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Tiroler Volksmusikverein: Alpenländischer Volksmusikwettbewerb / Herma Haselsteiner- Preis – Ausgabe 2


zwiefach - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 30.12.2019
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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

Ohrenschmaus: Traudi Siferlinger stellt ihre Lieblings-CD vor

Traudi Siferlinger ist den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens nicht nur als charmante Moderatorin der Sendung Wirtshausmusikanten bekannt, sondern auch als abenteuerlustige Reporterin und findige Autorin von Wir in Bayern und Zwischen Spessart und Karwendel. Aufgewachsen in einer Musikantenfamilie, singt und spielt die studierte Geigerin leidenschaftlich bayerische und nicht-bayerische Musik.

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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

Es gibt Volksmusikveranstaltungen, die auf junge Musikanten sowie Sänger wie ein Magnet wirken: Volksmusikwettbewerbe! Ob es der Zwieseler Fink ist, der Wasserburger Löwe, der Traunsteiner Lindl oder der Alpenländische Volksmusikwettbewerb in Innsbruck – überall trifft man junge, frische Musikgruppen, die nicht nur wegen des Gewinnens teilnehmen, sondern ganz einfach, um dabei zu sein.

Der Tiroler Volksmusikverein unter der Leitung seines Obmanns Peter Margreiter hat jetzt einen Tonträger des letzten Alpenländischen Volksmusikwettbewerbs herausgegeben, auf der man einige dieser jungen Gruppen hören und die Begeisterung erahnen kann, mit der sie sich am Wettbewerb um das Prädikat »Ausgezeichnet« und den begehrten Herma Haselsteiner- Preis beteiligt haben. Die Gruppen sind international gemischt und kommen aus Bayern, Nord- , Ostund Südtirol, verschiedenen österreichischen Bundesländern und der Schweiz.

Selten hört man auf einer CD so frische, aber auch fein musizierte Volksmusik, die zum einen ein großes Spektrum von flotter Geigenmusik über gefühlvollen Dreigesang bis hin zu gekonnt gespielter Stubn- und Tanzlmusi abbildet, zum anderen zeigt, mit welcher musikalischen Tiefe die jungen Leute regional unterschiedliche traditionelle Volksmusik interpretieren.

Mitwirkende: Geigenmusi Hoib & Hoib, Afelder Dreigesang, d’saitn – Knopf Musi, Familienmusik Wallnhöfer, Zeitlang – Gsang, KonseQuent, Früahdirndl, Kammerlmusig.

Die mit großer Sorgfalt und viel Gespür zusammengestellte CD bereitet Freude, und diese Freude mit anderen zu teilen ist ein heißer Tipp für alle, die unverfälschte und garantiert gute Laune machende »junge« Volksmusik verschenken wollen. Diese CD sollte in jedem Haushalt sein.

volksmusikverein.at

Gruberich: Im wilden Alpinistan

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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

Welmusikalisch quasi geadelt wurde gruberich 2018: Da erhielt das Trio mit Thomas Gruber an der Steirischen, Sabine Gruber- Heberlein an der Harfe und Maria Friedrich am Cello den renommierten Musikpreis creole. Verrückte Kammermusik für den Malkasten im Kopf, so schreibt Thomas Gruber in der Pressemeldung, spielen die drei erfahrenen Musiker – schon auf dem Debütalbum konnte man sich davon überzeugen, wie breit das musikalische Spektrum dieser Gruppe reicht. Von frischen, gewagten volksmusikalischen Neuinterpretationen bis zu feinsinnigen Eigenkompositonen war da eigentlich alles dabei, was außerhalb musikalischer Schubladen umherschwirrt. Und gruberich setzen genau da wieder an: Ab sofort gibt es die zweite Scheibe! Im wilden Alpinistan heißt das Album, das ganz in gruberich- Manier mit fantasievollen Klängen aus der ganzen Welt besticht. Hier ein Blues. Da ein Gstanzl. Tango, Musette, Klassik und Pop, interessant instrumentiert und meisterhaft gespielt. Zum Fernweh kriegen.
www.gruberich.de

