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TITEL INTERNET OF THINGS: AUF DEM WEG ZUM ECO-SYSTEM DER ZUKUNFT


Digital Business Cloud - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 07.08.2019

Vernetzung und Transparenz im Umfeld des Internet of Things (IoT) sind das Gebot der Stunde. Unternehmen sehen sich dabei der Herausforderung gegenüber, die digitale Transformation auch wirklich sicher stemmen zu können. Und auch Rechenzentren müssen sich wandeln, um IoT- und damit kundenkonform zu handeln. Nur wie?


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Bild: Flystock/shutterstock.com

Ein Spaziergang im Wald oder am Meeresstrand kann einem die Augen öffnen, wohin die Reise der IT geht. Denn die Natur macht uns vor, was in der digitalen Gesellschaft zunehmend wichtiger wird. Autonome Einheiten, die sich in Ökosystemen zusammenschließen, sich gegenseitig befruchten und dadurch neue, funktionierende Lebensräume entstehen lassen. Dieser natürliche Prozess wird zur Vision des neuen smarten Lebens. Mit dem Ergebnis, dass der Ruf nach digitalen Eco-Systemen immer lauter wird. Denn sie bieten im Gegensatz zum Einzelkämpfertum einen Mehrwert für Unternehmen, indem diese sich über IoT-Plattformen mit anderen austauschen und von deren Leistungen, Kompetenzen und Erfahrungen profitieren können.

ECO-SYSTEM ALS ERFOLGSFAKTOR

Laut einer aktuellen Crisp-Studie, die in Kooperation mit maincubes erhoben wurde, beteiligen sich daher inzwischen bereits 80 Prozent der Unternehmen an einem Eco-System oder bauen ein eigenes auf. Mehr als ein Drittel sieht dabei 11 bis 20 Partner als die geeignete Konstellation, für fast ein Drittel gehören mehr als 20 Partner dazu. Technologie- und Cloud-Provider nehmen dabei mit 35 Prozent den größten Anteil ein, danach folgen Industrieunternehmen und Konzerne, Start-Ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen sowie Venture-Capital-Unternehmen. In diesem Zusammenschluss wollen die Unternehmen in erster Linie gemeinsam mit anderen digitale Innovationen entwickeln (59%), aber auch neue Geschäftsmodelle hervorbringen (49%), Ideen generieren (36%) sowie Daten austauschen und monetarisieren (32%). Den Eco-Systemen wird dabei eine große Bedeutung zugeschrieben.

Jedes vierte Unternehmen misst den Erfolg der eigenen IoT-Aktivitäten daran, wie sich das eigene Eco-System entwickelt. Das basiert auf der Annahme, dass ein großes Netzwerk an Partnern entscheidend für das künftige IoT-Geschäft ist. Vernetzung und Transparenz im Umfeld des Internet of Things (IoT) sind das Gebot der Stunde. Gerade Betriebe aus dem B2B-Bereich vertreiben ihre Produkte nur indirekt über (Channel-) Partner, sodass diese wesentlich zum Erfolg beitragen – wenn sie denn entsprechend eingebunden und geschult sind und wenn das gesamte Eco-System auch wirklich funktioniert.

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DIGITALE LÖSUNGEN und Produkte sind Unternehmen bei digitalen Eco-Systemen wichtiger als die Etablierung digitaler Geschäftsmodelle.


THEORIE UND PRAXIS WEICHEN NOCH AB

Doch genau hier gehen Theorie und Praxis auseinander. Denn so schön die Vision auch klingen mag: Die Unternehmen sind größtenteils erst im Aufbau ihrer neuen digitalen Strukturen und müssen in Hinblick auf die gewünschte Vernetzung oft noch aufrüsten. Das Hauptproblem: Sie haben ihre IT-Infrastruktur noch nicht entsprechend aufgestellt, um in den neuen Eco-Systemen aktiv und erfolgreich agieren zu können. Durch das Internet of Things steigen die Datenmengen und -ströme enorm an, sodass das eigene Rechenzentrum kaum mehr ausreicht, um diese Anforderungen auch entsprechen zu bewältigen.

