Lesezeit ca. 2 Min.

Titel: Kleine Geschichte des EEG


Logo von neue energie
neue energie - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 05.03.2020

Im Jahr 2000 trat das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft, heute liegt der Ökostromanteil fast siebenmal so hoch wie damals. Dabei hat sich das EEG über die Jahre stark verändert: Wechselnde Regierungen bauten es immer wieder um, nicht zuletzt mit dem Ziel, den einmal gestarteten Boom zu begrenzen. Zuerst bekam das die Photovoltaik zu spüren, zuletzt die Windkraft an Land. Währenddessen ist das Gesetz deutlich komplizierter ...

Artikelbild für den Artikel "Titel: Kleine Geschichte des EEG" aus der Ausgabe 3/2020 von neue energie. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: neue energie, Ausgabe 3/2020

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 5,99€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von neue energie. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1000 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Bild des Monats6-1. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Bild des Monats6-1
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Termine. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Termine
Titelbild der Ausgabe 3/2020 von Deutschland: Negativ wie nie zuvor. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Deutschland: Negativ wie nie zuvor
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Titel: Die Initialzündung
Vorheriger Artikel
Titel: Die Initialzündung
Titel: Kleine Geschichte des EEG
Nächster Artikel
Titel: Kleine Geschichte des EEG
Mehr Lesetipps

... geworden - und immer länger.


2000: Wenige Seiten, große Wirkung

Urheber des EEG waren einige Bundestagsabgeordnete aus der Regierungskoalition von SPD und Grünen (siehe Seite 20). Das ursprüngliche Gesetz kommt mit wenigen Passagen aus. Es definiert feste, mit der Zeit sinkende Vergütungssätze für jede Kilowattstunde Strom, mit unterschiedlichen Werten für Windkraft, Solarenergie, Geothermie, Bioenergie und Wasserkraft - und garantiert sie 20 Jahre lang (die nun bei den ersten Anlagen auslaufen). Netzbetreiber müssen den Ökostrom abnehmen, per Ausgleichszahlung wird er auf die Stromversorger im Land verteilt. Auch ein Ziel ist benannt: Der Anteil Erneuerbarer am gesamten Energieverbrauch soll sich bis 2010 verdoppeln. Tatsächlich wird er bis dahin verdreifacht werden.

Paragraphen: 12

2004: Es gibt Rabatte

Die erste Neufassung, immer noch unter Rot-Grün, lässt das EEG im Kern unverändert. Die Vergütung wird stärker nach Anlagengröße aufgefächert, teilweise auch gesenkt. Neu ist schon seit 2003 die „Besondere Ausgleichsregelung“: Industrieunternehmen mit hohem Stromverbrauch, die im internationalen Wettbewerb stehen, können eine ermäßigte EEG-Umlage beantragen. Der Kreis der Berechtigten wird später deutlich ausgeweitet, die Mehrkosten tragen die anderen Stromverbraucher (siehe Seite 27). Auch neue Mindestziele nennt das Gesetz: Bis 2010 soll der Ökostromanteil auf 12,5 Prozent wachsen, bis 2020 auf 20 Prozent. Es werden deutlich mehr.

Paragraphen: 21

Weiter gehts mit dem Zeitraum 2010 bis 2020 auf der folgenden Seite.


2009: Alles neu macht der Markt

Die erste EEG-Novelle unter Angela Merkel ändert einen ganz wesentlichen Punkt: Statt den Ökostrom wie bisher zu den Stromversorgern zu „wälzen“, müssen die Netzbetreiber ihn nun an der Börse „vermarkten“. Durch das Überangebot und die niedrigen Erzeugungskosten erneuerbarer Energien sinken dort die Preise und damit die Erlöse. Dieser Effekt ist mitverantwortlich dafür, dass in den Folgejahren die EEG-Umlage deutlich steigt. Außerdem beschließt die damalige Große Koalition einen scharfen Rückgang der Solarvergütung, der erstmals auch vom Ausmaß des Zubaus abhängig ist („atmender Deckel“). Nach dem Regie rungswechsel 2009 legen Union und FDP nochmal nach und kürzen zusätzlich um bis zu 16 Prozent. Der Ruf nach Marktme-chanismen und Kostensenkungen wird die EEG-Debatte auch in den Folgejahbestimmen.

Paragraphen: 66