Eva Geiger- Haslbeck

Tiroler Volksmusikverein / Südtiroler Volskmusikkreis: Mein erstes Harfenheftl

Noten
Für Heft Nr. 33 des Tiroler Notenstandl hat Barbara Oberthanner mit Hilfe einiger Kolleginnen und Kollegen aus dem Tiroler Volksmusikverein einfache Volksmusikstücke für die Harfe zusammengetragen. Genau das richtige für junge Harfenspielerinnen und Harfenspieler, die ihre ersten Schritte auf diesem wohlklingenden Instrument machen. Hübsche, eingängige Melodien, gut lesbar notiert und mit sehr nett gezeichneten Illustrationen versehen machen Spaß und Lust auf mehr. Die Stücke steigern sich im Verlauf des Heftes vom Schwierigkeitsgrad her: Zunächst sind nur Terzen und Sexten mit einfachen Dreiklangzerlergungen in der Begleitung notiert, was dem Anfänger die Möglichkeit gibt, sich ein wenig mehr auf die richtige Technik zu konzentrieren – aber trotzdem sehr schön klingt. Und gerade letzteres ist wichtig, um vor allem Kindern die notwendigen Motivation zu erhalten, auf dem Instrument vorankommen zu wollen. Weiter hinten im Heft findet man Stücke mit ausnotiertem Nachschlag, die bewusst gewählt wurden, um Anfängern und leicht fortgeschrittenen Spielern die Begleitung zu erleichtern. Gleichzeitig wird dadurch eine gute Grundlage für späteres freies Begleiten geschaffen.

Die Stücke selbst sind eine bunte Mischung aus Tänzen, Liedern, Landlern. Da ist sicherlich für jeden was dabei! Und angehende Musikantinnen und Musikanten werden eine wahre Freude eim Spielen haben.

volksmusikverein.at
Eva Geiger- Haslbeck

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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

M. Hamm, F. Sepp, C. Spieth- Hölzl, E. Walter (Hg.): Dorf • Musik • Leben

Buch
2018 fand in Sachrang das Müllner- Peter- Symposium statt. Kürzlich hat der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e. V. als Band 6 seiner Schriftenreihe MusikLeben in Zusammenarbeit mit dem Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern (Quellen und Schriften zur Volksmusik, QSV 22) und der Gemeinde Aschau im Chiemgau einen ansprechenden und lesenswerten Tagungsband vorgelegt. Zehn namhafte Autoren beleuchten das Leben und die Lebensumstände von Peter Hueber, vulgo Müllner- Peter (1766 – 1843), anlässlich seines 175. Todestages.

Während Georg Antretter den Mythos Müllner- Peter in Sachrang ins Auge fasst, trägt Dr. Stefan Breit die biographischen Erkenntnisse zur Person zusammen und ordnet sie ein. Dazu hilft auch der Beitrag von Prof. Dr. Rainald Becker, der die aufklärerisch bestimmte Umbruchzeit um 1800 schildert, in der Karrieren aus niederen Gesellschaftsschichten verstärkt ermöglicht wurden. Florian Sepp widmet sich der Schulbildung des Peter Hueber und stellt Wissenswertes zu den Bildungschancen im ländlichen Raum des 18. Jahrhunderts vor. Dass sich die Zeiten wahrlich änderten, beweist auch der Artikel zur Pfarreiorganisation von Guido Treffler.

Um die musikalischen Aspekte rund um das Schaffen des Müllner- Peter kümmern sich Dr. Steffen Voss (Musikaliensammlung), Prof. Dr. Thomas Hochradner (Verbindungen, Parallelen und Unterschiede zum Musikleben in Salzburg), Dr. Hildegard Herrmann- Schneider (Tiroler Sichtweise), Dr. Elmar Walter (Kontext zur Blas- und Bläsermusik), sowie Theresia Schusser (Gedanken zur Neuingebrauchnahme von Stücken aus Müllner- Peter- Notensammlung) in ihren bemerkenswerten Aufsätzen. In cumulo lassen sie viele neue Perspektiven auf den Müller, Musiker und Universalgelehrten und seine Zeit zu.

www.heimatbayern.de
Roland Pongratz

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Bildquelle: zwiefach, Ausgabe 1/2020

Meine Meinung:


So geht’s oafach ned!