Das haben die Unternehmen erkannt: Laut Crisp-Studie zweifelt die Mehrheit (54%) daran, die Herausforderungen mit ihrem eigenen IT-Infrastruktur-Konzept lösen zu können, fast jedes zehnte Unternehmen ist damit sogar überfordert. 58 Prozent ändern derzeit ihre Infrastruktur oder planen das in den nächsten zwölf Monaten, ein Drittel will diesen Schritt in den nächsten zwei Jahren tun. Die Tendenz geht in Richtung externe Colocation- Rechenzentren und in die Clouds, die hauptsächlich bei Colocation-Providern hosten.

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SCHNELL HANDELN wollen die meisten Unternehmen bei der Etablierung neuer Strukturen in ihren Rechenzentren.


DATACENTER MÜSSEN SICH WANDELN

Um den Schritt des Outsourcings zu wagen, benötigen Unternehmen Datacenter, die den erweiterten Anforderungen der Zukunft gerecht werden. Dazu gehört neben Netzwerksicherheit, klassischer Gebäudesicherheit und sicherer Anbindung an die großen Cloud-Provider auch die horizontale Vernetzung und zukunftsfähige Aufstellung der Datacenter. Sprich: Rechenzentren müssen sich wandeln, um die Ansprüche der Zukunft zu erfüllen. Sie müssen künftig nicht mehr nur Racks und Server beherbergen, sondern den Kunden mit zukunftsfähigen Services den Weg in die Eco-Systeme ebnen. Als Rechenzentrumsbetreiber und Digitalisierungsexperte bauen wir die Plattform secureexchange auf, die künftig für den Datenaustausch aller Teilnehmer mit Ende-zu-Ende-Security sorgen wird. Die Plattform stellt ein offenes, datenbasiertes und algorithmisch gesteuertes IT-System dar, das die Basis für ein komplexes digitales Eco-System bildet. Wie auf einem großen digitalen Marktplatz kann jeder IoT-, IT-, Security- und Connectivity-Services teilen. Leistungen und Lösungen der Plattformnutzer werden dadurch für jeden abrufbar, sodass sich für die Teilnehmer des Eco-Systems neue Geschäftsmodelle und -möglichkeiten ergeben.


Viele Unternehmen haben ihre IT-Infrastruktur noch nicht aufgestellt, um in den neuen Eco-Systemen aktiv und erfolgreich agieren zu können.


Wie auch die Crisp-Studie zeigt, sind digitale Eco-Systeme daher Hoffnung und Wachstumstreiber der deutschen Unternehmenslandschaft. So sollen heute bzw. in Zukunft 41 bzw. 44 Prozent der Umsätze über das Eco-System und die Partner erzielt werden. Damit dies reibungslos gelingt, halten zwei Drittel ein einheitliches Datenmodell in Hinblick auf die IoT-Plattform für unerlässlich, die Hälfte (51%) fordert ein API zum standardisierten Datenaustausch zwischen den Eco-System-Partnern und 36 Prozent stellen bereits hohe Anforderungen an das Identity and Access Management. Erst für 16 Prozent ist das innovative Thema „Daten-Marktplatz“ zum Kauf von Daten-Sets und Applikationen bereits heute ein Muss für die Wahl der IoT-Plattform.

ECO-SYSTEME WEITERGEDACHT

Es sind nicht nur die technischen Vernetzungen, die in Zukunft den Aufstieg von Unternehmen mit beeinflussen werden. Sich in Organisationen, Gremien oder Verbänden zu engagieren und Lösungen und Kompetenzen zu teilen, wird zum generellen Erfolgsgaranten. Ein Beispiel: die Independent Data Center Alliance (IND-DCA). Das ist ein neues globales Netzwerk von unabhängigen internationalen Colocation-Anbietern, das maincubes vor Kurzem als einziger deutscher und europäischer Rechenzentrumsbetreiber mit aus der Taufe gehoben hat. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass die Datacenter weltweit den nächsten Schritt in die Zukunft gehen, Services austauschen und sich dadurch noch wettbewerbsfähiger aufstellen können. Denn angesichts der zukünftigen Herausforderungen im Umfeld des Internet of Things und des Wechsels hin zu disruptiven Geschäftsmodellen müssen die Betreiber von Colocation- Rechenzentren weltweit mit der Zeit gehen, verstärkt zusammenarbeiten und Eco-Systeme etablieren, in denen alle voneinander profitieren.

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DIE AUTORIN

ANTJE TAUCHMANN ist Head of Marketing bei maincubes


Bild Netz: JozsefBagota/shutterstock.com

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