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Titel-CD Musik: Treff der Giganten


Stereoplay - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 09.08.2019

Diesestereoplay -CD versammelt ein wohl einmaliges Star-Ensemble: Einige der größten Jazz-Künstler aller Zeiten spielen auf. Dank dem Label Green Corner.


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Bildquelle: Stereoplay, Ausgabe 9/2019

Sie können Ihren Augen trauen. Und Ihren Ohren auch. Das sind tatsächlich Trompeter Miles Davis, Saxofonist Julian „Cannonball“ Adderley und Saxofonist John Coltrane (Bild oben, von links) zusammen im Studio. Um gemeinsam mit Pianist Bill Evans, Bassist Paul Chambers und Drummer Jimmy Cobb einen Titel für das Jahrhundert-Album „Kind Of Blue“ einzuspielen. Möglicherweise den Opener „So What“ – der auch den Auftakt macht für diesestereoplay -CD. ...

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Sie können Ihren Augen trauen. Und Ihren Ohren auch. Das sind tatsächlich Trompeter Miles Davis, Saxofonist Julian „Cannonball“ Adderley und Saxofonist John Coltrane (Bild oben, von links) zusammen im Studio. Um gemeinsam mit Pianist Bill Evans, Bassist Paul Chambers und Drummer Jimmy Cobb einen Titel für das Jahrhundert-Album „Kind Of Blue“ einzuspielen. Möglicherweise den Opener „So What“ – der auch den Auftakt macht für diesestereoplay -CD.

Selbst Musikfans, die in der Jazz-Historie nicht so bewandert sind, dürften zumindest einen Teil dieser Namen kennen. Und die, die sie mehr als nur vom Namen kennen, dürften wenn nicht vor Ehrfurcht erstarren, so doch zumindest respektvoll mit der Zunge schnalzen oder anerkennend nicken. Und das auch bei den weiteren Superstars der Jazz-Historie, welche diese wohl einmalige Silberscheibe versammelt.

Möglich machte dies das etwas geheimnisumwitterte Label Green Corner, das aber immerhin in Deutschland vom höchst renommierten Vertrieb in-akustik betreut wird.

Top-Titel in Mono & Stereo

Und so können Jazz-Fans und vor allem auch solche, die es werden wollen, in den Genuss etlicher Highlights der Jazz-Geschichte kommen. Denn Green Corner legt einige der größten Jazz-Alben aller Zeiten wieder neu auf, in 20 Bit oder 24 Bit digital remastert, vor allem aber: in Mono und Stereo.

01 Miles Davis So What

CD: Kind Of Blue (2 CDs)
Länge: 09:25

Die zwei „dorischen“ Akkorde über drei reine Quarten und eine große Terz über E und dann D, mit denen Pianist Bill Evans nach kurzem Vorgeplänkel stilbildend die harmonische, besser: die modale Spielwiese für die Bläser öffnet, gingen als „So What Akkorde“ in die Jazz-Harmonie-Lehre ein. Das dazugehörende Stück eröffnet das Album „Kind Of Blue“ von Miles Davis, 1959 erschienen mit einer absoluten Traumbesetzung (siehe Lauftext). Das herrliche Reissue des Columbia-Albums von Green Corner mit eigenem Cover und 20-seitigem Booklet bringt nicht nur Mono- und Stereo-, sondern auch vier Bonustracks, darunter eine TV-Fassung von „So What“.

02 Oliver Nelson Stolen Moments

CD: The Blues And The Abstract Truth (2 CDs)
Länge: 04:59

03 Cannonball Adderley & Miles Davis Autumn Leaves

CD: Somethin’ Else (2 CDs)
Länge: 05:00

Das Originalcover hebt Saxer Julian „Cannonball“ Adderley als Bandleader hervor, doch ist das zumindest mit ein Miles-Davis-Album, weshalb Green Corner beide Namen gleich groß auf dem Cover abdruckt. Die Rhythm Section Hank Jones (p), Sam Jones (b) und Art Blakey (dr) erfährt man auf der Rückseite und im hervorragenden Begleitheft. Davis suchte das meiste Material aus und trompetete oft die ersten Soli. So auch in „Autumn Leaves“, englischer Titel des Chansons „Les Feuilles Mortes“, 1945 von Joseph Kosma auf ein Gedicht von Jacques Prévert komponiert. Diese Fassung von 1958 des Standards gilt den meisten Jazz-Fans als die definitve. Zu Recht.

