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Titel-CD › ROCKIN’ THE BLUES: BLUESROCK POWER


Audio - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 08.05.2019

Ob Walter Trout, George Benson oder Joe Bonamassa: Unsere Heft-CD bringt Bluesrock erster Kategorie. Genießen Sie zehn Tracks großer Künstler des Labels Provogue.


Artikelbild für den Artikel "Titel-CD › ROCKIN’ THE BLUES: BLUESROCK POWER" aus der Ausgabe 6/2019 von Audio. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

WALTER TROUT


Foto: Austin Hargrave

1. JOE BONAMA SSA
DEEP IN THE BLUES AGAIN
(aus dem aktuellen Album „Redemption“)

2015 hatte Joe Bonamassa mit dem Werk „Live At The Greek Theatre” seinen afroamerikanischen Gitarrenblues- Kings gehuldigt. 2018 verbeugte sich der Sänger und Gitarrist auf „British Blues Explosion Live“ vor den Londoner Bluesrockgitarre- Lehrmeistern Eric Clapton, Jeff Beck und Jimmy Page. Mit seinem Studioalbum „Redemption“ ...

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... stellt Joe Bonamassa nun klar: Ich fühle mehr als nur den Blues. Doch ausgerechnet der Track „Deep In The Blues Again” empfiehlt sich als gutes Hörbeispiel dafür, wie Bonamassa auf „Redemption“ seine Songwriter-Qualitäten ausspielt, ohne sein Blues-Feeling zu verleugnen.

2. REESE WYNANS AND FRIENDS
CROSSF IRE (aus dem neuen Album „Sweet Release“, Seite 136)

Der 1947 geborene Pianist und Organist Reese Wynans mag auch für Blues-Kenner ein Unbekannter sein. Doch die Namen seiner Friends, die an der Produktion von „Sweet Release” mitwirken, dokumentieren seine Bedeutung für die Entwicklung des modernen Blues. Joe Bonamassa war der prominenteste Teilnehmer der Studiosessions für dieses Album. Mit „Crossfire” wecken Tommy Shannon am Bass und Drummer Chris Layton die wehmütigsten Gefühle. Mit ihnen zusammen arbeite Reese Wynans als Keyboarder einst für Double Trouble, die legendäre Begleitcombo des texanischen Bluesgitarren- Virtuosen Stevie Ray Vaughan.

JOE BONAMASS A UND REESE WYNANS


Foto: Ed Rode

3. WALTER TROUT RED SUN
(aus dem aktuellen Album „Survivor Blues“)

Der US-Amerikaner Walter Trout begleitete als Gitarrist in den 1970er-Jahren die Blues-Ikone John Lee Hooker. 1981 stieg er dann bei Canned Heat ein, und von dort holte ihn John Mayall weg in seine Band. Walter Trouts Solokarriere wurde 2013 jäh unterbrochen, doch eine Lebertransplantation rettete ihm das Leben. Der Albumtitel „Survivor Blues” (deutsch: Überlebender) ist also völlig berechtigt. Als Repertoire hat Trout hier zwölf Blues-Klassiker ausgewählt, die noch nicht zu Tode gecovert worden sind. Mit „Red Sun“ bewahrt er jenen Straßenmusiker vor dem Vergessen, der als erster den Blues in einer New Yorker Subway-Station sang: Floyd Lee.

KENNY WAYNE SHEPHERD


Foto: Mark Seliger

4. KENNY WAYNE SHEPHERD
LONG TIME RUNNING (aus dem neuen Album „The Traveller“, Seite 133)

Der Gitarristen-Nachwuchs in den USA verehrt Kenny Wayne Shepherd heute schon als Maßstab für rhythmisch kompromisslosen und gleichzeitig melodisch eingängigen Losgeh-Bluesrock. Auf seinem neuen Album „The Traveller“ zeigt der musikalische Autodidakt aus Louisiana, dass seine Karrierereise über die USA hinaus noch viel weiter gehen wird. Allein schon mit seinem schnörkellosen, kurzen, knappen Gitarrensolo in der Mitte von „Long Time Running” empfiehlt sich Kenny Wayne Shepherd als künftiger Ansprechpartner für Musikliebhaber, die eigentlich keinen durchschlagskräftigen Bluesrock mögen.

GARY HOEY


Foto: David Brow

5. GARY HOEY DAMNED IF I DO
(feat. Lance Lopez) (aus dem aktuellen Album „Neon Highway Blues“)

Gary Hoey war als musikalisch bestens ausgebildeter Saitenzupfer eigentlich vollkommen überqualifiziert, als der 1991 seinen Fulltime-Job als Plattenproduzent, Songwriter, Sänger und Bluesrock- Gitarrist begann. Trotzdem oder gerade deswegen widmet er sein 21. Album „Neon Highway Blues“ den Vorbildern eines jeden US-Bluesmuckers: B.B. King, Albert King, Freddie King und – mit einem Augenzwinkern – Burger King. Für den Albumtrack „Damned If I Do” duellierte Gary Hoey sich auf virtuoser Augenhöhe mit seinem Kollegen Lance Lopez, ehemals vom kalifornischen Trio Supersonic Blues Machine.