Seit geraumer Zeit gibt’s immer wieder Schlagabtausche zwischen den Tradimixern und den Volksmusiktaliban. Auf der einen Seite stehen die, denen der zu laxe Umgang mit der Tradition vorgeworfen wird, sie werden als Nestbeschmutzer und Verräter an der Überlieferung hingestellt. Auf der anderen Seite befinden sich die Verfechter traditioneller Werte und Anschauungen in Bezug auf Musik und Volkskultur. So mancher von ihnen Gescholtene spricht von der Volksmusikpolizei. Obwohl beide Lager die gleiche Basis pflegen, nämlich den kreativen Umgang mit bayerischer Musikkultur, scheint das Tischtuch manchmal arg rau zerschnitten. Von der sprichwörtlichen Liberalitas Bavariae ist man da oft weit entfernt.

Kommt es zur offenen Diskussion, kann jeder seinen Standpunkt vertreten und das ist gut so. Für jede Seite gibt’s ein Für und Wider und bei genauerem Hinschauen – das muss man halt auch wollen und sich dafür Zeit nehmen – stellt man schnell fest, sooo weit sind die verschiedenen Ansätze und Vorstellungen gar nicht voneinander entfernt. Das hat schon so manchen Sinneswandel eingeläutet oder wenigstens Verständnis für das Gegenüber geweckt. So soll es eigentlich sein.

Was aber gar nicht geht, sind diffamierende Anfeindungen, mit denen Sänger, Musikanten, Organisatoren, Redaktionen, Moderatoren u. a. z. T. namentlich an den Pranger gestellt werden, wie in der jüngsten Ausgabe der vom Bairisch- Alpenländischen Volksmusikvereins herausgegebenen Zeitschrift Musik & Tradition geschehen. Da wird wild spekuliert, Halbwahrheiten werden zusammengezimmert und ein Feindbild aufgebaut, gegen das es mit aller Macht anzukämpfen gilt. Die Gstudierten, allesamt Volksmusikverbrecher, die Blasmusikanten, lauter Traditionsverächter, und dann erst die Fernsehmoderatorin, eine ahnungslose Straßenmusikantin ohne Herz und Verstand. – Na, liabe Leut, so geht’s ned, weder im Großen, noch im Kleinen! – Ich glaube nicht, dass der Kiem Pauli, der Fanderl Wastl, die Roaner Sängerinnen, die Wegscheider, die Riederinger und wie sie alle heißen, solche ehrabschneidenden Einordnungen gutgeheißen hätten. Hart in der Diskussion – einverstanden!, – aber verletzend und ausgschamt – auf keinen Fall!

Ich würde mir wirklich wünschen, dass alle sich im neuen Jahr an einen Tisch setzen und miteinander statt übereinander reden. Alle Beteiligten widmen sich einer der schönsten Nebensachen, die es gibt. Jeder hat seinen eigenen Weg gefunden. Jeder ist mit Leidenschaft bei der Sache. Aber der Ton macht die Musik und der muss stimmen! Nur so können alle gemeinsam für die nachfolgenden Generationen wieder ein nachahmenswertes Beispiel, ein Musterkofferl sein.

Roland Pongratz

h☺ppala!: Posaunen- Akrobatik!

In manchen Orchestern gibt’s doch tatsächlich Musiker, die ihre Kollegen ganz absichtlich – also eigentlich mutwillig! – in eine peinliche Situation hineinrattern lassen. So geschah in einem Orchestergraben Folgendes: Während einer Opernaufführung hatten die Blechbläser einmal längere Zeit keinen Einsatz und gingen kurz nach draußen. Die Instrumente blieben aber im Raum zurück. Das sah der Nachbarkollege des Posaunisten, ergriff die Gelegenheit und band diesem den Posaunenzug mit einer Schnur am Notenpult fest. Wie hinterhältig! Als der Posaunist recht knapp von der Pause zurückkam, entdeckte er die Bescherung schnell, hatte aber keine Zeit mehr, den Schaden zu beheben. Er musste bei seinem Einsatz sehr akrobatische Bewegungen hinlegen, um mit dem Hin-und-her-Ziehen des Zugs das Pult nicht umzuschmeißen. Sah sehr lustig aus!

Geschehen an einem bayerischen Theater

Haben Sie auch schon einmal ein musikalisches Missgeschick erfahren oder beobachtet? Dann schreiben Sie Ihr Erlebnis auf und schicken Sie es unserer »zwiefach«-Autorin Evi Heigl: evi.heigl@bezirk-schwaben.de

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