04 Art Blakey And The Jazz Messengers Moanin’

CD: Moanin’ (2 CDs)
Länge: 04:58

Ein halbes Jahr nach seiner Mitwirkung an „Somethin‘ Else“ durfte Drummer Art Blakey (1919-1990) wieder als Bandleader in das Studio von Rudy Van Gelder in Hackensack, New Jersey, kommen. Um mit der dritten Ausgabe seiner als Talentschmiede gerühmten Jazz Messengers „Moanin“ für Blue Note einzuspielen. An der Trompete: Lee Morgan, der im Titeltrack ein herrliches Solo (von links bei Stereo) bläst. Was da für eine tolle Truppe am Werk war, zeigen auch die beiden Bonustracks aus denselben Sessions – und natürlich die vier Live-Titel, die aus dem Pariser Olympia stammen. Live war Blakey immer ein Hammer, „Moanin`“ zählt zu seinen größten Studio-Taten.

Grundsätzlich werden diese Meilensteine also im Doppelpack angeboten: Sei es wie in manchen Fällen sogar als Doppel-LP, oder, wie bei allen verfügbaren Titeln, als Doppel-CD. Der Hintergrund: Die Aufnahmen stammen von Ende der 1950er-, Anfang der 1960er-Jahre. Und in dieser Zeit war die heutige so selbstverständliche Stereofonie tatsächlich noch ein Minderheiten-Thema: Die meisten Haushalte besaßen, wenn überhaupt, höchstens einen Mono-Plattenspieler, die Radiosender schickten nur Monowellen in den Äther.

Die Stereo-LP wurde zudem offiziell erst 1958 eingeführt. Also fuhren die Aufnahmestudios, so sie denn überhaupt schon stereofähig waren, immer mehrgleisig: Zwar wurde eine Stereo-Version angefertigt, das Hauptaugenmerk lag aber – auch für die Künstler – immer auf dem Mono-Mix. Auch die Beatles nahmen persönlich bis zu „Sgt. Pepper“-Zeiten nur die Mono-Abmischung ab, Stereo überließen sie dann den Technikern. Schließlich hörten ihre Fans ja auch meist nur mono.

Abgesehen von der „elitäreren“, tatsächlich hier aber mal in der technischen Voreiterrolle fungierenden Klassik erging sich die frühe Stereofonie in der populären Musik – und da bildeten die großen Jazz-Meisterwerke dieser Zeit keine Ausnahme – meist in einer recht harten Rechts-Links-Anordnung. Etwa Bass und Drums von rechts, Klavier und Sax von links. Die Mitte blieb meist verwaist. Sogar Sängerinnen wie Nina Simone (Track 7) erklingen hier von links alleine. Diestereoplay -Leser können sich davon bei fast allen Titeln ein stereofones (Hör-)Bild machen. Ausnahme: Die große Billie Holiday (Track 8) kommt aus der Mitte vor dem Orchester.

Im Mono-Mix kommt aber alles aus der Mitte – so denn die Anlage richtig verkabelt und die Lautsprecher richtig aufgestellt sind. In den meisten Fällen wirken die Instrumente und Stimmen so kraftvoller und definierter. Deshalb kannstereoplay die Wiederveröffentlichungen von Green Corner allein aus Vergleichsgründen nur empfehlen – zumal die Doppel-CDs auch nicht die Welt kosten.

Das introvertierte Genie: Bill Evans (1929-1980) gilt als einer der einflussreichsten Pianisten des Modern Jazz. Seine Einspielungen sind legendär.


05 Dave Brubeck Take Five

CD : Time Out (2 CDs)
Länge: 05:28

Den Lesern vonstereoplay muss man diesen wohl größten Hit der Jazz-Geschichte nicht vorstellen. „Take Five“ zählt zu den bekanntesten Nummern der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts überhaupt – und das trotz oder gerade wegen seines „ungeraden“ Fünfer-Takts. Die Nummer stammt nicht von Dave Brubeck, sondern von Saxofonist Paul Desmond, der hier auch ein herrliches Solo auf dem Alt bläst. Das coolste Solo aber lieferte 1959 Drummer Joe Morello in eben jenem Fünfer-Takt ab. Der Albumtitel „Time Out“ spielt auf die auch in den anderen Titeln genutzten ungeraden Metren an. Die herrliche Ausgabe von Green Corner strotzt vor Zugaben.

