem Granitkegel, gehörte ursprünglich den Grafen von Bogen, heute dient Burg als „Haus des Gastes“ mit Gastronomie und einem Museum Jagd und Wild, im Burginnenhof finden jährlich Burghofspiele statt.

Die Straße führt weiter über die Höhen des Vorderen Bayerischen Waldes. Immer wieder ergeben sich schöne Ausblicke. Schließlich erreichen wir die vielbefahrene Bundesstraße 20, die uns nach wenigen Kilometern Fahrt nach Straubing, der alten Herzogsstadt an der Donau, bringt. Auch hier gäbe es viel zu sehen, aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Anreise/Rückfahrt

Neumarkt erreichen Sie über die A 6 Ausführt 92 - Neumarkt Nord.
Rückreise von Straubing über die A 3

Unterkunft

Für diese Tour benötigen Sie mindestens zwei, besser jedoch drei Tage (ohne Anund Abreise) Unterwegs finden Sie viele schöne Gasthöfe und Hotels, in denen Sie übernachten können.
Mehr Tipps finden Sie unter
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