KRIS BARRAS


Foto: Andrew Knowles

6. KRIS BARRAS BAND
LOVERS OR LOSERS (aus dem aktuellen Album „The Divine and Dirty“)

Vorsicht! Bevor sich der britische Bluesrocker Kris Barras auf seine Gitarre konzentierte, gewann er in der Vollkontakt- Kampfsportart MMA (Mixed Martial Arts) 14 von 17 Kämpfen. Er darf also mit vollem Recht über „Lovers Or Losers” singen. Dieser Track von seinem Album „The Divine and Dirty“ war nicht nur eine sportliche Herausforderung bei der Aufnahme und Abmischung, er ist es auch für den CD-Hörer. Kris Barras eröffnet diesen Song mit einschmeichelnd intimer Grundhaltung, um ihn dann ihn bis in Stadionrock-Dimensionen zu führen. Kein Lautsprecher soll anschließend sagen, er sei nicht gewarnt worden…

7. JONNY LANG
STRONGER TOGETHER (aus dem aktuellen Album „Signs“)

Der 1981 geborene Sänger/Gitarrist Jonny Lang wurde als 15-Jähriger für sein Solo-Debüt mit einem Platinalbum ausgezeichnet. Neben afroamerikanischen Popmusik-Urgesteinen spielte er als weißes Milchgesicht eine Gastrolle im Film „Blues Brothers 2000”. Das bubenhafte Aussehen täuscht immer noch über seine künstlerische Reife hinweg. „Stronger Together” war 2017 als Single aus seinem Album „Signs” ausgekoppelt worden. Der Track offenbart jene künstlerische Reife, mit der Jonny Lang die Ausdrucksmöglichkeiten der traditionellen Blues- und Gospel-Music für einen zeitgemäß klingenden R’n’B-Song übernimmt.

JONNY LANG


Foto: Daniella Hovsepian

ROBERT RANDOLPH


Foto: Jim Arbogast

8. ROBERT RANDOLPH & THE FAMILY BAND CRY OVER ME
(aus dem neuen Album „Brighter Days“, erscheint am 23. August 2019)

WALTER TROUTS FENDER STRATOCASTER


Foto: Austin Hargrave

Der Pedalsteel-Gitarrist Robert Randolph und seine Family Band verbinden scheinbar gegensätzliche Traditionen miteiander. Das Markenzeichen dieser Soul- Combo ist der bluesig wimmernde Sacred-Steel- Sound einer Pedalsteel- Gitarre, die seit den 1930er- Jahren in vielen afroamerikanischen Kirchengemeinden der US-Südstaaten die Orgel ersetzt. Weltlich orientierte Pop- und Rock-Fans mögen die Famaily Band wegen ihrer Funk-Grooves à la Earth, Wind & Fire. Auf dem Album „Brighter Days” betont Robert Randolph die Gospel-Wurzeln seiner Musik. Sein Solo auf dem Track „Cry Over Me” macht dem Songtitel alle Ehre.

9. GEORGE BENSON NADINE (IS IT YOU)
(aus dem neuen Album „Walking To New Orleans“, Seite 132)

Der Jazzgitarrist und Soulsänger George Benson würdigt auf seinem neuen Werk „Walking To New Orleans” die R’n’B-Altvorderen Fats Domino und Chuck Berry. Als Opener für diese Hommage wählte Benson seine Version des Hits „Nadine” (Is It You)“ von 1964. Nachdem er den Berry-Song zunächst einmal weitgehend originalgetreu covert, erteilt Benson dem großen Idol des Rock’n’Roll spätestens beim Gitarrensolo eine posthume Lehrstunde, indem er synchron zu seinem eigenen Scat-Gesang die Saiten zupft. Außerdem wäre Chuck begeistert gewesen von den perfekt akzentuierten Bläsersätzen und dem fein abgerundet klingenden Funk-Bass-Groove.

10. ROBIN TROWER TIDE OF CONFUSION
(aus dem neuen Album „Coming Closer To The Day“, S.135) Robin Trower begann als Rhythm’n’Blues-Gitarrist im Swinging London der Sixites: Er stieg beim Classic-meets-Pop-Quintett Procol Harum ein. Später suchte er zwischen erdverbundenen Grooves und traumverloren erzählerisch angelegten Gitarrenmelodien die künstlerische Berufung – und fand sie wieder bei einem Gitarren-Blues, der die Soundtüfteleien von Jimi Hendrix heute kultiviert. „Tide Of Confusion” zeigt Robin Trower als einen Klangästheten, der seiner elektrischen Gitarre gerne die Führungsrolle überlässt, während der Gitarrist den eigendynamischen Feedback- Geräuschen genüsslich nachlauscht.

ROBIN TROWER


Foto: Rob Blackham

GEORGE BENSON


Foto: Austin Hargrave