06 John Coltrane My Favorite Things

CD : My Favorite Things (2 CDs)
Länge: 05:00

Wir bleiben im ungeraden Takt, aber im simplen Dreier. Offenbar ein „ Favorite Thing“ für den wohl einflussreichsten Saxofonisten der Jazz-Geschichte. Nachdem er von Miles Davis wegen Drogen rausgeworfen wurde, machte John Coltrane (1926-1967) einen Entzug, perfektionierte seinen „Sheets of sound“-Stil und spielte wieder bei Miles mit (siehe Track 1). Er veröffentlichte aber ab Ende der 1950er-Jahre unter seinem Namen. Für Atlantic nahm er im Oktober 1960 „My Favorite Things“ auf, mit den Co-Stars McCoy Tyner (p), Elvin Jones (dr) und Steve Davies (b). Der Meister bläst im Titeltrack von rechts ein Sopran-Saxofon. Green Corner spendiert 8 Bonustracks.

07 Nina Simone My Baby Just Cares For Me

CD : Little Girl Blue (2 CDs)
Länge: 03:41

Wir haben die Ladies nicht vergessen. Die große Nina Simone bekam übrigens nicht nur als Frau, sondern auch als Afroamerikanerin die volle Überheblichkeit der weißen alten Männer zu spüren: Die begabte Pianistin durfte wegen ihrer Hautfarbe ihr Studium nicht abschließen. Wie zur Rache nannte die Sängerin, Songschreiberin, Pianistin, Feministin und Bürgerrechtlerin ihre Musik „Black Classical Music“. Ihren größten Hit landete sie indes mit einem 1957 genial aufbereiteten Jazz-Standard von Walter Donaldson und Gus Kahn. „My Baby Just Cares For Me“ stammt vom Solo-Debüt „Little Girl Blue“, das Green Corner mit 15 Bonustrack päsentiert.

08 Billie Holiday I’m A Fool To Want You

CD : Lady In Satin (2 CDs)
Länge: 03:26

Noch viel härter als Nina Simone traf es Billie Holiday: mit elf vergewaltigt, mit der Mutter als Prostituierte anschaffend, später diskriminiert, heroinsüchtig und 1959 unter entwürdigenden Umständen verstorben. Aber als Sängerin mit einer wundervollen Improvisationstechnik konnte Lady Day, wie Lester Young sie nannte, immerhin einige große Erfolge feiern. Ein Grund, warum sie große Produzenten bis kurz vor ihrem Tod noch ins Studio einluden, so 1958 Irving Townsend für „Lady In Satin“ mit dem Ray Ellis Orchestra. Drogen und Alkohol haben die einst volle Stimme längst gebrochen, aber Holiday singt noch immer voller Würde. Herzzerbrechend.

Editorisch darf sich der Käufer über die originalen Liner Notes freuen, meist garniert noch mit neueren Begleittexten (auf Englisch). Besonders üppig wurden zum Beispiel Miles Davis‘ „A Kind Of Blue“ und Dave Brubecks sogar limitierte und nummerierte „Time Out“ von der Ausstattung bedacht. Die Neuausgaben in ihrem Karton-Pack, mit eigenem, neugestalteten Cover und 20-seitigem Booklet machen richtig was her.

Musikalische Meilensteine

Besonders auf ihre Kosten kommen auch die Freunde von Zusatzmaterial in Form von Bonustracks. Schließlich kam eine Langspielplatte zur angesprochenen Zeit selten über die 40-Minuten-Marke hinaus – und die brachliegende CD-Spielzeit nutzte Green Corner mit Bonustracks lobenswert aus. Von den hier vertretenen Künstlern bekamen zwei besonders viel spendiert. Im Falle von Oliver Nelson gibt es gleich zwei ganze LPs als Dreingabe, bei Billie Holiday satte 20 Titel, davon viele live.

Die Grande Dame: Nina Simone (1933-2003) sang nicht nur, sondern war auch Bürgerrechtlerin.


Das Augen- oder besser Ohrenmerk aber liegt natürlich bei den Originalalben. Ausnahmslos jedes von ihnen ein Jazz-Klassiker, alle bis heute zuverlässige Kandidaten für „Best-Of“-Listen aller Art, im All-Music-Guide fast immer mit fünf Sternen ausgezeichnet. Die Langzeitwirkung dieser Klassiker steht außer Frage.

Wobei man sich bei vielen davon das Bild vom wochenlang grübelnden Künstler-Kollektiv, von der an einer Vision und ihrer Verwirklichung hart arbeitenden Gemeinschaft, von theoriegestärkten Genies aus dem Kopf schlagen sollte. Die meisten der Alben entstanden in ein oder zwei Tagen in den Studios, vieles wurde aus dem Moment heraus improvisiert. Die Sprache, die alle – ja meist amerikanischen – Musiker miteinander pflegten, war nicht das Englische. Man kommunizierte viel mehr über die Musik.

Beispielhaft sei hier der große Trompeter Miles Davis und seine Musiker-Truppen angeführt. Der Pianist auf „Kind Of Blue“, Bill Evans, hat seinen Eintritt in die Band und die Arbeitsweise des Meisters in einem Interview mal umrissen:

09 Bill Evans & Jim Hall My Funny Valentine

CD: Undercurrent (2 CDs)
Länge: 05:23

Dieser Titel ist eine der unsterblichen „Standards“, die jeder Jazzer, ob Instrumentalist oder Sänger „drauf“ haben muss. Inzwischen ist der Song aus dem Musical „Babes In Arms“ von Richard Rodgers und Lorenz Hart aus dem Jahr 1937 fast totgenudelt, oft zur Schnarch-Jazz-Ballade verbremst. Aber 1962 machten ihn Pianist Bill Evans und Gitarrist Jim Hall (1930-2013) zum wundervoll swingenden Zwiegespräch. Die Doppel-CD von Green Corner bringt nicht nur den Longplayer „Undercurrent“ mit dem ikonografischen Cover-Foto von Toni Frissell in Stereo und Mono, sondern noch satte 13 Bonustracks (darunter ein Alternate Track von „Valentine“), teils in Band-Besetzung.

10 Charles Mingus Goodbye Pork Pie Hat

CD: Mingus Ah Um (2 CDs)
Länge: 06:47

Charles Mingus jr. (1922-1979) wurde mit seinem genialen, variablen Spiel zum Vorbild von Legionen von Bassisten. 1959 komponierte er diesen langsamen Jazz-Blues, als sein Freund Lester Young gestorben war, der meist die „Kreissäge“, den Pork Pie Hat, trug. Das Stück wurde längst zum Standard, den auch Rock-Gitarrero Jeff Beck einspielte. Mingus selbst nahm ihn erstmals noch 1959 mit Septett auf für seine LP, für deren Titel er die Lateinlehrer-Attitüde für Adjektiv-Endungen (-us: männlich; -a: weiblich; -um: sächlich) parodierte. Die Melodie lässt er zwei Saxofone aus den Stereo-Kanälen „flüstern“, das bewegende Tenorsax-Solo spielt John Handy von rechts.

„Anfangs hatte ich das Gefühl gehabt, dies sei eine Gruppe von Übermenschen. Es änderte meine Perspektive, als ich herausfand, wie menschlich sie sind und auf welch angenehme Art sie mit musikalischen Problemen umgehen. In Miles’ Band wurde nicht viel geredet, sondern die Dinge ‚geschahen‘. Wir probten nie, alles ereignete sich während der Jobs. Bei Plattenaufnahmen bestand oft das Material zur Hälfte, gelegentlich sogar zur Gänze aus völlig neuen Dingen, die wir noch nie gespielt hatten. Wir sprachen es nur durch, probierten vielleicht gewisse Akkorde aus und dann nahmen wir es auf – meistens brauchten wir nur einen Take.“

Audiophile Klassiker

Das alles schmälert natürlich nicht den künstlerischen Rang. Produzenten wie Teo Macero (Columbia), Alfred Lion (Blue Note) oder Nesuhi Ertegün (Atlantic) ließen der Sache einfach ihren Lauf – sie wussten intuitiv, dass es gut war. Und dass ihre Ingenieure gerade oder trotz der limitierten technischen Möglichkeiten zudem audiophile Klassiker gefahren hatten, die noch heute jeden Hörtest bereichern.

So hält derstereoplay -Leser hier nicht weniger als eine Art best of the best des Jazz der Endfünfziger/ Frühsechziger in der Hand. Einige Titel haben wir aus urheberrechtstechnischen Gründen bei etwa fünf Minuten ausgeblendet. Aber die Reissues bieten ja den kompletten Spaß. Viel Freude wünschtstereoplay mit dieser Auswahl.

Die eleganten Rhythmiker: Das Dave Brubeck Quartet mit Paul Desmond, Joe Morello, Eugene Wright und dem Chef brachte ungewohnte Metren.


Die tragische Lady: Billie Holiday (1915-1959) gilt als einer der größten Jazzsängerinnen ever. Ihr Schicksal prägten Gewalt und Demütigung.